Die Musikalischen Zeitschriften seit ihrer Entstehung bis zur Gegenwart

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Wechseln zu: Navigation, Suche
Textdaten
Autor: Wilhelm Freystätter (1835-1892)
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Die Musikalischen Zeitschriften seit ihrer Entstehung bis zur Gegenwart
Untertitel: Chronologisches Verzeichniss der periodischen Schriften über Musik
aus: Vorlage:none
Herausgeber:
Auflage: EA
Entstehungsdatum: 1884
Erscheinungsdatum: Vorlage:none
Verlag: Literarisch-artistische Anstalt Theodor Riedel
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: München
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Google-USA*=Internet Archive und jpgs bei Commons
Kurzbeschreibung: Eine Bibliographie mit Kurzcharakteristik von internationalen Musik-Zeitschriften zwischen 1722 und 1884. Basiert auf einem Aufsatz des belgischen Komponisten und Musiker-Biografen Édouard Georges Jacques Grégoir (1822–1890): Recherches historiques concernant les journaux de musique depuis les temps les plus reculés jusqu’à nos jours, Legris, Anvers 1872 (= Extrait de La Plume, Gailliard, Bruges) Google
siehe auch: Musikzeitschriften bis 1945
Wikipedia-logo.png Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
Freystätter Die musikalischen Zeitschriften Seite A 01.jpg
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite


[I]

Die

Musikalischen Zeitschriften

seit ihrer Entstehung bis zur Gegenwart.




Chronologisches Verzeichniss

der

periodischen Schriften über Musik

von

Wilhelm Freystätter.




München.

Literarisch-artistische Anstalt

Theodor Riedel

1884.


[II] [Leerseite mit Besitzervermerk]


[III]

Vorwort.

Die kunstgeschichtliche Forschung unserer Tage sucht mit rastloser Mühe nach allen Pfaden und Wegen zu den Quellen ihres Gebietes.

Ein nicht zu unterschätzendes Material liefert ihr unbestreitbar die periodische Literatur, soweit sich dieselbe mit historisch-kunsttechnischen Gegenständen befasst.

Das vorliegende Verzeichniss sollte ursprünglich nur eine Uebersetzung von Eduard Gregoir’s[WS 1]Recherches historiques concernant les Journaux de Musique depuis les temps les plus reculés jusqu’à[WS 2] nos jours, Anvers 1872, sein und mit den Erscheinungen in der Zeit nach 1872 vermehrt werden. Bei der fortschreitenden Bearbeitung ergab sich aber die nicht zu umgehende Nothwendigkeit von mehr Ergänzungen, Berichtigungen und Zusätzen als nur der seit dem Erscheinen der „Recherches historiques“ verflossene Zeitraum verlangte.

Eine Hauptschwierigkeit ergab die Einhaltung der Grenze, innerhalb welcher sich das Material unter die Rubrik „Musik-Zeitschrift“ einreihen lässt. Nach den Grundsätzen der Bibliothekwissenschaft wäre das Eine oder Andere auszuschliessen gewesen, daraus hätte sich aber ein Mangel in der Vollständigkeit der Darstellung des Materiales, wie es vorhanden ist, [IV] ergeben. Es erschien mir desshalb räthlich im Wesentlichen die Tendenz des französischen Originales beizubehalten und da wo es der Forschung dienlich sein kann, sogar scheinbar ein gewisses Maass zu überschreiten.

Meine Arbeit möge nicht allein dem Bibliothekar und dem Händler als bequemer, handlicher Führer dienen, sie soll auch dem mit dem Studium der Musikgeschichte sich Befassenden einen Behelf zur Einführung in das Studium dieses Zweiges bieten.

Zur bequemen Handhabung ist ein alphabetisches Register angefügt; dadurch soll das Verzeichniss als ein handliches Hilfsbuch neben den Handbüchern von Whistling und Hofmeister sich darbieten und der systematisch-chronologischen Darstellung der musikalischen Literatur von C. F. Becker ergänzend sich anschliessen.

Zum grössten aufrichtigsten Dank bin ich Herrn I. Julius Maier I. Custos und Conservator der musikalischen Abtheilung der k. Hof- und Staats-Bibliothek in München verpflichtet, der mich mit Rath und That in zuvorkommendster, und freundlichster Weise unterstützte, ferner meinem langjährigen Freund Herrn Oskar Verlage, Prokurist der Hofbuchhandlung von Theodor Ackermann in München, wie ich auch lieben Freunden, welche mir zur Herbeischaffung des nöthigen Materials ihren Beistand liehen, hier meinen besonderen Dank ausspreche.

Zum Schluss sei mir das Bekenntniss gestattet, dass ich wohl fühle, wie im Einzelnen sich Lücken bieten; so gelang es mir nicht eine einigermassen erschöpfende Uebersicht der amerikanischen Zeitschriften bieten zu können, denn hierin erwiesen sich alle meine Bemühungen nahezu fruchtlos.

Bei anderen literarischen Erscheinungen von kurzer Lebensdauer oder nur geringer Verbreitung waren mitunter weder Autor noch Verleger bereit sachdienlichen Aufschluss zu geben. Es finden sich desswegen einzelne Zeitschriften [V] mit kaum mehr als dem Namen aufgeführt, ich glaubte aber auch so kurze Mittheilungen der Vollständigkeit halber nicht unterlassen zu sollen, damit die Existenz der einen oder anderen Zeitschrift wenigstens constatirt sei.

An die Kritik richte ich die Bitte, die Schwierigkeit der gestellten Aufgabe nicht verkennen zu wollen und empfehle meine Arbeit freundlich-geneigter Nachsicht.


München, im August 1884.

Wilhelm Freystätter.


[VI] [Leerseite]


[1] 1722. Critica musica d. i. grundrichtige Untersuch- und Beurtheilung vieler theils vorgefassten, theils einfältigen Meinungen, Argumenten und Einwürfen, so in alten und neuen gedruckten und ungedruckten musikalischen Schriften zu finden. Zur möglichsten Ausreutung aller groben Irrthümer und zur Beförderung eines besseren Wachsthums der reinen harmonischen Wissenschaft in verschiedene Theile abgefasset und Stück-weise herausgegeben von Mattheson, 4°. Hamburg 1722.

Der I. Band enthält in 4 Theilen (50 Bogen) 12 Stücke (das erste Stück erschien im Mai 1722, das zwölfte im April 1723).

Der II. Band gleichfalls in 4 Theilen (52 Bogen) das 13. bis 24. Stück enthaltend, ohne Angabe eines Datums. Aus deren Inhalt sind als die bedeutendsten Aufsätze hervorzuheben: 1. Die melopoetische Lichtscheere gegen Murschhäusers hohe Schule der Composition. 2. Vergleichung zwischen den Franzosen und Italienern, die Musik und die Oper betreffend. Aus dem Französischen des Abbé Raguenet übersetzt und mit Anmerkungen versehen. 3. Der französische Anwalt oder Vertheidigung der französischen Musik. Gleichfalls aus dem Französischen übersetzt und mit Anmerkungen versehen. 4. Des fragenden Componisten Verhör über eine gewisse Passion. (Die beurtheilte Passion soll die Händels sein). Der Verhöre sind es zwei. 5. Die canonische Anatomie oder Untersuchung derjenigen Kunststücke und ihres Nutzens, welche bei den Musices Canones genannt werden. (Wurde durch den ehemaligen Cantor Bockemeyer in Wolfenbüttel veranlasst.) 6. Die lehrreiche Meisterschule oder freundlicher Unterricht für solche, die ohne zulängliche musikalische Gelehrsamkeit den Meister spielen wollen. In drei Abschnitten. 7. Die Orchester-Kantzeley oder Gutachten, Briefe, Aussprüche, Untersuchungen u. s. w. der ehemaligen Schiedsmänner beim [2] Orchesterprozess. (Betrifft das beschützte Orchester des Verfassers, welches gegen die Solmisation des Guido gerichtet war). 8. Der melodische Vorhof oder Herrn Heinrich Bockemeyers Versuch von der Melodica. Mit Anmerkungen des Herausgebers, worin treffliche Bemerkungen über das Verhältniss des Textes zu einem Gesang enthalten sind. Ausserdem enthält jedes Stück vermischte historische und kritische Nachrichten von musikalischen Personen und Sachen.

Die Critica musica erlosch mit dem Jahre 1725 und ist als deren interessanteste Abhandlung die Studie über den Canon hervorzuheben.

Johann Mattheson, Legationsrath, wurde 28. Sept. 1681 in Hamburg geboren und starb daselbst 17. April 1764.

Forkel sagt: Ist das erste gute musikalisch–kritische Werk, das in Deutschland erschienen ist.


1735. Musikalische Bibliothek oder gründliche Nachricht nebst unparteiischen Urtheil von musikalischen Schriften und Büchern, worin alles, was an der Mathematik, Philosophie und den schönen Wissenschaften zur Verbesserung und Erläuterung sowohl der theoretischen als praktischen Musik gehört, nach und nach beigebracht wird. Leipzig, Braun 1736 mit Bildnissen von G. Lingke, Bümler, Spiess und G. Venzky in Kupferstich.

Der Herausgeber Lorenz Christoph Mizler de Kolof ward vom König von Polen geadelt, verlegte 1754 seine Buchhandlung von Kontskie, wohin er 1745 gekommen war, nach Warschau, woselbst er eine Druckerei gründete. Er starb daselbst im März 1778 im 67. Lebensjahr; er trug viel zur Verbreitung des Geschmackes an der musikalischen Kritik bei zu einer Zeit, da diese Kunstgattung erst schwache Keime der Blüthe zeigte. Er gründete 1738 mit dem Grafen Lucchesini und dem Ansbachischen Kapellmeister Georg Heinrich Bümler die musikalische Gesellschaft zur Förderung seines Unternehmens, welcher ausser den Genannten angehörten: Christoph Theophil Schroetel, Organist in Nordhausen, Heinrich Bockemeyer, Cantor in Wolffenbüttel, Klemann, Kapellmeister in Hamburg, Stölzer, Kapellmeister in Gotha, G. F. Lingke, Spiess, Händel, G. Veutzky und W. Weiss.

Die musikalische Bibliothek erschien unregelmässig und kamen bis 1754 vier Bände zur Veröffentlichung.

Dem ersten Theil (1736 in 8° 64 Seiten, ohne Vorrede) steht eine Zueignungsschrift vom 14. November voran. [3] Inhalt: 1. Auf Meiboms Vorrede zu den sieben Scriptores. 2. Prinz, musikalische Kunstübungen. 3. Werkmeisters cribrum musicum. 4. Kellner’s Generalbass. 5. Werkmeister’s Schrift von der Würde, dem Gebrauch und Missbrauch der Musik. 6. Auf ein unter dem Titel „Horologium musicum“ 1676 zu Regensburg erschienenes Werk. Ferner Uebersetzung des 17. Kapitels aus Heinrich Agrippa a Nettesheim: De incertitudine et vanitate scientiarium; eine kurze Beschreibung der von Mizler erfundenen Maschine und Nachrichten von den Concerten in Leipzig.

Der zweite Theil (1737. 68 Seiten) enthält Recensionen und Anzeigen von 1. Walisii: Vergleichung der alten Musik mit der zu seiner Zeit. 2. Quirsfeld: Kurzer Begriff der Singkunst. 3. Prinz: Musikalische Kunstübung vom Unisono. 4. Ueber die zweite Ausgabe einer kurzen Anführung zum Generalbass (1733). Dann folgt ein Bericht Mizler’s über seine Lehrstunden und endlich musikalische Neuigkeiten.

Der dritte Theil (1737) bringt Nachricht von Aristoxeno’s Harmonik und dessen Leben, Berichte über Schriften von Mattheson, Otto Gibelius, Prinz, Werkmeister, Johann Beer und Mizler’s: musikalischer Einfall auf den Krieg des Kaisers mit den drei vereinigten Cronen, Mizler’s Erinnerung gegen eine von fremder Hand eingelaufene Nachricht über den zweiten Theil der Bibliothek.

Den vierten Theil (1738) eröffnet ein Kapitel von der Musik aus Erhard Weigel’s Idea der ganzen Mathematik; diesem folgen Anzeigen von einzelnen Werken von Prinz, Werkmeister, Mattheson, Scheube, Preuss. Nachrichten von der Societät der musikalischen Wissenschaften, von Mizler’s musikalischer Maschine und die Musik betreffende Neuigkeiten.

Der fünfte Theil (1738): Gottsched’s Gedanken vom Ursprung und Alter der Musik und von der Beschaffenheit der Oden. Nachrichten und Recensionen über Werke von Prinz, Reinholdt, Scheibe und von einem ungenannten Verfasser: Wegweiser zur Kunst, die Orgel zu schlagen. Musikalische Neuigkeiten bilden den Schluss.

Der sechste Theil (1739) enthält: Gottsched’s Gedanken von den Cantaten. Besprechungen der Werke von Mattheson, Prinz und Scheibe. (Heftige) Polemik gegen Scheibe, ein Gedicht Mizler’s auf die Hochzeit des Musikdirektor Samuel Ehrmann. Neuigkeiten bilden den Schluss, denen 15 S. Register dieser Theile des I. Bandes mit dem Haupttitel folgen.

[4] Der II. Band erschien in vier Theilen in Leipzig von 1740-43 mit 36 Kupfertafeln.

Der erste Theil (1740. 158 Seiten) enthält: Versuch eines Beweises, dass ein Singspiel oder eine Oper nicht gut sein kann aus dem achten Stück der Beiträge zur kritischen Historie der deutschen Sprache von Ludwig mit Anmerkungen von Mizler. Gedanken von der Oper von Peter Poree. Zwei Kapitel von der Vokal- und Instrumentalmusik der Leviten aus Semler’s Antiquitäten der heiligen Schrift. Rede des Conrektor G. Ventzky zu Halberstadt, wie die gefiederten Musikanten oder Vögel Gott verherrlichen. Birnbaums Vertheidigung seiner unparteiischen Gedanken (gegen Scheibe’s kritischen Musikus). Besprechungen und Neuigkeiten bilden den Schluss.

Der zweite Theil (1742 Seite 159-298) enthält des Moratori Gedanken von Opern aus dem 3. Buch seines Werkes über italienische Poesie. Bemerkungen über die Musik aus den Vorlesungen über die Historien von Schurzfleisch. Fortsetzung der Besprechungen der Werke von Prinz, Mattheson und Haltmeier. Teleman’s Nachricht von P. Castel’s Augenorgel. Mizler’s Nachricht wie man Claviere lakiren soll. Dessen Verantwortung gegen Mattheson und endlich Neuigkeiten.

Der dritte Theil (1742) bringt Gottsched’s Gedanken von der Oper, Hedemann’s Gedanken von den Vorzügen der Oper vor den Tragödien und Comödien. Fortsetzung der Kritiken. Ventzky’s Schulrede – Wie man die von Gott bestimmte Harmonie in der Musik bewundert. Unterirdisches Klippenconcert in Norwegen von Mattheson und wieder Neuigkeiten.

Der vierte Theil (1743) enthält: Sieben Schriften, welche an die Societät der musikalischen Wissenschaften eingesendet worden über die Frage: „Warum zwei unmittelbar auf einander folgende Quinten und Oktaven in der geraden Bewegung nicht wohl ins Gehör fallen“ mit Anmerkungen von den Mitgliedern der Societät. Fortsetzung der Kritiken von Mattheson’s „Vollkommener Kapellmeister“ und Anzeige der Mizlerischen Uebersetzung von Fux' „Gradus ad Parnassum“, Neuigkeiten und das Register des ganzen Bandes.

Der III. Band erschien von 1746-1752 in 4 Theilen zu 778 Seiten mit 57 Kupfertafeln.

Der erste Theil (1746) enthält: Gottsched’s Antwort auf Hedemann’s Abhandlung von den Vorzügen der Oper [5] u. s. w. Zwei Kritiken, 3 Abbildungen und kurze Erklärung der musikalischen Instrumente, Neuigkeiten und das Portrait von Georg Lingke in Kupferstich.

Der zweite Theil enthält zu Anfang das Portrait von Georg H. Bümler, Mitglied der musikalischen Societät; ferner: Phellus: Kurzer Inbegriff der Musik, griechisch und deutsch, übersetzt mit Anmerkungen von Xylander und Mizler; Schröter: Beweis der Nothwendigkeit der Mathematik bei Erklärung der musikalischen Composition (gegen Scheibe). Kritiken, Nachrichten von der musikalischen Societät und Neuigkeiten.

Der dritte Theil enthält von Joh. Friedr. Uffenbach: Von der Würde der Singgedichte oder Vertheidigung der Oper. Zweite Fortsetzung von Schröter’s Nothwendigkeit der Mathematik. Desselben Sendschreiben an Lorenz Mizler von der bevorstehenden Reformation der Musik. Fortsetzung der Kritiken über Mattheson’s und Euler’s Werke und über Constantin Bellermann’s Einladungsschrift von dem musikalischen Musenberg. Nachricht von der barbarischen Musik im Königreich Juda in Afrika nebst Abbildungen dasiger musikalischer Instrumente. Zum Schluss Neuigkeiten.

Der vierte Theil (1752) enthält das Portrait des Peter Meinrad Spiess, Verfasser des Tractatus musicus compositorio-practicus, Augsburg 1745, der in diesem Theil kurz angezeigt ist. Nun folgt: Erste Sammlung eigener Schriften und Abhandlungen, Beurtheilungen und Auszüge der Mitglieder der Societät der musikalischen Wissenschaften, bestehend aus 1. Lorenz Mizler’s ungebundener Uebersetzung von Horazens Dichtkunst durchgehends auf die Musik angewendet. 2. Dr. Georg Ventzky, Auszug aus Rollin’s Abhandlungen von der Musik. 3. Ebendesselben Gedanken von den Noten oder Zeichen der alten Hebräer. 4. Ebendesselben Auszug aus Wilhelm Irhov’s: „Coniectaneis in Psalmorum titulis“. 5. Christoph Gottlieb Schröter: Anzahl und Sitz der musikalischen Intervalle. 6. Georg Philipp Teleman’s neues musikalisches System. 7. C. G. Schröter’s Beurtheilung der zweiten Ausgabe des critischen Musikus und neben dem Auszug aus dem Tractatt von Spiess vermischte musikalische Nachrichten. Ein dreifaches Register schliesst den ganzen Band.

Vom IV. Band erschien nur ein Theil 1754 mit vier Kupfertafeln. Inhalt: 1. Wolfgang Ludwig Gräfenhahn’s Rede der Musik von dem Vorzug derselben für der Malerey, Poesie und Schauspielkunst. 2. Dr. Johann Wilhelm Albrecht’s [6] physikalischer Tractatt von den Wirkungen der Musik in den belebten Körpern. 3. Zergliederung des Ohres nach dem Heister. 4. Leonhard Euler’s Versuch einer neuen musikalischen Theorie; das 4. Capitel von den Consonanzen. 5. Nachricht von der Societät der musikalischen Wissenschaften in Deutschland von 1746-1752. 6. Denkmal dreier verstorbener Mitglieder der Societät der musikalischen Wissenschaften oder die Leben Georg Heinrich Bümler’s, Brandenburg-Anspachischen Kapellmeisters, Gottfried Heinrich Stölzel’s, Sächsisch – Gothaischen Kapellmeisters und Joh. Sebastian Bach’s, Musikdirektors zu Leipzig. 7. Vermischte musikalische Nachrichten und[WS 3] Neuigkeiten, darunter ein Verzeichniss der Mitglieder der kgl. Kapelle in Berlin.


1738. Critischer Musikus herausgegeben von Johann Adolph Scheibe. 8°. Hamburg. Wierings Erben.

Erschienen sind 78 Nummern, 718 Seiten, und zwar der erste Theil in 36 Stücken vom 5. März 1737 bis 18. Februar 1738. Der zweite Theil in wöchentlich ausgegebenen Stücken vom 3. März 1739 (das 27. Stück) bis zum 23. Februar 1740 (das 78. Stück).

1745 erschien der critische Musikus bei Bernhard Christoph Breitkopf in Leipzig in 8°. 1059 Seiten in vermehrter und verbesserter Ausgabe; derselben ist eine sehr ausführliche Vorrede von Scheibe d. d. Kopenhagen den 17. April 1745 vorangestellt und dieselbe der Prinzessin Louise von Dänemark dedicirt. Die Vorrede, welche das erste Stück einleitet gibt auch über die neuere äussere Einrichtung Nachricht, die hauptsächlich darin besteht, dass den ersten Stücken Zusätze und Anmerkungen beigegeben und ein Inhaltsverzeichniss über die behandelten Materien Aufschluss gibt. Es sind des kritischen Musikus Absichten nebst einer Anzeige, in welchen Umständen die Musik bisher gewesen. Entwurf einer Historie der Musik. Die Haupteintheilung der Musik wird angezeiget und untersucht. Erklärung der Melodie und Harmonie. Untersuchung des ersten Grundes der Musik. Brief eines reisenden Musikanten von der Beschaffenheit einiger Tonkünstler. Untersuchung der Fehler und Thorheiten der meisten deutschen Opern. Von der Erfindung der Musik. Brief von Lucius wegen des Inhaltes des critischen Musikus insonderheit aber wegen der Oper. Untersuchung der Eigenschaften der praktischen Musikarten. Von den Eigenschaften der guten Schreibarten. Von den Eigenschaften der schlechten Schreibarten. Beschreibung [7] und Erläuterung der Musikarten verschiedener Nationen. Von den Fehlern der welschen Oper in Ansehung der wenigen Veränderungen der Singstimmen. Anfang der Untersuchung der Kirchenmusiken und die Eintheilung derselben. Von den Messen und den dazu gehörigen Stücken. Untersuchung und Beschreibung der Motetten. Von den geistlichen Oratorien. Brief von Thareis an den Verfasser wegen der Einrichtung einer Erklärung der Melodie nebst einigen die Beschaffenheit der Melodie und den Geschmack betreffenden Anmerkungen.

Das Supplement beginnt auf Seite 719 und reicht bis Seite 1059; ausserdem ist ein erschöpfendes Sachregister über alle vier Theile des Werkes beigegeben.

Scheibe war Kapellmeister des Königs von Dänemark, geb. 1708 zu Leipzig, gest. 1776 zu Kopenhagen.

E. Gerber sagt in seinem historisch-biographischen Lexikon 1792 über das Journal: „Es ist kein Zweifel, dass er unter die Zahl unserer ersten Theoretiker und musikalischer Aesthetiker gehört. Es findet sich in seinem kritischen Musikus schon mancher vortrefflicher Gedanke und mancher Fingerzeig, der theils von andern im Stillen zu ihrem Vortheil benutzt, theils auch als ihr Eigenthum dem Publikum mit Beifall ist mitgetheilt worden.“

Forkel sagt: Es enthält viele gute Abhandlungen über die meisten Theile der musikalischen Wissenschaft und hat den für damalige Zeit nicht unbeträchtlichen Vorzug in einer reinen Sprache geschrieben zu sein.


1740. Musikalischer Staarstecher, in welchem rechtschaffener Musikverständigen Fehler bescheiden angemerkt, eingebildeter und selbst gewachsener sogenannten Componisten Thorheiten aber lächerlich gemacht werden. Von Lorenz Mizler. 8°. Leipzig, auf Kosten des Verfassers.

Die Schrift erschien in monatlichen Lieferungen – Stücken – 16 Seiten stark; erst das zweite Stück trägt das Datum Leipzig, den 28. November im Jahr 1739; das fünfte Stück bringt am Schluss die Ankündigung:

Diese Blätter werden alle Monate weiter in der Heinsiusischen, Lankischen, Schusterischen Buchhandlung auch im Stüblischen Haus in der Fleischergasse drei Treppen hoch, in Nürnberg bei dem Hrn. Organisten Schmidt im Nonnengässlein hinter Lorenzen und anderen Orten in Deutschland mehr, das Stück für einen Groschen ausgegeben. Das siebente im Jahr 1740 datirte Stück ist als das letzte bezeichnet.

[8] Dem musikalischen Staarstecher ist als Anhang beigegeben: des Herrn Riva, damals des Herzogs vom Modena, Residenten zu London, Nachricht vor die Componisten und Sänger, aus dem Italienischen ins Deutsche übersetzet von Lorenz Mizler.


1741. Der musikalische Patriot. Eine Wochenschrift. 4°. Braunschweig 1741-42. 30 Nummern – 240 Seiten, das geistreiche Opus erschien anonym und wurde einem Gelehrten Namens Henke in Braunschweig beigemessen. Kein Biograph hat Nachrichten über diesen Künstler; Forkel erwähnt mit Lob das Journal in seiner „Allgemeinen Literatur der Musik“ Leipzig 1792 und sagt: „Wer dieser Mann gewesen und ob er noch lebt ist mehrerer Erkundigungen ungeachtet nicht ausfindig zu machen.“


1750. Der kritische Musikus an der Spree. 4°. Berlin. Herausgeber: F. W. Marpurg, geboren 1. Oktober 1718 in Seehausen in der Altmark in Preussen, gestorben zu Berlin 22. Mai 1795.

50 Lieferungen, 406 Seiten Text (ohne die Dedication) und 5 Kupfertafeln.

Die Zeitschrift erschien wöchentlich in Stücken oder Lieferungen; der erste Bogen am 4. März 1749 das letzte Stück am 17. Februar 1750. Neben einer durch das Ganze fortlaufenden Harmonielehre enthält sie: Uebersetzungen aus französischen Schriften, polemische Aufsätze gegen den preussischen Kapellmeister Agricola, der unter dem Namen Olibrio gegen Marpurg geschrieben hatte. Seite 140-146 steht der Originalabdruck eines Gedichtes „Ueber die Regeln in den Wissenschaften zum Vergnügen und besonders Dichtung und Tonkunst“ von G. F. Lessing.

Marpurg ist ausserdem eine Abhandlung über die Fuge und den Contrapunkt zu danken, die sich grossen Rufes erfreut und von der eine französische Uebersetzung bei Imbault in Paris erschien.


1754. Historisch-kritische Beiträge zur Aufnahme der Musik. Gegründet von Friedrich Wilhelm Marpurg. Dieselben erschienen in 5 Bänden zu je 6 Lieferungen. 8°. – Der I. Band erschien im Verlag von Johann Jakob Schützens' sel. Wittwe in Berlin, die übrigen 4 Bände bei Gottlieb August Lange. Sie wurden regelmässig fortgesetzt bis 1762; das 6. Stück des V,. Bandes erschien nachträglich 1778.

Das erste Stück des I. Bandes enthält ausser dem [9] Vorbericht 1. Schreiben an den Herrn Marquis von B. über den Unterschied zwischen der italienischen und französischen Musik. (Aus dem Französischen). 2. Anmerkungen zu vorhergehendem Schreiben. Dem folgen Besprechungen einer Clavierschule, der Clavierübungen von Hachmeister, Oden mit Melodien. (Birnstil 1753). über „Lettres sur la musique francaise par J. J. Rousseau und über 6 Sonaten von Joachim von Moldenit. Es folgen Nachrichten von Büchern und dem gegenwärtigen Zustand der Oper und Musik des Königs von Preussen und der Kapelle des Prinzen und Markgrafen Heinrich; ein Scherzlied von Lessing: Ehret Brüder meine Schöne“ von G. Phil. Em. Bach componirt beschliesst dieses Stück.

Das zweite Stück bringt ein Schreiben an den Verfasser über die Begleitung des Kirchengesanges durch den Organisten; eine Besprechung des Singspieles „Thusnelda“ von Scheibe: einen Bericht über „Matthesonii Plus vltra“ ein Stückwerk neuer und mancherlei Art. Der Bericht über „neue Bücher“ bespricht neun Gegenschriften der im vorigen Stück angezeigten Schrift Rousseau’s. In der Rubrik „Lebensläufe“ die Biographie von Joh. Fr. Agricola und Joh. Gottlieb Janitzsch. Nachrichten über die Kapelle des Prinzen und Markgrafen Karl. Ein Schreiben aus Paris über den Streit zwischen den französischen und welschen Tonkünstlern (aus dem Französischen). Musikalische Neuigkeiten, Besprechung von Prinzens Historie der Musik und ein Scherzlied von Griess mit Musik von Nichelmann.

Das dritte Stück (erschienen 1755) eröffnet: Nachricht von der Oper und dem Concert spirituel zu Paris. Lebensläufe: von Johann Joachim Quantzen von ihm selbst entworfen, des Herrn Georg Gabel ehemaliger Kapellmeister in Rudolstadt. Hierauf folgen Anekdoten und Nachrichten von dem Zustand der Hochfürstlichen Kammer- und Kapellmusik zu Gotha. Ein Scherzlied von Lessing „Voll, voll, voll,“ von Agricola componirt, bildet den Schluss.

Die erste Abhandlung des vierten Stückes (1755) ist in Form eines Sendschreibens eines Freundes an den andern über einige Ausdrücke des Herrn Batteux von der Musik mit der anschliessenden Antwort und einer Beantwortung dieser. Nachricht von einer Uebersetzung der Anmerkungen des Herrn Peter Franz Tosi über den Figuralgesang. (Aus dem Walschen.) Anekdoten von dem römischen Kaiser Nero in Absicht auf die Musik. Vermischte Neuigkeiten. Uebersetzungen einiger Stellen aus dem 16. und 17. Brief einer [10] Peruanerin; Musica Theologia oder erbauliche Anwendung musikalischer Wahrheiten von Joh. Michael Schmidt. Lebensläufe: von Kaspar Ruetz, Musikdirektor in Lübeck, Johann Georg Hoffmann, Organist in Breslau. Ein Scherzlied von Utz, componirt von Graun, macht den Schluss.

Im fünften Stück (erschienen 1755) ist der Entwurf einer ausführlichen Nachricht von der Musik übenden Gesellschaft zu Berlin von bleibendem Interesse. Beantwortung der in des Herrn Capellmeisters Scheibe historisch-kritischen Vorrede zu seiner ohnlängst von ihm herausgegebenen Abhandlung von dem Ursprung und Alter der Musik § 9 befindlichen Anmerkung, über F. W. Riedt’s Versuch über die musikalischen Intervallen von dem Verfasser des Versuches. Die Rubrik „Lebensläufe“ enthält Nachrichten über Wilhelm Friedemann Bach, Christoph Nichelmann und Joh. Peter Kellner, Cantor zu Gräfenrode. Nachrichten von der Fürstbischöflichen Kapelle zu Breslau und der Kapelle des Grossfeldherrn Grafen von Braniki in Pohlen. Nachrichten von verschiedenen berühmten französischen Organisten und Clavieristen, verschiedenen berühmten Violinisten und Flötenisten zu Paris. Zum Schluss: verschiedene Neuigkeiten.

Das sechste Stück enthält das zweite, fünfte und sechste Kapitel von Prinzen’s Historie der Tonkunst, die Fortsetzung von dem Berlinischen Operntheater, Nachricht von verschiedenen Tonkünstlern in Berlin, ein Sonett auf das von Ihrer königl. Hoheit der Kurprinzessin zu Sachsen selbst verfertigte in Musik gesetzte und abgesungene Pastorell „Il Trionfo della Fedeltà,“ womit zugleich eine neue Art Noten zu drucken bekannt gemacht wird. Hierauf folgen Beurtheilungen einiger Bücher von Ruetz und anderen Autoren; eine Abhandlung von der Nachahmung der Natur in der Musik; Lebensnachrichten von einigen Mitgliedern der kgl. preussischen Kapelle. Gedanken von der Musik aus dem VII. Band des Schauplatzes der Natur. Ein Anhang enthält die Titel von drei französischen Werken: 1. Refutation suivie et detaillée des Principes de Mr. Rousseau de Génève touchant la musique francaise addressé à lui-meme en reponse à sa lettre à Paris 1754. 2. Arithmetique des Musiciens ou Essai qui a pour objet: diverses especes de calcul de Intervalles etc. Paris 1754 in 8°. 3. Exposition de la Theorie de la Pratique de la Musique suivant les nouvelles decouvertes par Mr. de Bethisy à Paris. 1754 in 8° avec 9 Planches und Berichtigungen; ein Sonett Teleman’s an Joh. [11] Sebast. Bach und ein Scherzlied von Ossenfelder mit Musik von Graun machen den Schluss.

Ausserdem ist ein Register des ganzen Bandes hergestellt.

Das erste Stück des II. Bandes erschien 1756 und enthält: Nachricht von der ehemaligen musikalischen Gilde in Friedeland. Besprechung der in London 1749 erschienenen 82 Oktavseiten umfassenden Reflections on Autient et Modern Musick with the application to the cure of diseas to which is subjoined an essay to solve the question wherein consisted the difference of antient Musick from that of moderne time d. i. Betrachtungen über die alte und neue Musik, mit derselben Anwendung zur Heilung der Krankheiten nebst einem Versuch die Frage aufzulösen. Worin der Unterschied der alten und neuen Musik bestanden hat. Galland, von dem Ursprung und Gebrauch der Trompete. Des Herrn Abts Fraguier Untersuchung einer Stelle aus dem Plato von der Musik 1716. Herrn Ernst Gottlieb Baron’s Beitrag zur historisch-theoretisch- und praktischen Untersuchung der Laute. Vertheidigung der Opern. Vermischte Nachrichten.

Das zweite Stück enthält: Herrn Friedr. Wilhelm Riedts Betrachtungen über die willkührlichen Veränderungen der musikalischen Gedanken bei Ausführung einer Melodie. Herrn Barons Abhandlung von dem Notensystem der Laute und der Theorbe. Desselben Gedanken über verschiedene musikalische Materien. Einige Stellen aus des Herrn Remond de St. Mard Gedanken von der Oper, die im ersten Stücke des II. Bandes enthaltene Vertheidigung theils zu bestärken theils zu ergänzen. Scherzlied von Herrn Griess componirt von dem Königl. Preuss. Kammermusikus Herrn Schale.

Das dritte Stück enthält: Vermischte Gedanken, welche dem Verfasser der Beiträge zugeschickt wurden, fortgesetzt im ersten Stück des III. Bandes und im 4. Stück des V. Bandes. Gedanken der Madame Dacier über die Flöten der Alten aus derselben Noten über den Terenz übersetzt von Herrn Friedrich Christian Rackemann. Chronologisches Verzeichniss der seit 1645 bis 1752 in Paris aufgeführten Opern nebst dem Leben verschiedener französischer Componisten. Die Melodie nach ihrem Wesen sowohl als nach ihren Eigenschaften, von Christoph Nichelmann, königl. preuss. Kammermusikus. Fortsetzung der Nachrichten vom Berlinischen Hoftheater. Scherzlied von dem Herrn von Hagedorn.

Das vierte Stück enthält: Ob und was für Harmonie [12] die Alten gehabt und zu welcher Zeit dieselben zur Vollkommenheit gebracht worden. Herrn Mag. Nicol. Brelins Erfindung, wie man der Güte der Claviere und Clavicimbel sehr zu statten kommen könne. Gedanken über Herrn Daubens Generalbass in drei Accorden vom Herrn D. Gemmel. Fortsetzung im fünften und Schluss im sechsten Stück.

Das fünfte Stück enthält: Herrn Riedts Tabellen über alle drey und vierstimmige etc. Accorde. Lebensnachrichten von einigen berühmten französischen Sängerinnen. Le glorie della Poesia e della Musica contenute nell' esatta Notitia de teatri della città di Venezia nebst einem Verzeichniss der in Venedig aufgeführten Opern fortgesetzt im sechsten Stück des II. Bandes. Du Bos von den theatralischen Vorstellungen der Alten. Nach der Uebersetzung des Herrn M. Lessing. Fortsetzung im sechsten Stück des II. Bandes, im ersten dritten, vierten, fünften des III. Bandes, im zweiten, vierten, sechsten des IV. Bandes, im ersten Stück und der Schluss im 4. Stück des V. Bandes.

Die Königliche Capell- und Kammermusik in Dresden. Scherzlied von Herrn Ossenfelder.

Das sechste Stück enthält: Grundlegung zur Tonordnung insgemein. Abermahl durchgehends mit musikalischen Exempeln abgefasst und gesprächweise vorgetragen von Joseph Riepel fürstl. Thurn- und Taxisscher Kammermusikus. Lebenslauf Herrn Johann Heinrich Quiels Organist und Schuladjunkt zu Nimtsch in Schlesien. Auszug eines Schreibens von unbekannter Hand an den Verfasser der Beyträge über ein von Daniel Berlin Organist in Drontheim verfertigtes Monochord. Die Churfürstlich-Pfälzische Capell- und Cammermusik zu Mannheim. Vermischte Nachrichten. Zum Schluss das Register über die sechs Stücke des II. Bandes.

Das erste, zweite, dritte und vierte Stück des III. Bandes erschienen 1757. Das fünfte und sechste Stück 1758.

Das erste Stück enthält: Leben des Johann Christian Hertels, Concertmeister am Sachs. Eisenachischen und Meklenburg Strelitzischen Hof. Entworfen von dessen Sohn Johann Wilhelm Hertel, Meklenburg Schwerinischer Hofcomponist.

Hochfürstlich Würtembergische Kammer- Hof- und Kirchenmusik. Verzeichniss verschiedener Organisten in Ollmütz, Brunn, Wien und Prag. Schreiben des Herrn Daube an den Verfasser wegen D. Gemmels Beurtheilung seines Tractattes. Herrn Zachariä Schreiben, worin eine neue Erfindung [13] in der Musik bekannt gemacht wird. Hochfürstl. Schwarzburg-Rudolstädtische Capelle.

Das zweite Stück enthält: Herrn Weitzlers Anhang zu dem kurzen Entwurf der ersten Anfangsgründe auf dem Clavier nach Noten zu spielen; fortgesetzt im 3. Stück. Anmerkungen hierzu. Lebenslauf des Herrn Carl Höckh, Hochfürstl. Anhalt-Zerbstischer Concertmeister. Verzeichniss der itztlebenden Organisten in Breslau. Der allzeit fertige Polonaisen- und Menuettencomponist von Joh. Phil. Kirnberger. Eine Besprechung des Schäferspieles Il Trionfo della Fedeltà von E(rmelinde) T(alea) P(astorella) A(rcada) Prinzessin Maria Antonia Walburga von Bayern später Churfürstin von Sachsen. Besprechung des „Versuchs einer gründlichen Violinschule von Leopold Mozart“, erschienen in Augspurg 1756. Vermischte Sachen. Einfall einen doppelten Contrapunkt in der Oktave zu machen, ohne die Regeln davon zu wissen von Carl Phil. Emanuel Bach mit Tabellen.

Das dritte Stück enthält: Nachricht von dem gegenwärtigen Zustand der Musik Sr. Hochfürstlichen Gnaden des Erzbischof zu Salzburg im Jahr 1757. Selamintes Anmerkungen zu Weitzlers Entwurf. Georg Christoph Weitzlers kurzer Entwurf der Anfangsgründe den Generalbass auf dem Clavier nach Zahlen zu spielen. Selamintes Anmerkungen dazu.

Das vierte Stück enthält: Das Verzeichniss deutscher Opern aus Gottscheds Geschichte der deutschen dramatischen Dichtkunste fortgesetzt im 5. Stück des III. Bandes, im 5. Stück des IV., im 4. und 5. Stück des V. Bandes. Eine prosaische Uebersetzung aus dem Italienischen des Schäferspieles Il Trionfo della Fédèltà. Lebenslauf des Joh. Heinrich Rolle Musikdirektor zu Magdeburg, des Organist Tegetmeyer daselbst und seines Collegen Graf. Besprechung der Anleitung zur Singkunst von Tosi; mit Erläuterungen und Zusätzen von J. F. Agricola.

Das fünfte Stück enthält: Zwo musikalische Fragen Liebhabern der Wahrheit zu gefallen beantwortet von Fried. Wilh. Riedt. Lettre de Clement Marot à Mons. de*** touchant cequi est passé à l’arrivé de Jean Baptiste de Lulli aux Champs Elisées. Erschienen in Köln bei Peter Morteau 1688.

Das sechste Stück enthält: Unpartheyische Gedanken über die richtige Denkungsart des Herrn Daube in seinem Vorbericht über den Generalbass in drey Accorden von Frdr. Wilh. Sonnenkalb Organist in Herzberg in Sachsen, fortgesetzt im 3. Stück des IV. Bandes. Sammlung einiger [14] Nachrichten von berühmten Orgelwerken in Teutschland. Essai d’un nouveau Caractère de Fonte pour l’impression de la Musique erfunden und ausgeführt von Fournier dem jüngeren. Vermischte Gedanken von dem Verfasser der musikalischen Poesie, fortgesetzt im 1. und 4. Stück des V. Bandes. Neuigkeiten. Am Schluss das Register des III. Bandes.

Das erste und zweite Stück des IV. Bandes erschien 1758, die übrigen vier 1759.

Das erste Stück enthält: Anmerkungen über Quantzens Dis- und Es-Klappe auf der Querflöte von G. Andreas Sorgen, Stadtorganist zu Lobenstein. Historisch-kritische Nachrichten von den geistlichen und weltlichen Opern in Engelland, fortgesetzt im 2. Stück. Seltsame Erfindungen; betrifft Herrn von Moldenit Liebhaber der Flöte-Traversiere.

Das dritte Stück enthält J. J. Quantzens Antwort an Herrn von Moldenit nebst Anmerkungen über seinen Versuch einer Anweisung die Flöte Traversiere zu spielen. Freundschaftliche Erinnerung an einige Herrn Organisten von einem Liebhaber des Wohlklangs.

Das vierte Stück enthält: Schreiben von Verbesserung des Kirchengesangs von Herrn von Sydow. Nachricht von einigen am Savoyschen Hof im vorigen Jahrhundert gespielten Opern. Musikalische Betrügereien. Schreiben der Herren Quantz wegen Hrn. von Moldenit und G. C. Weitzler an den Herausgeber.

Das fünfte Stück enthält: Vermischte Sachen. Beitrag zu Professor Oelrichs historischen Nachrichten von den akademischen Würden in der Musik von Herrn Legationsrath Mattheson. Nachrichten von den Opern in Berlin.

Abhandlung von den Liedern der alten Griechen aus dem IX. Band der Histoire de l’Academie des inscriptions et belles-lettres des Herrn de la Nauze von Herrn Ebert übersetzt; fortgesetzt und beschlossen im 6. Stück.

Das sechste Stück enthält ausser den schon angeführten Fortsetzungen: Vermischte Sachen und das Register aller sechs Stücke des IV. Bandes.

Vom V. Band erschienen das erste Stück 1760, das zweite und dritte 1761, das vierte und fünfte 1762, das sechste und letzte 1778.

Das erste Stück enthält: Auszug aus der Einleitung in die schönen Wissenschaften nach dem Französischen des Herrn Batteux mit Zusätzen vermehrt von C. W. Ramler. Auf die Tonkunst angewandt.

[15] Das zweite und dritte Stück enthält: Versuch eine vollkommen gleichschwebende Temperatur durch die Construktion zu finden, fortgesetzt im 3. Stück. Herrn Georg Andreas Sorgens Anleitung zum Generalbass und zur Composition. Mit Anmerkungen von Fried. Wilh. Marpurg. Nebst 4 Kupfertafeln. Glückwunschschreiben an Joh. Heinr. Rollen Directorem Musices in Magdeburg bei dessen ehelicher Verbindung; zugleich mit Nachrichten über Martin Agricola von Elias Caspar Reichardt Professor und Rektor in Magdeburg. Untersuchung der Sorgischen Lehre von der Entstehung der dissonirenden Sätze.

Das vierte Stück enthält: Urtheile über Herrn Sorgens Irrthümer in der Lehre von der Harmonie.

Das fünfte Stück enthält: Anmerkungen über drei Lieder der Jrokesen. Vermischte Nachrichten. Allerhand zur Geschichte der Harmonie und Figuralmusik. Herrn Joh. Lorenz Albrechts kurze und unpartheyische Nachricht von dem Zustande und der Beschaffenheit der Kirchenmusik in der Oberstädtischen Hauptkirche Beate Mariae Virginis zu Mühlhausen.

Das sechste und letzte Stück enthält: Lamberts Gedanken über die musikalische Temperatur. Aus dem Französischen. Versuch in Temperaturtabellen. Ueber die geometrischen Verhältnisse der 24 musikalischen Intervalle. Anleitung zu einer Methode, die Differenzen der diatonisch, chromatischen und enharmonischen Intervalle und die aus ihrer Verbindung mit den Intervallen entstehenden Hülfsintervalle der ungleich schwebenden Temperatur ohne Zirkel und Massstab auf dem Clavier zu finden. Das Register der sechs Stücke schliesst den Band.


1756. Sentiment d’un harmoniphile sur differents ouvrages de Musique publ. par Abbé M. A. Laugier, Prediger des Jesuitenordens. 2 livraisons. Paris, Jombert, 1756. Preis 4 sols. Es ist das erste in Frankreich veröffentlichte Musik-Journal.

Laugier, der 1769 im Alter von 56 Jahren starb, hatte in dasselbe einen Aufsatz über das neue System des bezifferten Basses, das er im Manuscript des Abbé Roussier (System vicieux) gefunden, gegen den Willen des Autor aufgenommen. Diess wurde die Hauptursache der Unterdrückung dieser Schrift, von der nur zwei Lieferungen erschienen und die sich ausschliesslich mit der Bildung des Geschmacks [16] der Leser und mit der Aufnahme kritischer Abhandlungen über methodische und didaktische Werke befassen sollte.

Abbé A. J. de Morambert und Antoine de Léris, werden als Mitarbeiter Laugier’s an obigem Journal mehrfach, aber irrthümlich, genannt. Boisgelou, ein Zeitgenosse des Laugier und des Morambert, wahrt dem Ersteren die Autorrechte an demselben in seinem Catalogue manuscrit des livres de musique de la bibliotheque imperiale de Paris. Demgemäss ist auch die von Quérard in „France litteraire“ tome V, pag. 205 aufgestellte Behauptung, welche Antoine de Léris die Mitarbeiterschaft zuschreibt, unrichtig.


(Um 1756.) Journal de musique francaise et italienne. Liège, André.

Erschien monatlich in 6 Bogen oder 12 Blätter und fand auch in Deutschland Verbreitung.


1759. L’Echò ou Journal de Musique Françoise, Italienne, contenant des Airs, Chansons, Brunettes, Duo Tendres ou bachiques, Rondes Vaudevilles, Contredanses, et Menuettes. Liège, B. Andrez.

Es erschien jeden Monat; die 12 Hefte, jedes zu 24 Seiten, kosteten 15 Fr., das einzelne Heft 30 Sous.

Gehört eigentlich nicht hieher, ist aber aufgenommen, weil der mehr gebrauchte Titel leicht zu Verwechslungen führt, da es auch Nachschlage-Bücher unter Zeitungen anführen.


1759. Kritische Briefe über die Tonkunst mit kleinen Clavierstücken und Singoden begleitet, von einer musikalischen Gesellschaft in Berlin, redigirt vor Frd. Wilh. Marpurg. 4° Berlin, Frd. W. Birnstiel. 1759-63. 2 Bände. Erster Band ohne das Register 506 Seiten, zweiter Band ohne Inhalt und Sachregister 504 Seiten. Die vier Hefte des I. Bandes bestehen aus 64 Briefen, bilden einen Band und ausser einer Menge Anekdoten, Lebensbeschreibungen, kleineren Aufsätzen vermischten Inhaltes enthält diese Sammlung folgende vorzüglich gründliche Aufsätze: Band I. Die Theorie des Taktes. Band 1 und 2. Unterricht vom Vokalsatz oder von der Kunst, einen Text in Musik zu setzen. Band 2: Briefe über die Fugenlehre. Briefe von neuen und alten musikalischen Schriften. Briefe von der Setzart einiger Tonkünstler. Beiträge zur Historie der Musik. Unterricht vom Recitativ.

Jedes Stück enthält 16 Briefe; der erste datirt vom 23. Juni 1759, der 64. vom 6. September 1760. Der II. Band trägt die Jahrzahl 1763. Der 65. Brief datirt vom 20. Junius [17] 1761; der 128. Brief vom Januar 1763; am Ende die Bemerkung: Der Beschluss im künftigen Stück; dieser weitere Band war leider nicht zu erlangen.

Becker führt an: Zu diesen Briefen erschien auch noch im Jahr 1764 des dritten Bandes erster Theil von 118 Seiten und enthält nebst anderen Sachen viel Literatur.


1764. Le Journal de Musique redigé par Ch. Mathon de la Cour. 8°. Paris. Die erste Nummer erschien im Juli 1764, mit dem 15. August 1768 war dessen Erscheinen vorläufig beschlossen.

Mathon war Schriftsteller und endete 1793 auf dem Schaffot; der Musiker und Schriftsteller Nicolaus Framery setzte das Journal bis 1766 fort; nach ihm übernahm E. de Framicourt die Redaktion und substituirte als Titel Journal de musique historique, theoretique et pratique, beobachtete aber keine Regelmässigkeit in der Ausgabe.

Framery starb 65 Jahre alt 1810 zu Paris; E. de Framicourt nahm das Journal im April 1771 wieder auf und redigirte dasselbe bis 1778. Er starb 1781 zu Paris in den vierziger Lebensjahren.

Fetis sagt dagegen. Matthon gab die Redaktion im August 1768 auf und Framicourt liess das Journal 1769 wieder erscheinen bis zum April 1771; von da bis 1778 setzte Framery das Erscheinen fort.


1766. Wöchentliche Nachrichten und Anmerkungen die Musik betreffend. 4°. Leipzig. Hauptredakteur derselben war J. A. Hiller Concertdirektor und Organist in Leipzig, nannte sich aber bei keinem Jahrgang als Herausgeber. Jedes Quartal hat einen Haupttitel mit der Firma Leipzig im Verlag der Zeitungsexpedition.

Die wöchentlichen Nachrichten umfassen 4 Bände: Erster Jahrgang vom 1 Juli 1766 – 22. Juni 1767 in 52 Stücken zu 408 Seiten. Dem Vorwort gemäss, welches das erste Stück ausfüllt, bringt die Zeitschrift: 1. Nachrichten von musikalischen Begebenheiten und berühmten Musikern. 2. Anzeigen von öffentlich herausgekommenen Schriften und Sachen. 3. Theoretisch-praktische Anmerkungen über verschiedene Materien. Das vierte Stück bringt ein Verzeichniss der churfürstlich-sächsischen Kapellmusik zu Dresden; das fünfte Nachricht von dem Operntheater in Dresden; das sechste ein Verzeichniss der kgl. preussischen Kapellmusik; das siebente ein solches der Kapelle des Prinzen von Preussen; [18] der Organisten und Privatmusiker Berlins. Das dreizehnte Stück enthält Nachrichten von der kaiserl. königl. Kammermusik in Wien u. s. w. Die kritischen Besprechungen bieten zugleich zahlreiche Proben.

Der zweite Jahrgang reicht vom 6. Juli 1767 – 27. Juni 1768 406 Seiten und enthält neben zahlreichen Recensionen eine Anleitung zur Fantasie von G. Andr. Sorge; Jakob Adelung’s „Musica mechanica Organoedi.“ 1. Thl. etc.

Der dritte Jahrgang vom 4. Juli 1768 – 26. Juni 1769 408 Seiten bringt ausser einigen aus dem Französischen übertragenen Aufsätzen: Nachricht über die zu Wien aufgeführte Oper „Alceste“ (von Gluck) aus den Briefen der Wienerischen Schaubühne. Algarotti: Versuch über die musikalische Oper; Recensionen über Werke von Adelung; Joseph Riepel’s Unentbehrliche Anmerkungen zum Contrapunkt über Sinfonien von Gaudenzio Comi, F. Schwindl etc.

Weiter folgt ein Anhang zum dritten Jahrgang in 26 Stücken und der vierte Jahrgang vom 1. Januar 1770 – 24. Dezember 1770 408 Seiten worin Nachrichten über die Orgelbaukunst und über die Orgel der Barfüsserkirche in Augsburg.


1768. Variétés litteraires ou Recueil des Pieces tant original que traduites concernant la Philosophie, la Litterature et les Arts, par Abbé Arnaud et Suard. 4 parties. gr. in 8°. Paris, Lacombe, 1768.

In dieser Sammlung sind folgende interessante, die Musik betreffende Aufsätze enthalten:

Im ersten Band Seite 26-61. Essai historique sur l’origine et les progrès du Theatre Anglais. Seite 346-374. Mémoires sur la vie de G. F. Händel, tirès dun ouvrage anglais.

Im zweiten Band: Seite 290-308. Reflexions de M. l’Abbé Orsei sur les Drames en musique, traduit de l’Italien. Seite 309 – 353. Traduction manuscript d’un libre sur l’ancienne musique chinoise, composé par Ly-Koang-ty, Docteur et Membre du premier Tribunal des Lettres de l’Empire, Ministre etc.

Im dritten Band Seite 256-264: Essai sur le Melodrame ou Drame lyrique. Seite 462 – 469: Essai sur les anciens Menestrels, traduit de l’Anglais.

Im vierten Band Seite 1-16: Lettre à M. le B... de H... sur l’opéra.

[19] 1770. Der musikalische Dillettante. Wochenschrift herausgegeben von einer Gesellschaft Virtuosen über Materien, welche die Musik betreffen; worin anfänglich von dem Ursprung, Fortgang und Wachsthum der Musik, hernach vom Generalbass, Composition, musikalischer Schreibart und Erfindung der Melodie soll gehandelt werden. In der 2. Hälfte des Bogens sollen zum Vergnügen einige gutgesetzte musikalische Stücke, besonders für den Flügel, weil dieses Instrument die meisten Liebhaber hat, doch ohne Ausschluss der Violine, Flöte, Oboe, Horn, Harfe, Laute oder Mandor, für welche kurze Soli von 2 und 3 Stimmen ausgesetzt sind, im schönsten Notendruck beigefügt werden. Kritische Abhandlungen sind ausgeschlossen.

Auf Subscription kostet der halbe Jahrgang einen kaiserlichen Dukaten. Die mit sechs Gulden Wiener Current pränumeriren erhalten bei jedem Quartal eine neu gesetzte Sinfonie, deren Componisten am Ende des Jahres genannt werden.

Der musikalische Dillettante findet sich angezeigt in der Augsburger Kunstzeitung.


1770. Journal de musique, historique, theorique, pratique sur la musique ancienne et moderne, dramatique et instrumentale chez toutes les nationes. 8°. Paris, Vallat-la-Chapelle, Delalain Lemenu.

Erschien in 14 monatlichen Lieferungen zu je 60-80 Seiten mit Arien in schönen Stich; die erste Nummer erschien im Mai 1770.


1770. Wahrheiten die Musik betreffend. Gerade herausgesagt von einem deutschen Biedermann. 2 Theile. 8°. Frankfurt am Main 1770. 142 Seiten.

Enthalten sehr gute Betrachtungen und Wahrheiten nach Anleitung folgender Ueberschriften: Harmonie. Melodie. Geschmack. Charakter. Schreibart. Ausübung. Orchester. Besetzung eines Orchesters. Einrichtung eines Orchesters. Direktion eines Orchesters. Stimmung. Deklamation oder Vortrag. Instrumente. Spielmanier. Begleitung. Ausdruck. Tonverziehung (Tempo rubato). Mechanismus. Es nimmt sich nicht aus. Epoche. Kritik.

Diese Betrachtungen waren früher einzeln erschienen in der „Frankfurter gelehrten Zeitung.“


1772. Deutsches Museum. Eine periodische Schrift. 8°. Erschien in sehr starkem Umfang aber anonym bis [20] 1788, herausgegeben von Joh. Georg Meusel. Als Mitarbeiter der gelehrten Sammlung erwähnen wir: C. Neefe, Meissner, Cordes, Eschenburg, Reichardt, F. Bouterweck u. A.

Von den Abhandlungen seien angeführt: Schreiben über Jomelli’s Leichenfeier. Aus dem Saggio di Poesie latine et italiane di Sav. Mattei in Napoli von J. J. Eschenburg. Band I. Seite 464. Ueber die musikalische Wiederholung von C. G. Neefe Jahrgang 1776, August, Seite 745. Herrn Niemeyer’s Schreiben „das musikalische Drama ,Abraham auf Moria' betreffend.“ Jahrgang 1777, Februar, Seite 147. Ueber die musikalische Composition des Schäfergedichtes von dem kgl. preussischen Kapellmeister Herrn Reichardt. Jahrgang 1777, September, S. 270. An Herrn Kapellmeister Schuster kurz vor seiner Abreise nach Venedig. Jahrgang 1778, Dezember, Seite 497. Hiskias, ein musikalisches Drama von Herrn Blum. Jahrgang 1779, Mai, Seite 452. Ueber Rollens Composition des Niemeyer’schen Lazarus. Jahrgang 1780, Februar, Seite 178. Proben einer Oper Cora verglichen mit der Naumann’schen Oper gleichen Namens von Herrn Meissner. Jahrgang 1780, Mai, Seite 367. Auf eine Sängerin auf dem Land. Jahrgang 1778, Oktober, Seite 367. Von Kirchenmusiken. Jahrgang 1780, Oktober, Seite 368. Nachricht von einer Liedersammlung mit Musik aus dem 16. Jahrhundert. Jahrgang 1781, September, Seite 225. An den Verfasser des Aufsatzes über Kirchenmusiken im deutschen Museum 1780 vom Oktober von Herrn Reichardt. Jahrgang 1781, Oktober, Seite 351. Fünfter Beitrag zur alten deutschen Literatur von J. J. Eschenburg. (Betrifft den alten deutschen Meistergesang.) Jahrgang 1783, September, Seite 233. Ueber die Vergleichung der Farben des Regenbogens mit den Tönen der musikalischen Oktave von Herrn Leibarzt Hellway in Eutin. Jahrgang 1786, Oktober, Seite 293. Schreiben aus London von Herrn Dr. Cordes (handelt von der grossen Musik in der Westminsterabtei und einigen Sängern und Sängerinnen.) Jahrgang 1786, September, Seite 281. Sollte die Anwendbarkeit der Chöre in den griechischen Tragödien für den Geschmack unseres Zeitalters ganz verloren sein? Nebst zwei Chören des Euripides von Friedrich Bouterweck. Jahrgang 1788, November, Seite 393.


1773. Journal de Musique par une société d’amateurs. 3 vols. 8°. Paris, Ruault, 1773-1777. Jeden Monat erschien eine Lieferung, doch wurde dessen Erscheinen mehrfach [21] unterbrochen, 1774 zwar wieder aufgenommen, doch erschien nur eine Nummer. 1777 neuerdings aufgenommen, endigte es mit der fünften Nummer.

Forkel führt davon an: „Enthält allerlei Anekdoten, Lebensbeschreibungen (darunter jene von Graun) und kleine unterrichtende Aufsätze. Es sollte jeden Monat erscheinen, ob es aber bessern Fortgang hatte als das Journal de Musique, das 1770 angefangen und 1771 aber wieder beschlossen wurde, ist nicht bekannt.“


1773. Der deutsche Merkur. Eine periodische Schrift, herausgegeben von Christoph Martin Wieland. 8°. Weimar. Jährlich vier Bände bis 1810. Aus dem Inhalt sei besonders hervorgehoben:

Jahrgang 1774. Band I. Briefe an einen Freund über das deutsche Singspiel „Alceste.“ Band IV. Ueber einige ältere deutsche Singspiele, welche den Namen Alceste führen. Band V. Von Signora Gabriele, erster Sängerin der Sicilianischen Oper, aus Brydones Reisen nach Sicilien und Malta.

Jahrgang 1775. Band III. Versuch über das deutsche Singspiel und einige dahin einschlagende Gegenstände. Fortsetzung im gleichen Jahrgang Band IV.

Jahrgang 1776. Band I. Schreiben aus Paris über das Gluck’sche Singspiel „Iphigenie in Aulis.“ Auszug aus einem Brief, den jetzigen Zustand der Musik in Italien betreffend. Band II. Versuch einer Berichtigung des jetzigen Zustandes der Tonkunst in Italien. Band III. Empfindungen eines Jüngers in der Kunst vor Ritter Gluck’s Bildniss mit dem Motto: „Alle Kunst der Natur geopfert.“ Band IV. Etwas von der musikalischen Edukation als eine Fortsetzung des im diessjährigen deutschen Merkur eingerückten Schreibens über den Zustand der Tonkunst in Italien.

Jahrgang 1777. Band I. Ueber Herrn Musikdirektor Rollen’s neuestes Drama „Abraham auf Moria“. Band IV. Richard Coeur de Lyon und Blondel, eine Anekdote aus der Geschichte der Provencalischen Dichter.

Jahrgang 1781. Band I. Der alte Kirchengesang Stabat mater zur bekannten Composition des Pergolese in gleichartige Reime übertragen.

Jahrgang 1783. Band I. Was ist wahre Musik? und wie erhält man sie? Von Herrn Kapellmeister Wolf an Herrn B. Beschreibung eines neuerfundenen und verfertigten [22] Bogenhammerclavieres von Job. Carl Greiner (auch einzeln gedruckt).

Jahrgang 1787. Ueber Rollens Leben und Charakter von Freyherrn Carl Erdmann von Kospoth aus Berlin.

Jahrgang 1798. Oktober. Rhapsodische Gedanken über die zweckmässige Benutzung der Materie der Musik.

Jahrgang 1800. Musikalische Behandlung der Geister.

Jahrgang 1805. Briefe aus München über Vorurtheile contra Süssmayer.

Zu Wieland’s deutschem Merkur gab C. A. H. Burkhardt 1872 ein Repertorium als Manuscript gedruckt in Weimar heraus (siehe 1872).


1775. Almanache musical publié par Mathon de la Cour für die Jahre 1775 bis 1778, 12° Paris, fortgesetzt von Luneau de Boisgermain, welcher drei Jahrgänge in 4 Theilen für 1781-83 in 12° erscheinen liess.

Siehe auch Calendrier musical.


1775. The New-Musical and universal Magazine erschien nur ein Jahr lang in Folge der Theilnahmlosigkeit der Künstler wie der Kunstliebhaber. Mehrere englische Musiker liehen dem in London erschienenen Journal ihre Beihilfe, das als erste in England erscheinende Musikzeitung auch Lieder seinen Lesern bot, in deren Kreis zu jener Zeit der Geschmack an Musikliteratur sehr wenig verbreitet war.


1778. Betrachtungen der Mannheimer Tonschule, herausgegeben von Abbé Georg Joseph Vogler. 3 Bde. Folio. 1778-81. Mannheim. 206 Seiten mit 30 Tafeln; der erste Band bestehend in zwölf Lieferungen reicht vom 15. Juni 1778 bis zum Mai 1779; der zweite Band vom Juni 1779 bis Mai 1780; der dritte Band vom Juni 1780 bis Mai 1781.

Die Betrachtungen enthalten ausser Aufsätzen über Musik auch kritisch-polemische Artikel, meist aber Zergliederungen der in einem Folioband beigegebenen Compositionen; ausserdem auch Kritiken über theoretische Werke.


1778. Musikalisch-kritische Bibliothek, herausgegeben von Joh. Nicol. Forkel. 3 Bde. 8°. Gotha, Karl Wilhelm Ettinger. 1778-79. Es erschienen drei Bände. (Band I. XXXVI und 320 Seiten. Band II 398 Seiten. Band III 348 Seiten.)

Von dem Inhalt sei angeführt: Abhandlungen vom Schönen aus dem Französischen von Crousaz. Abhandlung [23] vom Singen der Gedichte und der Kraft des Rhythmus aus dem Lateinischen des Vossius bis zur 88. Seite des Originales. Das Original und Anmerkungen über die pythagorische Musik von Hofrath Tiedemann in Marburg. Recensionen über theoretische und praktische Werke, historische Nachrichten über den Lebenslauf Graun’s. Ueber die Musik des Ritters Christoph von Gluck, verschiedene Schriften gesammelt und herausgegeben von Friedr. Justus Riedel. Oden von Klopstock mit Melodien von Christoph Gottlob Neefe. Nachrichten über den Zustand der Musik bei den Egyptern und Chinesern aus den philosophischen Untersuchungen des Herrn von Paw. Literarische Anzeigen. Neue Erfindungen, Todesfälle, musikalische Anekdoten, Gedichte und Neuigkeiten.


1779. Miscellaneen artistischen Inhaltes von Hofrath Meusel, Professor in Erlangen, geboren zu Eyrichshofen im fränkischen Rittercanton Baunach 1743, gestorben 19. September 1820 zu Erlangen. Von den Miscellaneen erschienen 30 Stücke. 8°. 1779-87. Eine zweite Folge von 14 Heften begann 1795.

Aus dem Inhalt sei nach Forkel’s Literatur angeführt: Heft 1 Seite 53: Auszug eines Schreibens aus Magdeburg, Rollen’s Composition des Niemeyer’schen Lazarus betreffend.

Heft 2 Seite 18: Zuverlässige Nachrichten von Herrn Ignaz Holzbauer, churpfälzischen ersten Kapellmeister zu Mannheim. Seite 2: Eine neue Erfindung, die Notendruckerey betreffend.

Heft 6 Seite 37: Nachrichten von Andreas Bayer und Albert Kette, ehemalige Hof- und Domorganisten zu Würzburg. Seite 44: Nachricht von den Lemmischen Clavieren.

Heft 8 Seite 115: Nachrichten von den Tromlitz Flöten.

Heft 9 Seite 147: Schreiben über Herrn Oeberg’s, Wagner’s und Hofrath Lauer’s musikalische Erfindungen. Seite 151: Nachrichten von dem berühmten Flötenisten Liebeskind in Anspach. Seite 161: Leben Christoph, Gottlieb Schröter’s, Organist zu Nordhausen.

Heft 12 Seite 323: Von der Tonkünstlerfamilie Benda. Seite 334: Nachricht von Johann Stephan Kleinknecht zu Anspach.

Heft 14 Seite 103: Ueber die Schiedmayerischen Fortepiano in Erlangen.

Heft 16 Seite 220: Nachrichten von dem berühmten Bassisten Salomon Bendeler; von Dr. Joh. Ernst Stieff.

[24] Heft 17 Seite 266: Von den Künsten und Handwerken der Indier, worin auch einige ihrer musikalischen Instrumente beschrieben werden. Seite 293: Zusätze und Berichtigungen zu Herrn Forkel’s Almanach von 1783.

Heft 18 Seite 330: Paralelle zwischen zwei grossen Sängerinnen: Madame Mara und Madame Todi.

Heft 20 Seite 67: Lebensumstände des 1779 verstorbenen Hessen-Kassel’schen Kammermusikus Dressler.

Heft 23 Seite 276: Von einigen Künstlern aus Anspach (betrifft auch einige Capellisten).

Heft 26 Seite 100: Ueber die Anspacher Musik.

Heft 28 Seite 219: Johann Michael Gehring und Anton Tirry, zwei Virtuosen aus der Capelle des ungarischen Fürsten Graschalkowitsch in Wien.

Heft 30 Seite 340: Degens Nachricht von dem 1786 verstorbenen Anspachischen Concertmeister Joh. Wolfgang Kleinknecht.


1780. Det almindelige Dansk Bibliothek. Kiopenhagen 1780. Monat August enthält: 1. Der Organist und der Balgtreter, eine Satyre auf Neuerungen im Glauben. 2. Jean Baptist Lully.


1782. Musikalischer Almanach auf das Jahr 1782. Gedruckt zu Freiburg in 8°. Preis 9 Groschen.

Der Herausgeber besetzt die zwölf Monate mit Tonkünstlernamen und stellt auf der zweiten Seite jeden Monats allen, die er in diesem Monat geboren nennt, ein kurzes, nur in den seltensten Fällen zutreffendes Prognostikon. Hierauf folgt speziell in dem mir zugänglichen 3. Jahrgang von 1784 ein musikalisches Handbuch, in welchem eine Reihe Tonkünstler in Kürze charakterisirt sind, wobei verschiedene schiefe Urtheile mitunterlaufen; eine Abhandlung über das Kostüm des Frauenzimmerspielens (Kleidermode und Wahl des Instrumentes), eine weitere über die Geschichte des Miserere von Allegri und zum Schluss Anekdoten.


1782. Musikalisches Kunstmagazin, herausgegeben von Joh. Friedrich Reichart. Fol. Berlin, 1782-91.

Der erste Band für 1782 enthält das I.-IV. Stück auf XII und 214 Seiten, der zweite Band erschien erst 1791, das V.-VIII Stück auf 126 Seiten; ausserdem hat jeder Band ein Inhaltsverzeichniss. Ausser grösseren Abhandlungen brachte das Kunstmagazin auch Musikstücke der bedeutendsten [25] Componisten mit Analysen und Erläuterungen; zum Schluss Kyrie und Christe von Fasch.

Die werthvollsten Abhandlungen des Kunstmagazins erschienen unter dem Titel „Geist des musikalischen Kunstmagazin“ von Johann Friedrich Reichardt, herausgegeben von J. A. 8°. Berlin, J. Fr. Unger 1791. XII und 195 Seiten.


1783. Magazin der Musik. Redakteur: Carl Friedrich Cramer, Professor in Kiel. 8°. Hamburg. Westphal und Comp. 1783 ff. Die erste und zweite Hälfte des ersten Jahrgangs erschien in Hamburg 1783. Die erste Hälfte des zweiten Jahrganges 1784; die zweite Hälfte des zweiten 1786. Als sich Cramer 1789 in Kopenhagen niederliess, veröffentlichte er noch vier Lieferungen. Den dritten Band verlegte er bei Sönichsen in Kopenhagen. (S. 1789, Musik.)

Aus dem Inhalt sind hervorzuheben: Armida, Recension. Nachrichten über die Hofkapellmusik in Cassel, die Operngesellschaft in Braunschweig, die churfürstliche Kapelle in Köln, die königliche Kapelle in Berlin, das Musikkorps in Nürnberg, das Osnabrügge’sche Musicale; die herzoglich Meklenburg-Schwerin’sche Kapelle zu Ludwigslust, churfürst.-Mainz’sche Kapelle; die Sachsen-Gotha’sche Hofkapelle, die Bentheim-Steinfurt’sche Kapelle, die Stokholmer Hofkapelle und Oper; die Kapelle der Königin von England; die churfürstlich Sächsische Kapelle, über das Personal der Musik in Erlangen. Auszüge aus Briefen. Todesfälle. Ueber die Schönheit und den Ausdruck der Leidenschaft in einer Cantate von J. Haydn. Nachrichten aus Stockholm, Hamburg, Zürich, Cassel, Paris, Wiburg in Finnland, Altenburg, Frankfurt, Magdeburg, London, Rom, Pisa, Livorno, Caserta, Neapel, Bologna, Berlin, Nordhausen, Strassburg, Rostock, Amsterdam, Würzburg, Wien, Philadelphia. Ausserdem bietet jeder Jahrgang zahlreiche Musikbeilagen.

Cramer starb den 9. Dezember 1807 in Paris, wo er sich als Buchdrucker niedergelassen.


1784. Musikalischer Almanach für Deutschland auf das Jahr 1784. 8°. Leipzig, im Schwickert’schen Verlag. Preis 16 Groschen.

Herausgeber Joh. Nik. Forkel, Musikdirektor an der Universität zu Göttingen.


1784. Musikalische Bibliothek. Herausgegeben von [26] Hans Adolph Freiherr von Eschstruth, fürstl. hessischer wirkl. Justizrath der Regierung und des Consistoriums in Marburg Mitglied der Arkadier in Rom, des Museums in Paris, der kgl. deutschen Gesellschaft in Göttingen, der kurmainzischen Akademie nützlicher Wissenschaften in Erfurt und einig and. geboren zu Homburg in Hessen am 20. Januar 1756, gestorben zu Kassel am 30. April 1792. 2 Stück 8°. Marburg und Giessen bei Krieger der Jüngere.

Das 1. Stück 152 Seiten 1784, das 2. mit mehr als 300 Seiten 1785; ein drittes Stück blieb Manuscript. (Fetis führt die musikalische Bibliothek als 1789 erschienen an). Beide Stücke tragen am Titel das Motto: Sina ira et studio, quorum causas procul habeo. Tacitus. Dem 1. Stück liegt ein Schattenriss von Carl Phil. Emanuel Bach bei und ist es dem regierenden Herzog Carl August zu Sachsen-Weimar und Eisenach dedicirt und vom 30. März 1784 datirt.

Der Inhalt der beiden Stücke theilt sich in: I. Recensionen. II. Widerlegungen ungerechter oder irriger Recensionen. III. Biographien. IV. Abhandlungen und Vorlesungen. V. Auszüge aus grösseren Werken. VI. Berichtigungen und Zusätze zu Werken über Musik. VII. Musikalische Anfragen und Aufgaben. VIII. Musikalische Nachrichten und Neuigkeiten. IX. Anekdoten. X. Musikalische Gedichte. XI. Sehr merkwürdige oder ausserordentliche meisterhafte Compositionen. Als Unterabtheilung von VIII. Musikalische Nachrichten und Neuigkeiten sind anzuführen: a) Auszüge aus Briefen. b) Tagebuch einer musikalischen Reise, c) Ankündigungen. d) Musikalische Erfindungen. e) Beförderungen und Gnadenbezeigungen.


1784. Musikalische Monatschrift, angekündigt von der Torricelli’schen Kunst- und Musikalienhandlung in Wien in einem aus fünfzehn Paragraphen bestehenden Prospekt, der alles verspricht was man von einer Musikzeitung verlangen konnte, allein das Projekt trat nicht ins Leben.


1785. Memorie per le belle Arti. 4 voll. 4°. Roma, stamperia Pagliarino, 1785-88.

Der Abschnitt Musica des ersten Theils enthält: Descrizione di un nuovo Cembalo von Padre Giovenale Sacchi. Seite 87. Elogio di Gaetano Carpani Maestro di Capella Romana scritto dal Ab. Antonio Eximeno Seite 17 und 89. Lettera del Ab D. Antonio Eximeno al P. M. Guglielmo della Valle minor Conventuali Seite 17: (über [27] verschiedene Gegenstände der Musik.) Lettera dell Ab. Domenica Testa sopra la risonanza de’corpi sonori Seite 37, 44, 51, 61. Giovanni Paisiello. Elli Gaetano. Seite 87. Sulzer Gio. Giorgio Seite 6, 31.

Derselbe des zweiten Theiles. Elogio di Ant. Maria Sacchini Seite 295. Lettera del Siguor N. N. a gli Autori di queste memorie per le belle Arti Seite 45 (historischen Inhaltes.) P. Giovanni Battista Martini Seite 76. D. Giovenale Sacchi et de Placido. Seite 99. Die zwei letzteren Aufsätze sind Recensionen über Schriften der Genannten.

Im 3. und 4. Theil fehlt der Abschnitt Musica.


1786. Journal des Luxus und der Moden, herausgegeben von Bertuch und Kraus. Weimar. 1786-1822. Dasselbe enthielt eine stehende Abtheilung für Musik. O. Jahn und Alex Thayer citiren das Journal in ihren biographischen Werken mehrfach.


1787. Deutsches Museum für Künstler und Kunstliebhaber. Herausgeber Joh. Georg Meusel. gr. 8°. Mannheim.

Gregoire führt als die interessantesten Aufsätze des in 18 Stücken erschienenen 1789 (nach Fetis 1792) erloschenen Museums, das in hohen Ansehen stand, folgende an: Vom Lohn der Kunst von Joh. Martial Greiner. Junge Tonkünstler unserer Zeit. Nachrichten von dem Leben und den Werken des berühmten Sacchini. Als Mitarbeiter fungirten: J. J. Eschenburg, C. G. Neefe, Reichardt, Meissner, Cordes, Friedrich Bouterweck u. v. A.

Ergänzend zum Inhalt ist nach Forkel beizufügen:

Junkers artistische Bemerkungen auf einer Reise nach Augsburg und München, so auch auf einer Reise nach Ludwigsburg und Stuttgart. Nachricht von einer zu Triesdorf unter freyem Himmel aufgeführten Oper. Ein Nachtrag zu der schönen Capelle in München. Nachricht von Carl Franz dem Baritonspieler. Gedanken über die Abhandlung „Vom Lohn der Kunst“ im dritten Stück des Museum. Vom dissoluten Leben einiger Künstler von Junker.


1788. Calendrier musical universel contenant l’indication des ceremonies d’eglise en musique, les decouvertes et les anecdotes de l’annee, la notice des pieces en musique répresentées à Paris, Versailles, Saint-Cloud, sur differents théâtres de l’Europe etc. par Nicolaus-Etienne Framery. Paris 1788-89. Es erschienen nur diese zwei Jahrgänge, die Fétis als verbesserte [28] Fortsetzung des Almanach musical de Mathon-de-la-Cour anerkennt.


1788. Musikalische Realzeitung für 1788-90. 4° Speier. Herausgegeben von Heinrich Philipp Carl Bossler, Brandenburgischer Rath und M. L. F. Christmann, protestantischer Pfarrer in Heutigsheim bei Ludwigsburg.

Die musikalische Realzeitung reicht bis zum 30. Juni 1790, sie erschien jeden Mittwoch 1/2 Bogen und waren ihr Musikstücke für Gesang unter dem Titel Anthologie zur Realzeitung beigegeben. Die musikalische Anthologie für Kenner und Liebhaber der musikalischen Realzeitung praktischer Theil vom Juli bis Dezember 1788 hält 100 Notenblätter, die Abbildungen von Röllings Klaviatur-Harmonika, einer Wasserorgel und der Preismedaille der herzoglichen würtembergischen Militärakademie.

Die Fortsetzung der Realzeitung trägt den Titel „Musikalische Korrespondenz der deutschen Filarmonischen Gesellschaft“, siehe diese 1790.

Der 1. Jahrgang der Realzeitung 1788 ist 104 Spalten stark, der 2. 1789 bildet mit der Anthologie 208 Spalten, der 3. bis 30. Juni 1790 reichend 208 Spalten, die Anthologie 103 Seiten. In Nr. 25 des letzten Theiles wird versprochen, das Register nachzuliefern.

Dasselbe erschien mit dem Register der Fortsetzung unter obigem Titel als erstes Register über die musikalische Realzeitung und Korrespondenz Jahrgang 1790 beigegeben.

Die musikalische Realzeitung enthält unter dem Sammeltitel „Ephemeriden“ für jeden Tag des Jahres kurze Nachrichten über die Geburts- oder Todestage berühmter und verdienter Musiker, worunter sich sehr seltene Namen finden, ferner Recensionen über praktische und theoretische Musik, biographische Nachrichten von Tonkünstlern, Musikgelehrten, Instrumentenbauern, Notenstechern und Druckern, wissenschaftliche Abhandlungen über Musik und Musiktheorie, musikalische Instrumente etc.

Die Zeitung ist für ihre Zeit vortrefflich redigirt, von reichem belehrenden Inhalt und widmete sich zumeist den Zielen Voglers und seiner Anhänger.


1789. Le Depositaire ou Choix de lettres sur divers sujets par une société de gens de lettres et de gens du monde. [29] 2 vols. 12. Bruxelles, Dujardin, 1789. Enthielt Aufsätze über Musik.


1789. Musik. Herausgeber Carl Friedrich Cramer. 8°. Kopenhagen, Sönichsen. Notendrucker und Musikalienhändler. Gedruckt beim Universitätsbuchdrucker J. F. Schulz. Von den werthvolleren Abhandlungen sind hervorzuheben: Ueber den Prolog. Ueber Musik an Flötenliebhaber. Ueber das einfache Recitativ. Vom Zustand der Musik in Frankreich. Von der Theorie der Musik, insofern sie Liebhabern und Kennern nothwendig und nützlich ist. Ueber die Musik der Slaven. Genauere Bestimmungen einiger musikalischer Begriffe. Ueber die musikalische Malerei. Einige Gedanken über die Aufführung von Concertmusik. Beitrag zu einer allgemeinen Verbesserung der Claviere. Von dem vortheilhaften Einfluss der Tonkunst auf das Herz des Zuhörers. Geschichte des Berlinischen Operntheaters. Ueber die Danaiden von Salieri. Schlechte Einrichtung des italienischen Singgedichtes von Gerstenberg. Verbindung der Musik und des Tanzes zum Nationalgesang. (Aus Herder.) Einige der vornehmsten Pflichten eines Musikdirektors von Junker. Ueber eine neue Erfindung den Generalbass zu beziffern. Beleuchtung der Frage von dem Vorzug der Melodie vor der Harmonie.


1790. Musikalische Korrespondenz der deutschen Filarmonischen Gesellschaft für das Jahr 1790. Julius bis Dezember 1791 und 1792. Speier, Bossler. Sie bildet die Fortsetzung der 1788 bis 1790 erschienenen „Musikalischen Realzeitung“, mit der beibehaltenen früheren Einrichtung zum bisherigen Preis von 2 Gulden 24 Kreuzer halbjährig.

Vor der ersten Nummer vom 7. Juli 1790 steht der Plan und die Einladung zur teutschen Filarmonischen Gesellschaft.

Dem ersten Theil (208 Spalten) sind 98 Seiten „Notenblätter zur musikalischen Korrespondenz der teutschen Filarmonischen Gesellschaft“ ein Schattenriss von M. J. F. Christmann, die Abbildung des von Chladni neu erfundenen Euphon und „das erste Register über die musikalische Realzeitung und Korrespondenz beigegeben.

Der Jahrgang 1791 umfasst 416 Spalten Text und 200 Seiten Musik. Ueberdiess ist ein Schattenriss von Justus, [30] Heinrich Knecht, die Abbildungen der Pfeifenwerke Maschrokita und Magrepha und ein Register beigegeben. Der Jahrgang 1792 umfasst gleichfalls 416 Spalten Text und 202 Seiten Noten, beigegeben ist das Portrait des Organisten Kellner in Kassel. Die No. 52 vom 26. Dezember bringt am Schluss die Notiz:

Die Fortsetzung dieser Blätter wird nun auf bessere Zeit verschoben und indessen unseren geehrten Mitarbeitern und Beförderern unseres zur Verbreitung nützlicher Kenntnisse abzweckenden Unternehmens der verbindlichste Dank gesagt von den Herausgebern.


1790 kündigt Hendel in Halle eine musikalische Monatsschrift an. Davon sollte alle 14 Tage ein Bogen mit Schreibpapier in Querquart erscheinen. Preis des Quartals 12 Groschen. Ueber das Erscheinen oder Nichterscheinen sind keine näheren Nachrichten beizubringen möglich.


1791. Musikalisches Wochenblatt, herausgegeben von F. Kunzen, Mitarbeiter war Johann Friedrich Reichardt. 4°. Berlin. Mitte des Jahres 1792 ward die wöchentliche Ausgabe in eine monatliche umgeändert und der Titel lautete:

„Musikalische Monatsschrift“ die 1793 eine „Musikalische Zeitung“ wurde, aber schon mit Ende des Jahres einging.

Die „Musikalische Monatsschrift“ erschien auch unter dem Titel „Studien für Tonkünstler und Musikfreunde“, historisch kritische Zeitschrift mit Musik von verschiedenen Meistern. 4°. Berlin. Erschien in 2 Theilen 1792-1793.

Friedrich Ludwig Aemilius Kunzen, war später Musikdirektor in Frankfurt a. M., Prag und Copenhagen. Er starb zu Anfang des Jahres 1817 in Copenhagen.


1793. Berlinische Musikalische Zeitung, historischen und kritischen Inhaltes. Mit 50 Musikstücken von verschiedenen Meistern. Herausgegeben von Carl Spazier hochfürstlich Wiedischem Hofrath und ordentliches Mitglied der Churmainzischen Akademie der Wissenschaften. 4°. Berlin. Verlag der neuen Musikalienhandlung auf der Jägerbrück in Berlin. Wöchentlich 1/2 Bogen. Preis d. Jahrg. 3 Th.

Die erste Nummer erschien 9. Febr. 1793; in der 52. Nummer vom 4. Januar 1794 Seite 210 kündiget der Herausgeber das Aufhören wegen Mangel an Theilnahme an. Beiträge lieferten Marpurg, Reichardt, Schlimbach, Naumann, O. C. R. Zöllner, Zelter etc.

[31] Spazier geboren in Berlin 1761, starb in Leipzig im Januar 1805.


1795. Augsburger musikalischer Merkur aufs Jahr 1795. 1. Stück. Die einzige erschienene Lieferung enthielt unter den Recensionen eine sehr ausführliche über Michel Haydns Sonaten für Geige und Bratsche.


1795. Journal der Tonkunst redigirt von H. Ch. Koch. 2 Stücke. 8° Braunschweig und Erfurt. Keyser.

Im ersten Stück ist enthalten: 1. Ueber die Vernachlässigung der Theorie. 2. Ueber den Modegeschmack in der Tonkunst. 3. Kurzer Abriss der Geschichte der Tonkunst bei den Völkern der Vorzeit. Miscellaneen, Recensionen, Anzeigen neuer Musikalien und Schriften.

Im zweiten Stück: 1. Ueber den Charakter der Solo und Ripienstimme. 2. Ueber die Nothwendigkeit eines Zeichens der Articulation der Töne, über die richtige Schreib- und Vortragsart der Vorschläge. 3. Beiträge zu dem Gerber’schen Tonkünstlerlexikon von Dr. Chladni in Wittenberg. 4. Erste Fortsetzung des kurzen Abriss der Geschichte der Tonkunst bei den Völkern der Vorzeit. 3. Kapitel von der Musik der Egypter. 5. Ueber den Charakter des Volksliedes. Miscellen etc.

H. Ch. Koch geb. 10. Okbtr. 1749 zu Rudolstadt, gestorben daselbst 12. März 1816, erster Violinist und Kammermusiker des Prinzen Ludwig Günther, musste die Fortsetzung des Journals der Tonkunst nach der zweiten Lieferung – 261 Seiten in 8° – einstellen, da ihn die Bearbeitung seines „Musikalischen Lexikon, welches die theoretische und praktische Tonkunst encyclopädisch bearbeitet etc.“ (siehe vermehrte Ausgabe von Arey von Dommer 1865) vollständig in Anspruch nahm. Den 2. Dezember 1818 sandte die k. Akademie der Musik in Stockholm, mit seinem 1816 erfolgten Tod unbekannt, seine Ernennung zum Mitglied nach Rudolstadt.


1796. Deutschland, redigirt von Kapellmeister J. Fr. Reichardt. 12 Stück. Berlin. J. F. Unger.

Von den auf Musik bezüglichen Aufsätzen seien angeführt: Recensionen des von Heinse ausgegebenen Romans „Hildegard von Hohenthal“ Seite 127. Fortsetzung S. 413. Ueber Mozarts Oper La Clemenza di Tito S. 269. Ankündigung des Journals des deutschen Nationalgesanges. S. 272. Ueber die Aufführung der Gluck’schen Oper „Alceste“ auf dem [32] Hofoperntheater in Berlin. 1796. Ueber das grosse Mozart’sche Theaterconcert im Berlinischen Opernhaus, aus den Briefen eines Künstlers vom 20. März 1796. Anzeigen musikalischer Werke und als Notenbeilagen Compositionen von Reichardt und Zelter.


1796. Jahrbuch der Tonkunst von Wien und Prag. 8° Prag, Schönfeld. 194 S. Mit Titelkupfer: „Euterpe“ von Johann Berka.

Inhalt des I. Theiles. I. Besondere Freunde, Beschützer und Kenner in Wien. II. Virtuosen und Diletanten von Wien. III. Diletantenakademien. IV. Kaiserl. königl. Hofkapelle. V. Herrschaftliche Hauskapellen und Harmonien. VI. Liebhaber, welche merkwürdige Sammlungen von Musikalien besitzen. VII. Kompositeurs. VIII. Direktores auf der Violine. IX. Musikhändler und Verleger. X. Instrumenten- und Orgelmacher. XI. Opernorchester beim Nazionaltheater. XII. Orchester beim deutschen Theater. XIII. Orchester beim marinellischen Theater in der Leopoldstadt. XIV. Orchester beim schikanederschen Theater auf der Wieden. XV. Grundriss der in Wien bestehenden Musikverfassung.

Inhalt des II. Theiles (Seite 103 ff.) I. Musikalische Verfassung von Prag. II. Virtuosen und Diletanten. III. Diletantenakademie. IV. Herrschaftliche Hauskapellen und Harmonien. V. Liebhaber etc. VI. Schriftsteller und Kompositeurs. VII. Musikhändler und Verleger. VIII. Instrumentenmacher. IX. Opernorchester beim Nazionaltheater. X. Orchester beim deutschen Nazionaltheater. XL Orchester beim vaterländischen Theater auf dem Kapuzinerplatze. XII. Fragment eines Testamentes. XIII. Betrachtungen über die Musik. XIV. Bemerkungen für Dichter, welche für musikalische Kompositionen zu schreiben haben. XV. Ueber die Verhältnisse, den Gebrauch und die Wirkung verschiedener Instrumente.


1798. Unpartheiische Kritik der vorzüglichsten zu Leipzig aufgeführten und fernerhin aufzuführenden grossen Kirchenmusiken, Concerte und Opern wie auch anderer die Musik betreffender Gegenstände Hrsg. von Chr. Gr. Thomas. 4° Leipzig. 11 Bogen.


1798. Allgemeine musikalische Zeitung. 4° Leipzig, Breitkopf und Härtel. 1798-1848.

Die erste Nummer datirt vom 3. Oktober 1798 und erschien [33] die Zeitung in wöchentlichen Nummern bis zum 27. Dezember 1848.

Die ersten elf Jahrgänge reichen vom Oktober zu Oktober, dem zwölften ist ein Quartal beigegeben. 1811 beginnt mit dem Kalenderjahr.

Der Begründer Hofrath Friedrich Rochlitz führte 20 Jahre die Redaktion, ohne als Redakteur zu unterzeichnen. Von 1819 bis Oktober 1827 erschien die Zeitung unter Verantwortlickeit der Verleger, von da führte G. W. Fink bis Dezember 1841 die Redaktion. 1842 redigirt C. F. Becker ohne zu unterzeichnen, den Jahrgang 1843 unterzeichnete Moritz Hauptmann von 1844 bis Mitte 1846 die Verlagshandlung, bis am 1. Juli 1846 J. C. Lobe die Redaktion übernahm und bis 1848 führte, wo das Erscheinen eine längere Unterbrechung erfuhr. C. F. Becker nahm auch sonst zeitweise thätigen Antheil an der Redaktion. Im April 1850 wurde ein Beiblatt mit den Portraits und Biographien von Robert und Klara Schumann und Adolph Bernhard Marx nachgeliefert.


Als Fortsetzung erschien 1863

Allgemeine musikalische Zeitung. Neue Folge. Redigirt von Selmar Bagge. 4° Leipzig. Breitkopf und Härtel.

Die erste Nummer datirt vom 1. Januar 1863, die letzte erschien am 27. Dezember 1865, da die Verlagshandlung die Zeitung wieder aufgab.

Als nächste Fortsetzung erschien sie unter gleichen Titel 1866, redigirt von Selmar Bagge im Verlag von Rieter-Biedermann.

Im 3. Jahrgang 1868 übernahm provisorisch Robert Eitner die Redaktion, sodann Dr. Chrysander definitiv für den 4. und 5. Jahrgang, der sie für den 6. bis 9. an Joseph Müller abtrat. Nach dessen Weggang von Leipzig trat Dr. Chrysander wieder ein und führte die Redaktion bis Dezember 1882 mit welchem Monat die Zeitung zu erscheinen aufhörte.

Die Zeitung erschien jährlich in 52 Nummern, à l Bogen mit Musikbeilagen, Portraits und Intelligenzblättern. Preis des Jahrganges 5 Thlr. 10 Gr.

Die „Allgemeine musikalische Zeitung“ genoss von Anbeginn hohes, wohlbegründetes Ansehen und gilt unbestritten als das bestredigirte reichhaltigste Fachblatt. Sie wahrte stets den objektiven Standpunkt ohne Neigung für Parthei, huldigte nie der Mode und ist für den wissenschaftlich [34] forschenden Musiker eine reiche Quelle der Belehrung. Es ist tief zu beklagen, dass eine Zeitschrift von so hervorragenden Eigenschaften so wenig Leser unter den gebildeten Musikern der Gegenwart fand, dass die Verlagshandlung sich genöthigt sah, ein 70 Jahre bestehendes Unternehmen wegen Mangel an Unterstützung durch Abonnement aufgeben zu müssen.

Zur „Allgemeinen musikalischen Zeitung“ erschienen 3 Bände Register und zwar Register zu den ersten zwanzig Jahrgängen von 1798-1818. 4° 140 S. Preis 2 Thlr. Die Fortsetzung des Registers für die zehn Jahrgänge von 1819-1828.4° 136 S. Preis 1 Thlr. 10 Gr. 1849 erschien Fortsetzung und Schluss des Registers für die Jahrgänge 31-50. 1829-1848 4° 260 Seiten. Preis 3 Thlr. 20 Gr.


1800. Correspondances des amateurs musiciens red. par Framery. Paris. Diese Zeitschrift erlangte keinerlei Ansehen und Einfluss in Frankreich und erlag ihrer Mittelmässigkeit 1814, sagt Gregoire (soll wohl heissen 1804, da Framery 1810 starb).


1802. Correspondance des amateurs par le Cit. Cocatrix amateur. 4°. Paris 1802-3. Erschien einmal in der Woche. Von 1804 an wurde sie unter dem Titel Correspondance de professeurs et amateurs de musique, redigée par le citoyen Cocatrix herausgegeben und zwar zwei Mal in der Woche in grösserem Format, besserer und eleganter Ausstattung. Nach dem Monat November 1804 erschien nur mehr eine Lieferung in der Woche und nach dem 20. April 1805 verschwand sie aus der musikalischen Welt.

Die erste Nummer war den 27. November 1802, die letzte des gleichen Formates den 3. December 1803 erschienen.

Becker sagt: Der Inhalt ist kritisch und verbreitet sich über vorzügliche in Akademien aufgeführte neue Stücke als Concerte, Sinfonien u. dergl. hingegen äussert sich Fétis ziemlich abfällig.

Gregoire schaltet hier summarisch ein: Unter den älteren Musikjournalen Frankreichs nennen wir noch: Le Journal hebdomadaire, Le Journal des Troubadours, Le Journal d'Euterpe und Le Chantre du Midi. Diese bieten nur ganz geringes Interesse und waren nur von kurzer Dauer.


1803. Apollon. Zeitschrift für Poesie und Musik, herausgegeben [35] von Julius und Adolph Werden und Wilhelm Schneider 8°. Leipzig, Melzer. Preis 15 Silbergroschen. Dieselbe hatte keinen Erfolg und nach dem Erscheinen der ersten Nummer verschwand sie. Die Brüder Werden, bekannt als Musikliebhaber, lebten in Penig in Sachsen. Nach Hofmeister kamen 12 Hefte zur Ausgabe.


1803. Musikalisches Taschenbuch auf das Jahr 1803 etc., herausgegeben von Julius und Adolph Werden, mit Musik von Wilhelm Schneider, kl. 8°. Penig (Sachsen) F. Dienemann und Comp. 1803 und 1805.

Dasselbe ist dem Kaiser Alexander und der Kaiserin Elisabeth Alexjewna von Russland gewidmet.

Inhalt: I. Geschichte der Musik. II. Uebersicht des jetzigen Zustandes der Musik. III. Notizen und Charakteristiken von einigen der berühmtesten Tonkünstler. IV. Die Guitarre. V. Ueber die Musik einiger asiatischer Völker. VI. Poesien. VII. Miszellen. VIII. Notizen.

Als Musikbeilagen 12 Lieder und 2 Tänze mit Titelkupfer und colorirten Einband. Der zweite Jahrgang erschien 1805, herausgegeben von Friedrich Theodor Mann, mit Musik von Wilhelm Schneider im gleichen Verlag mit 2 Titelkupfern und mit 12 Liedern in colorirten Einband. Inhalt: Uebersicht des jetzigen Musikzustandes vorzüglich in Deutschland. Die Sängerin Mara, eine biographische Skizze. Volkslieder mit Melodien. Joh. Friedrich Reichardt. Eine Charakteristik.


1803. Musikalische Monatsschrift. Herausgeber Franz Xaver Glöggl, Musikdirektor, Domkapellmeister an der Hauptkirche in Linz, Kunst- und Musikalienhändler, kl. 8°. Linz. Monatlich ein Heft von 24 Seiten. Die im Juli zum ersten Mal ausgegebene Zeitung erschien im Oktober 1803 zum letzten Mal wegen mangelnder Theilnahme.

1797 hatte Frz. Xaver Glöggl bereits eine musikalische Zeitschrift angekündigt, aber die Ungunst kriegerischer Zeit verzögerte das Erscheinen bis 1803. E. Hanslik anerkennt die Rührigkeit F. X. Glöggl’s und nennt in seiner„Geschichte des Concertes in Wien“ die Linzer Monatsschrift die Ahnfrau dieses Geschlechtes in Oesterreich.


1805. Berlinische musikalische Zeitung. 4°. Berlin und Oranienburg. Fröhlich 1805-6. Gegründet von Johann Friedrich Reichardt, kgl. preussischer Kapellmeister. [36] Wöchentlich zwei halbe Bogen. Preis des Jahrgangs 5 Thlr.

Inhalt: Abhandlungen. Recensionen musikalischer Schriften und Compositionen. Biographien. Institute. Musikaufführungen in Kirche, Theater und Concert. Erfindungen. Briefe. Nekrologe. Anzeigen. Musikalische Beilagen und Intelligenzblätter. Zu den Mitarbeitern zählte ausser von Arnim der Cantor Schlimbach als einer der eifrigsten; er lieferte in 12 Fortsetzungen: Vorschläge zur Verbesserung des Kirchenmusikwesens. Vier Briefe über den Unterricht in der Musik und über Abbé Vogler’s Simplificationssystem des Orgelbaues. Die 52. Nummer des zweiten Jahrganges 1806 enthält eine Erklärung J. F. Reichardt’s vom 24. Juni 1806, dass der plötzliche Tod des Verlegers Fröhlich und des Herausgebers Reise nach Russland das Erscheinen der Zeitung unterbricht und dass das Urtheil Sachverständiger über die spätere Gestalt entscheiden werde.


1805. Les quatre Saisons du Parnasse par François Joseph Marie Fayolle 16 vols. 12. Paris 1805-9. Enthält verschiedene musikalische Abhandlungen und historische Nachrichten über Tonkünstler.


1807. Allgemeine Theaterzeitung und Originalblatt für Freunde der Kunst, Literatur und des geselligen Lebens, herausgegeben und redigirt von Ad. Bäuerle. gr. 4°. Wien. – Erschien alle Monat 2 Mal, damit ein Literaturblatt und ein musikalischer Berichterstatter aus Wien. Preis des Jahrganges mit illum. Kupfer zu jeder Nummer 27 Gulden 36 Kreuzer, ohne Kupfer 19 Gulden 36 Kreuzer. Siehe auch 1831 „Musikalische Zeitung.“


1808. Foglio periodico e ragguaglio de’spettacoli musicali. 12°. Als die erste in Italien periodisch erscheinende musikalische Zeitschrift, herausgegeben von dem Musikverleger Giulio Cesare Martorelli in Rom. Die letzte Nummer erschien im September 1809. (Siehe auch 1820 „Indice ossia catalogo.“)


1809. La Polinnia Europea ossia Biblioteca universale. Bologna, Cipriani e Comp.; ist in einen Parte storico erudita filosofica morale und in einen Parte curioso dilettevole abgetheilt.


1810. Ein musikalisches Blättchen zur Zeit, herausgegeben von Glöggl. 8°. Linz. Erlosch mit dem ersten [37] Jahrgang. (Siehe einen späteren Versuch Glöggl’s unter Musikalische Notizen 1812).


1810. Les Tablettes de Polymnie. Journal consacré à tout ce qui interesse l’art musical. 8°. Paris, Dondey-Duprez, 1810–11.

Alexis de Garaudé, Lehrer des Gesanges am Conservatorium gründete das Journal, aber sein Unternehmen schlug fehl. Die wöchentlich ein Mal erscheinenden Tablettes im Umfang eines Blattes verschwanden bereits 1811. A. de Garaudé starb 1852 in Paris, 73 Jahre alt.


1812. Musikalische Zeitung für die österreichischen Staaten, herausgegeben von Franz Glöggl Sohn. 4°. Wien. Musik. Zeitungsbureau, 1812–13. Preis 4 Thlr.

Die erste Nummer erschien den 15. April 1812, die späteren in 14tägigen Zwischenräumen bis Jahresschluss. 1813 sollte die Zeitung jede Woche erscheinen, allein die 13. Lieferung schliesst mit der Nachricht:

„Nachdem der Hauptzweck des Unternehmens durch die Herausgabe der Wiener allgemeinen musikalischen Zeitung, nemlich dass eine derlei Zeitung in den österreichischen Kaiserstaaten bestehe, erreicht ist, jene auch an der reichsten Quelle sich befindet, so wird mit dieser Zeitungsnummer dieses Unternehmen einer Zeitschrift mit dem Vorbehalt beschlossen, dass in der Folge nur in zwanglosen Heften ohne Pränumeration für diese Kunst interessante Gegenstände werden ausgegeben und jedesmal angekündiget werden.“


1812. The quarterly musical Register, herausgegeben von F. C. Kollmann. Nr. 1 erschien im Januar, Nr. 2 im April 1812.


1812. Musikalische Notizen von Franz Glöggl, begonnen am 1. Januar 1812, nach der dritten im März erschienenen Nummer auf Veranlassung mehrerer Kunstfreunde umgewandelt in die „Musikalische Zeitung für die österreichischen Staaten“ (siehe 1812).


1813. Wiener musikalische Zeitung. Erschien in Wien in Tendler’s Verlag von Anfang Januar 1813 jeden Samstag 8 Seiten stark in gr. 4°. Der Redakteur blieb ungenannt, als solcher galt der k. k. Beamte Schönholz in Wien und waren hervorragende Mitglieder der Gesellschaft der Musikfreunde, ohne Zweifel Mosel und Seyfried, betheiliget. [38] Mit dem 29. Dezember 1813 erschien die letzte (52.) Nummer mit der Anzeige des Herausgebers, dass die Zeitung nicht mehr fortgesetzt wird.


1817. Leipziger Kunstblatt für gebildete Kunstfreunde. In 4°. 660 Seiten. Leipzig bei Brockhaus. Redakteur: Amadeus Wendt, grossherzoglich hessen-darmstädtischer Hofrath. Derselbe lieferte verschiedenen Musikzeitungen Beiträge und starb in Göttingen 15. Oktober 1836. Das Journal veröffentlichte sehr bemerkenswerthe Aufsätze über Musik und erlosch 1818.


1818. Mnemosyne, ein Wochenblatt für Kunst und Literatur. Redigirt von Ebers, Componist und Pianist in Berlin, früher in Leipzig (geboren in Kassel 1770, gestorben in Berlin 1836). In 4°. Leipzig bei Frd. Hofmeister. Preis des I. Jahrgangs 2 Thlr., des II., dessen Inhalt ausschliesslich Musik behandelte, 3 Thlr.


1817. Polyhymnia. Eine musikalische Zeitschrift. In 4°. Leipzig. Im Centralcomptoir von Hofmeister verlegt. Preis 1 Thlr. 8 Slbrgr. Es erschien nur ein Heft.


1817. Allgemeine musikalische Zeitung mit besonderer Rücksicht auf den österreichischen Kaiserstaat. In gr. 4° mit Portraits und Notenbeispielen. Wien. Druck von A. Strauss. Wöchentlich erschien eine Nummer, einen halben Bogen, 4 Seiten, stark mit lateinischen Lettern. Der erste bis fünfte Jahrgang erschien in Wien bei S. A. Steiner & Comp., Preis à 3 fl., der sechste bis achte Jahrgang bei Tendler, Preis 5 Thlr. 20 Ngr. Im 3. Jahrgang erschien die Zeitung wöchentlich zweimal. Anfangs redigirte Mosel. Bis 1819 führte Ignaz von Seyfried die Redaktion; von Nr. 80 des Jahres 1819 und 1820 dessen Bruder Joseph von Seyfried, an dessen Stelle trat 1821 Friedrich August Kanne. Am 1. Januar 1824 erschien die Zeitung unter dem Titel „Wiener musikalische Zeitung“ im lithographischen Institut und ging mit Jahresschluss ein. Die erste Nummer vom 2. Januar 1817 enthält eine Kritik des Oratoriums „Die Befreiung von Jerusalem“ von Abbé Stadler mit dessen Portrait.


1817. Handbuch der musikalischen Literatur oder allgemeines systematisch geordnetes Verzeichniss der bis zum Ende des Jahres 1815 gedruckten Musikalien, auch musikalischen [39] Schriften und Abbildungen mit Anzeige der Verleger und Preise. gr. 8°. Leipzig in Commission bei Anton Meysel.

Dem Vorsteher der Hummel’schen Musikalienhandlung in Berlin, Herrn Amisius, einem der thätigsten und uneigennützigsten Beförderer des Unternehmens gewidmet.

Die erste und zweite Auflage besorgte C. F. Whistling Vater. Die erste Auflage erschien ohne Angabe der Herausgeber (Whistling) in Commission bei Anton Meysel gr. 8° 39 Bogen; ihr folgten zehn Nachträge 1818–1827, je die Neuigkeiten eines Jahres enthaltend.

1819 ging das Werk durch Kauf an Hofmeister über, 1825 an C. F. Whistling zurück.

Die zweite Auflage erschien 1828. 75 Bogen mit 3 Nachträgen verlegt von C. F. Whistling. Der erste Nachtrag enthält die während des Druckes herausgekommenen Artikel, der zweite umfasst die Erscheinungen der Jahre 1829–1833; beide sind von Whistling bearbeitet. Der dritte Nachtrag enthält die Erscheinungen der Jahre 1834–38 und ist von Adolph Hofmeister verfasst. 1829 übernahm Hofmeister den Verlag des Handbuches.


1818. The english musical Gazette. London.


1818. The Quarterly musical Magazine and Review erschien in London bei Baldwin Cradoch & Joy.

Die erste Nummer erschien im Januar 1818; nach der Anzeige auf dem Titel sollte von 3 zu 3 Monaten ein Heft erscheinen, die zu einem Band von ungefähr 550 Seiten gesammelt werden sollten; allein in den ersten Jahren kam keine Regelmässigkeit in die Herausgabe und die Hefte erschienen fast zwei Jahre später als der festgesetzte Termin verhiess. Der zehnte Band wurde 1830 vollständig. Der Redakteur der werthvollen Zeitschrift, Richard Mackenzie Bacon von Norwich, blieb nach damaliger Uebung in England ungenannt.


1818. Amphion. Tiidschrift voor Frienden en Beoefenaars der Tonkunst. 8°. 1818–29. Groningen.


1819. Annales de Musique ou Almanac musical par l’an 1819. Contenant le Repertoire de la musique publiée en 1817 et 1818. Une Liste de musiciens et compositeurs de Paris avec les textes de leurs ouvrages. Les Journaux, Ecoles et Abonnemens de musique. La Necrologie des artistes, les matinées musicales des Ephemerides etc. Paris chez Le Roux. in 8°. [40] Der zweite Jahrgang 1820 ist herausgegeben von Cesar Gardeton, ein Diletant in Paris.


1819. Revue generale des Théatres de Londres et de Paris au Journal historique, critiques et literaire des pièces les plus rémarquables, representées sur les differens théatres des deux capitales. London. Gedruckt bei Schulze & Dearn in 8°. Nr. 1–6 bilden das Theaterjahr.


1820. Berliner allgemeine musikalische Zeitung. Herausgeber Dr. Stöpel. Hatte kein Glück und erlosch mit der dritten Nummer.


1820. Indice, ossia catalogo de teatrali spettacoli italiani di tutta l’Europe in cominciando della quaresima 1819 a tutto il carnevale 1820. Erschien in Rom bei J. C. Martorelli und wurde bis 1823 fortgesetzt; enthält das vollständige Verzeichniss aller Sänger, Komponisten, Dichter etc. und die Titel der auf den verschiedenen Opernbühnen Italiens aufgeführten Stücke.


1821. Zeitung für Theater und Musik zur Unterhaltung für gebildete Leser, herausgegeben von Kuhn. Berlin, Schlesinger. Preis des Jahrganges 2 Thlr. 20 Ngr.


1823. The Monthly Magazin of Musik and the Drama. London. Die erste Nummer war auch die letzte.


1823. The Musikal World. Erscheint wöchentlich in London bei William Duncan Davison und hat bereits sechzig Jahrgänge erreicht. Die vorliegende Nummer vom 14. Juli 1883 umfasst 16 Seiten in 4°, enthält drei Costümbilder von Minnie Hauk in einem die Sängerin betreffenden Aufsatz, ausführliche Nachrichten über Concert und Oper, Berichte eines Spezialcorrespondenten aus Bayreuth über „Parsifal“ und vier Seiten Annoncen.

Preis des Jahrgangs 20 Shl.


1823. The Harmonicon. An Assemblage of Vocal- and Instrumental music consisting of Original Pieces by eminent british and foreign composers of the present day and selectiones from the best works of all the great masters. Together with a critical Review of new musical works, notices of operas, concerts and other musical performances and a new Lexikon of Music. 4°. London bei Samuel Leigh. Wöchentlich 2½ Bogen mit Musikbeilagen in sehr schöner typographischer Ausführung. [41] Preis 2 Schilling 6 Deniers. Jeder Nummer ist ein Inhaltsverzeichniss, jedem der vier bekannt gewordenen Jahrgänge ein Generalregister beigegeben. In den Musikbeilagen finden sich Originalcompositionen für das Journal von Ries, Moscheles, Hummel etc.

Becker führt an, dass es bis 1831 fortgesetzt wurde.


1824. La Bilancia or a Journal of theatrical music. (Giornale musico teatrale). Englisch und italienisch. London bei J. F. Dore, St. John Square.


1824. Cäcilia. Eine Zeitschrift für die musikalische Welt. 8° Mainz bei Gebrüder Schott.

Die von einer Gesellschaft Gelehrter, Kunstverständiger und Künstler herausgegebene Zeitschrift erschien in monatlichen Lieferungen. Dr. Gottfried Weber fungirte bis zu seinem Tode 1839 als Chefredakteur. Von da an erlitt das Erscheinen der Zeitschrift eine längere Unterbrechung bis Professor S. W. Dehn im Jahr 1842 die Redaktion übernahm, die er bis ans Ende 1848 führte. Im Ganzen erschienen 26 Bände zu je 4 Lieferungen; die Cäcilia erschien anfänglich zwanglos in Heften zu 4–6 Bogen; 4 Hefte bilden einen Band, haben ein Register und kosten 2 Gulden 36 kr.

Gregoire führt aus dem Inhalt folgendes an:

Ueber die Musik der neuen und neusten Griechen von Dr. Mozart von F. Jung. Händel von demselben. Melodie und Harmonie von demselben.

Ueber Spontinis Oper Olympia von Gottfried Weber. Ueber den gegenwärtigen Zustand der deutschen Tonkunst von C. Föppel. Beiträge zur Geschichte der Claviersonate. Das musikalische System der alten Griechen in seiner Urgestalt.

Als Beilagen empfingen die Leser Portraits von Künstlern und Musikbeispiele.

Vorstehendem ist ergänzend anzufügen aus:

Band 1. Ueber das Arrangiren von Dr. Stöpel.

Band 2. Ueber den Text der Euryanthe von Schütze, Catalani, Canabich von F. Jung. Ueber das Miserere von Allegri in der Sixtinischen Capelle in Rom und Nachträge über den Sopranisten Mariano. Beitrag zur Kunstgeschichte von Chr. Graf von Benzel-Sternau.

Band 3. Ueber das Wesen des Kirchenstyles von Gottfr. Weber. Ueber das Verhältniss der Musik zu den übrigen schönen Künsten von St. Schütze.

[42] Band 4. Die Aura (Maultrommel) akustisch und musikalisch betrachtet von Gottfr. Weber. Beiträge zur akustisch-physiologischen Erklärung der menschlichen Singstimme. 1. von Chladni. 2. von Dr. Liskovius.

Band 5. Ueber ein gewöhnliches Vorurtheil in Ansehung der Klangfiguren einer Scheibe von Chladni. Ideen zu einer rationellen Lehrmethode der Musik mit Anwendung auf das Clavierspiel von C. Berg. Ueber den Einfluss des modernen Clavierspiels auf die musikalische Bildung unserer Zeit im Allgemeinen von demselben. Ueber die Nachtheile der Stimmung in ganz reinen Quinten und Quarten. Mit einem Nachtrag im 23. Heft. 6. Band, von Chladni.

Band 6. Ueber unsere Tonschrift in Beziehung auf die neue musikalische Ziffernschrift von Direktor Heinroth in Göttingen. Ueber Schallverstärkungen in den Theatern der Alten von Chladni mit einem Vorwort von G. Weber. Ueber die verschiedene Beschaffenheit des Klanges eines Instrumentes, nachdem es von verschiedenen Spielern behandelt wird; auch über das Zerschlagen der Claviersaiten von Chladni mit einem Vorwort von G. Weber.

Band 7. Die Dicht- und Tonkunst der Troubadours und Jongleurs mitgetheilt von der Redaktion. Mit einer Zeichnung. Eine Betrachtung über den heutigen Zustand der deutschen Oper angeknüpft an Nurmahal von Spontini und Oberon von Weber von A. B. Marx.

(Ist auch in der Berliner Allgemeinen Musikzeitung von A. B. Marx enthalten).

Melodie und Harmonie. Ahnung eines Laien von Baron de la Motte Fouqué.

Band 8. Bitte um Waffenstillstand zwischen den Vertheidigern der Notenschrift und jenen der Ziffernschrift beim Gesangunterricht in Volksschulen von Direktor Heinroth. Anzeige einer viele neue Entdeckungen enthaltenden Abhandlung des Dr. Wilhelm Weber in Halle über die Gesetze der Zungenpfeifen von Chladni. Zustand der Kirchenmusik in Rom. Leipzigs Vorzeit: Die Leipziger Societät der musikalischen Wissenschaften. Die italienische Oper in Leipzig vor 74 Jahren. Concerte in Leipzig im Anfang des 18. Jahrhunderts mitgetheilt von * r.

Band 9. Roms heutige Componisten von G. L. P. Siewers. Bemerkungen veranlasst durch Schriften über die Reinheit der Tonkunst und die Tonkunst in der Kirche, von demselben. Zur Geschichte der Castraten von C. F. Becker. Ueber Orgelmixturen.

[43] Band 10. Ueber das Wesen der Kirchenmusik und die Verschiedenheit ihrer Bedeutung in der katholischen und in der protestantischen Kirche. Geschichte der Musik in Spanien, mitgetheilt von Dr. Michaelis. Verjährung und Schlendrian beim Orgelbau von Direktor Heinroth. Ueber die Echtheit des Liedes „Vergiss mein nicht“ von Mozart von Martius. Die Elemente des Gesanges von Horstig.

In den vorstehenden zehn Bänden sind ausserdem eine Reihe von Aufsätzen „über Gesang“ von A. F. Häser, sowie verschiedene unter dem Titel „Schröpfköpfe für Componisten, Operndichter, Sänger und Publikum“ von G. L. P. Siewers enthalten. Das 40. Heft enthält auch das Inhaltsverzeichniss für die zehn Bände der Cäcilia.

Band 11. Ueber russische Kirchenmusik vom Metropolit Eugenius in Petersburg. Compensation der Orgelpfeifen von Professor Wilhelm Weber mit einem Vorwort von Gottfried Weber. Ueber Compensation der Labialpfeifen zum Behuf des Crescendo auf der Orgel von Gottfried Weber.

Band 12. Ueber die Erzeugung von Aliquottönen auf Zungenpfeifen und auf dem Clarinett von Professor Dr. W. Weber in Halle mit Vorwort von Gottfried Weber. Das Miserere in Rom. Ueber die Verpflanzung neuester französischer Opern auf die Bühnen und in den Musikhandel Deutschlands. Ueber das Erlaubte und Unerlaubte von Quintenfolgen. Ein Versuch von G. W. Fink. Bemerkungen über den Orgelbau namentlich Orgelbälge von Musikdirektor Wilke. Nutzen und Unentbehrlichkeit der Orgelmixturen von demselben mit einem Vorwort von G. Weber.

Band 13. Skizzen zur Lehre vom doppelten Contrapunkt.

Band 15. Briefe von Carl Maria von Weber an Gottfried Weber.

Band 16. Ueber compensirte Zungen von Musikdirektor Wilke und über compensirte Labialpfeifen von Gottfr. Weber. Verbesserte Orgelpfeifen Erfindung des Orgelbauer Turley von Gottfried Weber.

Band 17. Ueber Ventilhorn und Ventiltrompeten mit drei Ventil von Gottfried Weber.

Band 18. Ueber Mozarts angebliche Bearbeitung und Instrumentirung des Judas Maccabäus von Händel von Leopold Edlen von Sonnleithner. Der neue Kapellmeister. Schreiben an C. M. von Weber von Gottfr. Weber. Beschreibung des grossen Orgelwerkes in Lund in Schweden mit Anmerkungen von Musikdirektor Wilke. Akustische [44] Aufgaben Saiteninstrumente betreffend und Lösungsversuche von Fr. Aust.

Band 19. Ueber Scheiblers Stimmmethode von Schwiening.

Nach dem Erscheinen des 19. Bandes im Jahr 1837 trat eine Pause ein und der 20. Band Heft 77–80 der im Juli 1839 erschien enthält auf dem Titelblatt die Mittheilung: „durch langwierige schwere Krankheit des Herausgebers verspätet herausgegeben.“

Band 20. Ton und Rhythmus von J. Fesky. Mozart, der Operncomponist von Ritter von Seyfried. Nachwort über die Orgelmixturen und über Choralgesang in Kirchen und Schulen von Direktor Dr. Heinroth. Die vollständige eigenhändige Partitur des Mozart Requiem aufgefunden und herausgegeben von Hofrath von Mosel.

Die Nachforschungen und Untersuchungen über das Requiem Mozarts gaben Gottfried Weber Stoff zu ausnehmend zahlreichen Aufsätzen und Mittheilungen für fast jeden Band der Cäcilia.

Gottfried Weber starb den 12. September 1839. An seiner Stelle übernahm Siegfried Wilhelm Dehn die Redaktion.

Im 21. Band ist die dem ersten Band vorgedruckte Einführung dem Hauptinhalt nach, jedoch mit den nothwendigen Abänderungen wiederholt wonach der Inhalt nachstehend verzeichneten Gegenständen gewidmet ist. 1. Theorie (auch längere Aufsätze unzerstückt.) 2. Kritiken (auch Autokritiken mit eigener Namensunterschrift nicht ausgeschlossen.) 3. Historische Artikel. (Portraits, Facsimile von Autographen. Abbildungen neuer und verbesserter Instrumente.) 4. Verkehr. Anfragen oder Aufgaben, Beantwortungen und Auflösungen. 5. Ausstellung. Canons und kurze Musikstücke, auch Gedichte ausgestellt zum componiren. 6. Bibliographie und musikalische Literatur. 7. Rein unterhaltender Theil. Phantasien im Kunstgebiet, Anekdoten, Aphorismen, Epigramme etc. Jährlich erscheinen 4–8 Hefte à 4 Bogen nebst Intelligenzblättern und musikalischen Beilagen. Preis des Bandes zu 4 Heften 3 Gulden.

Von dem Inhalt des 21.–26. Bandes seien noch angeführt.

Band 21. Ueber die Einführung der Castraten als Sänger von L. G. R. Kurze Darstellung der Untersuchungen von Johann Müller über die Bildung der menschlichen Stimme mit Zusätzen und Anmerkungen von Dr. H. Häser, Professor der Medicin zu Jena. Beiträge zur Literatur und [45] Geschichte der Tonkunst von Anton Schmid. (Beginnen im 82. und enden im 104 Heft. 26. Band.) Ueber Tonmessungen und Temperaturen von R. G. Kiesewetter mit 8 Tabellen.

Band 22. Ueber Geist und Inhalt natürlicher Tonbewegung von Fr. C. Schwiening. Die Entstehung der östreichischen Volkshymne von Anton Schmid.

Ueber die erste Einführung des Namen Oper für Musikdrama von C. W. Fink.

Ueber die musikalischen Instrumente und die Instrumentalmusik im Mittelalter und bis zur Gestaltung unserer damaligen Kammer- und Orchestermusik von Kiesewetter.

Band 23. Ueber den gegenwärtigen Zustand der deutschen Tonkunst wie er ist und sein sollte von C. A. Föppel in 4 Theilen. Räthselkanons und ihre Auflösungen mitgetheilt von S. W. Dehn. Die musikalischen Kunstsammlungen in Wien, angezeigt von Alois Fuchs, Mitglied der k. k. Hofkapelle.

Band 24. Ueber einige theils noch ungedruckte, theils durch den Druck veröffentlichte Manuscripte von J. S. Bach, welche sich in der musikalischen Abtheilung der k. Bibliothek in Berlin befinden, von S. W. Dehn in Berlin. Die Oratorien der neueren Zeit. Necrologe von C. F. Weise, C. Almenräder und Charlotte Fink.

Ueber Mozarts Opern aus seiner früheren Jugend von Dr. Leopold Edlen von Sonnleithner mit 3 Musikbeilagen. Ueber die Resultate der musikalisch-literarischen Forschungen des Herrn F. de Coussemaker. Ein Zeugniss aus dem XIII. Jahrhundert den Verfasser des insgemein Franco von Cölln zugeschriebenen Traktates von der Mensuralmusik betreffend. Mitgetheilt von R. G. Kiesewetter. Ueber Tonwerthe und die ihnen entsprechenden Saitenlängen von Joseph Krieger. Ueber die historische Novelle oder das Capitel von den falschen Säeleuten von R. G. Kiesewetter. Ueber Mozarts Operette „Der Schauspieldirektor“ von L. Schneider. Ueber Liedertafeln im Allgemeinen und die von Mainz insbesondere von F. M. Gredy. Der letzte König von Juda von G. Kastner.

Band 25. Aus den musikalischen Geheimnissen von Paris von Felicien David. Schreiben (von G. J.) an den Herrn Redakteur der zu Mainz erscheinenden Zeitschrift Cäcilia auf Veranlassung der Recension des Herrn Fétis über R. G. Kiesewetters Werk: Die Musik der Araber nach Originalquellen dargestellt. Compositionen des XVI. Jahrhunderts zu weltlichen Texten. Beiträge zur Geschichte der Claviersonate [46] von Imanuel Faist mit 3 Fortsetzungen. Ueber Stimmbildung von J. Ch. Markwort. Ueber die Melodien deutscher weltlicher und Volkslieder. Erklärung von G. T. die von Fetis abgelehnte Antwort auf das Schreiben in Heft 97 betreffend. Winke für Orgeldisponenten von Ludwig Granzin I. Organist zu St. Johann in Danzig.

Band 26. Ueber Gehörbildung. Necrolog des Dr. Christ. Heinr. Rink. Einige Gedanken über die Auffassung von Instrumentalcompositionen in Hinsicht des Zeitmaases namentlich bei Beethoven’schen Werken. Die Musik im Mittelalter, allegorische Darstellung in einer Miniatur aus dem XIII. Jahrhundert. Die sogenannte vollkommen gleichschwebende Temperatur ohne Logarithmen graphisch technisch und praktisch ausgeführt. Die neue Orgel zu St. Nicolai in Berlin von Haupt. Zur Geschichte des Schicksals einer neuen und einer alten Oper.

„Die Beiträge zur Literatur und Geschichte der Tonkunst“ von Anton Schmidt behandeln die reichen Schätze der Wiener Bibliothek.

Ausser den vorstehend verzeichneten Aufsätzen enthält jeder Band, insbesondere der 14. Band eine Fülle von Recensionen, die durchaus verständnissvoll und sachlich geschrieben. Unter den Musikbeilagen finden sich interessante Facsimile.

Nach dem Erscheinen des 26. Bandes kündigte die Verlagshandlung Schott in Mainz, die durch die politische Lage herbeigeführte Unterbrechung der Herausgabe an mit dem Hinweis auf spätere Wiederaufnahme, die sich leider nicht verwirklichte.


1824. Cenni storici intorno alle Lettere, Invenzion, Arti, Commercia e Spettacoll teatrale dell anno 1824. In 8°. Bologna per i tipi del Governo. Erschien von 1824-26.


1824. Corriere degli spettacoli italiani, erscheint in 4° in Bologna.


1824. Berliner Allgemeine Musikzeitung. In gr. 4°. Redakteur Adolph Bernhard Marx, Professor. Berlin bei Schlesinger.

Marx, welcher die sieben Jahrgänge von 1824-30 der Berliner Musikzeitung redigirte, veröffentlichte eine Abhandlung über die Oper unter dem Titel: Eine Betrachtung über den heutigen Zustand der deutschen [47] Oper, angeknüpft an Nurmahal von Spontini und Oberon von Weber.

Die erste Nummer erschien den 7. Januar 1824. Wöchentlich ein Bogen mit einem Intelligenzblatt und zuweilen mit Musikbeilagen. Freie Aufsätze, Recensionen und Correspondenzen bilden den Inhalt. Preis des Jahrgangs 5 Thaler 8 Groschen.

Band I hält 448 Seiten und 7 Musikbeilagen; Band II 422 Seiten, 3 Musikbeilagen; Band III 424 Seiten und 3 Musikbeilagen; Band IV 424 Seiten und 2 Musikbeilagen; Band V 494 Seiten und 2 Musikbeilagen; Band VI 416 Seiten und 6 Musikbeilagen; Band VII 416 Seiten und keine Musikbeilage.


1824. Wiener allgemeine musikalische Zeitung. Erschien vom 1. Januar 1824 an im lithographischen Institut in gr. 4°. Preis 8 Thlr.

Dieselbe bildet für sich den einzigen und zugleich den letzten Jahrgang der 1817 entstandenen, seit 1821 von F. A. Kanne redigirten: „Allgemeinen musikalischen Zeitung mit besonderer Rücksicht auf den österreichischen Kaiserstaat“. (Siehe 1817.)


1826. Die musikalische Eilpost. Uebersicht des Neuesten im Gebiet der Musik. In 4°. Herausgegeben von Chordirektor A. F. Häser (bekannt als Componist, geb. 1779, gestorben zu Leipzig 1844) und J. C. Lobe, damaliger Kammermusiker in Weimar. Weimar bei Hoffman. Preis 2 Thaler.


1826. Eutonia. Eine hauptsächlich pädagogische Musikzeitschrift. Erschien in 8° bei Metzler in Stuttgart.


1826. Münchener allgemeine Musikzeitung, gegründet von Franz Stoepel, herausgegeben von J. Sidler, Musikalienhändler in München. In gr. 4°. Wöchentlich eine Nummer à 1 Bogen Text mit Musik- und anderen Beilagen. Preis jährlich 6 fl., halbjährig 3 fl. 36 kr.

Die Abonnenten erhielten ausserdem die „Münchener Theaterzeitung“ unentgeltlich beigegeben.

Mitarbeiter: Eduard von Schenk, von Appel, Kandler, Wendt, von Seyfried, Dr. Spazier, von Drieberg, Dr. Massmann und andere, die der Herausgeber zu nennen nicht befugt war.

Der Inhalt zerfiel in theoretische und historische Artikel, [48] Gedichte, Recensionen und beurtheilende Anzeigen, Notizen, Correspondenzen aus Berlin, Kassel, Leipzig, London, München, Paris, Rom; Biographische Skizzen. Die Zeitung, welche sehr gut redigirt war, begann mit dem 6. Oktober 1826 und schloss mit dem 29. Januar 1828, besteht aus 52 fortlaufenden Nummern auf 832 Columnalseiten.


1826. Allgemeiner musikalischer Anzeiger nebst einem kritischen Beiblatt „Minerva“. 4°. Davon erschienen vier Hefte bei Fischer in Frankfurt a/Main. 1827 änderte Dr. Stöpel, der die Zeitung gründete, den Titel in „Allgemeine Musikzeitung“, die zum Preis von 4 Gulden erschien.

Als Fortsetzung des allgemeinen musikalischen Anzeigers und Minerva erschien


1827. Allgemeine Musikzeitung zur Beförderung der theoretischen und praktischen Tonkunst für Freunde der Musik überhaupt. Redakteur: Dr. Stöpel. gr. 4°. Frankfurt bei Fischer.


1827. La Revue musicale publie par J. F. Fétis, Professor der Composition und Bibliothekar des Conservatoire. 4°. Paris. Die Probenummer trägt den Beisatz redigée par une société des musiciens, compositeurs, artistes et theoriciens et publie par etc. Dieselbe erschien in kl. 8° au Bureau du Journal Rue Bleue no. 4. Sautelet et Comp. Anfang Februar 1827.

Die ersten fünf Jahrgänge redigirte mit Ausnahme von 10-12 Artikeln Fétis allein; die drei ersten Jahre erschien die Revuewöchentlich 24 Seiten in 8° stark; vom vierten Jahr an 32 Seiten in etwas vergrösserten Format. Als J. Fétis 1832 Paris verliess und einem Ruf nach Brüssel folgte, redigirte die Jahrgänge 1833, 34 und 35 sein Sohn Eduard Fétis, wie er schon 1829 während einer 5 monatlichen Reise seines Vaters die Redaktion führte.

Mit der Nummer 44 vom 1. November 1835 vollzog sich die Vereinigung der Revue musicale von Fétis mit der Gazette musical de Paris, 1834 von Moritz Schlesinger gegründet, aus welcher die Revue et Gazette musical de Paris hervorging. (Siehe 1835.)


1828. Eutonia. Eine hauptsächlich pädagogische Musikzeitschrift für Alle, welche lehrend oder leitend die Musik in Schulen und Kirchen zu fördern haben, oder sich auf ein solches Amt vorbereiten, herausgegeben in Verbindung mit mehreren [49] Musikdirektoren, Cantoren, Organisten und Musiklehrern an Universitäten, Gymnasien und Schullehrerseminarien Deutschlands von Johann Gottfried Hientzsch Oberlehrer am kgl. evangelischen Schullehrerseminar in Breslau. (Seit 1822). Breslau. Leukhardt.

Hauptgegenstände, über welche die Eutonia sich verbreitet, sind: 1. Geschichte der Musik. 2. Theorie der Musik insbesondere Harmonielehre und Contrapunkt. 3. Gesang. 4 Der Choral nebst der musikalischen Liturgie oder Agende. 5. Orgel und Orgelspiel. 6. Ueber die Erlernung einiger anderer Instrumente (Clavier, Geige, Flöte, Posaune.) 7. Ueber Prüfungen in der Musik. 8. Biographien. 9. Nachrichten und Berichte. 10. Lesefrüchte und Miscellen.

Drei Hefte bilden den 1.Band und enthalten: 1. Zweck Plan und Inhalt der Eutonia. 2. Geschichtliche Uebersicht des Wichtigsten was für die Ausbildung der Tonkunst und ihre Wissenschaft, vorzüglich der Harmonielehre, des Contrapunktes etc. seit der christlichen Zeitrechnung geschehen ist. 3. Ueber den Standpunkt unseres jetzigen Musikunterrichtes und unserer Methoden von Karl Gottfried Wehner. 4. Ueber schwere oder selten vorkommende Choralmelodien nebst Andeutungen zu einer Kirchenmusikwissenschaft oder Kunde. 5. Der Gesangunterricht in Schulen. 6. Uebersichtliche Geschichte des Wichtigsten was für die Ausbildung der Tonkunst und ihrer Wissenschaft vorzüglich der Harmonielehre und des Contrapunktes sowie des Kirchengesanges um die Zeit der Reformation besonders von den Deutschen geschehen ist. Fortsetzung des 2. Aufsatzes. 7. Ueber die Schwierigkeiten die Verfasser der alten Choralmelodien zu bestimmen von C. F. Becker, Organist in Leipzig. 8. Ueber den richtigen musikalischen Vortrag von M. F. Köhler Lehrer und Direktor der Musik am Pädagogium zu Züllichau. 9. Fortsetzung des fünften Aufsatzes: Der Gesangsunterricht in Schulen. 10. Entgegnung auf den vierten Aufsatz. 11. Von den Choralzwischenspielen nebst 1½ Bogen Notenbeispiele. Ausserdem 26 Recensionen, die Lebensbeschreibungen von Christian, Benjamin Klein, Cantor zu Schmiedeberg in Schlesien, von Ernst Florens Chladni, Friedrich Wilhelm Berner. Nachrichten über Musikfeste und Bekanntmachungen, Lesefrüchte.

Im Ganzen erschienen bis 1837 zehn Bände.

Hientzsch war 1787 zu Mokrena in Sachsen geboren und starb zu Berlin am 1. Juli 1856.

[50] 1828. Magazijn voor schilder-en toonkunst. gr. 8° Dortrecht bei Blussé van Braam. Vom Jahrgang 1829 erschien nur ein Theil 170 Seiten umfassend.


1828. Musikalisches Magazin. Gesammelt und herausgegeben von mehreren Freunden der Tonkunst. Redakteur Kayser Buchdruckergehilfe in Hamburg. In Commission in der Herold’schen Buchhandlung. 8°. Preis des Heftes 1 Mark Courant. Es sollten 4-6 Hefte jährlich erscheinen. Das nur ein Heft umfassende Magazin enthält unter Anderm: Beiträge zur Entstehung der Hamburger Oper von 1678 bis 1728, das Opernrepertoir, einen Operncontrakt, Matthesons Patrioten entlehnt, über Theorie der Tonkunst und Biographien berühmter Componisten und Virtuosen; unter „Musikalisches Allerlei“ drei kleine Gedichte und Anekdoten, zum Schluss eine Uebersicht der musikalischen Leistungen in Berlin und Hamburg vom Januar bis April 1828.


1829. Allgemeiner musikalischer Anzeiger. Redakteur J. F. Castelli. 8°. Wien bei Tobias Haslinger. Jährlich 52 Nummern in 8° zu ½ Bogen. Preis 3 fl.

Der jede Woche erscheinende Anzeiger war mit Portraits ausgestattet und fand weite Verbreitung in Deutschland. Der Inhalt war in drei Theile getheilt:

I. Theil. Kritiken über in Deutschland und im Ausland erschienene Musikwerke.

II. Theil. Verschiedene Nachrichten aus allen Ländern.

III. Theil. Musikalisch-literarischer Tagesanzeiger. Im Ganzen erschienen zwölf Bände.

Castelli war 1781 in Wien geboren und starb dortselbst 1854; er genoss als Lokalpoet hohes Ansehen, seine musikalischen Kenntnisse waren aber nicht der Art um die von Gregoir betonte weite Verbreitung des Anzeiger begründet erscheinen zu lassen. Die Geschäftsinteressen des Verlegers standen im Vordergrund.


1829. Censore universale de Teatri erschien in Mailand herausgegeben von dem unmusikalischen Expoeten Luigi Rividali, der in fast jeder Nummer mit anderen Musikjournalen in Konflikt gerieth, wie in der 10. Numer vom 4. Februar mit der Revue musicale von Fétis; in der 12. Nummer vom 11. Februar mit der Münchener allgemeinen Musikzeitung u. s. w.


1829. Monatsberichte der Gesellschaft der Musikfreunde [51] in Wien. Auf Kosten der Gesellschaft herausgegeben besprachen dieselben – nach C. F. Pohl’s auf Grundlagen der Gesellschaftsakten bearbeiteten Buch „Die Gesellschaft der Musikfreunde des österreichischen Kaiserstaates und ihr Conservatorium“ – die Wirksamkeit der Gesellschaft, deren Sammlungen, Concerte, Schulprüfungen, brachte Biographien und nebstbei auch auswärtige Nachrichten.

Die Monatsberichte erschienen 1829 und 30 8° in Wien in Commission bei Tobias Haslinger. Erster Band 1829. 192 Seiten, zweiter Band 1830, 188 Seiten. Obwohl diese Monatsberichte nur für die Vereinsmitglieder bestimmt gewesen und nicht in den Buchhandel gekommen zu sein scheinen, so ist deren Inhalt doch von grossen allgemeinen Interesse. Die in dieselben aufgenommenen Biographien sind zum grösseren Theil von A. Fuchs in Wien geliefert.


1829. Musikalisch-literarischer Monatsbericht neuer Musikalien, musikalischen Schriften und Abbildungen angefertiget von Adolph Hofmeister. Leipzig Hofmeister. Preis des Heftes à 1-3 Bogen 15 Ngr.

15 Jahrgänge umfassen die Zeit von 1829 – 1843 und bilden die Fortsetzung des „Handbuches der musikalischen Literatur.“

Den 42. und 43. Jahrgang für 1870 und 1871 redigirte Franz Jost.

Den 44. für 1872 Richard Noske; vom 45. Jahrgang für 1873 an redigirt Friedr. Hofmeister.

Die Jahrgänge 46 – 52 für 1874 – 1880 bilden den VIII. Band des Handbuches von Whistling.

Die Hofmeister’schen Monatsberichte gelten als Generalregister für alle Erscheinungen auf musikalisch-literarischem Gebiet.


1830. Iris im Gebiet der Tonkunst. Herausgeber: Heinrich Friedrich Ludwig Rellstab, Dichter und Musikschriftsteller. 8°. Berlin bei Trautwein & Comp. Preis des Jahrganges 1 Thlr. 15 Ngr. wöchentlich ein Viertelbogen.

Es erschienen 12 Jahrgänge (bis 1841). Rellstab trat als entschiedener Gegner Spontini’s auf, der ihn sogar vor Gericht zog, von dem Rellstab zu mehrmonatlicher Strafe verurtheilt wurde.

Rellstab, der 1860 im Alter von 61 Jahren in Berlin starb, veröffentlichte auch eine gegen Spontini gerichtete [52] Brochüre „Ueber die Theaterverwaltung Spontinis“ deren Verkauf die preussische Regierung verbot.


1831. Monatsschrift für Musik. 8°. Redakteur Dr. Fr. Zander. Königsberg. Pfitzer & Heilmann. Preis 20 Ngr. Die erste Nummer erschien den 1. Januar 1831.


1831. Le Virtu della Musica. Almanaco per l'anno 1831. Motto: Musica laetitia consors medicina dolorum copora pressa levat corda serena facit. Erschien in 12° Mailand 111 Seiten stark bei Buchdrucker Malatesta.


1832. Mittheilungen aus Wien. Zeitgemälde des Neuesten und Wissenswürdigsten aus dem Gebiete der Künste und Wissenschaften, mit den Resultaten praktischer Anwendung; aus dem Kreise des höheren und öffentlichen Volkslebens, der Tagesgeschichte und gemeinnütziger Anstalten dieser kaiserlichen Residenz. Herausgegeben von Franz Pietznigg, herzoglich anhaltischer Rath. Wien, Druck und Verlag von G. P. Sollinger. 1832 erschienen 2 Bändchen. Die vier Bändchen des Jahrgangs 1833 erschienen in der F. Beck' schen Universitätsbuchhandlung, ebenso der Jahrgang 1834 mit drei Bändchen. Vom Inhalt des Jahrganges 1833 sind anzuführen: das Concertwesen und die Concertspieler in Wien. Von J. M. Hofzinser; von demselben: Joseph Slawik Virtuos auf der Violine; Franz Lachners neueste Sinfonie nebst einem kurzen Abriss seines Lebens. Von Freiherrn von Lannoy: Joseph Weigl k. k. Hofkapellmeister, ferner dessen sämmtliche musikalische Compositionen. – Biographie des Abbé Maximilian Stadler nebst Verzeichniss seiner sämmtlichen Compositionen. Vom Jahrgang 1834. Karl Herman Breiting, Sänger am k. k. Hoftheater. Johann Gänsbacher, Kapellmeister an der St. Stephans-Domkirche zu Wien von Frhrn. von Lannoy. Biographie und Verzeichniss der Compositionen des herzoglich weimarischen Hofkapellmeisters Ritter Johann Nepomuk Hummel. Franz Lachners dritte Sinfonie von J. Kocy. Biographie des Ignaz Assmayer k. k. Hoforganist und der Beatrix Fischer, grossherzoglich badische Hofopernsängerin. Künstler-Paralellen: „Die Sänger Staudigl und Pöck“ von Heinrich Proch.


1831. „Musikalische Zeitung“ Beilage zu „Bäuerle’s Theaterzeitung“ (siehe 1807). 4°. Wien.

Professor Eduard Hanslik theilt im ersten Band Seite 321 seiner Geschichte des Concertes in Wien mit, dass [53] von dieser „Musikalischen Zeitung“ welche als Beilage zu Bäuerle’s Theaterzeitung im Format derselben 3 Nummern erschienen. Am 1. April erschien die zweite am 1. Mai die dritte und zugleich letzte Nummer. Die drei Nummern sind fast ganz von Anton Schindler geschrieben, enthalten drei grössere Aufsätze über Beethoven, Schubert und den Gesangsunterricht nebst Anzeigen von Czerny’schen und anderen Novitäten des Diabellischen Verlages.


1832. Zeitschrift für den deutschen Kirchengesang. Herausgegeben von Kromm. Gotha bei Krug. Jährlich 6 Hefte à 1 Thlr. 22½ Sgr.


1832. Schlesische Zeitung für Musik, redigirt von Fr. Mehwaldt. Professor in Breslau und thätiger Mitarbeiter der Leipziger allgemeinen Musikzeitung. 4°. Breslau. Crantz. Preis 2 Thlr. Ging 1835 ein.


1833. Le Diletante. Journal de musique de littérature, de théatres et de Beaux-Arts. Redacteur G. d'Egrefeuille. Paris.

Die erste am 6. Oktober 1833 erschienene Nummer enthält eine Analyse des bei Pacini in Paris erschienenen sechsten Concertes von J. Field; Verzeichniss der Opern und der Sänger des Théatre Italien; kurze Anzeigen von kleineren Werken für Pianoforte und Romanzen; Beurtheilung zweier englischer Schriften „England and the English“ von E. Lytton Bulwer und „Husbands and Wives“; ein Bulletin des Modes und als musikalische Beilage einen Walzer.


1833. Encyclopédie pittoresque de la musique*)[1] erschien in Paris unter der Redation des Pianisten H. Bertini und des Musikprofessors A. Ledhuy.

Sie fand nur wenig Anklang und erhielt sich nur ein Jahr lang.

Bertinis Antheil bezieht sich allein auf die Veröffentlichung mehrerer seiner besseren Claviercompositionen.

Der literarische und historische Theil ist von wenig Belang.


1833. Le Menestrel. Journal de musique paraissant tous les dimanches avec une romance. 4°. Paris. Preis des Jahrgangs 10 Frs., der sich 1846 auf 15 Frs. hob. [54] J. Heugel ist dessen Gründer, J. Lovy war Chef-Redakteur von 1845-49. Heugel verbesserte das Journal in einer Weise, dass es zu den besseren Musikjournalen seiner Zeit zu reihen ist und gibt sich als treuer Diener der musikalischen Künste. Während des Krieges 1870/71 erlitt das Erscheinen von Le Menestrel, wie das aller Kunstjournale Frankreichs, eine Unterbrechung und nahm es erst den 30. September 1871 wieder auf.

Die Hauptmitarbeiter des im Dezember 1833 zum ersten Mal erschienenen Le Menestrel sind die Herren d'Ortigue, P. Bernard, Barbadette, Azevedo, D. Denne- Baron, Commettant, G. Héquet, B. Jouvin etc. Letztgenannter gab im Menestrel eine Erläuterung zu den biographischen Notizen von Auber, welche er vor sieben Jahren im selben Journal veröffentlichte. Aus dem Inhalt sind hervorzuheben: Cherubini, sa vie et ses travaux von D. Denne-Baron. Weber et ses oeuvres von H. Barbadette. S. Thalberg et son école von E. Guyon. La musique dramatique jugée par un diletante sous Louis XIV. von J. Carlez.

Im Menestrel und der Revue musicale entspann sich zwischen F. Fétis und Gevaert über die Geschichte der modernen Tonalität eine Polemik.

Le Menestrel ist das erste Pariser Musikjournal, das nach den Ereignissen des Krieges wieder erschien. Der Verlag vertheilt an die Abonnenten gratis Clavier- und Gesangstücke; von 1845 wurden ihnen jährlich zwei grosse Concerte geboten.


1833. Le Pianiste, journal special, analytique et instructif. 4°. Paris bei J. De la Cour. Preis des Jahrgangs 7 Frs.

Die erste Nummer erschien im November 1833, redigirt von Ch. Chaulieu, hervorragender Pianist, erster Preisträger des Pariser Conservatoire in der Harmonie und im Clavierspiel, verstorben 1849 zu London im 61. Jahre.

Le Pianiste hörte 1835 zu erscheinen auf, enthielt einige gute den musikalischen Unterricht behandelnde Aufsätze. – Speziell: Kurze biographische Notizen von berühmten Claviervirtuosen mit deren Portraits. Analysen oder Recensionen. Chronik; motivirte Anzeigen. Einen analytischen Kursus der musikalischen Theorien mit den ersten Anfangsgründen beginnend mit einem Notenblatt erläuternder Beispiele zu jedem Heft. Polemiken in Gesprächform.


[55] 1833. Il Pirata, giornale artistico. gr. 4°. Turin Gérant: Berardo Giuseppe. Drucker: G. Borgarelli.

Mitarbeiter: Castrogiovanni, Niceforo, C. Lasis, C. Cencetti, A. Verona, E. Di Stasio, Garberoglio, F. Luxardo, L. Ciampi, G. Simonetti, F. Pugno, C. Franchi, C. Mariotti, C. Revel Datt, R. Monti, Maironi, G. Migliore, L. Alamanni, G. Rebussi, C. D'Ormerville, Carlotta Ferrari.

Das Journal erscheint jede Woche und beschäftigt sich hauptsächlich mit der Musik in Italien, enthält u. A. von O. Mariotti unterzeichnete Questione musicali, brachte ausserdem Lokalnachrichten, Theaterberichte und verschiedene im Ganzen wenig belangreiche Musiknotizen aus fremden Ländern.


1833. Le Troubadour provencal. Revue de musique. Paris. Gegründet und geleitet von Ch. Souillier de Roblain, Schriftsteller und Autor eines Nouveau Dictionaire de musique illustré élémentaire, theorique, professionel et complet. Paris bei Bagault. Brachte es nur zu einem Jahrgang.


1833. Berliner musikalische Zeitung, redigirt von J. C. Girschner (gestorben 1866), Organist und Professor des Orgelspieles am Conservatorium in Brüssel von 1841-48. 4°. Berlin bei C. W. Krause. Erreichte nur einen Jahrgang mit 414 Seiten.


1834. Allgemeiner musikalischer Anzeiger. Dieser wie die Jahrgänge 1835 und 1836 erschienen bei Fischer in Frankfurt.


1835. Musikalisches Konversationsblatt, gr. 8°. Hamburg, Schuberth & Niemeyer. Preis 1 Thlr. 10 Ngr.

Wöchentlich erschien eine Nummer von einem Viertelbogen und enthielt Anleitung über musikalische Kunst und Musiker. Anzeigen von Büchern und Werken über Musik. Dissertationen über Theorie und Praxis der Musik.


1834. Le Franc-Juge. Revue de la literature de la musique des beaux arts etc. erschien zu Brüssel unter der Redaktion eines Pariser Künstler M. S. Champein. Die gegen die Künstler sehr strenge Revue stellte ihr Erscheinen 1839 ein.


1834. Le Gregoriaen, herausgegeben in Utrecht von [56] dem dortigen Organisten F. Luyken, beschloss sein Erscheinen 1836.

Le Gregoriaen veröffentlichte Geschiedkundige op gaven van het orgel en deszelfs oorsprong verbetering en volmaking.


1834. Der Minnesänger. Musikalische Unterhaltungsblätter. Mainz bei Schott und Söhne. Jährlich 52 Nummern. Preis 6 Gulden rhein. = 3 Thl. 8 Gr. Wöchentlich erschien ein Druckbogen der beliebtesten Romanzen des In- und Auslandes, vorzüglich französische mit französischem und deutschem Text mit Clavier- und Guitarrebegleitung mit einer Auswahl unterhaltender Artikel aus französischen Journalen und sonstigen musikalischen Schriften in deutschen Uebersetzungen mit eigenen Aufsätzen und Compositionen des redigirenden J. D. Anton, Grossherzoglich Hessischer Kammermusikus in Darmstadt.

Zum vierten Jahrgang des Minnesänger gesellte sich 1837 „der Gesellschafter“ mit dem gleichen Text aber statt der Gesänge leichte Clavierstücke.

Am 24. Dezember 1838 erschien von Beiden die letzte Nummer zugleich mit ihrer Todesanzeige an die Leser (an die Nichtleser kein Wort, weil sie den Tod verschulden).

J. D. Anton trat von da an als Mitarbeiter bei der „Cäcilia“ (siehe 1824) ein.


1835. Revue et Gazette musicale de Paris gr. folio gedruckt bei Ch. Dezauche, hervorgegangen aus der Vereinigung der Revue musicale von Fétis (siehe 1827) und der bei Moritz Schlesinger in Paris seit 1834 erschienenen Gazette musicale, (siehe 1834). Mit der No. 44 vom 1. Nov. 1835 nahm sie obigen Titel an.

Zu den Mitarbeitern zählten alsbald die hervorragendsten Musiker und Musikgelehrten jener Zeit neben Fétis und Sohn, G. E. Anders, F. Benoit, Berlioz, J. L. F. Danjou, J. Delair, Kastner, Adrien de la Fage, Frz. Liszt, A. B. Marx, Rellstab, R. Wagner, P. Schmith, A. Pougin, Fr. Stoepel. Schlesinger, welcher Meyerbeers Opern verlegte und durch die Revue dessen Ruf zu verbreiten sehr wesentlich beitrug überliess später seinen Musikverlag und die Revue musicale an Louis Brandus und Dufour. Schlesinger starb im Februar 1871 im 73. Lebensjahr in Baden-Baden.

Während des deutsch-französischen Krieges wurde die [57] Ausgabe unterbrochen und erst am 1. Oktober 1871 wieder aufgenommen.

Die Revue enthält kritische Uebersichten, Musikerbiographien, darunter die von Fétis, Auber, Maillart und Adam aus der Feder A. Pougins. Aus dem sehr reichhaltigen, interessanten Inhalt seien hervorgehoben: Le genie en musique et la critique von Fétis; Appréciationes sur les opéras de Meyerbeer von demselben. De l’opera en Europe von L. Kreutzer. Lettres sur l’etat actuel de la musique en Italie von Adrian de la Fage; Thomas Britton von Eduard Fétis Sohn. Lettres sur Mendelssohn von J. Duisburg.


1834. La Romanze. Journal de Musique. Erschien in Paris rue du Coque no 4 in 4° vier Seiten stark und bot zum Preis von 10 Frcs. jährlich 52 ungedruckte Romanzen. Als musikalische Mitarbeiter sind genannt: Adam, Andrade, A. de Beauplan, Berton, Berlioz, Blanchard, Brugnière, Càrafa, Doche, Gomis, Halevy, Labarre, Marliari, Montpou, Plantade etc.


1834. Carlsruher Theater und Musikblatt. 4°. Wöchentlich erschien ½ Bogen mit Portraits als Extrabeilagen ein Jahr lang bei Velten in Carlsruhe.


1834. Neue Leipziger Zeitschrift für Musik. Herausgegeben durch einen Verein von Künstlern und Musikfreunden. Dieselbe erschien Anfangs wöchentlich zwei Mal nun jede Woche ein Mal 1-1½ Quart-Bogen stark. Preis des Jahrganges 14 Mark. Insertionsgebühr die Petitzeile 20 Pf.

Begründer der Zeitung: Robert Schumann. Mitbegründer Julius Knorr, Ludwig Schunke, Friedrich Wiek; zu ihnen gesellten sich später der Liedercomponist Carl Bank und sein Dichter C. Alexander, Keferstein, Heinroth, Carl Ferdinand Becker, J. Mainzer, Naumburg, Alfred Becker, J. L. Böhner, F. Stein, Dr. Laurencin, Peter Cornelius, Hans v. Bülow u. A.

Die Zeitschrift bildet das Organ des jungen musikalischen Deutschlands, gemeinhin die Neuromantiker genannt. Unter Brendels Redaktion wendete sie sich völlig der Richtung und den Ideen Richard Wagners zu. Der derzeitige Redakteur und zugleich Verleger C. F. Kahnt bemüht sich als Verleger der meisten Werke Frz. Liszts für diesen Propaganda zu machen. Uebrigens muss der Zeitschrift unbestreitbarer Werth zuerkannt werden und wird sie auch von den später [58] entstandenen, gleicher Richtung folgenden Musikzeitungen nicht überholt.

Die erste Nummer erschien am 3. April 1834 im Verlag des Buchhändler C. F. H. Hartmann in Leipzig, der den ersten Band als Redakteur unterzeichnete. Von 1835 bis Mitte 1844 nannte sich Robert Schumann, von Juli bis Dezember. 1844 redigirte Oswald Lorenz, mit Anfang 1845 ging die Zeitung an Franz Brendel über, der sie bis zu seinem 1868 erfolgten Tod redigirte.

Auch der Verlag wechselte: 1835 kam er an Johann Ambros Barth, mit Juli 1837 an Robert Friese, im Juli 1851 an Bruno Hinze und ist nun seit 1857 bei C. F. Kahnt in Leipzig, der seit Brendels Tod auch als Redakteur zeichnet.

Die Beiträge Robert Schumanns erschienen nach seinem Tod (29. Juli 1856) gesammelt in einem Band.


1836. La Danse. Journal des bals et des salons. Musique, Choréographie Littérature, Théatres, Moeurs, Modes. Paris. Querfolio, monatlich 2 Hefte.


1836. Muzijkaal Tydschrift, herausgegeben von E. G. Lagemans erschien in 8° bei Hooft u. Comp. in Haag. Der einzige erschienene Jahrgang hält 388 Seiten.


1837. La France musicale gegründet von den Brüdern Marie und Leon Escudier und J. Maurel. 4°. Paris. Preis 24 Frcs.

Die erste Nummer erschien den 3. Dezember 1837 in sehr schönem Druck; die letzte datirt vom 31. Juli 1870 (kurz vor Beginn des Krieges).

Mario Escudier gab bei den verschiedensten Gelegenheiten Beweise seiner Theilnahme für junge Künstler, ihm und seinem Bruder Leon gebührt das Verdienst den Ruf Felicien Davids gefördert zu haben. Manchmal streng gegen gewisse Celebritäten war ihr Journal nicht selten bitter in seinen strengen Kritiken. Beigefügt sei, dass zur Zeit der Gründung von La France musicale nur ein einziges Musikjournal, dem deutschen Verleger Moritz Schlesinger gehörig, existirte.

Jules Maurel, ein geschickter Schriftsteller, gab den Anstoss zur Gründung von La France musicale. Es widmete sich energisch der Vertheidigung der italienischen Schule und Rossini war der angebetete Künstler der neuen [59] Revue. Der Kampf zwischen der deutschen und italienischen Schule weckte die ganze musikalische Welt von Paris und La France musicale fand sich im zweiten Jahr im besten Gedeihen. Im Jahre 1839 erschien sie wöchentlich 2 Mal ohne Preisaufschlag.

Unter den dem neuen Blatt besonders Wohlwollenden war der Graf von Pontecoulant, der den Brüdern Escudier von grossen Nutzen war.

1849 änderten die Herausgeber den Titel in: La Musique. Gazette de la France musicale, stellten aber nach einigen Jahren den ersten Titel wieder her. Die Auflage betrug damals 3600 Exemplare.

Die Redaktion bot ihren Abonnenten auch Concerte; in einem solchen sangen Tamburini, Lablache und Rubini; das berühmte Terzett aus „Tell“ italienisch zum ersten Mal in Paris, das Sensation erregte, später erhielten die Abonnenten Musikprämien.

1860 trennte sich Leon Escudier von seinem Bruder und Aldino Aldini trat in die Redaktion ein; in der 43. Lieferung des Jahrganges 1860 ist M. Escudier allein als Direktor genannt, was er bis Ende (Juli 1870) blieb.

Von den Musikern von Talent, welche Beiträge lieferten sind zu nennen:

F. Liszt, L. Lespès, A. Farrenc, Giocomelli, C. Blaze, Comettant, Chouquet, A. de Bury, Gromier, A. Pougin, L. Engel, Schoelcher, Herz, Elwart, Desfossez, Des Appiers, S. Durand u. v. A.

Vom Inhalt sei angeführt:

Lettres sur le systeme musical d'enseignement von Emil Chevet.

Notice sur la vielle.

Du drama lyrique en Italie von O. V.

A. Sax, ses ouvrages et ses luttes von Comettant.

Troubadours et Trouvers von Escudier.

Les libres rares et leur destinées von A. Farrenc.

L'Opéra comique et ses transformations von Thurner.

Apercu general de la musique grecque et Histoire de la musique romaine von A. Gromier.

La musique au premier temps du Christianisme von demselben.

W. Wallace, étude biographique et critique von A. Pougin.

Les Philidor von Thoinan.

[60] Haendel et son temps, eine Serie von 38 Artikel von V. Schoelcher.

Der Werth von Schölchers Arbeit ist durch die Forschungen Crysanders fast hinfällig geworden.

Die Redaktion von La France musical erwarb davon das Manuscript.


1837. Der Gesellschafter. Musikalische Unterhaltungsblätter. Jährlich 52 Nummern zu einem Bogen zur Hälfte leichtere Clavierstücke, zur Hälfte unterhaltende Artikel aus französischen Journalen und sonstigen musikalischen Schriften; redigirt von J. D. Anton Grossherzogl. Hessischer Kammermusikus in Darmstadt. Preis des Jahrgangs 6 Gulden rheinisch = 3 Thlr. 8 Groschen.

Mit dem 24. Dezember 1838 erschien die letzte Nummer (siehe 1834 „Der Minnesänger“).


1837. La Rossinienne. Annales cosmopolites de la musique, du chant et de la pantomime erschien in Folio seit November 1837 in Paris, die erste Nummer in französischer, die folgenden in französischer und italienischer Sprache.

La Rossinienne bildete das Organ einer musikalischen Aktiengesellschaft Sociétà Rossiniana, für welche Baron Guiseppe Corvaja, Gründer und Direktor der ethnologischen Gesellschaft beider Sicilien, bekannt als staatsökonomischer Schriftsteller einen aus 30 Artikeln bestehenden Plan entworfen hatte. Die Gesellschaft sollte ihren Hauptsitz in Paris haben, ein Kapital von zwei Millionen Franken sammeln und zum Zweck die Vervollkommnung der Musik, der Mimik und des Tanzes, die Ausrottung des Pauperismus unter den Künstlern haben, dem Sensalwesen steuern und vielen anderen guten und nützlichen Dingen dienen.


1837. Wochenblatt für Musikalienhändler., gr. 4°. Leipzig bei Schubert. Preis l Thlr. 15 Ngr.


1837. Hamburger musikalische Zeitung, herausgegeben von G. A. Gross, Pianist und Violinist. 4°. Hamburg. Schuberth & Niemeyer. 2 Thlr. 20 Ngr. Erreichte mit der 52. Lieferung des Jahres 1839 ihr Ende.

Im Prospekt ist ausdrücklich betont, dass sie ein Unterhaltungsblatt für das musikalische Publikum sein soll und in zeitgemässem Gewande Thatsachen und Raisonnements liefern wollte; die erste Nummer war den 4. Oktober 1837 erschienen.


[61] 1838. Chronique musicale de Paris. Erschien in Lieferungen zu 24 Seiten 8° in Paris. Der Redakteur Joseph Mainzer widmet darin Hektor Berlioz als Componist und Musikschriftsteller eine strenge Kritik.


1838. La France musicale erscheint in Paris. kl. Folio. Redakteur: Joseph Mainzer. Alle Monate wird dieser Zeitschrift eine musikalische Beilage und Portraits berühmter Componisten beigegeben.


1838. Gazetta Musicale. Neapel. Erster Jahrgang 1838. Herausgeber Alessandro Mampieri.

In der ersten Nummer, datirt vom 15. September 1838, ist folgendes Programm für die zu behandelnden Materien aufgestellt:

1. Chronologische Geschichte der Fortschritte der Musik aller Zeiten und Völker nach glaubwürdigen Geschichtschreibern mit kritischen Betrachtungen.

2. Musikalische Philosophie. Originalartikel über die Naturtriebe der Leidenschaften, über den Geist der verschiedenen Jahrhunderte, über die Natur der vom Menschen klassifizirten Civilisation.

3. Theorie der Tonkunst. Analysen der Grammatik, Rhetorik, Prosodie und Dramatik der Tonkunst mit Regeln der Kunst und Wissenschaft, auch mit den Methoden der besten Schulen Italiens und Europas.

4. Musikalische Institute Europa’s. Geschichte ihrer Entstehung, Schulen, Meister, Zöglinge und Archive.

5. Universal-Bibliographie der Musik. Diese Rubrik umfasst alle gelehrten Werke der musikalischen Theorie mit kritischen Ueberblicken und kurzen geschichtlichen Mittheilungen über ihre Verfasser, je nach Wichtigkeit.

6. Biographien berühmter Männer; von jedem Autor wird eine Lithographie gegeben, ausgeführt von D. Giuseppe Troni.

7. Geschichte der musikalischen Instrumente. Hier sollen die Erfindungen angezeigt, die Verbesserungen mit Angabe der einzelnen Theile der Instrumente nach den Regeln der Akustik und der neueren Erfindungen.

8. Methoden der Instrumente. Geschichte ihrer Vorfahren, jede Methode wird mit Beurtheilungen nach italienischen Einsichten versehen sein.

9. Meister der Composition. Laufende Notizen über ihre Werke nach dem Urtheil Italiens.

[62] 10. Theater in Europa. Geschichte und Anzeige der Tagesaufführungen.

11. Opern. Ihre Fortschritte und der Geist derselben.

12. Geschichte der philharmonischen Gesellschaften und ihr gegenwärtiges Treiben.

13. Laufende Notizen über Künstler.

14. Erfindungen und musikalische Neuigkeiten.

15. Fabriken musikalischer Instrumente in Europa.

16. Musikalien-Handel, Druckereien.

17. Musikalisches Mancherlei. Theater etc.

18. Musikalisches Album. (Musikalien-Beilagen).

Die Nummer enthält ein Bild Scarlatti’s.

In der Leipziger allgemeimen musikalischen Zeitung, 40. Jahrgang ist eine Mittheilung enthalten über die 1838 in Neapel erscheinende Zeitung Omnibus, deren Redakteur Torelli, ein erschrecklich grosser Freund von Donizetti, umfangreiche Theaterartikel veröffentlicht, die Nr. 34 des Omnibus enthalte das vom 16. März 1836 datirte Testament Zingarelli’s in 2 Abschnitten, worin er seinen treuen Diener Benedetto Vita seine Bücher und Compositionen vermacht, die er nach und nach vortheilhaft verkaufen möge.

Mangel an näheren Nachrichten über Alter und Form des Omnibus nöthigen das Journal hier einzureihen.


1838. Lyre d'Alsace. Journal de nmsique, contenant des compositiones inédites ou étrangères pour orgue, piano, flûte et pour tous les instruments, morceaux de musique vocale, réligieuse ou profane etc. Cantates, Romances, Nocturnes etc. Mit derselben erschien gleichzeitig unter dem Titel: Nouvelle Gazette musicale, ein Journal de critique musicale am 1. und 16. jeden Monats in Paris und Strassburg in der Musikalienhandlung von Pitois Frost. Ueber das Geeignete oder Ungeeignete der Artikel zur Aufnahme entschied eine Commission von Sachverständigen, zusammengesetzt aus den Herren Berton, Mitglied des Institutes und Professor der Composition am Pariser Conservatorium, Batton, dramatischer Componist, Schüler von Cherubini, Benoïst, Lehrer der Orgel am Conservatorium, Bienaimée, Professor daselbst und ehemaliger Chef der Zunft an der Kathedralkirche in Paris; Despreaux, dramatischer Componist, Schüler Bertons, Elmart, Professor am Conservatorium. G. Kastner, Mitredakteur der Gazette musicale de Paris [63] und Verfasser eines Traité d'instrumentations, Lafont, der Violinspieler, Mainzer, Stifter der unentgeltlichen Singschulen in Paris und A. Panseron, Professor am Konservatorium. Für den literarischen Theil fungirte Fr. Gail als Hauptredakteur. Mitarbeiter Benoist, Ed. Monnains, G. Kastner, Mainzer Edmond Viel und Edm. St. Hagué.

Als Muster der nach der Methode von Bobeuf & Comp. autographirten musikalischen Beilagen lag dem Prospekt eine Romanze „L'Orphelin“ von Kastner bei; die Lyre d'Alsace scheint über die zweite Nummer nicht hinausgekommen zu sein.

Die erste Nummer von La nouvelle Gazette musicale erschien im Januar 1838 und enthielt: 1. Die Anzeige über eine Aufführung des Requiem von Berlioz im Invalidenhaus bei Gelegenheit der Beerdigung des General Damremont. 2. Ueber die Gesangsunterrichtsanstalt des J. Mainzer in Paris, in welcher circa 1600 Arbeiter in 6 Monaten die Werke der ersten Meister singen lernen. 3. Eine Vergleichung zwischen A. Nourrit und Duprez. 4. Six methodes élémentaires de chant, piano, violon, flûte, flageolet et cornet a piston von G. Kastner recensirt von Viel. 5. Uebersicht musikalischer Begebenheiten während der ersten Hälfte des Monats.

La nouvelle Gazette musicale gerieth in der 2. Nummer mit der Revue et Gazette musicale de Paris in Streit, letztere nöthigte ihre Mitarbeiter zwischen Beiden zu wählen, in Folge dessen nahm Erstere in Nr. 3 den Titel Iris nouvelle gazette musicale an und ging mit Nr. 4 ein.


1838. Hannover’sches Museum für Literatur, bildende Kunst, Theater, Musik und sociales Leben. Herausgegeben von Schröder 1838-39. Hannover, Helwing’sche Buchhandlung.


1838. Le Novateur, Echo des arts. 4° bei de Wewer frères in Antwerpen. Redaktion anonym. Preis 12 Frs.

Le Novateur erschien jeden Sonntag und behandelte speziell Musik und Theater. Die sehr gut geschriebenen Causeries dramatiques erschienen regelmässig. Die erste Nummer erschien den 2. September 1838, das Journal erlosch im Jahr 1839.


[64] 1839. La Belgique musicale. Beaux arts. Belles lettres. gr. 4°. Brüssel. J. B. Tichner und Gebr. Schott. Jährlich 52 Lieferungen zu 4 Seiten mit 52 Musikstücken. Preis des Jahrganges 20 Francs, des Semesters 12 Francs.


1839 hörte La Belgique musicale zu erscheinen auf, im Dezember 1841 erschien sie wieder unter Redaktion der Gebrüder Schott.

Der erste Jahrgang dieser Zeitung, welche später ohne Musikbeilagen erschien und durch verschiedene Hände ging, war unmöglich zu erlangen. Sie wurde von einer Künstlergenossenschaft gegründet und Johann Schott gab nachdrücklichen Anstoss hiezu. Unter den in La Belgique musicale veröffentlichten Aufsätzen sind hervorzuheben:

Aperçu historique sur les developpements de la musique flamande par A. Gaussoin.
Notice sur Gluck, von Miel.
Essai sur l'histoire de l'orgue ohne Autorangabe.
Ephemerides musicales von Felix Delhasse.
Essai historique sur l'orgue.
De la nécessité d'etudier la musique dans son histoire von M. Fanart.
Des sons naturels et de leur rapport avec l'art musical (aus Monthly Review).
L'eglise et l'opéra par Gueroult.
Biographies d'artistes musiciens belge von Ed. Gregoir.
Du chant d'ensemble dans les ecoles primaires, von demselben.

Ferner bildeten den Inhalt biographische Notizen, Uebersicht von Concert und Theater, neuen Musikalien, Nekrologe etc.

Die Musikbeilagen bestanden in Romanzen und Clavierstücken.

Die letzte Nummer erschien den 13. Oktober 1859.

Einer der Hauptredakteure 1841 war A. Gaussoin, der 1846 in Brüssel starb, dem der Vicomte de l'Etang in der Nummer vom 22. Januar 1846 einen ehrenden Nachruf widmete.

Unter den Herausgebern des Journal nennen wir noch Cl. Jamar, früheren Minister der öffentlichen Arbeiten und F. Bienez, ein Industrieller und letzter Besitzer des Journals. Johann Schott, der einen grossen Antheil an der Begründung der musikalischen Presse Belgiens nahm, starb zu Mainz den 14. Mai 1871 im 62. Jahre.

La Belgique musicale entlehnte viele ihrer Artikel französischen Journalen.


[65] 1839. Castalia. Neueste Zeitschrift für Literatur, Musik, Kunst, Theater und Moden, redigirt von Büchner und Conrad. Leipzig bei Pönike & Sohn.


1839. Jahrbücher des deutschen Nationalvereins für Musik und ihre Wissenschaft gross 4°. Karlsruhe Ch. Th. Groos; jährlich 52 No. Preis 6 Thaler.

Die erste Nummer erschien im April 1839 unter der Redaktion des Hofrathes Dr. Gustav Schilling in Stuttgart, ständiger Sekretär des Vereins. Der Jahrgang 1839 enthält 39 Nummern von April bis Dezember und kostet 4½ Thaler. Der vierte und letzte Jahrgang erschien 1842.


1839. Le Philotechnique. Journal artistique erschien in 4° jeden Sonntag zu (Antwerpen) unter der Direktion von Henri de Brés zum Preis von 10 frc. Sorgfältig redigirt waren im Allgemeinen die schönen Künste, Musik und Theater Gegenstand der Abhandlungen. De Brés, ein junger talentvoller Schriftsteller, war auch bei der Redaktion des Precurseur beschäftigt und starb zu Antwerpen am 11. Sept. 1845 im Alter von 28 Jahren.


1839. Symphonia. Lektuur van muzikale, Wetenschappen. Herausgeber: C. L. van Langenhuysen und T. Geers. 4°. Amsterdam.

Die erste Hälfte des wie E. Gregoir glaubt einzigen Jahrgangs 208 Seiten stark hat als die besseren Anfsätze aufzuweisen: Over de grieksche muziek in het algemeen; Nationaale liederen der verschillende volken; Grieksche harmonie; Egyptische muzyk en de Instrumenten. Lieder in moderner Musikschrift von Adam de la Hale. Air de Robin in alter und neuer Notation.

1839. Nederlandsch muzykaal tydschrift. 4°. Utrecht bei B. Bosch & Sohn. Zwei Nummern im Monat Preis des Jahrganges 6 Gulden.

Die erste Nummer erschien im August und war die Redaktion A. P. von Seiff übertragen, von dem sie 1841–44 an Dr. F. Kist überging; 1845 redigirte E. van Wachten 1846–48 G. Nieuwenkuysen Organist am Dom zu Utrecht (gestorben 1869). Mit dem Jahr 1849 erlosch die Zeitung.

Unter den auswärtigen Correspondenten finden sich Becher, Brendel, Fink, Fuchs, Gassner, Lobe, Ritter, Schilling und A. Schmitt.


[66] 1839. Tydschrift voor grondige musicale Kritiek en Antikritiek. terwering van Philistery erscheint in Utrecht.


1840. Blätter für Musik, Literatur und Theater. 8°. Hamburg bei Schubert & Comp. Preis des Jahrganges 1 Thlr. 20 Ngr.

Dieselben waren redigirt von einer Gesellschaft Musiker und Musikhistoriker und erschienen jährlich 52 Nummern.

Der an der Redaktion betheiligte Carl Christern zeigt in No. 5 des Jahrgangs 1842 seinen Rücktritt an. Er gab im April 1842 ein neues Journal „der Kobold“ heraus (siehe 1842).

Wird 1849 zur „Kleinen Musikzeitung; Blätter für Musik und Literatur.“ (siehe 1849.)


1840. Lorgnon alsacien. Strassburg.

Bei Beginn der Theatersaison im September wurde Lorgnon alsacien den Theaterbesuchern für 25 Sou aufgedrungen, ist sohin nur als Reclame der Theaterdirektion anzusehen.


1840. Bulletin musical in monatlichen Lieferungen redigirt von Louis, Oktave, Arthur, Heulhard, Mitarbeiter des Menestrel während 35 Jahren. Die zwölf erschienenen Nummern des Bulletin musical erschienen gesammelt bei Meissonier & Heugel in Paris 8° unter dem Titel „Lettres à Emilie sur la musique.“


1840. Hamburger Musikzeitung herausgegeben von Julius Schuberth, Chef der Firma Schuberth und Comp. in Leipzig und New-York. Schuberth ist Gründer der Musikvereinigung von Nordamerika. Mehrere Aufsätze der Hamburger Musikzeitung, die in 52 Nummern des Jahres erschien und 1850 erlosch, verdienen besondere Beachtung.


1840. Orpheus. Musikalisches Taschenbuch. Herausgeber A. Schmidt. 8°. Wien. Riedel’s Wittwe und Sohn. Preis 2 Thl.

Von demselben erschienen drei Jahrgänge für 1840, 1841 und 1842 in hübscher Ausstattung. Der musikalische Inhalt ist vom novellistischen überwuchert und auch die Biographien von Gluck, Mozart u. A. von Levitschnigg sind nur oberflächlich und gleichen mehr biographischen Erzählungen.

[67] 1840. La Revista Musicale. Spanisches zu Madrid erscheinendes Journal. Der das Land verheerende Bürgerkrieg war dem regelmässigen Erscheinen einer Musikzeitung keineswegs günstig und war es ausserordentlich schwierig sich zuverlässige Nachrichten über öffentliche Musikverhältnisse zu verschaffen, da es der musikalischen Presse zu dieser Zeit ungemeine Mühe machte zu einiger Ständigkeit in Spanien zu gelangen.

Unter diesen Verhältnissen war auch anderen Versuchen kein glücklicheres Loos beschieden; als solche sind noch anzuführen ohne dass nähere Nachrichten gegeben werden können:

El Amfion Madridense.
El Genio.
El Coco.
La Filarmonia und
La Escena, die in Madrid zur Ausgabe kamen; ferner
El Orfeo Andaluz in Sevilla und
El Mundo musical in Barcelona (begann 1845).


1840. La Revue musicale Belge gegründet im Januar 1840 erschien sie in Brüssel in Monatsheften im Umfang von einem Bogen in 4° von 1841 an wöchentlich und bot den Lesern ein Album Musikalien von einer Künstlercommission ausgewählt.

Das Journal veröffentlichte Dissertationen von Abbé Janssen über die Reform der Kirchenmusik. Als Hauptredakteur fungirte A. Bouillon Professor des Gesanges und Inspektor der öffentlichen Schulen Brüssels.

1841 traten die Gebrüder Schott als Herausgeber auf und änderten den Titel in La Belgique musicale, der 1846 abermals geändert wurde in La Belgique artistique et literaire; sie zog von da an auch Literatur und bildende Kunst in ihr Bereich; als Redakteur fungirte A. Jamar.


1840. Rivista musicale. Die erste Nummer erschien den 29. Febr. 1840 unter der Redaktion von A. L. Mazzini; sie enthält: eine kurze Einleitung des Redakteurs; einen Bericht über die umgebaute Orgel in St. Maria Novella in Florenz, oberflächliche Nachrichten über die Carnevalsopern in 10 italienischen Städten, von Weimar, Wien, Berlin, Paris und London und das ungarische Nationalfest zu Ehren Liszt’s. Rivista musicale erscheint in Florenz monatlich 2 Nummern zu ½ Bogen gr. 4°. Preis für das Ausland 28 fr.

[68] 1840. Zeitschrift für Deutschlands Musikvereine und Diletanten, herausgegeben von Frz. S. Gassner, grossherzoglich badenscher Hofmusikdirektor. 4°. Carlsruh bei J. Müller. Erschien zwei Mal im Monat. Preis 2 Thlr. 20 Ngr.

Neue Folge 4. und 5. Band 1844-45. 8°. Carlsruh bei J. Müller à 2 Thlr. 15 Ngr.

In dieser Epoche ist auch anzureihen Apollo eine Zeitschrift mit musikalischen Beilagen, die in Bergen in Norwegen erscheint, über welche aber keine näheren Nachrichten zu erlangen waren.


1841. Euterpe. Eine Musikzeitschrift für Deutschlands Volksschullehrer sowie für Kantoren, Organisten, Musiklehrer, Freunde der Tonkunst überhaupt. Gegründet von Ernest Julius Hentschel und Ludwig Christian Erk in Verbindung mit A. Jakob in Monatsheften erschienen bei J. Körner in Erfurt. Preis 1 Thlr. 1850 ging der Verlag an Merseburger in Leipzig über.

1871 übernahm Musikdirektor Franz Wilhelm Sering die Redaktion.


1841. The Lyre. A musical and theatrical Register. gr. 4°. London wöchentlich 1 Nummer Preis 2 Denier Monatshefte 9 Denier. Die Herausgeber versprechen: Die neuesten und besten Nachrichten über Musik und Theater im In- und Ausland. Dramatische Versuche, Gedichte, Recensionen, geschichtliche und biographische Aufsätze in Originalartikeln. Als Redakteure sind genannt. J. A. St. John. J. W. Hudson. Th. Fauvet. H. Hower u. A.


1841. La Melomanie. Revue musicale erschien jede Woche in Paris gegründet und redigirt von Marie Champein, Gründer von Le Franc-Juge in Brüssel (siehe 1835) und Le Musicien, (siehe 1842). Das sehr gut redigirte Journal hatte nur einige Monate Lebensdauer.


1841. Allgemeine Wiener Musikzeitung.*)[2] 4°. Gründer und Redakteur August Schmidt. Wien bei Minchetti. Preis 10 Gulden. W. Währ.

Dr. philos. August Schmidt stand der Redaktion bis 1. Juli 1847 vor; von da an trat der Finanzbeamte Ferdinand Luib als Redakteur ein. In der Musikwelt gänzlich unbekannt konnte er bei der der Kunst ungünstigen [69] Zeitströmung trotz einer Preisminderung die Zeitung nur noch ein Jahr fristen, am 4. Juli 1848 erschien die letzte Nummer.

An den beiden ersten Jahrgängen ist Dr. jur. Alfred Julius Becher als tüchtigster und regelmässiger Mitarbeiter betheiliget und war er als eifriger Kämpe für Mendelssohn und den späteren Beethoven, wie auch für Berlioz thätig. Später lieferten Alois Fuchs, Schindelmeisser, O. Nicolai u. A. Beiträge. Grosse Dienste leistete die Musikzeitung dem in Oesterreich neu erstandenen Liedertafelwesen als erstes und eifrigstes Organ des von August Schmidt begründeten Wiener Männer-Gesangvereins.

Nach dem Vorbild französischer Redaktionen arrangirte August Schmidt Concerte unter Mitwirkung der berühmtesten Künstler. Es fanden drei solcher Concerte – für die Abonnenten gratis – im Musikvereinssaal staat. Mit rühmlicher Offenheit bekannte August Schmidt in der Nummer 77 von 1847 „die gewonnene Ueberzeugung, dass ein Redakteur als Akademien-Veranstalter sich immer in eine abhängige Stellung zu den Künstlern setzt,“ und die Concerte unterblieben für die Folge.


1841. Oliviers Concert Journal and Weckly Register of Musical Intertainements erschien in 8° in London während der Musiksaison jede Woche unter Verantwortlichkeit von Charles Olivier und widmete besonders den in London veranstalteten Concerten und in der Rubrik Notices of the Week allen lokalen Ereignissen auf musikalischen Gebiet die vollste Aufmerksamkeit.


1841. La Phalange artistique. 4°. Brüssel. Redakteur: Gustav Oppelt Schriftsteller. Verleger: J. F. Lahou Musikverleger.

Die erste Nummer erschien 8. Juli 1841. An der Spitze des Programms stand Musik und war auch ein Musikabonnement eingerichtet.

Mit dem 15. Januar 1843 hörte sein Erscheinen auf, die Gleichgiltigkeit des Publikums liess es, ungeachtet der Opfer, welche sich der Verfasser auferlegte, bald vergessen.

Lahou, zu Lille 1798 geboren, war Professor des Flötenspieles am Brüsseler Conservatorium und starb am 12. Januar 1847 als Geisteskranker.


1841. Der musikalische Postillon. Ein Wochenblatt zur Belehrung und Unterhaltung für 1841, herausgegeben von [70] Donnat Müller. 8°. Augsburg. Lampart. Preis 1 Gulden[WS 4] 48 Kreuzer.


1842. Gazette musicale di Milano. Die angesehenste Musikzeitung Italiens, herausgegeben von Giulio Ricordi in Mailand. Redakteur: Battuglia später Salvatore Farina.

52 Nummern à 11/2 Bogen in Folio. Preis 20 Lire. Die einzelne Numer 50 cent. Den Inhalt bilden Monographien, Biographien, Bibliographien, Kritiken, Musikgeschichtliches, Journalschau, Theater, Italienische und auswärtige Nachrichten. Specialberichte aus den Hauptstädten Italiens, aus Paris, London, Wien, Berlin etc.

1854 erschienen in der Gazetta musicale di Milano sehr beachtenswerthe Aufsätze bibliographischen Inhaltes über altitalienische Musik und die Musik in Bologna von G. Gaspari, Kapellmeister bei St. Petronio in Mailand.

Nach einer 2-3jährigen Unterbrechung erschien das Journal aufs Neue den 1. Januar 1871 in vergrössertem Format gross 4° auf gelbgetönten Papier. Mit dem Jahr 1882 eröffnete das Journal den 37. Jahrgang. Die Abonnenten haben Anspruch auf 5 Prämien darunter die Rivista minima di scienze, lettere ed arti, Chronologische Verzeichnisse der Aufführungen in den Theatern La Scala in Mailand und La Fenice in Venedig etc., 12 Musikpiecen etc.

Die Gazetta musicale di Milano brachte während der ersten Periode ihres Erscheinens jährlich 12 Musikstücke ungefähr 150 Seiten unter dem Titel: „Antologia musica“.


1842. Jahrbuch für Musik. 8°. Leipzig. Barth. Senff. Vollständiges Verzeichniss aller erschienenen Musikalien, musikalischer Schriften und Abbildungen, herausgegeben von B. Senff. Preis des Jahrganges 15 Ngr. für den elften (letzten) 25 Ngr.


1842. Musikalischer Geschichts- und Erinnerungskalender für den österreichischen Kaiserstaat. 4°. Wien.


1842. La Iberia musical y litteraria periodico fllarmonico de Madrid. 4°. Madrid. Preis des Jahrganges 70 Realen. Hauptredakteur Joaquin Espin.

Die erste Nummer erschien im Januar 1842. La Iberia musical war das erste spanische Musikjournal und dankt seine Entstehung dem Mariono Soriano-Fuertes, Direktor [71] des Lyceum in Cordova, später Musikdirektor des Theaters in Barcelona, der im Verein mit befreundeten Gelehrten und Schriftstellern das Unternehmen wagte; aber nach grossen finanziellen Opfern musste er seinen Plänen entsagen.

Das wöchentlich erscheinende Journal enthält eine Serie sehr bemerkenswerther Aufsätze über die Instrumentation, eine biographische Studie über Marie Malibran und sehr gut geschriebene Artikel über die Musik in Deutschland.

Die Iberia musical gab wohl den Anstoss zum Erscheinen einiger anderer Musikzeitungen für Spanien, die wir schon gelegentlich der Anführung von La Revista musicale aufzählten aber die Verhältnisse waren ihrem dauernden Erscheinen durchaus ungünstig.

Trotz schlimmer Erfahrungen gründete Soriano-Fuertes 1860 La Gaceta musical Bracelonesa, die glücklichen mehrjährigen Fortgang nahm.


1842. „Der Kobold.“ Ein gutmüthiges Journal für Scherz und Ernst, das vorzugsweise der Musik, nebenbei auch der Literatur, Poesie und Dramatik gewidmet sein soll. Die erste Nummer erschien den 1. April 1842 in Hamburg, redigirt von Carl Christern.


1842. La Melodie. Musikzeitung. 4°. Paris. Herausgegeben seit dem 30. Juli 1842 vom Musikverleger Troupenas unter der Redaktion von Darthenay. Beschloss 1843 ihr Erscheinen.


1842. Le Musicien. Musikalische Rundschau, herausgegeben von S. Champein in Paris, lebte nur einige Monate. Ein Artikel über die berühmte Rosine Stolz führte zu einer Klage wegen Verläumdung und zur Verurtheilung Champein’s, der nach England auswanderte.


1842. Signale für die musikalische Welt, herausgegeben von Barthold Senff. 8°. Leipzig, Barth. Senff. 52 Nummern pro Jahr. Preis 2 Thaler. Die Probenummer erschien im November 1842. Jede Nummer hält 16 Seiten. Als die bekannteren der Mitarbeiter sind zu nennen E. Pasqué, Bernsdorf, H. von Bülow, Dr. Porges u. A.

Die Signale gehören Dank dem billigen Preis und der Mannigfaltigkeit des Inhaltes zu den meist gelesenen Musikzeitungen.


1842. Venec (sprich Wienez). Prager Musikzeitung, erschien in böhmischer Sprache bei Musikverleger Hoffmann [72] in Prag, dirigirt von Madame Dr. Cyka und Kapellmeister Franz Skraup, der als Orchesterdirigent des deutschen Theaters in Rotterdam 1862 starb.


1842. Musikalisches Volksblatt, vorzugsweise für Diletanten mit besonderer Rücksicht auf Singvereine, Liederkränze und Volkslehrer. Unter Mitwirkung von L. Hetsch, F. Huber, F. Kauffman, K. Kocher, Silcher, E. Zumsteeg u. A. herausgegeben von Alois Schmitt. 4°. Jährlich 52 Nummern à 1/2 Bogen mit monatlichen Musikbeilagen. Preis für das Quartal 1 fl. 12 kr. Stuttgart. Hoffmann’s Verlagsbuchhandlung, später in der Musikalienhandlung „Zum Haydn“.

Die Namen der Mitarbeiter bürgen für den guten Gehalt der Zeitung.


1843. Gaceta literaria y musical de España erscheint monatlich 6 Mal, zum ersten Mal am 15. Oktober 1843 in Madrid. Das Belletristische überwiegt das Musikalische des Inhaltes. Preis für das Trimester 24 Realen.


1845. Musikalisch–liturgische Blätter, herausgegeben von Johann Christian Heinrich Rink. Darmstadt bei Diehl. Preis 17 1/2 Slbgr.

Rink, grossherzoglich hessischer Hoforganist und Kammermusikus in Darmstadt, genoss einen wohlbegründeten, grossen Ruf als Orgelspieler und starb in Darmstadt am 7. August 1847 im Alter von 77 Jahren.


1844. Cäcilia. Algemeen Muzikaal tydschrift van Nederland. 4°. Monatlich 2 Lieferungen. Preis 6 Gulden. Utrecht, Kemink & Sohn.

Als Chef-Redakteur fungirte F. C. Kist bis zu seinem 1863 erfolgten Tod; im gleichen Jahr ging die Cäcilia an J. van Baalen & Sohn in Rotterdam über, doch erst 1870 unterzeichnete der Componist M. G. Thooft in Rotterdam als Redakteur, im nächstfolgenden Jahr der Direktor der Musikschule in Haag Nicolai.


1844. L'Europe musicale et dramatique erschien zu Paris und entlehnte die Mehrzahl der Artikel fremden Musikzeitungen.


1844. C. F. Whistling’s Handbuch der musikalischen Literatur oder allgemeines systematisch geordnetes Verzeichniss der in Deutschland und in den angrenzenden Ländern gedruckten [73] Musikalien, auch musikalischen Schriften und Abbildungen mit Anzeige der Verleger und Preise. Bearbeitet und herausgegeben von Adolph Hofmeister. Mitarbeiter: Carl Röthing und August Whistling Sohn.

Diese Auflage in hoch 4° ist bis zum Anfang des Jahres 1843 ergänzt und von Friedr. Hofmeister verlegt.

I. Theil: Musik für Streich- und Blasinstrumente und Guitarre. 18 Bogen. Preis 1 Thlr. 10 Ngr.

II. Theil: Musik für Pianoforte, Orgel, Harfe und Harmonika. 42 Bogen. Preis 3 Thlr 10 Ngr.

Jährlich erscheint ein alphabetisch geordnetes Inhaltsverzeichniss.

Als Fortsetzungen erscheinen jeden Monat musikalischliterarische Berichte von wirklich erschienenen Neuigkeiten.

1845 erschien der III. Theil: Vokalmusik. Nebst Anhang: Auswahl theoretischer Werke, Zeitschriften, Sammlungen vorzüglicher Werke, Textbücher und Portraits. 30 Bogen. Preis 2 Thlr. 20 Ngr.

1852 erschien der I. Ergänzungsband, die vom Jahr 1844 bis Ende des Jahres 1851 neu erschienenen und neu aufgelegten musikalischen Werke enthaltend. 48 Bogen. Preis 4 Thlr.

1860 erschien als V. Band der II. Ergänzungsband, die von 1852 bis Ende 1859 neu erschienenen und neu aufgelegten musikalischen Werke enthaltend. 59 Bogen. Preis auf Druckpapier 5 Thlr., auf Schreibpapier 7 Thlr. 15 Ngr.

1868 erschien der VI. Band oder III. Ergänzungsband und enthält die vom Anfang 1860 bis Ende 1867 erschienenen Neuigkeiten. 71 Bogen. Preis 5 Thlr. 25 Ngr. und 8 Thlr. 20 Ngr.

1875 erschien der VII. Band oder IV. Ergänzungsband, von Anfang 1868 bis Ende 1873 reichend. 72 Bogen. 7 M. 20 dl. und 9 M. 60 dl.


1844. Musikalisch-kritisches Repertorium aller neuen Erscheinungen im Gebiet der Tonkunst, herausgegeben von F. H. Hirschbach. 8°. Leipzig. Der erste Jahrgang bei Whistling, der zweite bei Brauns. Preis 4 Thlr.


1844. Urania. Musikalisches Beiblatt zum Orgelfreund zum Gebrauch für Seminaristen, Organisten und Lehrer, herausgegeben unter der Direktion von G. W. Körner und A. G. Ritter in Erfurt. 8°. Preis 15 Ngr.

Unter dem Motto„Dem Verdienste seine Krone“ widmet [74] es sich den Interessen der geistlichen Musik und gab eine grosse Zahl Notentafeln bei. Bis zum Jahr 1848 erschienen 8 Hefte im Jahr, die sich 1849 auf zwölf steigerten. Auf dem Titel sind als Mitarbeiter genannt: Anding, Baake, Kühmstedt, Markull, Riedel, Seidel, Sattler, Volkmar, Schaab, Seiffert, Altman u. A.

Im ersten Jahr führten G. Körner und A. G. Ritter die Redaktion; letzterer lieferte einen Aufsatz: Die Orgelspielkunst und deren Entwicklung im Verlauf dreier Jahrhunderte.

1866 übernahm A. Gottschalg in Weimar dieselbe.

In den 70er Jahren lautet der Titel:

„Urania, Musikzeitschrift für Alle, welche das Wohl der Kirche besonders zu fördern haben.“

Eduard Gregoire findet die Vorzüge des Journals in den biographischen Aufsätzen, den kritischen Uebersichten, den Musikbriefen, die sämmtlich das Talent der Mitarbeiter im besten Licht zeigen.

Im Jahr 1876 kündigt sich der 33. Jahrgang mit dem Titel an: Urania, Musikzeitschrift für Orgelbau und Orgelspiel insbesondere, sowie für musikalische Theorie, kirchliche instruktive Gesang- und Claviermusik, herausgegeben von A. W. Gottschalg. Erfurt bei Körner. Der Jahrgang zu 12 Nummern 2 Mark 50 Pf.

Die Urania ward von der königl. sächsischen Staatsregierung gemäss einem Sachverständigen – Gutachten den Lehrerbildungsanstalten empfohlen.


1844. Berliner musikalische Zeitung redigirt von C. Gaillard. In folio mit Musikbeilagen Berlin bei Challier & Comp. Preis des Jahrganges 3 Thlr.

Die Redaktion unterstützt von gewiegten Mitarbeitern strebte es der Leipziger Allg. Musikzeitung gleich zu thun und berücksichtigte namentlich Musikgeschichte. Gregoire macht die Aufsätze „Ueber das Oratorium“ von Kuster besonders namhaft. Es erschienen im Ganzen vier Jahrgänge der Zeitung, bis sie mit der 1847 von Gustav Bock begründeten „Neuen Berliner Musikzeitung“ vereinigt wurde.

Am 19. Februar 1844 fand ein Concert für die Abonnenten gratis im Jagorsaal statt.


1845. L'Album de Sainte Cecile et les petites affiches. Journal de Musique erscheint in 4° alle 10 Tage. Paris bei Paccini. Preis 30 frs.


[75] 1845. La Presse musicale. 4°. 8 Seiten stark, bildet die Fortsetzung des „Album de Sainte-Cecile“, bietet viele Neuigkeiten ist aber in Bezug auf Musikwissenschaft unbedeutend.

La Presse musicale früher Album de Sainte-Cecile erscheint in Paris jeden Donnerstag bei Gebrüder Bonoldi Musikverleger und Nachfolger von Paccini. Preis 25 frs.

La Presse musicale ist die einzige Musikzeitung die von unabhängigen und speziell gebildeten Schriftstellern redigirt ist aber auch die einzige, die ihren Abonnenten periodisch Verzeichnisse aller musikalischen Erscheinungen bietet; sie erschien noch 1847, erlosch aber bald darauf.

Den Zusammenhang der vorstehenden drei Journale genau nachzuweisen, war bei dem fehlenden Material unmöglich.


1845. Kritischer Anzeiger. Uebersicht der neuesten Erscheinungen auf dem Gebiet der Musik. Monatliches Beiblatt zur „Neuen Zeitschrift für Musik“ redigirt von O. Lorenz. Juli bis Dezember 1845. 4°. Leipzig bei Friese. Preis 10 Ngr.

Die Jahrgänge 1846 und 1847 redigirt von Franz Brendel Preis 20 Ngr.


1845. Revue de la Musique religieuse, populaire et classique. Redakteur J. Danjou. Paris bei Blanchet.

Fétis, Laurens, Morelat und de Montpellier nahmen grossen Antheil an derselben. Eine lange Reihe von Aufsätzen über Musikgeschichte, die Ergebnisse fleissiger Forschungen in den Bibliotheken von Rom und Florenz Seitens J. Danjou und Stephan Morelot bilden ein hochinteressantes Ganze, das in den Jahrgängen 1847 und 1848 enthalten. F. Fétis lieferte einige Artikel über den Halbton im Vokalgesang. Unangenehme Erfahrungen, finanzielle Schwierigkeiten und die Folgen unausgesetzter Thätigkeit veranlassten Danjou 1849 das Erscheinen der Revue plötzlich abzubrechen und Paris zu verlassen. Der vierte und letzte Band wurde erst 1854 complet.

Danjou starb zu Montpellier 1866, 54 Jahre alt.


1846. Der musikalische Salon redigirt von R. Michaelson. 4°. Berlin Schlesinger. Mit Musikbeilagen Preis 2 Thlr. 15 Slbgr.


[76] 1846. Teutonia. Literarisch-kritische Blätter für den deutschen Männergesang. 8°. Begann mit Januar 1846 und verschwand schon vor dem Jahr 1848, ward 1849 neu aufgenommen, stand unter der Leitung von Julius Otto und Dr. Julius Schladebach in Dresden, letzterer schied noch 1849 aus der Redaktion.

Das höheren Anforderungen entsprechende Journal erschien bei Glaser in Schleussingen 2 Mal monatlich zum Preis von 1 Thlr. 10 Sgr.


1847. La Critique musicale. Journal complet de toutes les branches de l’art. gr. 4° Paris rue Grange-Batelière. Direktor: A. M. Tamisier; Chefredakteur: A. J. Azevedo. Jeden Sonntag eine Nummer. Preis des Jahrgangs 24 fr.

Als Mitarbeiter sind anzuführen Ad. Adam, Aggiotorio, Bazin, Lecouppey, F. David, H. Duvernoy, Bertini, M. Bourges, Goria, Josse, S. Goldschmidt, Kalkbrenner, Kastner, Maillart, Spontini, Sig. Thalberg, Meyerbeer, Mozin.

Durch das Journal kamen während des Winters drei Concerte zu Stande und mehrere Musikstücke zur Herausgabe u. A. Histoire de six Melodies von B. Jouvin.


1847. L'Italia musicale*)[3]; erscheint seit Juli 1847 jeden Mittwoch und Samstag vier Seiten stark in 4°. Eigenthümer und Verleger: Francesco Lucca Musikverleger in Mailand. Preis 30 fr.

Als Redakteur fungirte Franchi di Porto. Der Inhalt bezieht sich vornehmlich auf das Theater und finden sich Mittheilungen aus allen Hauptstädten, ferner fortlaufende bibliographische Notizen und eingehende Kritiken neuer Opern.


1847. Neue Berliner Musikzeitung. 4°. Berlin. Bote und Bock. Herausgeber G. Bock. 52 Nr. per Jahr 3 Thlr. per Halbjahr 1 Thlr. 25 Sgr. ohne Prämie, mit Musikprämie bestehend in einem Zusicherungsschein im Betrag von 5 oder 3 Thaler Ladenpreis zur unumschränkten Wahl aus dem Musikverlag von Ed. Bote und Bock jährlich 5 Thlr. halbjährig 3 Thlr. Inserationsgebühr für die Zeile 11/2 Sgr. In derselben findet sich ein hochinteressanter Aufsatz über „G. F. Händel als Orgelspieler.“ Von den übrigen sind u. a. empfehlenswerth „Ueber den Abt Vogler“ von Just [77] van der Lüchten, Besprechung von Ludwig Nohl’s „Beethoven Brevier“, „Die Aufführungen der Meister des 16. Jahrhunderts“ von Franz Witt. Als technischer Redakteur fungirte O. Lange.


1847. Oesterreichisches Theater- und Musikalbum zur Förderung dramatischer und musikalischer Interessen redigirt von J. A. Beutel Professor am Conservatorium in Prag erscheint seit 1. Januar 1847. gr. 4° bei Medau in Prag. Preis 2 Thlr.


1847. The Americain Musical Times begründet und herausgegeben in New-York von M. Watson englischer Schriftsteller und geachteter Musikkritiker, der das Blatt zur Unterstützung und Förderung der Künstler ins Leben rief.

Dasselbe erschien seit Herbst 1847 wöchentlich 2 Bogen in 4°. Preis 3 Dollars.


1848. Allgemeiner musikalischer Anzeiger herausgegeben von Franz Glöggl. Das Blättchen erschien wöchentlich, enthielt auch Concertberichte bis Ende 1851. 8°. Wien. Preis 2 fl.


1848. Wiener Katzenmusik. Veröffentlicht in Wien mit der Devise Miau!. Miau! Verantwortliche Redakteure: S. Engländer und Willo Beck.

Der Titel lässt unschwer auf die Tendenz schliessen.


1849. Kleine Musikzeitung. Blätter für Musik und Literatur. Fortsetzung bezw. neunter Jahrgang der Blätter für Musik und Literatur und Theater. Hamburg, bei Schuberth u. Comp. (siehe 1840).

Davon erschienen noch ein zehnter und elfter Jahrgang.


1848. Zeitschrift für Orgel-, Klavier- und Flügelbau, sowie für die Anfertigung der Geigen, Bratschen, Cello’s und Bässe, der dazu gehörigen Saiten und Bogen ingleichen sämmtlicher Blas- und anderer musikalischen Instrumente, herausgegeben in zwanglosen Heften von Bergkommissär Dr. Karl Hartmann. 4°. Weimar bei Voigt. Heft 1-3 à 10 Ngr., Heft 4 und 5 à 111/2 Ngr. und Heft 6 83/4 Ngr. bilden den ersten Band. Der zweite Band enthält drei Hefte zu 211/4, 10 und 15 Ngr. 4. Heft 10 Ngr. Das 5. 83/4 Ngr., das 6. 10 Ngr. Dritter Band: 1. Heft 83/4, 2. 71/2, 3. 10, 4. 83/4 Ngr.


1849. Das Orchester. Zeitschrift für deutsche Musik und Organ des Stadtmusikvereins für Deutschland herausgegeben [78] von E. Henning in Zeitz und W. Barth in Glauchau.*)[4] 4°. Zeitz bei Webel. Jährlich 52 Nummern. Preis 1 Thlr. 10 Sgr. Der erste Jahrgang reicht vom April bis Dezember 1849. Der zweite vom Januar bis Juni 1850.


1849. Philomusos. Ein Blatt zur Belehrung und Unterhaltung für Freunde der Tonkunst herausgegeben von J. G. Lehmann, Cantor und Schullehrer in Bachra bei Cölleda in Thüringen. 8°. 24 Nummern per Jahrgang. Preis 1 Thlr. 15 Ngr. In Commission bei Eupel in Sondershausen.

Der erste Jahrgang reicht vom Juli bis Dezember 1849.

Drei Jahrgänge sind mir bekannt geworden.


1850. Le Concert. Journal des établissements lyriques et de la musique populaire. 4°. Paris, erschien jeden Sonntag. Director: de Lavaut; Administrator: L. M. Demona. Preis 12 Fr.


1850. La Chronique musicale. 4°. Redakteur: P. Villeblanche. Geschäftsführer: Louel. Preis 15 Fr.

Die Redaktion vertheilt an die Abonnenten gratis und nach freier Wahl Piecen für Clavier, und Clavier und Gesang. Das Journal umfasst 4 Seiten, erscheint monatlich drei Mal und veröffentlichte eine Geschichte der Musik von Professor Villeblanche.


1850. Le Diapason. Revue musicale de Bruxelles. gr. 4°. Mainz bei Schott. Die erste Nummer erschien am 21. Februar 1850. 1852 änderte sich der Titel in Chronique musicale die jedoch nach der zweiten Nummer verschwand (siehe 1855. Le Guide musicale).


1850. Der Liedertafler. Ein Originalblatt für Gesangvereine, Liedertafeln, Kunst und Unterhaltung. Redakteur: W. Passer. Salzburg bei Oberer.


1850. Rheinische Musikzeitung für Kunstfreunde und Künstler. Redakteur: Professor L. Bischoff. Verleger: M. Schloss in Köln. 4°. Preis des Jahrganges 4 Thlr.

Der erste Jahrgang geht von Juli bis Dezember 1850. Bischoff führte die Redaktion bis Juli 1853; die Zeitung erschien noch bis 1859 als „Niederrheinische Musikzeitung“ (siehe 1853) unter Verantwortlichkeit der Verlagshandlung; [79] an Stelle Bischoffs war Derkum als Redakteur getreten.


1850. Repertorium der musikalischen Journalistik und Literatur, gesammelt und herausgegeben von Anton Gebhart. 8°. Dillingen bei Kränzle.

Der Prospekt kündiget reichen, mannigfaltigen Inhalt an. Vier Hefte à 30 kr. sollten quartalweise erscheinend einen Band bilden. Aus dem Inhalt des ersten und einzigen Heftes ist besonders hervorzuheben; Das Verhältniss der Musik zur Architektur von Dr. O. Lange.


1851. De dirigeerstok erschien in Holland und war nach dem Erscheinen der ersten Nummer Gegenstand strenger Kritik.


1851. Echo. Berliner Musikzeitung, gr. 8°. Den ersten und zweiten Jahrgang redigirte E. Kossak; bis Ende 1865 erschien sie unter Verantwortlichkeit des Verlegers Heinrich Schlesinger (seit 1866 Robert Lienau) in Berlin. Der Jahrgang 1873 erschien bei Robert Oppenheim unter Redaktion von Dr. W. Langhans. Der 26. Jahrgang 1876 trägt auf dem Titel die Angabe herausgegeben von einem Verein theoretischer und praktischer Musiker. Preis des completen Jahrgangs – 50 Nummern 1-11/2 Bogen stark – 8 Mark. Inserate, die durchlaufende Petitzeile 30 Pfennige.

In den neueren Jahrgängen nimmt Echo eine mehr partheilose Färbung an und bietet mannigfaltigen und reichlichen Lesestoff.


1851. Musikalische Monatschrift. Redakteur Fr. Zander. Erscheint in Königsberg in 8°. Preis 20 Slbgr.


1851. Novitäten-Anzeiger für den gesammten Musikalienhandel. I. Jahrgang von Oktober bis Dezember 1851. 8°. Leipzig bei Hinze. Preis 10 Ngr.


1851. Pasatiempo musical. Veröffentlicht biographische Aufsätze über spanische Künstler und erscheint in 4° in Madrid bei Casimiro Martin.


1852. L’arpa. Giornale letterario, artistico, teatrale. 4°. Bologna. Direktor: Gustavo Sangiorgi. Erscheint jeden Montag 4 Seiten stark. Preis des Jahrgangs 20 Lire.

Die vorliegende Nummer enthält: Lohengrin – Wagner. Spettacoli di Bologna. Novelle artistiche. Rivista teatrale, [80] Nuove pubblicazioni. L'arpa ist sehr gut redigirt und reiht sich den besseren Musikzeitungen Italiens an.


1852. Stenographische Zeitschrift, herausgegeben von August Baumgartner, Organist in München und Erfinder der musikalischen Stenographie. Erschien nur eine Nummer bei Georg Franz in München.


1852. Zeitung für Orgel-, Clavier- und Flügelbau, herausgegeben von E. Hartmann. Verlag von Voigt in Weimar. Preis 10 Slbgr.


1853. Cocke’s Musical Miscellany. London bei Cocke & Comp. Jährlich 12 Nummern. Preis der Nummer 5 denier.


1852. L'Europe artiste. Journal general des théatres, de la musique, de la litterature et des beaux-arts, en France et à l’etranger. Jede Nummer zu 4 Seiten in gr. 4°. Preis des Jahrganges für Paris 30 Fr., für die Departements 34 Fr., für das Ausland 40 Fr.

Redakteur: F. Chavet, auch Ch. Desolme führte lange Zeit die Redaktion. Der Krieg des Jahres 1870 störte das Erscheinen bis zum Monat Oktober 1871.


1852. Humoristisch-musikalischer Kalender für 1852. 8° mit Illustrationen herausgegeben von Th. Drobisch, Cantor und Organist in Augsburg. Verlag von Spamer in Leipzig. Preis 121/2 Ngr. 2. Jahrgang für 1853 gleichfalls bei Spamer. 3. Jahrgang Leipzig bei Wengler 10 Ngr.


1852. Süddeutsche Musikzeitung, redigirt von E. Fökerer. Verlag von Schott’s Söhne in Mainz. 4°. Erscheint jeden Montag Preis 2 fl. 42 kr., vom 18. Jahrg. an 4 M. 80 dl.


1852. Neue Wiener Musikzeitung. 4°. Herausgegeben von Franz Glöggl Sohn. Jeden Donnerstag erschien eine Nummer. Preis 2 Thlr. 20 Ngr. Wien bei Spina.


1852. Organ für kirchliche Tonkunst. 4°. Redakteur Pfarrer Ortlieb. Erster bis dritter Jahrgang 1852-54. Stuttgart im Musikalienverlag „Zum Haydn.“ Preis 18 Ngr. Vierter bis sechster Jahrgang 1855-57. Verlag von Schmid in Schwäbisch-Gemünd.


1852. L'Union musicale. Erscheint in Rio-Janeiro, herausgegeben von J. S. Brillant.


[81] 1853. La España musical, herausgegeben von Juan de Castro erscheint in Madrid, unterbrach das Erscheinen im Juni 1853, nahm dasselbe im September 1854 wieder auf. Der gewissenhaft geführten Redaktion verdankt die Tonkunst grosse Fortschritte in Spanien.

Gregoire erwähnt 1855 eine andere La España musical als in Barcelona erscheinend und betont eine sehr verdienstliche Mittheilung der Zeitschrift Biografias de los musicos mas distinguidos de todos los paises bàjo la direccion de D. Antonio Fargas y Soler.


1853. Journal of Musik, a Paper of Art ad Literature. 4°. Eigenthümer und Verleger J. S. Dwight in Boston. Das Journal vertritt eifrigst die deutsche Musik.


1853. Niederrheinische Musikzeitung für Kunstfreunde und Künstler. Redakteur: Professor L. Bischoff (gestorben 4. Februar 1867 im 73. Jahre). Sie zählte zu den bestredigirten und angesehensten Organen in Deutschland. 4°. Köln. Du Mont-Schauberg. Preis des Jahrgangs 4 Thlr. Der erste Jahrgang reicht von Juli bis Dezember 1853; die letzte Nummer des 15. Jahrganges erschien Ende Juni 1867.

Der mir persönlich bekannte Professor L. Bischoff war ein vielseitig und hochgebildeter Mann, der bei dem kgl. bayrischen Hofkapellmeister Joseph Hartmann Stuntz Composition studirte.

Seine Stelle in der Redaktion übernahm Derkum (siehe auch Rheinische Musikzeitung 1850).


1853. Il Trovatore. Giornale letterario, artistico, teatrale con carricature ed illustrazioni 4°. Mailand. Redakteur: Marcello.

Gregoire sagt: Ist eines der besseren unter den vielen in der Mehrzahl unbedeutenden italienischen Journale und gibt seinen Abonnenten Tonkünstlerportraits und Musikstücke.


1853. L’Univers musical[WS 5]. 4°. Paris. Erscheint jeden Donnerstag unter der Redaktion von P. Martin, später Stephen de la Madelaine, von 1864 an Louis Roger. Preis des Jahrgangs 12 Frcs.

Zu den Mitarbeitern gehören Elwart, A. Parmentier, L. Gatayes und Martin d'Angers; Ch. Poisot veröffentlichte im L'Univers musical eine Serie von Aufsätzen über Geschichte der Musik mit Abbildungen von Instrumenten.


[82] 1853. The Musical World and Times, amerikanisches Musikjournal.


1854. Le Clairon. Journal des sociétés musicales, reunions chorales. 4° Brüssel. Eigenthümer und Verleger: Detrie Tomson Buchdrucker in Brüssel. Preis 6 Fr.

Die letzte Nummer datirt vom 15. Dezember 1855.

G. Kastner veröffentlichte darin einen Aufsatz: Des sociétés de chant choral.

1854. Gazetta musicale di Firenze. 4° Florenz erschien jeden Donnerstag. Preis des Jahrganges 16 Lire. Eigenthümer und Verleger: Giovanni G. Guidi. Die Redaktion besorgte der als ausgezeichneter Kritiker geschätzte Em. Picchi, der den 18. April 1864 starb, wodurch das Aufhören des Journals bedingt wurde. Dasselbe erschien vom 1. Januar 1856 an unter dem Titel: L’ Armonia. Journal de la Reforme musical en Italie. Siehe 1856.


1854. La Hollande musicale. Erschien monatlich in 4° unter der Redaktion von Achilles Desfossex in Haag, erlosch aber 1867.

Die erste Nummer des auf guten Papier in schönem Druck ausgegebenen Journales datirt vom September 1854. Im ersten Jahrgang bot jede Nummer eine Romanze, ein Clavierstück oder eine Lithographie und kostete der Jahrgang 3 fl. 60 kr.

Unter der Rubrik: „Tablettes de la Hollande musicale“ sind biographische Mittheilungen enthalten: über die Damen Jenny Lind, Offermans de Vries; die Herren Nicolaï, Verhulst, Lubek, Botgorschek, A. Pougin, Wallace etc.


1854. L’ Orphéon. Moniteur des Orphéons et Sociétés chorales de France, d’ Algerie et de Belgique. Folio. Paris. Bureau de l’ orpheon. Erscheint den 1. und 15. jeden Monats.

Gründer: E. Delporte (geschätzt als eifriger Beförderer des Choralgesanges in Frankreich). Chef-Redakteur: Jules Simon; zu den Mitarbeitern zählen: Elwart, Torchet, C. de Vos, Daniel u. A.

1855 übernahm Marcel de Ris die Redaktion. Nach einer Unterbrechung im Jahr 1870 kam es im Oktober 1871 in Wiederaufnahme unter der Redaktion von Henry-Abel Simon.

[83] Von allen französischen Musikzeitungen bietet L’Orphéon die reichhaltigsten Nachrichten über die Pflege des Chorgesanges.


1854. La Presse theatrale et musicale. Eine musikalische Wochenschrift unter der Leitung von Giacomelli in Paris erscheinend.


1854. L’Indicatore theatrale erscheint in Florenz und befasst sich eingehend mit Musik.


1854. Journale musicale herausgegeben zu Rom von Alexander Curcano, Kapellmeister an der Kirche St. Sylvester in Rom.


1854. Journal des sociétés musicales erscheint in Paris.


1854. Revue musicale de Bruxelles. Eine Wochenschrift mit der Devise: „Impartialité, vérité et justice. Encouragement et publicité aux efforts artistiques.“ 4° Preis 5 fr. mit 12 Musikstücken als Beilagen 10 fr.

Der Violinist Jacques Steveniers leitete die Revue, die bereits im August 1854 dem „Clairon“ den Platz räumte. (Siehe 1854).


1855 Blätter für Musik, Theater und Kunst. Gegründet von L. A. Zellner und geführt bis 1868, da er Generalsekretär der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien wurde. Fol. Wien bei Spina. Preis 6 Thlr. 2. Jahrgang bei Tendler & Comp. 5 Thlr. 10 Gr. 3. Jhrg. und vom Januar bis Mai des 4. Jhrg. bei Haslinger 4 Thlr. 15 Gr. November bis Dezember bei Selch 1 Thlr. 4 Gr. 5.-7. Jhrg. bei Selch 6 Thlr. 20 Gr. 8.-14. Jhrg. 104 Nummern à 1/2 Bogen bei F. Klemm, à 6 Thlr. 14.-16. Jhrg. à 104 Nummern à 1 Bogen à 18,85 Mark. 17.-19. Jhrg. unter Redaktion von Ludwig Oppenheimer bei Klemm 18,85 Mark.

Vom Mai 1857 bis November war das Erscheinen polizeilich verboten.


1854. Der Sänger an der Limmat. Musikzeitung herausgegeben von Hermann Nägeli, Musikverleger in Zürich. Monatlich zwei Nummern. Preis 1 frc.

Der Herausgeber nahm in die Zeitung eine Reihe von Gesängen für eine Singstimme mit Clavierbegleitung eigener Composition auf.

[84] 1855. Fliegende Blätter für Musik. Wahrheit über Tonkunst und Tonkünstler. Von dem Verfasser der „Musikalischen Briefe“ (C. G. Lobe) geb. 30. Mai 1797 in Weimar, gestorben den 27. Juli 1881 zu Leipzig.

Es erschienen zwei Bände zu je 6 Hefte bei Baumgärtner in Leipzig. Der Preis der Hefte wechselt zwischen 12 und 15 Ngr. Mit dem ersten Heft des dritten Bandes versprach der Verfasser ein beschleunigteres Erscheinen der Hefte musste aber im November 1857 im zweiten und letzten Heft sich vom Leser verabschieden, da ihm die Rücksicht auf die Erhaltung seines durch Krankheit sehr geschwächten Lebens die Fortführung der Fliegenden Blätter verbot.

Nach dem Programm des Verfassers sollten die Fliegenden Blätter bieten, bezw. behandeln: I. Technik und Organismus der Tonwerke. II. Aesthetik der Tonkunst. III. Geschichte der Musik. IV. Technik der Aesthetik des Dramas besonders des Operntextes. V. Anleitung zum Studium der Musik. VI. Anleitung zum richtigen Ueben. VII. Die Disciplinen der Tonkunst.

Ferner sind enthalten: Gespräche mit Carl Maria von Weber, Mendelssohn, Hummel und Goethe über Musik und Kunst im Allgemeinen, Charakteristiken von Komponisten, Virtuosen und Sängern; Andeutungen zum Verständniss berühmter Musikwerke und zur richtigen Aufführung derselben; Erörterungen über die Grenzen der Kunst, über den Mangel an heiteren musikalischen Werken in unserer Zeit etc. etc.

Der Inhalt dieser periodischen Schrift bietet nicht allein viel des Anregenden sondern auch des Belehrenden und Fördernden im Studium und ist namentlich die Abhandlung über die technische Construktion und den Organismus der Tonwerke und die thematische Arbeit mit grosser Sachkenntniss und praktischer Darstellung geschrieben.


1855. The musical Gazette 4° erscheint jeden Samstag bei Mason Brothers in New-York und kostet die Nummer 6 Cent. Die Redaktion trug auch Sorge für Correspondenzen aus Deutschland.


1855. Gacetta musical de Madrid. In 4°. Madrid gegründet und herausgegeben von Mich. Hilarion Eslava, Direktor des Conservatoriums.

Das Bestreben des Herausgebers die musikalische Kunst [85] in Spanien zu fördern beziehungsweise zu verbessern, sah sich bereits 1856 durch die Gleichmütigkeit des Publikums gehemmt und war er dadurch zum Aufgeben der Zeitung gezwungen.


1855. Gazette musicale de Naples erscheint in Neapel.


1855. Le Guide musical. Revue hebdomadaire de nouvelles musicales de la Belgique et de l’etranger in 4°. Brüssel bei Gebrüder Schott.

Die erste Nummer datirt vom 1. März 1855. Preis Text allein 6 fr. mit Musikbeilagen 20 fr.

Le Guide musical ist der eigentliche Nachfolger von Le Diapason (siehe 1850).


1855. Journal des Musiciens. Erscheint jeden Sonntag zu 4 Seiten. 4° Paris. Eigenthümer Alexander Curmer; Chefredakteur: Julius Moscheles; Redaktionssekretär: F. Dubois. Preis des Jahrganges 5 frc.


1855. Monatsschrift für Theater und Musik, gegründet von zwei hochgestellten Wiener Kunstfreunden, herausgegeben von Joseph Klemm. 4°. Wien, Verlag von Wallishauser.

Die Monatsschrift veröffentlichte 1857 sehr beachtenswerthe Aufsätze über die Kirchenmusik in Deutschland, speziell in Wien, behandelte ausserdem Oper, Concert, öffentliche Musikaufführungen jeder Gattung, enthielt vollständige Uebersichten für jeden Monat, gründliche Abhandlungen über dramatische Kunst und Musik und eine grosse Menge verschiedener Nachrichten und wurde jeden 8. eines Monats 40-60 Seiten stark ausgegeben.

1859 erschien die Monatsschrift unter dem Titel „Recensionen und Mittheilungen über Theater und Musik“ in wöchentlichen Heften. (Siehe diese unter 1859.)


1855. Musikzeitung der Vereinigten Staaten. Redakteur: C. Winterstein. 4°. Philadelphia bei Schäfer und Koradi. Preis 4 Thaler.


1855. Münchener Theater-Journal für dramatische und bildende Kunst, Literatur, Musik, Geselligkeit und für die Gesammtinteressen der deutschen Bühnenwelt. Herausgeber und Redakteur: A. Blume. Jährlich 52 Nummern zu 1/2 Bogen. Imperial, 4°. München, Georg Franz. Preis 10 Mark.


[86] 1855. The Orchestra. A weekly review musical, dramatic and literary. 4°. London. Preis der Nummer zu 16 Seiten 3 Deniers. Verleger James Swift in London. Das Journal enthält die verschiedensten Nachrichten über das Musikleben unter den Rubriken: Oper, Concert, Theater, Händelfest etc., ebenso kritische Besprechungen neuer Compositionen.


1855. Recensionen und allgemeine Bemerkungen über Theater und Musik. 8°. Wien bei Gross.

I. Das Burgtheater. Die Vorstadttheater. Preis 1 Thlr. 6 Ngr.

II. Das Kärnthnerthor-Theater. Musikzustände. Preis 28 Ngr.

III. Holbein’s deutsches Bühnenwesen. An die Musikzeitung. Theaterbericht u. s. w. Preis 20 Ngr.

IV. Das Kärnthnerthortheater 1853-54. Preis 20 Ngr.

V. Concertsaison 1853-54. Verwandte Stimmen. Italienische Opernsaison 1854. Preis 15 Ngr.

VI. Vorrede. Das Burgtheater 1852-54. Reclamationen und Erklärungen. Preis 20 Ngr.


1856. Anregungen für Kunst, Leben und Wissenschaft. Unter Mitwirkung von Schriftstellern und Künstlern herausgegeben von Dr. Franz Brendel. 8°. Leipzig. Merseburger.

Der erste und zweite Jahrgang enthalten sechs, der 3.-6. Jahrgang incl. zwölf Hefte. Vom zweiten Jahrgang an ist Richard Pohl zugleich als Herausgeber, in den beiden letzten Jahrgängen Peter Lohman und die Verlagshandlung genannt. Die Jahrgänge 1-5 sind von Merseburger, das 6. bis 12 Heft des letzten Jahrganges von Heinrich Matthes verlegt. Preis des I. und II. Jahrganges 1 Thlr. 15 Ngr., der übrigen 2 Thlr.


1856. L'Armonia. Revue musicale erscheint in Florenz als Fortsetzung der (unter 1854 angeführten) Gazetta musicale di Firenze und ist von dem dort genannten Componisten und Musikgelehrten Em. Pichi begründet, der mit besonderen Eifer für Meyerbeer eintrat.


1856. Das musikalische Deutschland des XIX. Jahrhunderts. Eine historisch-biographiscbe, kunstwissenschaftliche, pädagogische Musikzeitung, herausgegeben von J. G. Hientzsch. Berlin im Selbstverlag des Verfassers. Preis 1 Thlr. 10 Ngr. [87] Der am 1. Juli 1856 nach ganz kurzer Krankheit erfolgte Tod des 67jährigen Hientzsch setzte auch dem Erscheinen der zum Druck fertigen Hefte III und IV ein Ziel. Das erste Heft war am 1. April 1856 erschienen.


1856. Musikalisches Gedenkbuch. Mit 2 Illustrationen und 2 Musikbeilagen, herausgegeben von C. Santner. Wien. Preis des Jahrgangs 1 Thlr. 2 Ngr. Dr. Hausleithner, Dr. Proschko, Gust. Schilling, Vogl etc. lieferten Originalbeiträge.


1856. Le monde musical erscheint in St. Petersburg bei Frankmann.


1856. La Reforme musical vertritt die Grundsätze der Schule Galin – Paris – Chevé. Chefredakteur und Gerant L. Roger. Unter den Redakteuren figuriren A. Azevedo, Aimé Paris, Emil Cantrel.


1856. Revue de musique ancienne et moderne. 8°. Rennes Vatar. J. H. Farrenc, Mitarbeiter der France musical veröffentlichte in dieser Revue eine Serie von Aufsätzen unter dem Titel „Les livres rares et leur destinée“. Gregoire meint annehmen zu dürfen, dass die Revue mit dem zweiten Jahrgang einging.


1856. Theater-Moniteur. Organ für das Bühnenwesen. Herausgeber und Redakteur Ferdinand Roeder in Berlin. Jährlich 52 No. zu 1 Bogen in Folio. Preis 21 Mark.

Wenn auch eigentlich das Organ einer Theateragentur, ist es doch wegen der nahen Beziehungen zur Oper hier nicht zu übergehen.


1856. Allgemeine Theaterzeitung. Wochenschrift für Literatur, Musik, Wissenschaft und Unterhaltung. Redakteur: W. Bernhardi. Folio. Hamburg bei Kittler. Preis des Jahrganges 8 Thlr.


1856. The musical Times and Singing-Class circular. Erscheint jeden ersten eines Monates. Gr. 8°. London bei Novello Ever & Comp. Subscriptionspreis jährlich 2 Schilling 6 Denier.

Jede Nummer des sehr sorgfältig redigirten Journals enthält 28 Seiten Text und Musikbeilagen, zahlreiche Correspondenzen bieten sehr interessante Abhandlungen über die verschiedensten Materien; eine regelmässig erscheinende Serie von Ankündigungen der letzten Neuigkeiten verbunden [88] mit einer kritischen Uebersicht, welche die Bekanntschaft mit jungen Künstlern und deren Werken vermittelt, bezeugen die Sorgfalt der Herausgeber.


1857. La Maitrise. Journal de musique religieuse, begründet und herausgegeben von Joseph Louis d'Ortigues und L. Niedermeyer. Paris bei Heugel & Comp. Monatlich eine Nummer in Quart mit 6 Orgel- und Gesangstücken. Preis 30 Fr. Text allein 6 Fr.

Jeder der drei erschienenen sehr umfangreichen Jahrgänge theilt sich in zwei Theile: Musikalische Literatur und kirchliche Vokal- und Orgelmusik. Die elegant ausgestattete mit Sorgfalt redigirte und beliebte Zeitung lieferte wichtige Nachrichten über die Liturgie und die Theorien des Chorgesanges.

1862 erschien als Fortsetzung von La Maitrise von J. L. d'Ortigues und Felix Clément, herausgegeben bei Adrien Leclerc & Comp. in Paris in 4° Journal de Maitrises, Revue du chant liturgique et de la musique religieuse. Jede Nummer bot ein Blatt Text und ein kirchliches Musikstück mit Orgel. Preis 7 Fr.

Amb. Thomas, J. Benoist und Ch. Gounod waren Mitglieder der die Redaktion unterstützenden musikalischen Commission.

In Fetis Biographie universelle des Musicien findet sich bei d'Ortigue die Mittheilung seiner Betheiligung an der Gründung des Journal L'Avenir, Paris 1831, für welches er die Musik-Kritiken besorgte.


1857. La Musica, redigirt vom Eigenthümer und Verleger G. Staffa in Genf. 4°. 8 Seiten. Preis des Halbjahrs 3,50 Fr.

Die im Journal enthaltenen Abhandlungen über die verschiedenen Systeme der musikalischen Wissenschaften bieten dem Musiktheoretiker vornehmlich Interessantes.


1857. Deutsche Musikzeitung für die vereinigten Staaten von Nordamerika, herausgegeben von Phil. Rohr mit Unterstützung hervorragender Musiker, gr. 8°. Philadelphia, Schäfer und Koradi. Preis des Jahrgangs 2 Thlr. 20 Slbgr.

Die Nummer hält 16 Seiten und bringt Nachrichten über Concert und Theater aus amerikanischen Städten und den Hauptstädten Europas, über neue Compositionen, sowie auch belehrende Artikel.


[89] Der folgende Inhalt einer Nummer gibt ungefähr ein Bild von der Einrichtung der Zeitung: Kurze Anleitung zum gründlichen Studium des Gesanges von Ferdinand Sieber. Mit Notenbeispielen. Correspondenzen von New-York, Boston und St. Louis. Theaterneuigkeiten. Musikalischer Almanach verschiedenen Inhalts. Nachrichten aus europäischen Städten: Paris, Wien, Berlin, Breslau, Dresden, Köln, Hamburg, London, St. Petersburg etc. Ueber neue Compositionen. Annoncen.


1857. Musical Review and Gazette erscheint in New-York. G. Schilling war einer der thätigsten Mitarbeiter.


1857. Revue de Musique sacrée. Paris bei Repos. Normand redigirte den ersten Jahrgang des ausschliesslich religiöser Musik gewidmeten Journales.

Der Verleger Repos war bestrebt, um dem Unternehmen grössere Sicherheit zu geben, ein Redaktionscomité und eine Art Patronat zu gründen, was ihm im Juni 1861 gelang. Zu dieser Zeit nahm das Journal den Titel „Revue musicale sacrée ancienne et moderne“ an. Siehe diese unter 1861.


1857. Ruch muzuezni ein in Warschau erscheinendes Musikjournal.


1857. Zeitung für Gesangvereine und Liedertafeln. Unter Mitwirkung eines Vereines von Musikern und Musikgelehrten herausgegeben von J. F. Kayser. 4°. Hamburg bei Fritz Schuberth. Preis 2 Thlr.

Von grossem Nutzen für Gesangvereine errang sie weite Verbreitung.


1858. Dalibor. Hudebné týdennih s měsični notovou prilokou. Musikalische Wochenschrift mit monatlichen Musikbeilagen und vom 3-7. Jahrgang mit Jahresprämien. 4°. Redakteur Em. Meliš. Prag bei Veit. Der erste Jahrgang begann mit Oktober 1858. 1863 nennt sich Fleicher als Herausgeber. 1864 erlosch die Zeitung.


1858. New-Yorker Musikzeitung. Als die grösste der bekannten New-Yorker Musikzeitungen erscheint sie jeden Sonntag[WS 6] 16 Seiten in Folio und bildet das offizielle Organ aller Chorvereine Amerikas.

Die Redaktion führen Th. Hagen, Dr. Reineke [90] und Gottfr. Stein. Verleger Hildesheim, Meineke u. Comp. Preis der Nummer 10 Cent.

Ein grosser Theil des Blattes ist mit Annoncen gefüllt, aber auch zahlreiche Correspondenzen unterstützen den bei den Amerikanern seit mehreren Jahren erwachten Geschmack an der Pflege der Musik, die sich besonders der deutschen Musik zuwendet.

1871 schloss sich der Redaktion Dr. Leopold Damrosch, Musikdirektor in Breslau, Anhänger der Zukunftsmusik, an.


1858. Prachtalbum für Theater und Musik. Redakteur: E. M. Oettinger. 4°. Leipzig bei Payne. Zwölf Lieferungen bilden einen Jahrgang, enthalten auch Portraits, Lieder und Tänze. Preis für den Jahrgang 4 Thlr.

1. Jahrgang 1858. 2. Jahrgang 1859.


1858. The musical Standart erschien wöchentlich in 4° in London bei R. Halliday. Preis der Nummer 2 Pence.

Das Journal behandelt eingehend geistliche Musik, bringt Concertanzeigen und Verzeichnisse neuerschienener Compositionen.

1871 ging der Verlag an G. Carr u. Comp. über.


1858. Wiener Theater-Chronik erscheint wöchentlich ein Bogen in folio beim Herausgeber C. A. Sachse in Wien. Mit dem 17. Jahrgang (1875) stieg der Preis von 13 auf 21 Mark.


1859. Anzeiger für Musik und musikalische Interessen unter Mitwirkung von theoretischen und praktischen Musikern, herausgegeben von Appun. 4°. Bunzlau bei Appun. Preis des Jahrgangs 1 Thlr. 10 Ngr.

Im Ganzen erschienen drei Jahrgänge mit 36 Nummern.


1859. Courier musical. Catalogue de toutes les Publicatlons des Editeurs français. Herausgegeben von Choudens. 4°. Paris bei Choudens.


1859. Neuer Theater-Diener. Organ für Kunst- und Theaterinteressen. Redakteur: A. Entsch. Jährlich 52 Nummern einen Bogen stark in Folio. Berlin, bei E. Meklenburg. Preis 18 Mark der sich von 1875 an für den 17. Jahrgang und die folgenden auf 24 Mark erhöhte.

Bei Aufnahme des Vorstehenden leiten mich die nahen Beziehungen zur Oper, die nicht wohl übersehen werden können.

[91] 1859. La Musica. Foglio periodico per l’incremento delle Scienza ed Arte dei suoni.


1859. Recensionen und Mittheilungen der Monatsschrift für Theater und Musik. 4°. Redakteur. J. Löwenthal. Jährlich 52 Nummern.

Wien bei Czermak. Preis 8 Thlr. 12 Ngr.

Siehe 1855. Monatschrift für Theater und Musik.

1859. II Sistro erscheint in Florenz.

Auf den Rang und die Bedeutung des Journals schliesst Gregoire aus der folgenden Notiz in „La Scena.“

Il Sistro pregorolissimo giornale letterario-artistico-teatrale di Firenze e entrato nell’ anno dodicesimo di sua floridissima essisteza. Le nostre congratulazioni all’ onovevole collega egli augurie per una.prolungatissima vita.“


1859. Swelingh. Jaarboekje aan de Tonkunst in Nederland gewijd. Begonnen von J. J. Viotta, fortgesetzt mit einem Anhang versehen von Richard Hol. 4°. Amsterdam bei Gebrüder Binger. Preis 3 fl. 75 cent.


1860. L’art musical begründet und herausgegeben von Leon Escudier erscheint jeden Donnerstag in Paris. 4°. Preis 25 Frs.

Mit dem Ausbruch des Krieges 1870 wurde die Ausgabe sistirt aber bereits im Januar 1871 wieder aufgenommen.

Unter den Mitarbeitern befinden sich Oskar Comettant, Scudo, L. Desnoyers, W. Steinberg, Gamma (Escudier) und der Graf de Pontecoulant.

Von den im Journal erschienenen Aufsätzen sind hervorzuheben:

Mes souvenirs von Leon Escudier.

J. S. Bach von Edm. Neukomm.

Lettre inedite von Boieldieu.

Les musiciens et la musique sous Louis XIV. et après von dem Comte Ad. de Pontécoulant.

Le Conservatoire de Paris, eine Serie von Artikeln von Ch. Delprat.

L’art musical bietet ihren Abonnenten jährlich 24 Musikstücke und Clavierauszüge von Opern.


1860. El Arte musicale. Die erste Nummer, welche den 1. Mai 1860 erschien, enthält: Estado actuel del arte musicale en Espana von José Parada y Barreto; Association de artistas musicos. Secion de critica téatral. Nachrichten, Annoncen und musikalische Neuigkeiten. 4° acht Seiten [92] Mailand. Unter verantwortlicher Redaktion des Verlegers J. M. de Torquemada. Preis 12 Realen.


1860. Cäcilia. Musikalische Monatshefte für Landorganisten und Schullehrer. Herausgeber: C. Maschek. Laibach bei Giontini.

Enthält: Erinnerungen und Belehrungen, Orgelstudien, Gesänge für Kirche und Schule. Der I. Band zu 16 Heften. 2 Thlr. 24 Ngr. Vom II. Band erschien Heft 1-6. Preis 1 Thlr. 20 Ngr.


1860. Das musicirende Deutschland. Musikzeitung für das deutsche Volk mit mehreren Musikern vereint herausgegeben und redigirt von C. Weschke. In 4°. Herzberg bei Lüddeke. Preis 1 Thlr. 10 Ngr.


1860. La Gacette musical Barcelonesa gegründet von Marinno Soriano-Fuertes, Musikdirektor des Theaters in Barcelona nahm einen mehrjährigen glücklichen Verlauf.


1860. Jahrbücher der Altonaer Singakademie, herausgegeben von W. H. Nopotzsch. Altona bei Lehmkuhl. Von denselben erschien nur ein Heft. Hingegen erschien 1878 ein Erneuerungsblatt zum 25jährigen Bestehen der Altonaer Singakademie zum Preis von 90 Pfennige.


1860. L'Italia artisica, Musikjournal gegründet in Florenz.


1860. Deutsche Männergesangszeitung herausgegeben vom märkischen Central-Sängerbund unter verantwortlicher Redaktion des Direktor Rudolf Tschirch. Des I. Jahrgangs 1. Quartal zu 4 Nummern zu 1/2 Bogen in gr. 4° erschien in Berlin bei Frickel. Preis 10 Ngr., das 2.-4. Quartal 9 Nummern, Berlin bei Schotte u. Comp. Preis 221/2 Ngr.

Die folgenden Jahrgänge ebenda. Preis 3 Mark.


1860. Deutsche Musikzeitung redigirt von Selmar Bagge. In 4°. Wien bei Wessely u. Büsing.

Jeden Sonntag erschien eine Nummer (den 1. Januar 1860 die erste) von 8 Seiten bis 1862. Preis des Jahrganges 4 Thlr.

Mit 1863 tratt Selmar Bagge in die Redaktion der von Breitkopf u. Härtel neu aufgenommenen „Leipziger allgemeinen Musikzeitung” ein.


[93] 1860. Le Plain-Chant, Revue mensuelle de musique, sacrée à l’usage des seminaires, des maitrises, des curés des chantres des orpheonistes, des colleges, des ecoles et des institutions religieuses.

In 4°. Die Redaktion leitete Anfangs der Abbé Th. E. X. Normand pseudonym Théodor Nisard, Belgier von Geburt, später übernahmen dieselbe Kleriker. Kurze Zeit darauf lautete der Titel

Revue mensuelle de liturgie romaine et de musique sacrée ancienne et moderne contenant les principales decisions de la sacrée congrégation des rites.

1861 gewannen die Herausgeber in Juste-Adrien Lenoir de la Fage einen gewandten Künstler für die Redaktion, der aber schon 1862 verstarb. Sein Nachfolger war Louis Roger, Redakteur der Reform musicale.


1860. Die Sängerhalle. Allgemeine deutsche Gesangvereinszeitung für das In- und Ausland. Begründet und herausgegeben von Müller von der Werra. So lautete der Titel des ersten aus 25 Nummern seit Anfang Juli jeden Sonntag in Ernst Schäfers Verlag in Leipzig in 4° erschienenen Jahrganges. No. 4 des nächsten Jahrganges kündigt den von der Redaktion gewünschten Rücktritt Dr. Müllers an; no. 5 nennt Heinrich Stein als Herausgeber, der in no. 36 seinen wahren Namen Heinrich Pfeil Redakteur nennt. 1872 ging der Verlag an Siegels Musikalienhandlung über.

Bis inclus. den 7. Jahrgang 1867 kostete die Sängerhalle 2 Thaler; die folgenden Jahrgänge 24 No. 4 M.


1860. Die deutsche Schaubühne. Organ für Theater, Musik, Kunst, Literatur und sociales Leben. 8° Mit Stahlstichen und Steindrucktafeln. Herausgeber: Martin Perels; Verleger: Leiner in Leipzig. Jährlich 12 Hefte à circa 5 Bogen 12 Mark. Das Einzelheft 1,50 Mark.


1861. Die Liedgenossen. Zeitschrift für die Interessen der deutschen Gesangvereine. 4° Wien. Forster. Mit Kunstbeilagen herausgegeben von Dr. Fieber und G. Bergamenter. 24 Nummern per Jahrgang 10 Silbergroschen.

Die Zeitschrift diente vornehmlich den Interessen der Wiener Chorvereine überhaupt der deutschen Liedertafeln; ging 1862 in den Verlag von Tendler & Comp. über und kostete alsdann 1 Thlr. Es ist anzunehmen, dass sie 1866 erlosch.


[94] 1861. L’ Echo des Orphéon. Journal des sociétés chorales erscheint am 15. und 20. jeden Monats. 4° Paris Preis 6 frc. Chefredakteur: Ernest Gebauer. Eigenthümer und Verleger V. Lory und Delafontaine. Das Journal widmet den Chorgesangvereinen besondere Aufmerksamkeit und ist in dieser Hinsicht nicht ohne Verdienste um die Kunst. Dasselbe nahm im Juni 1872 sein durch den Krieg unterbrochenes Erscheinen wieder auf.


1861. Le Monde musical, redigirt von Roselli, erschien in Brüssel jeden Donnerstag. Preis 8 fr.

1864 wurde das Format vergrössert und der Violinist Alexander Malibran verband sich mit Roselli; es wurde eine Commanditgesellschaft zur Fortsetzung des Journals gegründet mit einem Capital von 60.000 fr. getheilt in 2.400 Aktien à 25 fr. Als das Unternehmen im nächsten Jahr fehlschlug, kehrte Malibran nach Paris zurück und starb 1867 in Boulogne.


1861. Revue de Musique sacrée ancienne et moderne. Paris. Bildet die Fortsetzung der von Repos seit 1857 herausgegebenen „Revue de musique sacrée“ (siehe unter 1857). Unter den Mitgliedern des Redaktionscomitées und des Patronatvereins, welche Repos im Juni 1861 zusammenzurufen gelang, befinden sich: J. Pallet, Vervoitte Thibaud, Delort, Gauthier, Renaud, Frank, Gros, Lentz, P. Pascal, Vincent, L. Roger, Bianchi, Rey, Denne-Baron A. de la Fage u. A.

Die Revue erschien jeden 15. eines Monats in 8° und nahm im November 1861 die von Abbé Normand redigirte Revue „Le Plain – Chant“ in sich auf (siehe 1860).


1861. Schweizerisches Sängerblatt. Organ des eidgenössischen Sängervereines redigirt von Gustav Weber erscheint alle 14 Tage die Nummer zu vier Seiten bei Huber & Comp. in Bern. Preis 3 frc.

Die Abonnenten konnten sich um 2 Centimes die neuesten Lieder des Repertoires verschaffen.

Mit dem 18. Jahrgang zeichneten als Redakteure Gustav und Gabriel Weber. Verlag bei Hug in Zürich. Preis 4 Mark.


1861. Vereinszeitung. Organ für Vereinswesen, Kunst, Musik etc. Redakteur: Bermann. 4° Wien bei Bermann.

52 Nummern im Jahr Preis 2 Thlr. 20 Slbgr.


[95] 1862. Cäcilia. Organ für katholische Kirchenmusik. Unter Mitwirkung auswärtiger Musiker von Professor H. Oberhoffer am Schullehrerseminar in Luxemburg. 4° Luxemburg bei V. Bück (-1870).

Cäcilia erscheint gegenwärtig monatlich unter der Redaktion von Michael Hermesdorff bei Lintz in Trier. Preis des Jahrgangs 4 Mark.


1862. L' Echo du Rhin. Organ der vereinigten elsässischen Chorvereine, mit sehr freien Allüren sehr gut redigirt.


1862. Euterpe, muzikal jaarboek herausgegeben von Lefèbre und W. Wigand Musikalienhändler in Haag. 8° Preis 3 Gulden

Die Euterpe erlebte fünf Jahrgänge und enthielt unter Anderem eine Uebersetzung von Mendelssohns Briefen von C. Wohle.


1862. La France chorale, Moniteur des Orphéons et des sociétés instrumentales erscheint den 1. 10. und 20. jeden Monats. Gründer und Hauptredakteur Jean François Vaudin (gestorben in Paris 1869) auch Redakteur des Orphéon. Hervorragende Mitarbeiter waren Colligny und Camille de Vos.

Aus dem Inhalt seien nachstehende Artikel angeführt: De l’education musicale des orphéons vom Grafen de Porté coulant. La musique sur les bords du Rhin von Ch. Helvéol. Les poetes et les musiciens devant l’orphéon von Colligny. Lettres sur les Orphéons von A. Faure. Das Journal war von zahlreichen Correspondenten in Frankreich bedient.


1862. Gesang und Oper, Kritisch-didaktische Abhandlung in zwanglosen Heften von H. M. Schmidt. 8° Heft I bis V erschienen in Magdeburg bei Heinrichshofen. Preis des Heftes 12 Ngr.


1862. Intelligenzblatt für Musiker. Organ der musikalischen Welt. Redakteur: E. Bredow. Jährlich 24 Nummern in fol. Preis 2 Thlr. 10 Gr. Berlin und Hamburg bei Kopka.

Im zweiten Jahr lautete der Titel:

„Deutscher Kunstbazar“ (siehe 1863).


1862. Le Monde artiste. Théatre-Musique-Gazette de Salons et de Chateaux-Beaux-arts-Litterature. Redakteur: [96] Gourdon de Genouillac. Erscheint in Paris jeden Samstag. Preis des Jahrgangs 18 fr.


1862. Norddeutsche Musikzeitung. Redakteur: A. Pabst. Fol. Königsberg bei Richter. 52 Nummern im Jahr Preis 2 Thlr. Hörte im nächsten Jahre zu erscheinen auf.


1862. Rossini. Giornale artistico, herausgegeben von Vincenzo Liguori in Neapel. Redakteure: Fr. S. Liguori und Fed. Polidoro.

Sehr ausgebreitete Correspondenzen bilden den Hauptvorzug des Journals.


1862. Die neue Sängerhalle. Deutsche Gesangvereinszeitung für das In- und Ausland. Begründet und unter Mitwirkung berühmter Liedercomponisten und Vertreter deutscher Liederkunst, herausgegeben von Müller von der Werra. Die 1. Nummer erschien Anfang April 1862 im Verlag von Robert Friese unter Redaktion von M. C. Cavael. Im 2. Jahrgang erhielt der Titel den Zusatz: Begründet und im Verein mit A. Methfessel, Franz Abt, V. E. Becker, Wilhelm Speidel, J. E. Schmölzer, Graben-Hoffmann und C. Kuntze, herausgegeben von Müller von der Werra.

1867 ging der Verlag an J. B. Klein in Leipzig über. Preis des Jahrgangs zu 52 Nummern 6 Mark.


1862. L'Union choral de Paris, Revue musicale de la quinzaine destinée aux société chorales ou philharmoniques de la France et de l’Etranger. gr. 8°. Paris, redigirt von Carl Simon Souillier de Rablain, der mit vollstem Eifer für den Chorgesang eintrat. Seine Zeitung gedieh jedoch nur zu 2 Jahrgängen.


1863. American Art Journal, the oldest and largets circulating Weekly musical Journal in the United States. Devoted to Musik its Literatur and the Music Trades.

Herausgeber W. M. Thoms.

Jede Nummer ist eine historische, graphische und kritische Uebersicht über die Ereignisse der Woche in der Musikwelt. Erscheint jeden Samstag bei Thoms und Delano no 23 Union Square New-York. N. U. S. Subscriptionspreis für Deutschland 16 Mark für den Jahrgang.


1863. Berliner Recensionen auf dem Gesammtgebiet [97] der Literatur und Kunst, der Musik und des Theaters. Redakteur: F. A. Meyer.

Der erste Jahrgang reicht vom Juli bis Dezember 1863. Wöchentlich eine Nummer zu 1/2-3/4 Bogen. Berlin bei Trautwein. Preis des Jahrgangs 4 Thlr.


1863. Boccherini. Giornale musicale per la società del Quartetto. 4°. Herausgegeben von der Gesellschaft der Quartettspieler in Florenz verdient es eines der besten und strebsamsten der modernen Kunstjournale genannt zu werden; es erscheint unter verantwortlicher Redaktion von G. G. Guidi Musikverleger in Florenz und kostet der Jahrgang 5 Lire.


1863. Jahrbücher für musikalische Wissenschaft, herausgegeben von Friedrich Chrysander. gr. 8°. Leipzig bei Breitkopf und Härtel. 2 Bände.

Sr. Majestät Georg V. von Hannover, dem Protektor der deutschen Händelgesellschaft gewidmet.

Der erste Band erschien 1863, ist 452 Seiten stark und enthält: Vorwort und Einleitung. I. Klang, von Moritz Hauptmann. II. Temperatur, von demselben. III. Joannis Tinctoris terminorum musicae diffinitorium. Das erste gedruckte musikalische Wörterbuch latein und deutsch mit erläuternden Anmerkungen, herausgegeben von Heinrich Bellermann. IV. Deutscher Volksgesang im 14. Jahrhundert. V. Geschichte der Braunschweig-Wolfenbüttelschen Kapelle und Oper vom 16.-18. Jahrhundert. VI. Henry Carey und der Ursprung des Königgesanges God save the King. VII. Händels Orgelbegleitung zu Saul und die neueste englische Ausgabe dieses Oratoriums. VIII. Beethovens Verbindung mit Bierhall und Stumpff in London.

Der zweite Band erschien 1867, ist 374 Seiten stark und enthält: IX. Das Locheimer Liederbuch nebt der Ars Organisandi von Conrad Paumann als Dokumente des deutschen Liedes sowie des frühesten geregelten Contrapunktes und der ältesten Instrumentalmusik aus den Urschriften kritisch bearbeitet von Fr. Wilh. Arnold. X. J. S. Bach und sein Sohn Friedemann Bach in Halle. XI. Mendelssohns Orgelbegleitung zu Israel in Egypten. XII. Anzeigen und Beurtheilungen. XIII. Versuch einer Statistik der Gesangvereine und Concertinstitute Deutschlands und der Schweiz.


1863. Deutscher Kunstbazar, Organ für die gesammten Kunst-, Theater- und Musikinteressen. Fortsetzung resp. 2. und [98] 3. Jahrgang des Intelligenzblattes für Musiker. Folio. Berlin. Kopka und Comp. Preis 2 Thlr. 10 Gr. Erlosch im Jahre 1864.

(Siehe auch 1862: „Intelligenzblatt.“)


1863. Monatsblätter für Clavierspieler zur fortschreitenden Uebung und Unterhaltung herausgegeben von O. Born in Augsburg. Wöchentlich eine Nummer. Preis des Jahrgangs 2 Thlr. Im Verlag von Kranzfelder in Augsburg.

Von diesen Monatsblättern erschienen 2 Jahrgänge, sind aber rein instruktiven Inhaltes, und in diese Sammlung nur aufgenommen, weil ihr Titel leicht zu Irrungen Anlass gibt und deren Weglassung als Mangel gedeutet werden könnte.


1863. La Musique populaire, herausgegeben in vierzehntägigen Zwischenräumen von Lebeau in Paris, erschien aber nur kurze Zeit.


1863. Il Palcoscenico. Giornale theatrale. Organo dell agenzia G. Broglio e comp. Verantwortlicher Redakteur G. Broglio in Mailand. 4°. Preis 35 Lire.


1863. La Reforme musicale erscheint in Paris und vertritt die Grundsätze der Schule Galin-Paris-Chevé. Redakteur: Louis Roger. Mitarbeiter A. Azevedo, Aimé Paris, E. Cantrel u. A.


1863. Symphonia. Fliegende Blätter für Musiker und Musikfreunde. Redakteur C. F. Kahnt. gr. 8°. Leipzig, bei Kahnt. Der Jahrgang zu 11 Nummern à 1/2 Bogen Preis 24 Ngr. Sechster Jahrgang. 11 Nummern à 1-11/2 Bogen in 4° 5,40 M.


1863. Wiener Theaterpost vormals Deutscher Liederkranz. Zeitschrift für Theater, Musik und Vereinsinteressen, herausgegeben von Franz Kratz. Redakteur Sigmund Schlesinger. Wien bei Wallishauser.

Der erste Jahrgang reicht vom Oktober 1863 bis September 1864.

Im Ganzen erschienen 5 Jahrgänge à 36 Nummern; Preis des Jahrganges 3 Thlr.


1863. Neue Zeitschrift für Theater, Musik, Kunst und Literatur, redigirt von Alexander Meyen. 4°. Berlin bei Trautwein, jährlich 52 Nummern. Preis 4 Thlr.

Alexander Meyen redigirt weiters die 1864 bei Simme in Berlin erscheinende „Die Fakel“ (siehe unter 1864).


[99] 1864. La Scena. Giornale di lettere, musica e coreogjrafia. Con annessa agenzia artistica erscheint jeden Donnerstag in gr. 4° in Venedig und verzeichnet auf dem Titel Mitarbeiter in Venedig, Rom, Triest, Mailand, Turin, Genua, Neapel, Palermo, Messina, Barcelona, Lucca, Livorno, Madrid, Bilbao, London, Wien etc. Preis 20 Lire. Verantwortlicher Redakteur Giov. Azzana, Eigenthümer: Vincenzo Ermenegildo Dal Torso; Drucker: Grimaldo und Comp.

La Scena enthält: Biographien, Nekrologe, Fremde Theater, Journalschau und Lokalchronik, Nachrichten der Theateragentur etc. veröffentlicht auch eine Gallerie von Tonkünstlern.


1864. Die Fakel. Wochenschrift zur kritischen Beleuchtung der Theater- und Musikwelt. Redakteur: A. Meyen. Folio. Berlin bei Schlesinger. 52 Nummern per Jahr. Preis 4 Thlr.

Die Fakel bildet die Fortsetzung der „Neuen Zeitschrift für Musik, Theater, Kunst und Literatur“ (siehe 1863).


1864. L'Instrumental. Monatshefte herausgegeben von Gautrot in Paris.


1864. Le Moniteur musical militaire; in Monatsheften herausgegeben von einer Gesellschaft in Paris.


1864. Musik- und Literaturblatt für Volksschullehrer und Schulfreunde, gr. 8°. Redakteur J. Bogler später Ig. Messerer. Wien bei Sallmeyer und Comp. Es sind mir zehn Jahrgänge zu 12 Nummern à 1/2-1 Bg. bekannt. Preis 24 Ngr.


1864. L’Orchestre, Tagesjournal herausgegeben von Ch. Desolme in Paris.


1864. La Musique. Wochenblatt herausgegeben von A. Morel in Paris.


1864. L’Orgue. Wochenschrift herausgegeben von E. Juvin in Paris.


1864. Taschenbuch für deutsche Sänger. Herausgegeben von Dr. E. Kral. Wien. I. Jahrgang 1864.


1865. L’Avenir musical erscheint in Paris.


1865. La Chronique musicale, Resumé, des faits et [100] des nouvelles de l’art. Théâtres, concerts, orphéons, sociétés lyriques, musique religieuse, musique militaire, publicationes. progrès industriels et nouvelles étrangères. In 8°. Erscheint am 1. und 16. jeden Monats. Preis des Jahrgangs 4fr, Chefredakteur J. P. Moscheles, Verleger H. Gautier in Paris.


1865. Festzeitung für das erste deutsche Sängerbundesfest in Dresden 1865. 16 Nummern à 15 Ngr.

4°. Dresden. Bach’sche Buchhandlung.


1865. Gacetta musical de Madrid. In Fol. Direktor José Ortega. Preis des Trimester 6 Realen.


1865. L’Orpheon illustré. Paris. Im Ganzen erschienen nur 12 Nummern. Jean François Vaudin war dessen Begründer auch in weiteren Kreisen bekannt durch seine Brochüre: Gazettes et Gazetiers. Paris Dentu 1860-63. 2 Bände in 12°.


1865. La Semaine musicale begründet von H. Barault de Saint André redigirt von L. Roger, Componist. Das Journal veröffentlichte eine Biographie des berühmten Tenoristen Ad. Nourrit und einen Artikel „die Popularisation der Musik“ aus der Feder seines Redakteur Roger.


1865. La Voix de l’Orpheon français erscheint in Paris.


1865. Frankfurter Chronik für Theater, Musik, Kunst, Wissenschaft und Literatur. Redakteur: C. Eibenschütz. Folio. Frankfurt a. M. bei Boselli. Preis 4 Thlr.


1866. El artista, musica, teatros, salones, erschien in Madrid in 4° vier Seiten stark mit Musikbeilagen den 15. 22. und 30. jeden Monats. Preis monatlich 6 Realen. Verantwortlicher Redakteur D. Elias. P. Ferrer. Die Abonnenten erhielten Musikstücke als Prämien.

Der Inhalt des Blattes ist nach der einen verfügbaren Nummer zu beurtheilen; dieselbe enthält: La musica religiosa von Manuel Climent. Revista de teatros und verschieden Neuigkeiten; die letzte Seite enthält die Ankündigung neue Musikalien.


1866. The Choir erscheint monatlich in London.


[101] 1866. La España Musical publicada por la casa editorial de Andres Vidal y Roger. 4°. Barcelona, gedruckt bei Leopold Domenech. Redakteure: Andreas Vidal und Roger. Preis 4 Realen per Monat, 18 Realen per Trimester.

Das Blatt erscheint jeden Donnerstag und enthält unter dem Titel Actualidades verschiedene sehr detaillirte Abhandlungen, veröffentlichte ferner eine Uebersetzung der Studie über Auber aus der Feder von B. Jouvin (veröffentlicht im Menestrel), Aufsätze über Richard Wagner und über Liszt’s Symphonies poëtiques, die letzteren unterzeichnet von L. L. Gozian.

Die Abonnenten erhalten jeden Monat eine Clavierpiece als Beilage.


1866. Fliegende Blätter für katholische Kirchenmusik. Für Deutschlands Volksschullehrer, sowie für Chorregenten, Organisten und Freunde der Musik herausgegeben unter Mitwirkung mehrerer Musiker von Dr. Franz Witt, Generalpräses. gr. 8°. Regensburg bei Pustet. Jährlich 12 Nummern à 1 Bogen mit Musik-Beilagen. Preis 1 Mark 80 Pf. Vom 10. Jahrgang 1875 an enthält der Titel den Zusatz: Organ des allgemeinen deutschen Cäcilienvereines und erhöhte sich der Preis auf 2 Mark. Mit dem 13. Jahrgang änderte sich der vorstehende Zusatz in „zugleich Organ des Cäcilien-Vereines für alle Länder deutscher Zunge.“

Als solches vertritt es in energischer Sprache die Tendenz des Cäcilien-Vereines, wodurch zuweilen ein etwas polemischer Charakter hervortritt; die Fliegenden Blätter gewannen weite Verbreitung.


1866. Moniteur des Chantres pour l’ an de grâce 1866. Herausgeber: Abbé Bressieux. 12°. Avignon bei Aubanel.


1866. Le Moniteur des Pianistes erscheint in Paris.


1866. Frankfurter Musikzeitung dient zur Verbreitung des Volksgesanges. Im Verlag von Becker in Frankfurt a/Main. gr. 8°. Preis 4 Gulden.

Der Umschwung im politischen Leben dürfte dem Unternehmen die Existenz gekürzt haben.


1866. The musical Times erscheint jeden Monat in London.


[102] 1867. Le Courrier musicale.

Die erste Nummer erschien den 21. März 1867 in Paris, die letzte trug die Nummer 5.


1867. L’Echo musicale erschien in Antwerpen, herausgegeben von Henri Sermon mit Unterstützung mehrerer Künstler. 8°. Preis 3 Frs. 50 cent.

Das ganz unabhängige, vielversprechende Blatt erlosch im nämlichen Jahr, wohl in Folge des Rücktrittes eines hervorragenden Mitarbeiters.


1867. L’Esprit nouveau. Eine Wochenschrift, die nur wenige Monate Lebensdauer hatte, begründet von A. de Gasperini, bekannt durch seine Bestrebungen gegen die vermeintliche Zukunftsmusik. Er hatte sich auf die Musikkritik geworfen, ohne eigentliche spezielle Kenntnisse, errang aber dennoch eine Art Ansehen, schrieb Musikkritiken für verschiedene politische Journale, war auch Mitarbeiter von La France musicale et Le Menestrel.

Er starb im April 1868 im 43. Lebensjahre.


1867. L’Illustration musicale, Journal de composition musicale. Herausgegeben in Paris von Bernhardin Rahn.

Im Supplement der Biographie universelle des Musiciens von Fétis wird die Gründung dieses Journales eine der interessantesten Neuerungen genannt, mittelst welcher ein ganzer Kurs der Harmonie, ja der ganzen Compositionslehre erlediget werden kann und welche als Unterrichtsbriefe der besten Art anzusehen ist.


1867. Wiener Literaturblatt. Bücher und Musikalien, herausgegeben von A. von Czeke. 12°. Wien bei Bartelmus & Comp. Preis des Jahrganges 1 Thlr. 10 Ngr.


1867. La Melodia, foglio musicale. 4°. Florenz. Jährlich 30 Nummern. Preis 6 Lire. Verantwortlicher Herausgeber: A. Ceccherini.


1867. II mondo artistico, Giornale di musica dei teatri e delle belle arti. 4°. Mailand. Direktor: F. Filippi. Redakteur: Alexander Fano. Verantwortlich für die Redaktion: G. Mantica.

Vier und acht Seiten stark. Preis jährlich 25 Lire.

Die Abonnenten erhalten als Prämie ein Musikalbum. Die Revue behandelt alle Theile der musikalischen Kunst, [103] bringt Nachrichten aus allen Hauptstädten Italiens; unter der Rubrik Publiata artistica erhält sie den Leser auf dem Laufenden über die in Italien erscheinenden Neuigkeiten.

Die erste Nummer des Jahrganges 1872 bezeichnet Alexander Fano als Eigenthümer und Heinrich Ghioni als Gerant.


1867. New-Yorker Musikzeitung, herausgegeben von Hagen. New-York bei Leo Steiger. Preis des Jahrganges 8 Thlr.


1867. Robert Schumann. Muzykaal tydschrift op onbepaalde tyden, herausgegeben von Marius A. Brants Buys. 8°. Zutphen bei W. J. Thime & Comp.

Die erste und einzige Nummer enthält: Eene beoordeling van het muzykaal tydschrift „Caecilia“ iets over de werken van F. Mendelssohn-Bartholdy; een vertrouwelyk praatjen; aankondigingen en beoordeelingen.

A. Brants ist Organist an der Hauptkirche in Zutphen.


1867. Theater-Figaro, Organ für Theater- und Kunstinteressen. Redakteur und Herausgeber: Emil Denker in Berlin. Jährlich 52 Nummern zu 1 Bogen. Folio. Preis 21 Mark.

Wie bei früheren leitete die Rücksicht auf die Oper bei der Aufnahme.


1867. Neue allgemeine Zeitschrift für Theater und Musik. Redakteur: Youry von Arnold. 8°. 52 Nummern 11/2 Bogen stark. Leipzig bei Lucius. Preis 12 Mark.


1868. Liturgische Blätter zur Veredlung des Synagogengesanges mit Berücksichtigung des ganzen Synagogenwesens, herausgegeben von Heinrich Ehrlich. Meiningen bei Brückner und Renner.

Jeder der vier erschienenen Bände hält 8 Hefte und kostet 1 Thlr. 15 Ngr. Ob und wie viele Bände noch erschienen, war nicht in Erfahrung zu bringen.


1868. Der Freischütz. Organ für das Musik- und Theaterleben insbesondere Süd- und Westdeutschlands. 4°. Stuttgart. Herausgeber: Ad. Palm (A. Müller) und E. Maschek. Jährlich 52 Nummern à 1 Bogen mit Holzschnitt. Preis des Jahrganges 4,80 Mark. Die erste Nummer erschien im Oktober 1868 und enthielt die Biographie und das Portrait des Componisten Julius Benedikt.


[104] 1868. Generalanzeiger für Musik. Erster Jahrgang 26 Nummern à {Bruch|1|2}}-1 Bogen. Berlin bei Hinze und v. Nikisch.


1868. La Melodia. Journal musicale letterario. In 4°. Padua. Redakteur: L. Farina und E. Chevrier. Verantwortlicher Herausgeber: L. Gaspari.

Das Journal, von zahlreichen Mitarbeitern bedient, beschäftigte sich gleichermassen mit religiöser Musik, erlangte aber nur schwer Verbreitung und erlosch nach sechs Monaten.


1868. Illustrirte Monatshefte für Theater, Musik und bildende Künste. Redakteur: Hans von Südenhorst. 12 Hefte mit Holzschnitttafeln und eingedruckten Holzschnitten. 8°. Graz bei Hügel.


1868. Monatshefte für Theater und Musik. Herausgeber: Leopold Sacher-Masoch, Redakteur: Hans von Zwiedinek-Südenhorst. Jährlich 12 Hefte. 8°. Leipzig bei Haessel.


1868. Le Moniteur de l’Orpheon choral et instrumental de France et de l’etranger. 4°. Paris. Jeden Sonntag eine Nummer. Preis 12 Fr. jährlich. Die Redaktion führte Alfred Le Roy unterstützt von einer grossen Zahl namhafter Künstler. Aus dem Inhalt sind besonders die historischen Abhandlungen über den Chorgesang bemerkenswerth.


1868. Musica sacra. Beiträge zur Reform und Förderung der katholischen Kirchenmusik. Herausgeber: Dr. Franz Witt, Generalpräses. Verlag von Pustet in Regensburg.

12 Nummern zu 8 Seiten in 4° bilden einen Jahrgang. Preis 1 Gulden. 2. unveränderte Auflage des ersten Jahrganges 1868. Textausgabe ohne Musikbeilagen 60 Pfennige, vom siebenten Jahrgang 1874 an stellt sich der Preis der 12 Hefte mit 6 Musikbeilagen auf 2 Mark.

Die Musica sacra stimmt in Ton und Haltung mit den „Fliegenden Blättern“ (siehe 1866) überein und gewann die gleich rasche und weite Verbreitung.


1868. Musik und Theater. Erscheint in St. Petersburg.


1868. Napoli Musicale. Giornale di musica et arte affini. In 4°. Neapel. Eigenthümer: Luigi Mazzone. Preis 2 Frcs.

Motto: Tutto e solo per l’arte.


[105] 1868. Neue Schaubühne. Organ für Theater, Musik und Kunst. 8°. Hamburg. 52 Nummern von 1 Bogen. Preis 12 Mark. Herausgegeben von der Robert Franke’schen Centralagentur für Bühnenmitglieder und Künstler jeden Faches in Hamburg.

Der 12. Jahrgang von 1879 hält 24 Nummern zu einem Bogen in Folio.

Die Rücksicht auf den Rang der Musik in solchen Organen bedingt auch die Aufnahme der „Neuen Schaubühne.“


1868. Die Tonhalle. Organ für Musikfreunde. Mit Illustrationen. Verlag von A. H. Payne in Leipzig.

Die Tonhalle gelangte als die erste derartige vortrefflich redigirte Zeitung rasch zu Ansehen und grosser Verbreitung. Zwistigkeiten mit dem Verleger veranlassten den Gründer Oskar Paul nach Jahresfrist zum Rücktritt. 1872 tratt Otto Reinsdorf, im März 1873 Moritz Vogel in die Redaktion ein.

Oskar Paul gründete später das „Musikalische Wochenblatt.“ (Siehe 1879.)

Der 1. Jahrgang der Tonhalle enthält 38 Nummern zu 1 Bogen von April bis Dezember 1868. Preis bis zum Jahr 1871 6 Mark, später 9 Mark.

Der Inhalt zerfällt in „Denkwürdige Jahrestage,“ Biographien mit Portraits. Mittheilungen aus den Hauptstädten über Theater und Musik. Feuilleton. Engagements und Gastspiele, Concert, Kirchenmusik, Oper, Drama, Annoncen.


1868. Zeitschrift für katholische Kirchenmusik, herausgegeben von Johannes Ev. Habert, Organist in Gmunden am Traunsee. Gmunden im Selbstverlag des – Verfassers, erscheint monatlich 1/2 Bogen gr. 8°, die eine Hälfte der Nummer mit Text die andere mit Musikbeilagen. Preis für die 12 Nummern des Jahrganges 2 fl. öst. W. Druck und Notenstich von Breitkopf u. Härtel in Leipzig.

Nach dem vierten Jahrgang trat eine Pause von vier Jahren ein, bis 1877, von da an lautet der Titel Zeitschrift für katholische Kirchenmusik. Organ des oberösterreichischen Diözesan-Cäcilienvereins und herausgegeben vom oberösterreichischen Cäcilien-Verein unter verantwortlicher Redaktion von Christian Forster, geistl. Rath und Domsakristeidirektor in Linz, Obmann des Vereins und Johannes [106] Ev. Habert, Organist in Gmunden am Traunsee. Gmunden. Eigenthum und Verlag vou J. E. Habert, für den Buchhandel in Commission bei E. W. Fritzsch in Leipzig.

Monatlich erscheinen 1/2 Bogen in gr. 8° Text und 11/2 Bogen Musikbeilagen.

Der Preis erhöhte sich auf 3 fl. öst. W. = 6 Mark.

Der Inhalt zerfällt in Aufsätze, Korrespondenzen, Mittheilungen, Besprechungen und Vermischtes. Unter allen katholischen Kirchenmusikzeitschriften behauptet die obige durch Objektivität, gründliche Sachlichkeit bei wohlbemessener Kürze einen hohen Rang; hervorzuheben ist auch, dass sie der Musik ihre natürliche Richtung gegenüber einseitigen liturgischen Forderungen aufrecht zu erhalten weiss und Kunst und kirchliche Vorschrift auf praktischem Weg zu vereinigen strebt. Die Musikbeilagen bilden selbständige Musikhefte und enthalten Messen mit und ohne Instrumente, Motetten, Orgelcompositionen, Orgel- und Chorgesangschulen zum grösseren Theil vom Verleger und Redakteur. Der Notendruck von Breitkopf und Härtel in Leipzig zeichnet sich durch Reinheit und Correktheit aus.


1869. Blätter für Kirchenmusik und Männergesang. Redakteur: K. Höfler. Jährlich 12 Nummern einen Bogen stark. Preis 2.40 Mark.

Wien bei Pichlers Wittwe u. Sohn.


1869. L’Echo musical. Monatsschrift. 4°. Brüssel bei V. Mahillon. Druck von Ch. Torfs in Brüssel. Preis 2 Frc.

Charles Bosselet Fils ist Hauptredakteur des in Belgien stark verbreiteten Journals und verdienen seine Aufsätze über religiöse Musik sowie seine Causerien besondere Aufmerksamkeit.


1869. Euterpe, con agenzia drammatico musicale coreografica erscheint in Mailand. 4°. Preis 30 Lire. Eigenthümer Professor Enrico Carozzi; verantwortlich für die Redaktion: Professor Giulio Cesare Zoni. Eine Reihe von Aufsätzen unter dem Titel „Della Musica Drammatica Italiana in Francia e della Musica Francese dal secolo XVII. sino all’ epoca attuale sunto storico biografico per Carlo Blasis verdienen besondere Beachtung. Den Titel schmückt eine hübsche allegorische Vignette mit den Namen berühmter Componisten. Der Inhalt theilt sich in Echo de Theatre Agentur für Schauspieler, Musiker und Tänzer; Auswärtige Nachrichten, Journalauszüge, Nekrologe etc.


[107] 1869. Lyra. Blätter für Militär- und Civilmusiker, redigirt und verlegt von E. Grossmann in Görlitz. Monatlich 2 Nummern. Preis vierteljährig 71/2 Ngr.


1869. Monatshefte für Musikgeschichte, herausgegeben von der Gesellschaft für Musikforschung. Redigirt von Robert Eitner in Berlin. Erscheinen in Verlag von Trautwein (M. Bahn); mit dem achten Jahrgang übernahm Liepmanssohn in Berlin den Verlag, der 1878 wieder an Trautwein überging. Jährlich erscheinen 12 Nummern zu 1-2 Bogen in 8° mit zahlreichen Musikbeilagen. Preis der ersten fünf Jahrgänge à 6 Mark; 6-12 Jahrgang à 9 Mark.

Die Redaktion gewann zahlreiche Mitarbeiter, demzufolge die Monatshefte grosses Ansehen gemessen und als Material zum Studium der Musikgeschichte vortreffliche Dienste leisten. (Das Register der ersten zehn Jahrgänge erschien als eigene Lieferung 1879.)

Vom Inhalt der Monatshefte sind in Separatabzügen erschienen: Spiegel der Orgelmacher von Arnolt Schlick, 1511. Neuer Abdruck nebst facsimilirten Titelblatt, herausgegeben von R. Eitner. In 8°. Preis 1.50 Mark.

Tabulaturen etlicher Lobgesang und liedlein uff die orgeln und lauten von Arnolt Schlick 1512. Moderne Uebersetzung der Orgel- und Lautenstücke von R. Eitner. In quer fol. Preis 1.50 Mark.

Verzeichniss neuer Ausgaben alter Musikwerke aus der frühesten Zeit bis zum Jahre 1800. Mit einem alphabetisch geordneten Inhaltsanzeiger der Componisten und ihrer Werke. Verfasst von R. Eitner. Preis 3 Mark.

Hucbald Musica Enchiriades, deutsch und mit kritischen Anmerkungen, begleitet von Raymund Schlecht. Preis 2 Mark.

Das deutsche Lied des XV. und XVI. Jahrhunderts in Wort, Melodie und mehrstimmigen Tonsatz. I. Band. Preis 3 Mark. In 8°. XVI. und 169 Seiten mit Index. Die Quodlibet, Spiel- Tanz- und Trinklieder.


1869. Norddeutsche Musikzeitung. Organ für die Interessen der norddeutschen Musikvereine. Begründet unter Mitwirkung von G. Döring und L. Köhler von F. W. Markull. Der erste Jahrgang reicht vom Oktober 1869 bis September 1870. 36 Nummern zu 1/2 Bogen. Preis 4 Mark. 8°. Elbing in Neumann-Hartmanns Verlags-Comptoir.


[108] 1869. II Palestrina, periodico musicale ecclesiastico. Die Abonnenten erhalten jedes Trimester acht Seiten Kirchenmusikalien in einem dem Inhalt entsprechenden Umschlag. 4°. Preis jährlich 8 Lire, halbjährig 5 Lire. Geschäftsführer E. Sante Mucci.

Dieses Organ kirchlicher Musik 8 Seiten stark und sorgfältig ausgestattet, erschien in Rom vom Juli 1869 bis Ende desselben Jahres.


1869. Theater- und Musikzeitung für Rhein und Main. Redakteur: F. Wolf, Mainz bei Herf. 52 Nummern jährlich Preis 2 Thlr.


1869. Le Telegraphe. Direktor: Strakosch; Chefredakteur: Al. Vinzentini. Paris. Preis 20 fr.

Motto: Dire verité – Dire juste – Dire vrai. Das Journal erschien jeden Donnerstag, zum ersten Mal den 9. Dezember 1869. Der deutsch-französische Krieg unterbrach das Erscheinen.


1870. Deutsche Musikerzeitung. Organ für die Interessen der Musiker und des musikalischen Verkehres herausgegeben vom Verein der Berliner Musiker; im Auftrag; H. Thadewaldt. Verlag von R. Lesser. Die Redaktion führte H. Mendel bis zu seinem Tod im Jahr 1876 von da an W. Lakowitz.

52 Nummern 1 Bogen in 4° bilden einen Jahrgang. Preis 5 Mark. 1877-80 ging der Verlag an die internationale Buchhandlung von Theodor Bergmann in Berlin über.


1870. La Plume, au service des arts et des lettres. Revue artistique erscheint jeden Sonntag in Brügge. Preis 4 fr. für die Provinz 5 fr. Herausgeber Eduard Gaillard und Comp.

Das Journal brachte in den ersten zwei Jahrgängen folgende auf die Musikgeschichte bezügliche Aufsätze: L'ancienne école de musique de Bruges. Du rol des mixtures dans les orgues. Les anciens luthiers de Bruges. Compositeurs inconnus. Bibliographie ancienne. Galerie d'organistes célèbres. Louis van Beethoven.

Die letzte Nummer erschien am 8. September 1872.


1870. Süddeutsche Theater-Zeitung, vormals Union, Organ für das Bühnenwesen. Eigenthümer und Redakteur. J. Rubin (Trumeter) in München. Erscheint in gr. 4° am 1. und 16. jeden Monats. Preis jährlich 8 Mark. Das [109] Blatt steht mit der Theateragentur des Herausgebers in unmittelbarer Verbindung.


1870. Musikalisches Wochenblatt. Organ für Künstler und Musikfreunde gegründet von Oskar Paul. 4°. Leipzig F. W. Fritzsch.

Die erste Nummer datirt vom 1. Januar 1870 mit der 13. Nummer zog sich Oskar Paul zurück und der Verleger führte die Redaktion.

Preis des Jahrganges, 52 Nummern zu je 2 Bogen 6 Mark seit 1874 8 Mark. Die einzelne Nummer 40 Pf. Insertionsgebühr die gespaltene Petitzeile 30 Pfennige. Die Zeitung bringt von Zeit zu Zeit Portraits hervorragender Künstler, so im Jahrgang 1871 von Richard Wagner, Svendsen, Joachim, Eugen Gura, Gustav Walter, Stockhausen, Hektor Berlioz und Clara Schuman; ausserdem die Abbildungen von Bach’s Monument in Leipzig, das Sterbehaus L. van Beethovens in Wien, das Geburtshaus Mozarts in Salzburg, das Monument L. van Beethovens in Heiligenstadt bei Wien, die Pianofortefabrik von J. Duysen in Berlin.

Der Inhalt zerfällt in Leitartikel. Kritik. Biographisches. Musikbriefe aus den bedeutenderen Städten. Concertumschau. Engagements und Gäste in Oper und Concert, Kirchenmusik, Opernaufführungen, Journalschau. Vermischte Mittheilungen und Notizen. Musikalien und Büchermarkt.

Als Mitarbeiter sind am Titel verzeichnet: W. Bäumker, M. J. Beer, F. Böhme, Joseph Engel, Ernst, Dr. Richard Falkenberg, G. Freudenberg, W. Fritze, M. Fürstenau, Ludwig Hartmann, Alb. Heintz, Dr. Th. Helm, W. Kes, C. Kipke, Dr. Kretschmann, Herm. Krigar, Alf. v. Livonius, J. H. Löffler, A. Maczenski, Osk. Meister, Paul Meister, Musiol, Martin Plüddemann, R. Pohl, Frz. Preitz, E. Rappoldi, H. Sattler, von Savenau, Jul. Schaeffer, E. W. Sigismund, Wilh. Spiegel, Dr. Stade, G. Tappert, J. Tottmann, M. Vogel, Dr. Aurel Wachtel, H. von Wolzogen, Zahn etc.


1871. Der Kirchenchor. Organ des Vorarlbergischen Cäcilien-Vereins. Beilage zu den „Mittheilungen des katholisch pädagogischen Vereins für Vorarlberg.“ 8°. Bregenz; herausgegeben vom Vorarlbergischen Cäcilienverein. Jährlich 12 Nummern zu 8 Seiten. Preis für Oesterreich 50 kr. für Deutschland 1 Mark.

Im vierten Jahrgang 1874 nennt sich „der Kirchenchor. [110] Eine gemeinverständliche Zeitschrift für Kirchenmusik; zugleich Organ der Cäcilienvereine der Diözese Brixen. Zum 4. Jahrgang erschien eine Musikbeilage, ein Lied im Volkston von Wunibald Briem, Vorstand des Cäcilienvereins, der in der 4. Nummer des VI. Jahrganges als verantwortlicher Redakteur unterzeichnet. Am Titelblatt des VIII. Jahrgangs ist als Herausgeber und verantwortlicher Redakteur Franz Joseph Battlogg Frühmesser in Gaschurn genannt, seit 1882 Expositus in Gurtis bei Frastanz in Vorarlberg.

Mit Beginn des VIII. Jahrganges erhöhte sich das Abonnement um 20 kr. sohin für Deutschland auf 1 Mark 50 Pf. Vom XI. Jahrgang an erschien jede Nummer mit einer Anzeigen-Beilage.

Der „Kirchenchor“ erscheint am 15. jeden Monats und vertritt die Zwecke und Interessen des Cäcilienvereins in ihren äussersten Consequenzen, bevorwortet aufs Entschiedenste die Aufnahme der Kirchencompositionen des 15. und 16. Jahrhunderts, bekämpft ebenso die Verwendung der Instrumentalmusik beim Gottesdienst. Der Inhalt setzt sich aus Leitartikeln, biographischen Notizen, Nachrichten über stattgehabte Kirchenmusikaufführungen in allen Ländern, Inhalt kirchenmusikalischer Zeitschriften, Notizen etc. zusammen.

1881 übernahm die Buch- und Antiquariatshandlung von Coppenrath in Regensburg den Debit des weitverbreiteten Blattes.


1871. La Palestra Musiceale di Roma. Periodico scientifico-artistico. 4°. Rom. Redakteur C. A. Salesi, verantwortlich für die Redaktion G. M. Marchesi. Preis: Text allein 16 Lire, mit Musikbeilagen 24 Lire. Druck von Filippo Cuggiani und Comp. in Rom.

Die vorliegende Nummer enthält eine Abhandlung über den Nutzen eines Musikjournals von Alexander Carcano; und Ueber die Reform der Militärmusik.


1871. Monthly Musical Record. 4°. London Augener und Comp. Die Lieferung zu 20 Seiten, Preis derselben 2 Denier. Das Journal ist von seinen Correspondenten gut bedient, bringt kritische Besprechungen musikalischer Compositionen und der Herausgeber sorgt für grosse Auswahl in den angezeigten Musikstücken.

Die eine vorliegende Nummer enthält folgende Aufsätze: Musical education. F. Schuberts Masses mit Notenbeispielen. [111] The imperial family of Austriá and its relations to music and musicians. Bachs passion music at Westminster abbey. Correspondenzen aus Wien, Leipzig etc.

Eine weitere Lieferung aus jüngster Zeit vom 1. Juli 1883 zu 24 Seiten enthält: eine Besprechung der Compositionen von Jean Louis Nicodé, eine Correspondenz aus Köln, einen Specialbericht aus Wien über die Opernsaison, Berichte über Londoner Concerte, Recensionen von Musikalien, musikalische Notizen mehr als 5 Seiten Ankündigungen und als Musikbeilage ein Lied für Frauenstimmen mit Clavierbegleitung von Franz Abt. Die Lieferungen erscheinen jeden 1. eines Monats.


1871. The Tonic sol-fa Reporter herausgegeben von John Curven in London. kl. 4°. Preis jährlich 3 Schilling.

Dient den englischen Zifferisten als Organ.


1871. Roma musicale. Musikalische Rundschau deren erste Nummer im September 1871 in Rom erschien.


1872. Bellini. Musikzeitung erscheint in Florenz.


1872. Le Bibliographie Musicale paraissant tous les deux mois avec le concours d’une Réunion d’artistes et d’érudités. In 8°. Paris bei Pottier de Lalaine. Preis der Nummer ein Bogen für Frankreich 60 Centimes, für das Ausland 90 Centimes, für den Jahrgang 3 frc. und 41/2 frc.

Im ersten Heft Januar–März 1872 sind als Mitarbeiter aufgeführt: G. Bertrand. L. de Chalarieu. G. Chouquet. Felix Clement. Ferd. Denis. G. Droz. J. Gallay. E. Haffner. L’Abbee Lamazou. Er. Thoinan. H. Lavoix jun. Alex, und Arthur Leclerque. H. Michelant. Ch. Nuitter. Eug. Ortolan. Ad. Populus. Arthur Pougin. L’ Abbé Raillard. Ch. Ruelle. Joaquim de Vasconcellos. J. B. Weckerlin.

Jeder Nummer, welcher Recensionen vorangehen, ist ein Verzeichniss alter und neuer Musikwerke durch den Verleger zu beziehen beigegeben. Seit der No. 14 vom März 1874 kam mir keine weitere zu Gesicht.


1872. Allgemeine Kunstzeitung. 4°. Herausgegeben von Gustav von Guttenberg und B. Goldscheider. Wien bei Perles. Jährlich 52 Nummern à 2 Bogen. Preis 20 Mark.


[112] 1872. Mousikalni Listok. Musikjournal herausgegeben von dem Verleger Bessel in St. Petersburg.


1872. Musikblatt erscheint in Pesth unter der Direktion von Victor Felligi und geniesst die Unterstützung mehrerer ungarischer Musiker.


1872. La nouvelle Plume au service des arts et des lettres. 4°. Brügge bei L. Bogaert.

Abonnement für Brügge Text allein 4 fr., für die Provinz 5 fr. Text und sechs Prämien 8 und 9 fr. Text und zwölf Prämien 10 und 11 fr.

La nouvelle Plume setzt sich die Vertretung der Kunst und der nationalen Künstler zur Aufgabe getreu den von den alten Meistern gepflegten Grundsätzen.


1872. La Propaganda musicale erscheint in Madrid. Eine Mittheilung in No. 270 Jahrg. 1883 des Progrès artistique zeigt an, dass an Stelle der Propaganda musicale nun ein Kunstjournal unter dem Titel Armonia erscheint.


1872. Repertorium zu Wielands deutschem Merkur von C. A. H. Burkhardt. Als Manuscript gedruckt. 4°. Weimar.

1. Theil. 74 Seiten Abhandlungen, Uebersetzungen. 2. Theil 34 Seiten. Die poetischen Stücke, Gedichtanfänge, Gedichtüberschriften, Mitarbeiter am deutschen Merkur.


1872. II Vinculo musicale erscheint in Cordova.


1872. Neue Zeit. Wochenschrift für Theater, Kunst und Literatur. Offizielles Organ der deutschen Genossenschaft dramatischer Autoren und Componisten. Redakteur: Franz Deutschinger. 4°. Leipzig bei Cnobloch. Der erste Jahrgang reicht vom Oktober 1872 bis September 1873. Jährlich 52 Nummern. 1 Bg. Preis 6 Mark.

Im zweiten Jahrgang ist als Herausgeber von Ledebur genannt, im vierten Hermann Riotte, im fünften Franz Deutschinger, im sechsten Direktor Günther von der Groeben in Leipzig.

Seit 1. April 1883 ist die „Neue Zeit“ für die Mitglieder der Genossenschaft Amts- und Geschäftsblatt und deren Halten obligatorisch im Interesse der allgemeinen Verbreitung der Bekanntmachungen des Vorstandes und aller Genossenschaftsangelegenheiten.

Die Neue Zeit erscheint nun im Umfang verkleinert [113] jeden Freitag und kostet halbjährig fünf Mark. Druck und Verlag von Oswald Mutze in Leipzig.


1873. Album deutscher Komponisten herausgegeben von Herrmann Mohr. Enthält: Portraits, Biographien, Verzeichnisse erschienener Werke, Originalcompositionen, Charakterbilder etc. Berlin bei Bahn. Jährlich 12 Lieferungen. Preis jährlich 9 Mark, halbjährig 5 M., vierteljährig 2,70 M., einzelne Lieferung 1,30 M.


1873. La Chronique musicale. Revue bi-mensuelle de l’art ancien et moderne. Redakteur: Arthur Heulhard. Paris.

Der Revue wird von Arthur Pougin aussergewöhnliches Lob ertheilt und bedauert derselbe, dass ihr Erscheinen nach 21/2 Jahr abgebrochen wurde.


1874. „Les Doubles-Croches malades“ petite revue bi-mensuelle de critique musicale, Paris redigirt von Alexis J. Azevedo, davon sind zwölf Nummern erschienen.

A. J. Azevedo starb den 21. Dezember 1875 in Paris.


1874. Cäcilia. Vereinsorgan des amerikanischen Cäcilienvereines. Monatschrift für katholische Kirchenmusik. Redakteur John Singenberger, Verleger Fr. Pustet in Regensburg. 4°. Preis für Deutschland postfrei 5 Reichsmark, für England 5 Schilling pränumerando; jährlich 12 Nummern zu 1-11/2 Bogen mit Musikbeilagen. Jedem Jahrgang ist ein alphabetisches Namen- und Sachregister des Inhaltes wie der Musikbeilagen beigegeben.

Der Inhalt ist theils deutsch, theils englisch. Mit dem vierten Jahrgang 1877 erschien die „Cäcilia“ im Verlag von Fr. Pustet in New-York. Die Musikbeilagen erscheinen mit jeder Nummer in 4 Seiten, enthalten Messen, Vespern, Hymnen, Offertorien, Segensgesänge, Litaneien etc.


1874. Der Kunstfreund. Populär-ästhetische Zeitschrift zur Verbreitung deutscher Kunst, herausgegeben von W. Mannstädt. Vom 4. Quartal 1874 an waren „Blätter deutscher Kunst“ wöchentlich beigegeben, das Ganze hielt sich aber nur ein Jahr.

Verleger Günther in Berlin. 12 Hefte à 2 Bogen in 8°. Preis 8 Mark.


[114] 1874. Deutsche Kunst- und Musikzeitung. Centralorgan für Musik, Theater, bildende Künste und Literatur, sowie für das gesammte Männergesangvereinwesen der österreich.-ungarischen Monarchie.

Dieselbe bringt in jeder Nummer Artikel über Musik, Theater, Literatur und bildende Künste, Theater- und Concertberichte, Originalcorrespondenzen aus den Hauptstädten der Monarchie, kritische Besprechungen von Novitäten des Buch- und Musikalienhandels; ferner in einer besonderen Beilage Spezialberichte über Sängerfahrten, Liedertafeln, als Illustrationen Künstlerportraits und 2-4 Seiten Notenbeilagen. Preis für Oesterreich-Ungarn ganzjährig 8 fl. 40 kr., für Deutschland 16 Mark; einzelne Nummern 20 kr. = 40 Pf. Inserate die Zeile 15 kr. Eigenthümer und Herausgeber: Johann Kiebeck in Wien. Redakteur: Karl Mayer, gr. 4°. Wien bei Stekler.


1874. Festzeitung des II. deutschen Sängerbundesfestes vom 7.-12. August 1874. Redakteur: Eugen Gugel. Druck und Verlag der G. Franz’schen Buchhandlung (Bolster) in München. 5 Nummern gr. 4° à 1 Bogen.


1874. Deutsche Kunst- und Musikzeitung. Centralorgan für Musik, Theater, bildende Künste und Literatur. Herausgeber und Redakteur: Dominik Habernal. Jährlich 52 Nummern zu 1 Bogen. Imperial 4°. Preis 16 Mark. Wien bei Klemm, 3. und 4. Jahrgang bei Gerold & Comp.


1874. Allgemeine deutsche Musikzeitung, erscheint regelmässig jeden Freitag à 1 Bogen. 4°. Preis per Jahrgang 8 Mark. Von Otto Reinsdorf gegründet, erschien sie anfänglich im Verlag von Buckhardts Musikverlagshandlung in Kassel, später in Berlin (Nachfolger Raabe und Plothow). Die seit 1878 von Wilhelm Tappert als verantwortlicher Redakteur gezeichnete Musikzeitung hält sich innerhalb der Grenzen der kleineren Musikzeitschriften und bringt an der Spitze kleinere musikalisch-biographische Artikel, ferner unter „Berliner Chronik“ Nachrichten aus dem Musikleben Berlins, kleinere Mittheilungen aus anderen Städten und Recensionen.


1874. Schuberth’s kleine Musikzeitung. Intelligenzblatt für Musiker und Musikfreunde, redigirt von Julius Schuberth. Jährlich 24 Nummern in 4°. Preis 3 Mark. Verlag von Schuberth & Comp. in Leipzig.


[115] 1874. Ziehrer’s C. M. deutsche Kunst- und Musikzeitung. Centralorgan für Musik, Theater, bildende Künste und Literatur. Jährlich 52 Nummern zu 1 Bogen. gr. 4°. Wien bei Stekler & Erben. Preis 16 M.

Herausgeber: Blasius Weiss. Redakteur: A. Frank; im 6. Jahrgang 1879 zeichnet als Redakteur: P. J. Flügelberg; im 7. Jahrgang Anton Langgassner.


1875. Concordia. A weekly Journal of Music and the Sister Arts. London 1875 und 1876.


1875. Harmonie. Zeitschrift für die musikalische Welt und Organ für den Verband der deutschen Tonkünstlervereine, redigirt von Alsleben. Jährlich 24 Nummern à 1 Bogen. 4°. Offenbach bei André. Preis 4 Mark.

Erreichte vier Jahrgänge.


1875. Oesterreichische Musikerzeitung. Organ zur Wahrung und Förderung der materiellen Interessen der Musiker, erscheint seit 1. Mai 1875 am 1. und 16. jeden Monats, redigirt von Joseph Scheu und August Seelig. 24 Nummern à 1 Bogen. 4°. Wien bei Scheu & Seelig. Preis 4,48 Mark = 2 fl. östr. W.


1875. Illustrirtes Musik- und Theaterjournal, gegründet von Otto Reinsdorf. Die I. Nummer erschien den 6. Oktober 1875; Ende des Jahres trat Reinsdorf zurück und Dr. Theodor Helm an seine Stelle bis 1878, wo die Zeitung einging. Jährlich erschienen 52 Nummern ein bis zwei Bogen in Folio zum Preis von 14 Mark im Verlag der Musikalienhandlung Adolf Bösendörfer in Wien. 1876 änderte es den Titel in Illustrirtes Musik-, Theater- und Literatur-Journal. Unterhaltungsblatt für die intelligente Welt. Organ des Vereins der Literaturfreunde in Wien.


1875. Deutscher Sängerkalender, herausgegeben von Heinrich Pfeil. Verlag von Thiele in Leipzig. Den ersten Jahrgang ziert das Bildniss von Franz Abt. Vom deutschen Sängerkalender erschienen fünf Jahrgänge mit je einem Portrait in Holzschnitt, gr. 16°, 90-120 Seiten. Der II.-V. Jahrgang bei Krüll in Eichstädt. Preis 5 Ngr.


1875. Hübners deutsche Theater-Chronik, redigirt von Gotthardt Hübner. Jährlich 52 Nummern à 1 Bogen. 4°. Leipzig, Verlag von Webel. Preis des Jahrganges 15 Mark.


[116] 1876. Christliche Akademie. Organ des Vereines „Christliche Akademie zu Prag.“ Das Sekretariat des Vereines führt die Administration und sind Zusendungen und literarische Erscheinungen, deren Besprechung gewünscht wird, an das Sekretariat der „Christlichen Akademie“ oder den Herausgeber Tetschen a. d. E. zu richten.

Die Christliche Akademie erscheint, gr. 8°, einen Bogen stark, am Ende eines jeden Monats in Prag. Preis des Jahrganges 1 Gulden östr., für Deutschland 1 Mark 80 Pf., für das Ausland 2 Fr. 25 Cent und Postzuschlag.

Verantwortlich für die Redaktion ist Anton Matyăs, Herausgeber Edm. Langer.

Dieses Vereinsorgan, das alle Sparten christlicher Kunst vertritt, bevorzugt in besonderer Weise die Tonkunst, dabei die cäcilianische Richtung begünstigend. Die mir vorliegende Nummer 6 des 8. Jahrganges 1883 vom 30. Juni spricht für die gute und zweckmässige Leitung und enthält:

„Ausschnitte aus Studien über die Geschichte der alten Liturgie. 1. Das Pater noster in der heil. Messe.

„† Johannes Klein“ von J. M. Schneidinger.

Nachrichten über die „Christliche Akademie zu Prag.“ Von der Chorgesangschule. Bestellungen bei der Kunstsektion.

Literatur.

Kirchenmusikalisches. Ueber die Scuola gregoriana. Ordensertheilung an J. G. Eduard Stehle, Domkapellmeister in St. Gallen.

Archäologisches.


1876. Cäcilienkalender für das Jahr 1876 u. ff. Redigirt zum Besten der Regensburger kirchlichen Musikschule von Franz Xaver Haberl, Domkapellmeister in Regensburg, gr. 8°, circa 80-100 Seiten. Preis 1,50 Mark. Verlag der kirchlichen Musikschule in Regensburg. Druck von Pustet in Regensburg.

Jeder Jahrgang bringt ein Vorwort der Redaktion, das Kalendarium mit Tabellen für geschäftliche Notizen; das Uebrige zerfällt in einen a) wissenschaftlichen und belehrenden, b) unterhaltenden und erheiternden Theil; ausserdem ziere denselben hübsche Abbildungen, Vignetten und Initialen in Holzschnitt.

Im Jahrgang 1883 ist das Kalendarium weggelassen aus technischen – Ungleichheit desselben in den Diözesen – [117] und finanziellen Gründen – Kalenderstempel – hingegen 1884 wieder aufgenommen.

Für ältere Jahrgänge ist der Preis auf die Hälfte ermässiget.


1876. Der Chorwächter. Eine gemeinverständliche Volkszeitung für Kirchenmusik. Zugleich Organ der schweizerischen Cäcilienvereine. Im Auftrag des Komités redigirt von G. F. Stehle. 8°. St. Gallen. Druck und Expedition G. Moosberger in St. Gallen.

Erscheint jeden Monat 8 Seiten stark. Preis für die Schweiz 1 Frs. 50 Cent., für Deutschland 1,25 Mark, für Oesterreich 50 kr. ohne Postzuschlag.

Die erste Nummer erschien am 1. Januar 1876.

Der Inhalt zerfällt in Leitartikel, Vereinsnachrichten, worin das Hauptgewicht beruht, Recensionen und Verschiedenes.


1876. Gregoriusblatt. Organ für katholische Kirchenmusik in der Rheinprovinz und Westphalen, zugleich Organ der Cäcilienvereine in der Erzdiözese Köln und den Diözesen Hildesheim, Mainz, Münster, Osnabrück, Paderborn und (seit 1879) Trier. Redakteur: Boekeler, Domchordirigent in Aachen. Jährlich 12 Nummern à 1-11/2 Bogen. 1 M. 20 Pf. Aachen bei Albert Jakobi & Comp.

Der Inhalt jeden Jahrgangs zerfällt in Aufsätze, Vereinsnachrichten, Literarisches, Ueber Glocken und Orgeln, Musikbeilagen und Verschiedenes. Das Gregoriusblatt vertritt besonders die alte classische Vokalmusik und bringt über das Vereinsleben in den genannten und den benachbarten Provinzen Berichte.


1876. Siona. Monatsschrift für Liturgie und Kirchenmusik zur Hebung des gottesdienstlichen Lebens. In Verbindung mit dem am 8. Juli 1881 verstorbenen Dr. L. Schoeberlein, Professor der Theologie in Göttingen, und unter zahlreicher Mitwirkung von Gelehrten und Geistlichen, Cantoren und Lehrern herausgegeben von M. Herold, II. Pfarrer in Schwabach bei Nürnberg und Dr. E. Krüger, Professor der Musik in Göttingen.

Druck und Verlag von C. Bertelsmann in Gütersloh. Monatlich 1 Bogen. Lexikon 8°. Preis des Jahrganges 5 Mark.

1876. Berliner Theaterwelt und Concertzeitung. Herausgeber: Robert Hollstein.


[118] 104 Nummern à 1 Bogen. Folio, Berlin bei Czarnikow. Preis 8 Mark.


1876. Theatralia. Allgemeines Interessenorgan für Bühnenvorstände und Mitglieder, dramatische Autoren und die mit dem Theater verbundenen Geschäftszweige, redigirt von G.H.Janssen. Folio 36 Nr. zu 1 Bogen. Preis 12 M. Berlin im Verlag von Bendix und Janssen.


1876. Die Tonkunst. Wochenschrift für den Fortschritt in der Musik. Begründet vom Musikdirektor Albert Hahn in Königsberg; Herausgeber Otto Wangemann.

Der erste Band von 1876 erschien in 52 Nummern, gr. 8°, 1-11/2 Bogen im Verlag von Stilke in Berlin; vom vierten Band an in Königsberg bei Hahn. Später wurde sie Organ des Verbandes der deutschen Tonkünstlervereine, erschien am 1. und 15. jeden Monats in gr. 4°, 1-11/2 Bogen im Verlag von A. Frantz in Demmin. Die Tonkunst wusste sich eine hervorragende Stellung zu verschaffen.


1877. Amphion. Zeitschrift für die musikalische Welt. Redakteur: A. Körschner. Der erste Jahrgang reicht vom Oktober bis Dezember 1877. Die weiteren fassen 36 Nummern zu 1 Bogen, gr. 8°, mit Musikbeilagen und kostet das Quartal 2,20 Mark. Verleger: Schindler in Prag.


1877. Lyra. Organ für Theater, Kunst, Musik und Literatur. Herausgeber und Redakteur: F. J. C. Krause in Wien. Verlag der Lyra. Der erste Jahrgang erschien in 36 Nummern zu 2 Bogen, 4°, mit Musikbeilagen. Preis des Quartals 4 Mark.


1877. Musica sacra. Organ des in Mailand neu gegründeten Cäcilienvereines, redigirt von Guerinno Amelli, Vice-Custode della Bibliotheca Ambrosiana in Mailand. Preis des Jahrganges 10 Lire.

Als Organe von Cäcilienvereinen erscheinen unter spezieller Rücksicht auf die Ziele dieser Vereine nachstehende Zeitschriften, über die nähere Nachrichten über die Zeit ihres Beginnes, Preis und Umfang etc. beizubringen nicht möglich war:

In Toulouse unter Redaktion von Al. Kunc eine Musica sacra in monatlichen Lieferungen.

In Haarlem ein St. Gregoriusblad, redigirt von M. J. A. Lans, Vorstand des Seminar Hageveld zu Voorhout, [119] in der Drukerei van het St. Jacobs-Godshnis in Haarlem.

In Laibach eine kirchen–musikalische Monatsschrift Cerkveni Glasbenik, redigirt von Gnjezda, Consiliarius des Bischof von Laibach, Vicepräses des dortigen Cäcilienvereins.


1877. Musikzeitung der Horak’schen Clavierschule diente lediglich den Interessen dieses Musikinstitutes und erschien vom Oktober 1877 bis etwa Ende März 1878 in Commission bei J. Gutmann in Wien. Preis per Monat 1 Heft zu 1 Bogen per Quartal 1,50 Mark.

Als Redakteur fungirte Franz Brixel.


1877. The London and Provincial Music Trades Review erscheint am 15. jeden Monats bei G. D. Ernest & Comp. London. 36 Seiten. gr. 8°. Preis des Jahrgangs 5 Shl.


1877. Musical Opinion and Music Trade Review, erscheint am 1. jeden Monats, 42 Seiten gr. 8°, bei Fitzsimmons & Sons London. Preis der Nummer 2 Denier.

Sie bietet ihren Lesern ausser Nachrichten über Oper- und Concertaufführungen auch Aufsätze belehrenden Inhaltes und berücksichtiget insbesondere den Instrumentenbau.


1878. Bayreuther Blätter. Monatsschrift des Bayreuther Patronatsvereins unter Mitwirkung Richard Wagners redigirt von Hans von Wolzogen. 12 Nummern. gr. 8°. Chemnitz bei Schmeitzner. Preis 20 Mark. Für die Mitglieder des Vereins gratis.

Jeder Jahrgang bringt neben dem Inhaltsverzeichnis ein spezifizirtes Generalregister nach den Beitragsgattungen und Autoren geordnet und verzeichnet als Letztere in den Jahrgängen 1878 und 79. Richard Wagner, Otto Eiser, Constantin Frantz, Carl Fr. Glasenapp, José de Letamendi, J. H. Löffler, Heinrich Porges, Oskar Schlemm, Hans von Wolzogen, Armand Pensier, Joseph Rubinstein, Ludwig Schemann.

Zum Jahrgang 1880 lieferten Beiträge: Richard Wagner, Bernhard Förster, C. F. Glasenapp, Heinrich Porges, Joseph Rubinstein, Ludwig Schemann und Hans von Wolzogen.

1881. Richard Wagner, Bruno Bauer, Graf Arthur Gobineau, Friedrich von Hausegger, Wilhelm Langhans, Fritz Lemmermeyer, Karl Mayrberger, Richard Vogel, Heinrich Porges, Joseph [120] Rubinstein, Ludwig Schemann, Robert Springer, Heinrich von Stein, Hans von Wolzogen.

1882. Richard Wagner, G. F. Glasenapp, Graf Arthur Gobineau, Ernst Grysanowski, Otto Rabe, Ludwig Schemann, Fritz Stade, Heinrich von Stein, Hans von Wolzogen.

Seit 1880 erscheinen die „Bayreuther Blätter“ im Verlag des Patronatvereins, im Buchhandel zu beziehen durch Carl Giessel in Bayreuth. Druck von Th. Burger in Bayreuth.

Die „Bayreuther Blätter“ widmen sich nicht allein den Zwecken des Patronatsvereins, ziehen auch andere Zweige der Kunst und Wissenschaft, Politik und Religion, Vegetarianismus und Thierschutz in den Kreis ihrer Besprechungen.


1878. Neue Blätter für Literatur, Musik und Kunst. Eine bibliographisch-kritische Monatsschrift. Organ für Bibliothek-Vorstände, Lehrer und Literaturfreunde. Herausgegeben und redigirt von Raimund A. Königsberger. Jährlich 12 Nr. zu 1/2 Bogen. gr. 8°. Preis 2 Mark. Verleger: Graeser in Wien.


1878. Wiener Blätter für katholische Kirchenmusik. Organ des Wiener Cäcilienvereines, redigirt von Joseph Böhm und Dr. Karl Hausleithner.

Jährlich erscheinen 12 Nummern zu 8 Seiten. 8°. Preis 1 Gulden. Die erste Nummer enthält das Programm zur Reform der Kirchenmusik von Ambros, der Musikunterricht an den staatlichen Lehrer- und Lehrerinnen-Bildungsanstalten in Oesterreich, der erste Instruktions-Curs in Wien etc.


1878. Centralblatt deutscher Zithervereine. Organ des Verbandes. Redakteur: Ernst Eulenburg. Jährlich 12 Nummern. 4°. Preis 4 Mark. Verleger: Eulenburg in Leipzig. 1881 ging der Verlag an Heinrich Pfeil über.


1878. Der Klavierlehrer. Musik-pädagogische Zeitschrift unter Mitwirkung der Herren Professoren Dr. Theodor Kullak, Richard Wuerst, A. Haupt in Berlin, Louis Köhler in Königsberg, Dr. Ferdinand Hiller in Köln, Dr. Oskar Paul in Leipzig, Dr. Emil Naumann in Dresden u. A. herausgegeben von Professor Emil Breslaur. Verlag von Wolf Peiser (G. Kaliski) Berlin.

Der Klavierlehrer erscheint monatlich zwei Mal [121] 11/2 Bogen gr. 8° für das vierteljährige Abonnement von 11/2 Mark.

Die Zeitschrift erscheint seit Januar 1878 und stellt sich die Redaktion die Aufgabe das musikalische Lehrwesen zu fördern, sowie die geistigen und materiellen Interessen der Lehrer und Lehrerinnen zu heben.


1878. Lyra ecclesiastica erscheint seit Ende Juni 1878 in Dublin.


1878. Musiker-Courier. Wochenschrift für sachliche Interessen redigirt von Sales Rathner. 52 Nummern gr. 4°. Preis 4 Mark. Wien bei Gutmann.


1878. Pegasus. Journal für deutsche Lyrik, Theater und Musik. Mit einer novellistischen Beilage. Redakteur Max Leythäuser-Melano. Der Jahrgang zu 24 Nummern à 1-11/2 Bogen in folio sollte 4 Mark 80 Pf. kosten doch erschien nur eine Probenummer bei Antiquar Unflad in München.


1878. Le Progrès artistique. Musique, Literature, Beaux-Arts. Finance. Propriété litteraire, artistique et industrielle. Jurisprudence. Chef-Redakteur: [Bertol Graivil] . Eigenthümer und Herausgeber Victor Souchon. Paris. Erscheint jeden Freitag ein Bogen folio. Preis in Frankreich jährlich 12 fr. im Ausland 15 fr. Insertionspreis die Zeile 50 Cent. Reclame 1 fr. 25 cent.

Die Zeitung ist sehr übersichtlich eingetheilt, sehr gut und mit praktischem Blick geleitet.


1878. Palestra musicale von G. M. Marchesi herausgegeben seit Anfang 1878 vereiniget mit Roma artistica, erscheint mit wöchentlichen Musikbeilagen.


1878. Zeitschrift für die musikalische Welt mit der Beilage „Sängerhalle“ in Wien redigirt von Carl von Klézar und Ed. Moucka, erscheint am 1. 10. und 20. jeden Monats. Zeitweilig werden als Extrabeilagen Originalcompositionen lebender Tondichter beigegeben.

Das Hauptblatt enthält technische und Situations-Artikel, Opern- und Concertberichte, Recensionen über Musikalien, fachwissenschaftliche Werke etc. Die Beilage „Sängerhalle“ bringt Originalberichte über sämmtliche Gesangvereine der Monarchie, Dramaturgische Essays und Biographien von Autoren und Bühnenkünstlern. Recensionen über [122] Theatervorstellungen und Novitäten der dramatischen Literatur erscheinen unter dem Titel: „Dramaturgische Blätter.“ Preis des Jahrgangs für Oesterreich-Ungarn 5 fl. 40 kr. für Deutschland 12 Mark.


1878. Wiener Signale. Wochenschrift für Theater und Musik. Herausgeber: Ignaz Kugel, Redakteur: Rudolph Leutgeb; der erste Jahrgang reicht vom Oktober 1878 bis September 1879. 1880 ging die Redaktion an Karl Barkoczy über. gr. 4° jährlich 52 Nummern zu 1-11/2 Bg. Preis 12 Mark. Wien bei Stekler und Erben.


1879. Halleluja. Organ für ernste Hausmusik herausgegeben von G. Postler und Dr. F. Zimmer, gr. 8°. Quedlinburg bei Vieweg. Jährlich 8 Nr. Preis 4 Mark.

Mit dem im Oktober 1882 begonnenen vierten Jahrgang ging die Zeitung „Halleluja“ als Organ für geistliche Musik in Kirche, Haus, Verein und Schule in den Verlag der Hofbuchdruckerei von F. W. Gadow und Sohn in Hildburghausen über, erscheint von da an in jährlich 24 Nummern und 4 Musikheften, welche gute geistliche Hausmusik grösstentheils Originale und auch unbekannte alte Sachen bieten und zwar zum alten Preis.

Als Herausgeber sind auf No. 1 des 4. Jahrganges genannt: Theophil Becker und Licenciat Dr. Fr. Zimmer, von diesem enthält die genannte Nummer einen Aufsatz über „die Pflege der geistlichen Musik“, einen solchen über „Händels Messias“ aus dem Nachlass von A. W. Ambros, sowie über das Oratorium „Simon Petrus“ von Ludwig Meinardus von der Gattin des Componisten.

In der ständigen Rubrik „Aus den deutschen evangelischen Kirchengesangvereinen“, deren Organ das „Halleluja“ bildet, erscheinen die Kirchenmusik betreffende amtliche Verfügungen der verschiedenen Consistorien; daran schliesst sich eine „Kleine Zeitung“ und Berichte über „Erfindungen im Fach der Musikinstrumente.“


1879. Deutsche Militär-Musiker-Zeitung. Organ zur Hebung deutscher Militär-Musik. Verantwortlicher Redakteur und Herausgeber Emil Prager in Berlin. Die Zeitung erscheint gr. 4° jeden Sonntag und beträgt das Abonnement pro Quartal 11/2 Mark bei direkter Zusendung 1 Mk. 80 Pf. Ein ausgedehnter Inseratentheil dient dem Angebot und der Nachfrage für Stellen.


[123] 1879. Orgelbauzeitung von Otto Wangemann jährlich 52 Nummern gr. 4°. Preis des Jahrganges 12 Mark.

An Wangemanns Stelle führt nun G. Grützner die Redaktion. Verlag von Wolf Peiser (G. Kaliski) in Berlin.

Der Organist. Monatschrift für Orgelspiel kirchliche wie instruktive Instrumental- und Gesangmusik, musikalische Theorie u. s. w., redigirt von Otto Wangemann.

Die Abonnenten der Orgelbauzeitung erhalten das Blatt gratis. Preis 1,50 Mark halbjährig. Verlag von Wolf Peiser (G. Kaliski) Berlin. Die Monatschrift widmet sich der Pflege des Interesses an der evangelischen-lutherischen Kirchenmusik; sie enthält insbesondere einen vortrefflichen Artikel von Otto Wangemann: „Die Kunst des Registrirens.“


1879. Die Orgelbauzeitung. Organ für die Gesammtinteressen der Orgelbaukunst. Unter Mitwirkung hervorragender Orgelbaumeister Deutschlands begründet und herausgegeben von Dr. M. Reiter.

Der erste Jahrgang, beginnend mit dem 1. April, hält 27 Nummern mit 2 Steintafeln und 62 Holzschnitten, Artikel-, Sach- und Autorenregister.

Die Orgelbauzeitung erscheint gr. 4°, am 1., 11. und 21. jeden Monats im Verlag von Wolf Peiser (G. Kaliski) in Berlin und kostet vierteljährig 3 Mark.

Der 2. Jahrgang 1880 hält 36 Nummern mit 3 Tafeln und 12 Holzschnitten; im 3. Jahrgang nennt sie sich Wochenschrift für die Gesammtinteressen der Verfertiger und Spieler aller Tasteninstrumente. Officielles Organ des Vereins deutscher Pianofabrikanten und Händler bis zur Nummer 17 vom 29. April 1882.

Im 3. Jahrgang 1881 zeichnet mit Nummer 10 Georg Grützner als verantwortlicher Redakteur, mit Nummer 14 geht Verlag und Expedition an Dr. M. Reiter über, mit Nummer 18 erfolgt Aenderung des Titelbeisatzes in: Offizielles Organ des Vereines Berliner Pianofortefabrikanten laut Generalversammlungsbeschluss vom 26. April 1881. Der Jahrgang 1881 enthält 12 Tafeln und 29 Holzschnitte; der Jahrgang 1882 8 Tafeln und 30 Holzschnitte. Mit dem vierten Jahrgang 1882 heisst der Titel:

Die Orgel- und Pianobau-Zeitung. Wochenschrift für die Gesammtinteressen der Verfertiger und Spieler aller Tasteninstrumente [124] und zählt als Mitarbeiter auf die Herren: Th. Adam, Prof. Bour, k. Musikdirektor, Otto Dienel, Esquire William Evans, ak. Künstler, E. Fabian, k. Hof- und Domkirchen-Organist, Franz, Musikdirektor und Orgelbauinspektor A. Haenlein, Oberpostsekretär W. Hänseler, Professor Dr. J. G. Herzog, Dr. Ferd. von Hiller, Geo. Jardine. Commerzienrath F. Kaps, F.Krug, C. Lindt, Architekt W. Narten, Dr. E. Schläger, Prof. Julius Schneider, Realschuldirektor Dr. C. Sondhaus, Stadtbaurath Spielhagen, Dr. Ewald Wernicke.

Von der Nummer 26 des Jahrgangs 1882 erschien die Orgel- und Pianobau-Zeitung zwei Mal wöchentlich ohne Preisaufschlag.


1879. Register zu den ersten zehn Jahrgängen 1869-1878 der Monatshefte für Musikgeschichte, verfasst von Robert Eitner. 34 Seiten. 8°. Berlin bei Trautwein. Das Register erschien gegen das seinerzeitige Versprechen gesondert im Buchhandel und ist bereits vergriffen.


1879. Musikalische Sonntagszeitung. Russisch und deutsch unter der Redaktion von Dr. Sebera in Petersburg.


1879. Zither-Freund. Monatsschrift für fachliche Interessen. Centralorgan sämmtlicher Zithervereine. Redakteur: J. A. Mayer. Jährlich 12 Nummern zu 1/2 Bogen mit musikalischen Beilagen. Fol. Olmütz. Preis jährlich 9 Mark, halbjährig 4,80 Mark, ohne Beilagen jährlich 3 Mark.


1879. Zither-Signale. Verantwortlicher Redakteur und Verleger P. Ed. Hoenes in Trier. Erscheint monatlich ein Mal, 20 Seiten, kl. 8° und kostet vierteljährig 1 Mark, die einzelne Nummer 50 Pfennige. Insertionsgebühr die zweigespaltene Petitzeile 10 Pfennige. Beilagen werden mit 10 Mark berechnet.

Ist nach dem Muster grosser Musikzeitungen angelegt, vertritt energisch seinen Standpunkt namentlich gegenüber seinen Concurrenzblättern.


1880. Musikwelt. Musikalische Wochenschrift für die Familie und den Musiker, redigirt von Max Goldstein. Der erste Jahrgang reicht vom Oktober bis Dezember 1880, sechs Nummern, gr. 4°. Berlin. Verlag der Musikwelt. Preis vierteljährig 3 Mark. Die Nummer 30 Pfennige. Mit No. 13 vom 25. März 1882 kündigt der Herausgeber aus [125] Gesundheitsrücksichten bis auf Weiteres das Aufhören der Zeitung an.

Von den Mitarbeitern der „Musikwelt“ sind als die bekannteren Namen anzuführen: G. Doemke, Louis Ehlert, H. Ehrlich, Ed. Hanslik, Moritz Moszkowski, G. Nottebohm †, Dr. Hugo Riemann, C. Saint-Saëns u. A.

Die „Musikwelt“ trug den Wünschen und Ansprüche dem Leserkreis für den sie berechnet, der Familie, in erster Reihe bestens Rechnung.


1880. Neue Musikzeitung erscheint im Verlag von P. J. Tonger in Köln a/Rhein unter Redaktion von August Reiser in Köln.

Vierteljährig sechs Nummern, als Beilagen drei bis sechs Klavierstücke, Lieder, Duetten, Compositionen für Violine oder Cello mit Klavier, drei Portraits von Tonkünstlern mit deren Biographie. Als weitere Beilage empfangen die Leser bogenweise ein Conversationslexikon der Tonkunst. Preis vierteljährig 80 Pfennig, einzelne Nummern 25 Pfennige. Inserate, die 4 gespaltene Zeile 50 Pfennige.

Die Verlagshandlung gibt die Zahl der Auflage im ersten Jahr auf dreitausend, im zweiten auf 15 Tausend, im dritten auf 32 Tausend, im vierten auf 35 Tausend, nun 40 Tausend an.

Die Zeitung entspricht den Wünschen und Ansprüchen der Musikliebhaber und dient mehr der Unterhaltung als wissenschaftlichen Erörterungen musikalischer Tagesfragen und Probleme. Sie ist sehr gut redigirt und die Verleger bemühen sich um Mitarbeiter von besten Namen und verzeichnen 1881 als neu gewonnene Franz Abt in Braunschweig, Aug. Bielfeld in Hamburg, Ludwig Erk in Berlin, Dr. Fischer in Ottweiler, Ferd. Gumbert in Berlin, A. Hennes in Berlin, Dr. Kastner in Wien, R. Musiol in Fraustadt, Ernst Pasqué in Heidelberg, Professor Piel in Boppard, Frau Elise Polko in Deutz, Dr. Schmitz-Dumont in Dresden, Professor Sittard in Stuttgart, Professor Jottman in Leipzig, Prof. Ph. Xarwenka in Berlin; doch scheinen dieselben die Redaktion mit Beiträgen nicht zu überhäufen.


1880. Neue Musikerzeitung. Organ für die Interessen der Musiker und des musikalischen Verkehrs, herausgegeben von dem Verein Berliner Musiker. Redakteur: Franz Siegmann. Berlin, Verlag von Wolf Peiser (G. Kaliski). Jährlich 12 Nummern zu 1 Bogen, gr. 8°. Preis 3 Mark.


[126] 1880. Der Sendbote der heiligen Cäcilia. Monatsschrift für Kirchensänger, redigirt von C. Le Maire, Pfarrer in Habkirchen in der Pfalz.

Zugleich Organ des Diözesan-Cäcilien-Vereins Speyer. Jährlich 12 Nummern à 1/2-1 Bogen, hoch 4°. Speyer, Kleeberger. Preis 1 Mark.

Ist dem Programm nach in erster Reihe für Chorsänger und Sängerfamilien geschrieben.


1880. Zeitschrift für Instrumentenbau. Centralorgan für die Interessen der Fabrikation von Musikinstrumenten und des Handels, für ausübende Künstler und Musikfreunde. Unter Mitwirkung fachmännischer Redakteure und competenter Theoretiker herausgegeben von Paul de Witt in Leipzig. 4°, Expedition: Leipzig, Windmühlenstrasse 15.

Die Zeitschrift erscheint jeden 1. und 15. eines Monats; der Jahrgang beginnt mit dem 1. Oktober. Abonnementspreis bei direkter Kreuzbandsendung das Quartal 2 Mark, die einzelne Nummer 50 Pfennige. Insertionsgebühr die 4 gespaltene Petitzeile oder deren Raum 30 Pfennige, bei Wiederholungen Rabatt.

Die Zeitschrift widmet den Gewerbe- und Industrieausstellungen besondere Berücksichtigung in Originalberichten; ebenso neuen Erfindungen und dem Patentwesen. Manigfaltiges über Instrumente und Instrumentenbau, Hilfsmaschinen u. A. bildet mit der Rubrik Vermischtes, dem Briefkasten und Inserate den Inhalt.


1881. Musikalisches Centralblatt. Verantwortlicher Redakteur und Verleger Robert Seitz in Leipzig. Jährlich 52 Nummern. 4°. 1-11/2 Bogen. Preis 8 Mk. Die einzelne Nummer 30 Pfennige. Insertionsgebühr 30 Pf. die gespaltene Petitzeile.

Der Inhalt zerfällt in I. Leitartikel und grössere Aufsätze. II. Kritische Besprechungen und Aufsätze kritischen Inhaltes. III. Musikbriefe. IV. Musikalische Erörterungen. V. Feuilletonistisches. VI. Necrologe. VII. Berichte über Concert und Oper. VIII. Mittheilungen aus der musikalischen Welt. IX. Eingesandte Concertprogramme. X. Kirchenmusik. XI. Notizen. XII. Redaktions-Briefkasten. XIII. Berichtigungen. XIV. Inserate.

Auf dem Titelblatt des ersten Jahrgangs 1881 sind als Mitarbeiter aufgeführt: Professor Dr. Julius Alsleben in Berlin, Musikdirektor Adolph Blassmann in Dresden, [127] Oberlehrer Wilh. Boettcher in Posen, Professor Fr. Brenner in Dorpat, Professor Dr. J. Brock in Göttingen, Dr. Heinrich Bulthaupt in Bremen, Professor Heinrich Ehrlich in Berlin, Robert Eitner in Berlin, Wilh. Freystätter in München, Angul Hammerik in Kopenhagen, Jaques Hartog in Amsterdam, Professor Louis Köhler in Königsberg, Eugen Krantz in Dresden, Emil Krause in Hamburg, Dr. Wilh. Langhans in Charlottenburg, Otto Lessmann in Charlottenburg, Dr. Adolph Lindgren in Stockholm, Kapellmeister Carl Machts in Hannover, Joseph Maier in Prag, Musikdirektor Fr. W. Markull in Danzig, Musikdirektor Ludwig Meinardus in Hamburg, Fr. Meindel in Brünn, Carl Mengewein in Wiesbaden, Joh. Valentin Müller in Würzburg, Robert Musiol in Röhrsdorf, Professor Dr. Emil Naumann in Dresden, A. Niggli (Fürsprech) in Aarau, Professor Dr. Ludwig Nohl in Heidelberg, Omero Paoli in Rom, Dr. Carl Polko in Breslau, J. Richard in Mannheim, C. M. von Savenau in Graz, Seminarmusiklehrer H. Sattler in Oldenburg, Professor Ed. Schelle in Wien, Professor Dr. H. M. Schletterer in Augsburg, H. Seewald in Leipzig, Theodor Souchai in Canstatt, H. Thomas in Lübek, Fritz Wallerstein in Dresden, Wilhelm Wauer in Herrnhut, Ferdinand von Witzleben-Wendelstein in Blasewitz bei Dresden, A. Wolfer in Freiburg in Br. und viele Andere.


1881. Die Glocke. Allgemeiner Anzeiger für die musikalische Welt; verlegt und expedirt von F. Kämmerer in Neudamm, Provinz Brandenburg.

Die Glocke wird monatlich 2 Mal in einer Auflage von circa 15,000 Exemplaren nach allen Richtungen gratis und franko versendet. Der Insertionspreis beträgt die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 60 Pfennige (der für 1882 auf 40 Pfennige abgemindert wurde) und wird bei öfterer Wiederholung erheblicher Rabatt gewährt. Separat-Beilagen, welche das einfache Kreuzbandporto nicht erhöhen, werden für 5 Mark für 1000 Exemplare beigelegt.

Für das Jahr 1882 erbat sich die Expedition für die regelmässige frankirte Gratiszusendung der „Glocke“ eine Portoentschädigung von jährlich 90 Pfennige, welche bei Insertionsaufträgen wieder in Abzug zu bringen gestattet wurde.


[128] 1881. Konversationsblatt für Theater, Musik, Kunst und Literatur. Redakteur S. Reckendorf. Jährlich 104 Nummern zu 1 Bogen. 8°. Mannheim bei Reckendorf. Preis monatlich 75 Pf. Quartal 2 Mark.


1881. Harmonie. Centralblatt für die gesammten Interessen des Zitherspieles, Hauptorgan für alle im deutschen Reich, in der österreichisch-ungarischen Monarchie, der Schweiz, Grossbrittannien, Amerika, sowie in allen übrigen Ländern wirkenden Zithervereine mit Berücksichtigung auch der Guitarrevrereine. Jährlich 12 Nummern gr. 4°. Leipzig bei Eulenburg. Preis 8 Mark.


1881. La Renaissance Musicale. Directeur: Edmond Hippeau. Administrateur-Gerant: Paul Pellereau. gr. 4. Paris.

Erscheint jeden Samstag. Preis jährlich 14 Fr., halbjährig 8 Fr., der einzelnen Nummer 30 Cent.

In der No. 30 vom 28. Juli 1883 ist für die folgende Nummer der Beginn der Veröffentlichung einer vollständigen Uebersetzung der Autobiographie „L’oeuvre et la Mission de ma vie“ von Richard Wagner angezeigt und deren Inhalt wie folgt angegeben:

I. Raison personnelles, qui ont obligé l’auteur a entreprendre ce travail apres la publication de ses „Gesammelte Schriften“.

II. L’art national allemand. – Le caractère germanique. – La civilisation allemande.

III. Revolution et restauration. – L’idée de liberté. – L’Allemagne en 1830. La Burschenschaft.

IV. Les souverains allemands. – Les poètes et musiciens allemands. – La renaissance artistique et littéraire. La Jeune Allemagne.

V. Debuts de Richard Wagner. – Son éducation. – Ses prémières tendances musicales.

VI. Un idéal nouveau. – Les compositeurs allemands en 1832. – Meyerbeer, Mendelssohn et Schumann.

VII. Première tentative de Wagner à Paris. – Son retour en Allemagne. Ses premières oeuvres dramatiques.

VIII. Revolution de 1848. – Création d’un art nouveau. Manifestes théoriques et imagination d’un style dramatique national.

IX. Nouveau voyage en France. – Retour en Allemagne. – Les Projets de création des grandes institutiones artistiques nationales à Munich en 1864.

[129] X. Hostilité du puplic, de la presse et des princes allemands. – La guerre de 1870-71 et la création du theatre national à Bayreuth. La représentation de l’Anneau du Nibelung.

XI. La composition de Parsifal. Reproches de Wagner à ses compatriotes qui n’ont pas repondu à ses appels et derniere profession de foi sur les idées que l’auteur a essayér de defendre toute sa vie.*)[5]

Die Redaktion verspricht zu gelegener Zeit Aufklärung in Bezug auf Verantwortlichkeit; die Tendenz des Blattes spricht sich in der ausgesprochen fortschrittlichen Richtung genügend aus.

Als Seltenheit eines Musikblattes wird der Leser unter Causerie financière einen Börsenbericht finden.


1881. Sängerfestzeitung zur Erinnerung an die 50-jährige Jubelfeier der vereinigten norddeutschen Liedertafeln in Bremen am 16. 17. und 18. Juli 1881. Redakteur: Heinrich Helmes. 3 Nummern folio Bremen bei Fischer. Preis 90 Pfennige.


1881. Sängerwarte. Sprechsaal für Gesangsdidaktik. Organ des Vereins deutscher Zifferisten. gr. 8°. Steele an der Ruhr. Verlag des Vereines deutscher Zifferisten. Druck von W. Girardet in Essen. Erscheint monatlich 8 Seiten stark. Preis des Jahrganges 2 Mark. Als Redakteur fungirt: Kondring, Chordirigent in Steele. Der Zifferistenverein ist besonders thätig, die Methode Galin-Paris-Chevé für den Gesangunterricht zu fördern.

Im Jahre 1882 wurden laut Ausweis der ersten Nummer des 3. Jahrgangs 451 Exemplare der Sängerwarte versendet.


1882. Musikalischer Anzeiger. Gratis-Beilage der „Neuen Cölner Musikzeitung“. gr. folio. Leipzig. Redaktion und Verlag C. Wilh. Leipner.

[130] No. 1 erschien den 1. März 1882 in einer Auflage von 25 Tausend Exemplaren. Je nach Bedürfniss sollten 12-18 Nummern im Jahr erscheinen, die 5 gespaltene Nonpareille-Zeile 50 Pf. bei 6 maliger Wiederholung mit 10, bei 12 maliger mit 20% Rabatt, kosten. Die erste Spalte jeder der 4 Seiten der einen und einzigen mir bekannt gewordenen Numer enthält Neuigkeiten des deutschen Musikalienhandels, einen Originalbericht aus Wien von Max Kalbeck, Rundschau auf musikalischen Gebiet und Technische Mittheilungen, den übrigen Raum füllen Inserate.

Das Unternehmen scheiterte wohl zumeist durch die Aufdringlichkeit gegenüber den Verlegern der Neuen Musikzeitung in Köln.


1882. Archivo musicale. Publicazione periodica di Estitica, Acustica, Storia, Didattica e Critica musicale, Contrappunto, Armonia, Canto, Instrumentazione, Biografie, Bibliografie, Arte contemporanea, Contraversia. Erscheint in gr. 8° in Neapel jeden ersten und dritten Sonntag eines Monat. Preis des Jahrganges zu 24 Lieferungen zu 2-21/2 Bogen in Umschlag für Italien 24 Lire, für das Ausland 30 Lire; die einzelne Lieferung in Italien 1 Lire, auswärts 1,30 Lire. Als Direktor unterzeichnet B. Cesi, als verantwortlicher Herausgeber L. Nicodemo. Als Herausgeber und Comitémitglieder sind genannt: L. Rossi, B. Cesi, F. Florimo, A. Tari, E. di Lustro, M. Ruta, M. C. Caputo, F. Polidoro, C. M. Malfatti.

Als Mitarbeiter und Correspondenten a) für Italien: Berwin, B. Grassi Landi, D. Peruzy, D. Bertini, A. Kraus, S. Panzacchi, Conte Franchi Verney, G. Roberti, Datt. F. Filippi, Conte Salvioli, F. Malipiero, Franc G. Zingerle, D. Bellissimo, V. Lebrecht, Cav. Aldo Noseda. b) für das Ausland: G. Chouquet, Lavoix fils, E. Reyer, A. Pougin, Capellmeister van Elewyck, F. A. Gevaert, Direktor des Brüsseler Conservatoriums, E. Hanslick, DeCastrone, Lrarchesi, Professor Dr. F. Alsleben, D. W. Langhans, Musikdirektor L. Meinardus, F. Hiller, V. E. Nau-Mann, F. A. Gore Ouseley Bart, J. Green. F. Niecks, A. Duarte du Cruz Pinto, E. d’Albero, F. Weber L. Caracciolo, E. Marzo, O. Berggruen, H. Schneider, C. L. Nohl, Dr. Oskar Paul.


1882. Musica sacra. Organ des belgischen Gregoriusvereins, redigirt von Canonicus und Professor Van Damme, [131] erscheint bei Poelman in Gent, Belgien, jeden Monat mit einer Musikbeilage. Preis 5 Frs.


1882. Pädagogische Erfahrungen beim Klavierunterricht im täglichen Verkehre mit den Schülern am Conservatorium von Xaver Scharwenka in Berlin. Monatsschrift für Klavierlehrer und Freunde einer rationellen musikalischen Erziehung. In Verbindung mit den übrigen Kräften des Lehrer-Collegiums herausgegeben von Aloys Hennes. Im Selbstverlag des Verfassers 8° Berlin, Lützowstrasse 27 Leipzig C. A. Händel.

Abonnementspreis per Jahr 3 Mk., per Quartal 1 Mk.; die Einzel-Nummer 40 Pfennige. Nummer 1 erschien im Januar 1882 zu 16 Seiten.


1882. Die Pause. Musik- und Unterhaltungsschrift für Deutschlands Lehrer. Das Blatt erscheint monatlich ein Mal mindestens 16 Seiten in 4°. Abonnementspreis vierteljährig 50 Pf. Berlin. Verlag von Dr. Reiter & lakobsohn.

Die erste Nummer erschien Mitte August 1882.


1883. Echo vom Gebirge. Fachblatt für die Interessen des Zitherspieles. Organ des bayerischen Zitherbundes. Redaktion und Verlag von Franz Fiedler in Tölz, Oberbayern. Jährlich 12 Hefte 11/2 Bogen 4° Preis halbjährig 2 Mark 40 Pfennige, ganzjährig 4 Mark 80 Pf.

Die erste Nummer erschien am 1. April 1883 und enthält einen poetischen „Gruss aus den Bergen“ von A. Krettner. „Zur Einführung“ von Redaktion und Verlag. Meldung in „Angelegenheiten des bayrischen Zitherbundes“. Die Zither der Gegenwart von Georg Breit. Zur Charakteristik der Tonarten von Aug. Bielfeld. Die Altzither und ihre Verwendung von Franz Fiedler. Musikalische und unmusikalische Briefe von R. von Baczynski. Literatur. Concertberichte. Concertprogramme. Vermischtes. Briefkasten. Inserate. Im Feuilleton: Zum 80. Geburtstag Johann Petzmayer’s herzoglich bayrischer Kammervirtuos. Ein uraltes Zitherbuch (von 1602) von A. Ziehrer.


1883. The musical Review. A weekly musical Journal. 4°. London, Novello, Ewer & Comp. jeden Samstag 12-16 Seiten. Preis jährlich 19 Sch. 6 Denier, halbjährig 10 Sch., vierteljährig 5 Sch.

Die vorliegende No. 8 vom 24. Februar enthält einen [132] Chopiniana betitelten[WS 7] Aufsatz über Moritz Karasowskie’s „Friedrich Chopin, sein Leben, seine Werke und seine Briefe,“ Wagners Leichenfeier, Musikberichte aus Paris, Berlin, Brüssel und Mailand; kleinere Notizen und Annoncen.


1884. Parsifal. Organ zum Zweck der Erreichung der Richard Wagner’schen Kunstideale. 4°. Wien. Erscheint am 1. und 15. jeden Monats 4 Seiten. Preis des Jahrgangs 5 M.

Chef-Redakteur: Emmerich Kastner. Vom Februar bis Juni 1884 eröffnete die Redaktion ein Probeabonnement für den Betrag von 2 Mark und erschien die erste Nummer am 13. Februar am ersten Jahrestag des Todes Richard Wagner’s.

Das Programm der Zeitung umfasst drei Hauptpunkte:

1. Die Sammlung, Sichtung und Zusammenfassung aller grossen und kleinen Erscheinungen und Vorkommnisse, die irgend auf Richard Wagner Bezug haben.

2. Die Pflege der durch den Meister geschaffenen nationalen Kunst und damit in erster Linie die Förderung und Erhaltung der Bühnenfestspiele.

3. Die Herstellung einer geistigen Verbindung aller Gesinnungsgenossen und Anhänger des Dichter-Componisten.

Bezüglich des ersten Punktes konnte den Erwartungen nicht in der gewünschten Weise entsprochen werden, da Mittheilungen aus R. Wagner’s Leben zu spärlich zuflossen.

Die erwähnte erste Nummer vom 13. Februar 1884 unterzeichnete als verantwortlich für die Redaktion: Joseph Heinrich Holzwarth; als Herausgeber Alexander Ortony.




Von den neuesten Musikzeitungen Amerika’s in englischer Sprache, die in jüngster Zeit an Zahl rasch zugenommen, vermag ich nur folgende Namen anzuführen:

Music and Drama; Musical Curier; Musical People; Musical Critic and Trade Review; Musical Record; Musical Herald; Indicator of Chicago; Musical World of Cleveland; Musical Visitor of Cincinnati.





[133] [Register, nicht transkribiert]

[134] [Register, nicht transkribiert]

[135] [Register, nicht transkribiert]

[136] [Register, nicht transkribiert]

[137] [Register, nicht transkribiert]

[138] [Register, nicht transkribiert]

[139] [Register, nicht transkribiert]




Druckfehler.
Seite 81, Zeile 9 von unten lies L’Univers statt L’Universal.




K. Hof- und Universitäts-Buchdruckerei von Dr. C. Wolf & Sohn.

Fußnoten

  1. *) Gregoir führt sie unter 1835 auf.
  2. *) Gregoir führt sie unter 1841 und 1844 auf.
  3. *) Gregoire führt sie unter 1849 auf.
  4. *) Gregoir führt sie unter 1848 auf.
  5. *) Die Autobiographie Wagner’s wurde bekanntlich nur in wenigen Exemplaren gedruckt, die im Besitz der Familie und einzelner der vertrautesten Freunde sind und von Wagner nicht für die Oeffentlichkeit bestimmt waren. Dieser Umstand war für den Sachwalter der Richard Wagner’schen Relikten Grund genug gegen die Veröffentlichung Einspruch zu erheben, demzufolge sie unterbleiben musste. Die Redaktion bot dafür eine Biographie Wagners, deren grösserer Theil einer Schrift Wolzogens über Wagner entnommen ist und aus dem Deutschen ins Englische und vom Englischen ins Französische übersetzt worden war. Die Zusätze von den Uebersetzern herrührend sind meist ohne Belang.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Die Schreibweise variiert zwischen Gregoir und Gregoire; gemeint ist (Georges Jacques) Edouard Gregoir (1822-1890), belgischer Musikwissenschaftler, Pianist und Komponist. Erscheinungsort des Titels war Antwerpen.
  2. in der Vorlage: jusqua’
  3. in der Vorlage: uud
  4. in der Vorlage: Culden
  5. in der Vorlage: L’Universal musical; korrigiert im Druckfehlerverzeichnis S.139.
  6. in der Vorlage: Sontag
  7. in der Vorlage: betilteten