Die Pferdetrappe bei Darnstedt

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Textdaten
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Autor: Jodocus Donatus Hubertus Temme
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Titel: Die Pferdetrappe bei Darnstedt
Untertitel:
aus: Die Volkssagen der Altmark
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1839
Verlag: Nicolaische Buchhandlung
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Erscheinungsort: Berlin
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Quelle: Google und Scans auf Commons
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13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt.

Eine Meile von Stendal, bei dem Ausgange des Dorfs Darnstedt nach Bellingen zu, liegt ein Stein, etwa von der Größe wie ein Sack mit zwei Scheffeln Korn. In demselben ist ein unbeschlagener und tief eingedrückter Pferdefuß zu sehen. Ueber die Entstehung dieses Zeichens hat man mehrere Sagen. Nach einer lebte in Darnstedt eine Krügerfrau, welche die Gewohnheit hatte, erschrecklich zu fluchen. Dieses hatte sie auch eines Tages gethan, schwörend: [16] der Teufel solle sie holen, wenn sie nicht die Wahrheit spreche. Da erschien wirklich der Teufel, packte sie auf und führte sie auf einem Pferde hinweg. Im Davonjagen aus dem Dorf trat das Teufelspferd auf jenen Stein, und davon rührt noch jene Spur her.

Nach einer anderen Sage sollte vor vielen hundert Jahren bei Darnstedt einmal eine Schlacht gehalten werden. Einer der Generale aber hatte keinen guten Muth dazu, und sprach höhnisch: So gewiß mein Pferd in diesen Stein hineintreten wird, so gewiß werden wir die Schlacht gewinnen. Als er aber darauf über den Stein ritt, trat sein Pferd wirklich jenes Loch hinein. Die Schlacht ward auch des anderen Tages gewonnen.

Beckmann histor. Beschreibung v. Brandenburg. Th. I. S. 375. 376.