Die Rednerschule

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Autor: Lukian von Samosata
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Titel: Die Rednerschule
Untertitel:
aus: Lucian’s Werke, übersetzt von August Friedrich Pauly, Eilftes Bändchen, Seite 1335–1354
Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum: 2. Jahrhundert
Erscheinungsdatum: 1830
Verlag: J. B. Metzler
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Erscheinungsort: Stuttgart
Übersetzer: August Friedrich Pauly
Originaltitel: Ῥητόρων Διδάσκαλος
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scan auf Commons
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[1335]
Die Rednerschule.

1. Du willst von mir wissen, lieber Jüngling, wie du es anzugehen habest, um ein Rhetor zu werden, und dich mit der Autorität des allgefeierten Titels Sophist zu umgeben. Du behauptest, das Leben würde für dich gar keinen Werth haben, wenn es dir nicht gelänge, eine solche Stärke in der Rede dir anzueignen, daß du mit Bewunderung betrachtet würdest als der Unüberwindliche und Unwiderstehliche, um dessen Rednerbühne sich ganz Hellas mit Begierde dränge. Du wünschest also von mir den Weg kennen zu lernen, der zu diesem Ziele dich führen soll. Nun von Herzen gerne, mein Sohn; zumal, wenn ein Jüngling wie du, von innerem Streben nach einer so schönen Sache getrieben, und ungewiß, wie er es anzugreifen habe, kommt, und um eine so heilige Sache, als ein guter Rath ist, bittet.[1] Vernimm denn, was ich dir mittheilen werde, und verlasse dich darauf, daß du es recht bald dahin bringen sollst, das Erforderliche zu wissen und in Ausübung zu bringen, wofern du nur meines [1336] Unterrichtes eingedenk bleiben, dich fleißig üben, und deine Bahn muthig verfolgen willst, bis sie dich zum Ziele geführt haben wird.

2. Dieses Ziel, dem du nachjagen willst, ist nun zwar allerdings kein gemeines, und erfordert nicht geringen Eifer: es verdient im Gegentheil, daß man sich dasselbe viel Arbeit, Nachtwachen und Mühseligkeiten aller Art kosten lasse. Du siehst ja, wie so Viele, die zuvor gar Nichts waren, durch ihre bloße Beredtsamkeit zu angesehenen, reichen, ja sogar hochadeligen Leuten geworden sind.

3. Uebrigens lasse dir die Vorstellung jener vielen mühevollen Vorarbeiten deinen Muth und die Hoffnung auf das künftige große Glück nicht niederschlagen, mein junger Freund! Ich werde dich keinen so rauhen, steilen und schweißkostenden Weg führen, daß dich vor Ermüdung die Lust anwandeln sollte, umzukehren, ehe du ihn auch nur zur Hälfte zurückgelegt hättest. So wäre ich ein um nichts besserer Führer, als die gewöhnlichen, welche ihren Schülern den langen, hoch ansteigenden, abmattenden Pfad weisen, der die Meisten zur Verzweiflung treibt. Nein, das ist eben das Schöne an dem Wege, den ich dir einzuschlagen rathe, daß er eine eben so angenehme, als kurze Fahrstraße ist, die sich durch lustige Auen, durch duftende und schattige Gebüsche hinzieht, so daß du mit aller Bequemlichkeit und unvermerkt auf die Höhe kommst, wo du im Besitze des mühelos gewonnenen Preises, zu behaglichem Genusse hingelagert, zusehen kannst, wie die Andern, welche den gewöhnlichen Weg einschlugen, noch ganz unten am schroffen Berge über schlüpfrige Felsen mühsam heranklimmen, nicht selten rückwärts wieder hinunter kugeln, [1337] und sich blutige Flecke schlagen an den scharfen Klippen. Inzwischen schwelgst du, der längst den Kranz empfangen, in seliger Wonne. Alles, was die Rhetorik Herrliches bieten kann, hast du in Kurzem, um nicht zu sagen im Schlafe, gewonnen.

4. Du siehst, das ist ein großes Versprechen. Aber, bei dem Gotte unserer Freundschaft! entziehe mir darum dein Vertrauen nicht, weil ich dir die Sache eben so leicht als angenehm darstelle. Wenn Hesiod schon dadurch, daß er ein Paar Blätter vom Helikonischen Lorbeer in die Hand nahm, auf der Stelle aus einem Hirten zum Dichter ward, und, von den Musen eingegeistigt, der Götter und Heroen Entstehung sang, wie sollte es nicht möglich seyn, es auf einem ganz kurzen Wege auch zum Redner zu bringen, der doch immer weit unter der poetischen Höhe steht?

5. Laß dir von einem guten Rathe eines gewissen Sidonischen Kaufmanns erzählen, der blos durch die Ungläubigkeit Dessen, dem er ertheilt ward, ohne Nutzen blieb. Nachdem Alexander durch den vollständigen Sieg über Darius bei Arbéla, Beherrscher von ganz Persien geworden war, fand er für nöthig, nach allen Richtungen Staatsboten auszusenden, um seine Befehle in die Provinzen ergehen zu lassen. Nun war der Weg aus Persien nach Aegypten besonders weit: man mußte nach Umgehung eines Gebirges durch Babylonien nach Arabien reisen, sodann durch eine sehr lange Sandwüste wandern, um endlich, wenn man rüstig marschierte, nach zwanzig mühseligen Tagereisen in Aegypten anzulangen. Alexandern verdroß dieser Umstand um so mehr, [1338] da er von unruhigen Bewegungen der Aegypter gehört hatte, und nun doch nicht im Stande war, den dortigen Statthaltern seine Willensmeinung schnell genug zugehen zu lassen. Da erbot sich ein Kaufmann aus Sidon, einen ganz kurzen Weg aus Persien nach Aegypten anzugeben. „Wenn man,“ sagte er zum Könige, „gerade über dieses Gebirge geht, was in drei Tagen geschehen kann, so ist man hernach gleich in Aegypten.“ Und der Mann hatte Recht. Allein Alexander hielt den guten Kaufmann für einen Windbeutel, und glaubte ihm nicht. Man mißtraute allgemein diesem Versprechen, blos weil es befremdend war.

6. Hüte dich vor einer solchen Befangenheit, mein Freund, und die Erfahrung soll dich lehren, daß dich nichts hindert, in weniger als Einem Tage das Gebirge zwischen Persien und Aegypten zu überfliegen, das heißt, für einen gemachten Redner zu gelten. Vorerst will ich dir nun, in der Manier des berühmten Cebes, ein Gemälde entwerfen, welches die beiden Wege, die zu der Rhetorik, dem Gegenstande deiner Liebe, führen, darstellen soll. Diese selbst, ein sehr schönes und reizendes Weib, sitzt auf der Höhe des Berges, und hält in der Rechten das mit den mannigfaltigsten Früchten überfüllte Horn der Amalthéa. Ihr zur Seite stehend denke dir den Plutus [Reichthum] ganz golden und lieblichen Angesichts, ferner den Ruhm und die Stärke. Rings umflattern sie, Amoretten ähnlich, die niedlichsten Gruppen der Beifallsgenien. Du hast doch wohl schon Gemälde gesehen, den Nilgott vorstellend, wo dieser auf einem Krokodil, oder wie er gewöhnlich gemalt wird, auf einem Flußpferde ruht, umgaukelt von einer Anzahl kleiner, spielender [1339] Knaben:[2] so denke dir die Rednerkunst umgeben von den Genien des Lobes. Nun denn, verliebter Freund, der du von Begierde brennst, recht bald auf dieser Höhe zu seyn, frisch hinan, um dich mit deiner Geliebten zu vermählen, und den Reichthum, den Ruhm, den Beifall, kurz Alles das mit ihr zu gewinnen, was von Rechtswegen das Eigenthum des Vermählten wird.

7. Freilich wirst du im ersten Augenblicke, wenn du dich dem Berge näherst, am Hinaufkommen verzweifeln. Er wird dir vorkommen, wie die hohe Bergveste Aornus den Macedoniern, die, als sie dieselbe das erstemal sahen, meinten, daß es sogar einem Vogel nicht leicht seyn würde, über sie wegzufliegen, und daß man nothwendig einen Bacchus oder Herkules brauchte, um sie einzunehmen. Doch wird es dir nur im Anfange so erscheinen. Bald werden sich dir zwei verschiedene Wege darbieten, von welchen der eine ein schmaler, dorniger, steiniger, und viel Durst und Schweiß drohender Fußpfad ist, den übrigens bereits Hesiod so genau bezeichnet hat, daß es meiner Schilderung nicht weiter bedarf. Der andere ist breit und hat Blumenauen und Quellen zur Seite – doch ich habe ihn dir ja vorhin schon beschrieben; ich will dich also nicht durch eine Wiederholung des schon Gesagten aufhalten, indessen du bereits ein Redner geworden seyn könntest.

[1340] 8. Nur das Einzige will ich noch hinzusetzen, daß jener rauhe und schroffe Pfad nur wenige Fußtritte zeigt; und auch diese wenigen sind schon sehr alt. Uebrigens war ich selbst Einer der Unglücklichen, die ohne alle Noth auf diesem Wege unter großen Mühseligkeiten hinaufgekrochen sind. Wohl sah ich in der Entfernung jene ebene und gerade Straße: aber betreten hab ich sie nicht, weil ich noch zu jung war, um das Bessere einzusehen, und dem Dichter glaubte, der sagt, das Gute erwachse nur aus der Bemühung. Aber so ist es nicht. Ich sehe ihrer Viele, die es zu höheren Ehren gebracht haben als ich, blos weil sie in der Wahl des Weges und der Mittel glücklicher waren. Wenn du also dahin gekommen bist, wo beide Wege beginnen, so wirst du stehen und nicht wissen, welchen du einschlagen sollst, und was du zu thun habest, um möglichst leicht auf den Gipfel zu gelangen, und glücklich in der Verbindung mit deiner Geliebten, aller Welt ein Gegenstand der Bewunderung zu werden. Ich will es dir sagen. Es ist ja genug, daß ich selbst mich betrogen und mir nutzlose Mühe gemacht habe. Du sollst ungepflügt und ungesäet ernten, wie einst in der goldenen Zeit.

9. Gleich anfangs wird ein starker, derb gebauter, von der Sonne gebräunter Mann, festen, mannhaften Tritts, und mit strengem, aufmerksamem Blicke, auf dich zukommen. Er ist der Führer auf jenem rauhen Wege, der dir albernes Zeug genug vorschwatzen wird, um dich zu bewegen, ihm zu folgen. Er wird dir die Fußstapfen des Demosthenes, Plato und Anderer zeigen, die zwar größer, als die heutigen, aber vor Alter ziemlich verwischt und unkenntlich geworden sind. [1341] Er wird dir ferner sagen, wie glücklich du werden, und daß du die Rednerkunst zur rechtmäßigen Gemahlin bekommen sollst, wenn du auf jenem Pfade, so gerade, wie auf einem Seile, hinansteigest. Würdest du im Geringsten aus dieser Bahn treten, oder auch nur mit dem Körper dich ein wenig gegen die linke oder rechte Seite neigen, so würdest du für immer die Richtung verlieren, welche zu jener Vermählung dich führen könne. Indem er dich sodann zur Nachahmung der Alten auffordern wird, wird er dir abgestandenes, schwer nachzuahmendes Zeug zum Muster auftischen, was sich ungefähr ausnimmt, wie die in dem alten, strengen Style gearbeiteten, hart umrissenen, straffen Bilder aus der Werkstätte eines Hegesias, oder Critias, des Insulaners.[3] Zugleich wird er dir Nachtwachen, Wassertrinken und zähe Ausdauer als Bedingungen darstellen, auf welchen er unerbittlich beharren müße, wenn die Vollendung des Weges möglich werden solle. Das Verdrüßlichste aber von Allem ist, daß er das Ziel der Reise in einer Entfernung nicht etwa von mehreren Tagen oder Monaten, sondern von einer Reihe ganzer Olympiaden zeigt, so daß, Wer das hört, voraus alle Lust und allen Muth verlieren muß, und der Hoffnung auf jene Seligkeit herzlich gerne den Abschied gibt. Bei allem dem ist die Bezahlung nichts weniger als gering, welche er für diese deine Mißhandlung dir abfordert: und er wird seine Führung dir gänzlich [1342] verweigern, wenn du nicht vorher schon mit einer reichlichen Summe dich eingestellt haben wirst.

10. So wird er sprechen, der grobe, altväterische Kerl, der noch aus des Saturnus Zeiten herstammt, und der längst Verstorbene zur Nachahmung dir aufstellt und dir zumuthet, halbvermoderte Reden wieder herauszugraben, und, als ob es nichts Höheres gebe, dem Sohne eines Schwertfegers [Demosthenes] und eines Schulmeisters [Aeschines] nachzueifern, und das in unseren friedlichen Zeiten, wo kein Philipp uns bekriegen, kein Alexander uns Gesetze vorschreiben will, als welche damals dergleichen Sachen allenfalls nöthig machten. Dieser Mensch weiß noch gar nicht, daß ganz neuerlich eine kurze, angenehme und geradezu der Rhetorik in die Arme führende Straße gebahnt worden ist. Folge ihm also nicht, und höre nicht auf ihn: sonst möchte er verursachen, daß du herunterpurzeltest, oder am Ende unter diesen Plackereien vor der Zeit zum Greise würdest. Wenn du aber wirklich das sehnliche Verlangen trägst, mit deiner geliebten Rhetorik recht bald, und noch in deinen blühenden Jahren dich zu vereinen, damit auch du für sie einen Werth habest, wohlan, so heiße den zottigten und unmanierlichen Bengel seiner Wege sich scheren. Möge er allein, oder mit Andern, die sich von ihm betrügen lassen, hinaufklimmen, keuchen und in Schweiß zerrinnen: was kümmert es dich?

11. Wendest du dich nun zu dem andern Wege, so findest du daselbst unter vielen Andern einen gar zierlichen und Alles wissenden Mann, der einen wackelnden Gang, fast weiblich feine Mienen und ein honigsüßes Stimmchen hat, den Kopf immer sanft auf die Seite neigt, nach wohlriechenden [1343] Oehlen duftet, und nur mit der äußersten Fingerspitze im Kopfe kraut, um seine wenigen, aber zierlich gekräuselten und schön gefärbten Härchen nicht außer Ordnung zu bringen, kurz einen so vollendeten, stutzerischen Weichling, wie kaum Sardanapal, Cinyras, oder der liebreizende Tragiker Agathon selbst, seyn konnten. Ich beschreibe ihn dir absichtlich so genau, damit dieses überirdische Wesen, dieser Liebling der Venus und Gratien, dir doch ja nicht unbemerkt bleibe. Doch was sage ich? Auch wenn du die Augen geschlossen hättest, und er käme auf dich zu, und öffnete seine Honiglippen, und du vernähmest seine melodische Stimme, wie wäre es möglich, daß du nicht sogleich merken solltest, es sey nicht unseres Gleichen, die wir die Früchte des Feldes essen, sondern irgend ein höheres, von Thau und Ambrosia genährtes Wesen, das mit dir redete? Diesem Manne nähere dich, ihm übergib dich ganz, und du wirst in wenigen Augenblicken und ohne alle Mühe ein allbewunderter Redner seyn; wirst, wie er selbst sich ausdrückt, ein König in der Kunst zu reden erscheinen, und mit dem Viergespann der Rednergewalt einherfahren. Das Erste, was er dich lehren wird, ist Folgendes.

12. Doch es ist besser, ich lasse ihn selbst reden. Es wäre ja lächerlich, wenn ich für einen so großen Künstler das Wort führen, und mich der Gefahr aussetzen wollte, die große Heldenrolle durch mein stümperhaftes Spiel zu Schanden zu richten. Höre denn also! Zuerst ordnet und streichelt er das Bischen Haare, das er noch auf dem Kopfe hat, legt sodann in sein Gesicht jene ihm so eigene, freie und zierlich lächelnde Miene, und nimmt einen Ton an, so zärtlich [1344] und einnehmend, daß man die Komikerin Autothaïs, oder eine Malthace und Glycera zu hören glaubt. Denn mannhaft aufzutreten, wäre bäurisch, und für einen so zarten und liebenswürdigen Redner höchst unschicklich.

13. Er beginnt jetzt, und zwar spricht er mit ungemeiner Bescheidenheit zuerst von sich: Hat etwa der Gott von Pytho dich zu mir geschickt, mein Guter, um mich dadurch für den Größten der Redner zu erklären, wie er einst dem Chärephon, auf seine Anfrage, den Weisesten der damaligen Menschen bezeichnete? Ist aber Dieß nicht der Fall, und bist du unaufgefordert hiehergekommen, blos meinem Ruhme folgend, welchen du aus dem Munde der Tausende verkündigen hörtest, die voll Bewunderung und Staunen über meine Leistungen vor meinem Namen in den Staub sich bücken, nun so sollst du bald erfahren, an welch herrlichen Mann du dich gewendet hast. Erwarte Nichts von mir zu hören, das sich etwa noch mit Diesem oder Jenem vergleichen ließe; nein, mein ungeheures und wundervolles Rednertalent wird dir als ein Gigante erscheinen, der weit über alle Uebrigen hervorragt. Du wirst finden, daß ich sie Alle eben so mächtig übertöne, wie der Trompeter den Flötenspieler, die Cicade die Biene, der ganze Chor den Vorsänger.

14. Weil du denn das Verlangen trägst, selbst ein Redner zu werden, und durch keinen Andern Dieß leichter werden kannst, so folge nur, mein Geliebter, allem Dem, was ich dir sagen werde; ahme in Allem nur mich nach, und beachte sorgfältig die Regeln, deren Anwendung ich dir vorschreiben werde. Schreite nur gleich herzhaft d’rauf los, und laß dich’s nicht anfechten, daß du nicht in jene Vorkenntnisse eingeweiht bist, [1345] womit Andere in ihrem Unverstande den Weg zur Rhetorik zu bahnen sich die unnütze Mühe geben. Das Alles hast du nicht nöthig. Greife, wie das Sprichwort sagt, die Sache nur immer mit ungewaschenen Händen an, und du sollst um Nichts schlimmer daran seyn, auch wenn du nicht einmal, was doch alle Welt kann, lesen und schreiben könntest. Ein Redner ist ein ganz ander Wesen, und steht hoch über allen dergleichen Dingen.

15. Zuerst aber muß ich dir sagen, was du gleichsam als Reisezehrung von Hause mitbringen und wie du dich versehen mußt, um die Wanderung in möglich kürzester Zeit vollenden zu können. Auf dem Wege selbst werde ich dir sodann zur Seite gehen, und dich bald belehren, bald ermahnen, so daß du, noch ehe die Sonne untergeht, ein eben so großer Redner seyn sollst, als ich selbst, der ich unbestritten das A und O aller Derer bin, die je einen Rednerstuhl bestiegen. Das Erste nun und Wichtigste, was du mitzubringen hast, ist Unwissenheit und Keckheit, nicht minder auch Frechheit und Unverschämtheit: alles anständige, bescheidene und verschämte Wesen hingegen laß mir ja zu Hause; dieß würde zu deiner Absicht nicht nur nichts nützen, sondern sogar entgegenwirken. Ganz unentbehrlich aber und bisweilen für sich allein schon hinreichend ist das Talent, recht zu schreien, ein frecher, hochfahrender Ton, und ein Gang wie der meinige. Deine Kleidung muß blühend weiß, und von dem feinsten Tarentinischen Gewebe seyn, so daß der Körper darunter sichtbar ist. An den Füßen trägst du buntgestickte Attische Weiberschuhe, oder weiche Sicyonische Socken von weißem Filz. Nie erscheinst du ohne großes Gefolge, nie, ohne eine [1346] Bücherrolle in der Hand zu haben. Dieß ist es, was du von deiner Seite gleich anfangs beizutragen hast.

16. Das Uebrige will ich dir nun, während wir so vorwärts gehen, nach einander zu vernehmen geben, und zwar will ich dich auf die Regeln aufmerksam machen, die du zu beobachten hast, um von der Rhetorik anerkannt und zugelassen, und nicht schnöde deiner Wege gewiesen zu werden als ein Mensch, der sich unberufen zu ihren Mysterien drängen wollte. Erstlich hast du die größte Sorgfalt auf deine äußerliche Haltung und auf einen geschmackvollen Anzug zu verwenden. Sodann mußt du etwa fünfzehen bis höchstens zwanzig Attische Redensarten auflesen und sie dir so geläufig machen, daß sie dir beständig auf der Zungenspitze sitzen: z. B. Wörtchen wie atta, kahta, mohn, amégepa, lohste. Diese und ähnliche streue du überall wie eine Würze in deine Rede ein, ganz unbekümmert, ob das Uebrige dazu passe und zusammenstimme, oder nicht. Wenn nur der Purpurrock von recht blendend schöner Farbe ist, mag alsdann das Unterwams vom gröbsten Friese seyn.

17. Nächstdem hast du für einen Vorrath von unverständlichen, unbekannten und nur einigemal von den Alten gebrauchten Ausdrücken zu sorgen, um sie jeden Augenblick gegen Die, mit welchen du sprichst, loslassen zu können. Der große Haufe wird dich als ein Wunder von Gelehrsamkeit angaffen, wenn du z. B. statt apoxysasthai [sich kratzen] sagst apostlengisasthai, statt hélioh theresthai [sich sonnen] eilethereisthai, statt protímion [das Handgeld] arrhabohn, und statt orthron [die Morgendämmerung] akroknephes. Mitunter kannst du auch neue und auffallende [1347] Wörter selbst fabriziren, und z. B. einen geschickten Redner einen eulexis [Gutsprecher], einen verständigen Mann sophonuhs [klugsinnig], einen Mimiker cheirisophos [handweise] nennen. Entwischt dir ein Sprachschnitzer oder gar ein Barbarismus, so ist das beste Mittel, mit frecher Stirne den Namen irgend eines nie vorhanden gewesenen Dichters oder Prosaikers aus der Luft zu greifen und zu behaupten, dieser gelehrte und feine Sprachkenner hätte diese Art, sich auszudrücken, gut geheißen. Das veraltete Zeug, was der abgeschmackte Isokrates, der von allen Gratien verlassene Demosthenes und der frostige Plato geschrieben, brauchst du nicht zu lesen, wohl aber die neuen Schriften, und besonders die sogenannten Deklamationen, um dich daraus mit einem tüchtigen Vorrath zu versehen, dessen du dich in vorkommenden Fällen mit Bequemlichkeit bedienen könnest.

18. Kommt der Fall, daß du einen Vortrag über eine von den Anwesenden dir[WS 1] vorgelegte Materie halten sollst, und wäre sie noch so schwierig, nur herzhaft d’rauf los gesprochen und gethan, als ob sie dir ein Kinderspiel zur Aufgabe gemacht, dessen sich ein rechter Mann zu schämen habe. Rede, wie es dir nur eben vor’s Maul kommt, und sey ganz unbekümmert, ob du Das, was das Erste seyn sollte, auch wirklich zuerst, und sofort das zweite und dritte jedes in gehöriger Ordnung vorbringst: sondern Was dir zuerst einfällt, das gib zuerst von dir, und sollte darüber auch der Stiefel auf den Kopf, und der Helm an’s Bein kommen; laß Wort für Wort frisch von der Zunge laufen, nur bleibe nicht stehen! Hast du z. B. in Athen von irgend einem Ehebrecher [1348] oder sonstigen Frevler zu reden, so schwatze du von den Vorfällen in Indien und Ecbatana. Bei Allem aber bringe mir fein Marathon an und den Cynägírus; denn ohne diese geht nun einmal nicht. Auch muß immer durch den Athos geschifft, und über den Hellespont zu Fuß gegangen, die Sonne muß vor den Persischen Geschossen unsichtbar werden, Xerxes über Hals und Kopf sich flüchten, Leonidas von aller Welt angestaunt, des Othryades blutige Inschrift vorgelesen, Salamis, Artemisium und Platää einmal um das andere in tüchtigem Wortschwall aufgeführt werden. Immer aber müßen jene Attischen Wörtchen, wie blumige Zierden, oben schwimmen, unabläßig lasse dein atta und dein deputhen hören, auch wo man sie gar nicht nöthig hat: denn sie sind doch immer schön, und wenn sie noch so nichtssagend wären.

19. Bisweilen wirst du finden, daß ein singender Ton gut angebracht seyn dürfte: alsdann verwandle deinen ganzen Vortrag in einen angenehmen Singsang. Sollte die Materie selbst nicht eben sehr singbar seyn, so rufe wenigstens die Worte: O andres dikastai [O, ihr Männer des Gerichts!] mit einer solchen melodischen Modulation aus, daß eine vollkommene Musik daraus wird. Nicht minder brauche recht oft das O wehe, wehe! Ach des Mißgeschicks! Auch schlage dich fleißig auf die Lenden, gurgle die Worte zuweilen recht hohl heraus, räuspere dich mitunter und wende dich mit hin und her geschwenktem Hintertheil bald links, bald rechts. Und will man dir dennoch keinen Beifall geben, so werde böse und schimpfe. Sogar wenn die Leute schon aufgestanden sind, und nur eine gewisse Ehrbarkeit sie noch zurückhält, [1349] davon zu laufen, so befiehl ihnen ohne Weiteres, sich wieder zu setzen: kurz tyrannisire du dein Publikum in allen Stücken.

20. Damit man aber auch den Reichthum deiner Beredtsamkeit bewundere, so fange jedesmal von den Trojanischen Zeiten, oder – noch besser – von der Hochzeit Deucalions mit der Pyrrha an, und steige so allmählig zu den gegenwärtigen Umständen herunter. Deren, die die Sache verstehen, sind ja doch nur Wenige, und diese werden gutmüthig genug seyn, zu schweigen; und wenn sie auch etwas sagen, so glaubt man, es geschehe aus Neid. Die große Menge dagegen wird deinen Aufzug, deine Stimme, deinen Gang, dein Auf- und Abschreiten, deinen singenden Ton, die schönen Pantoffeln und jenes liebliche atta bewundern: und wenn sie dich denn vollends keuchen und schwitzen sehen, so kann es gar nicht fehlen, sie müßen dich für einen allgewaltigen Helden auf der Rednerbühne halten. Ganz besondern Vortheil gewährt dieses Reden aus dem Stegreife: es entschuldigt alle Mängel und erhöht die Bewunderung bei’m Volke. Nimm dich also ja in Acht, etwas Geschriebenes zu haben, oder nach vorheriger Meditation aufzutreten: du würdest damit nur deine Schwächen verrathen.

21. Vergiß ferner nicht, einer Anzahl von Freunden gute Mahlzeiten zu geben, welche sie dir dadurch bezahlen sollen, daß sie, so oft sie merken, daß du auf’s Trockene kommen willst, sogleich aufspringen, Beifall klatschen und dir dadurch Zeit verschaffen, während dieser Pause Etwas zu finden, was du weiter sagen willst. Sey also sehr darauf bedacht, so oft du öffentlich sprichst, einen solchen vertrauten Chor zur Unterstützung um dich zu haben. Nach geendigter [1350] Rede haben sie dich als deine Leibwache zu umgeben, und dich nach Hause zu begleiten, während du über den Gegenstand, wovon du so eben gesprochen, hin und her zu reden fortfährst. Läuft dir Jemand in den Weg, so dringe dich ihm auf, sprich ihm Wunderdinge von dir selbst vor, streiche dich über die Maßen heraus und sage: „Was ist der Päanier [Demosthenes] gegen mich? Gibts vielleicht noch Einen aus dem Alterthum, der mir den Preis streitig machen könnte?“ und dergleichen.

22. Doch beinahe hätte ich das Wichtigste vergessen und das Unentbehrlichste, um Ruhm zu erwerben. Rede von allen Denen, die öffentlich auftreten, mit Hohn und Verachtung. Spricht Einer gut, so gib zu verstehen, er trage fremde Arbeit zur Schau: spricht er mittelmäßig, so mache ihm Alles herunter. Bei Vorlesungen mußt du der Letzte seyn, der eintritt, das zieht alle Blicke auf dich: und wenn Alle stillschweigend zuhören, so brich du auf einmal in die auffallendsten Lobsprüche aus, die alle Anwesenden befremden, und sollte ihnen auch dein lästiges Geschwätz so sehr zum Ekel werden, daß sie die Finger in die Ohren stecken. Sonst erhebe deine Hand nicht häufig zum Zeichen des Beifalls, es ließe gemein: auch erhebe dich von deinem Sitze höchstens ein- bis zweimal. Hingegen nimm um so öfter ein spöttisches Lächeln an, und gib damit zu verstehen, daß die Stelle deinen Beifall nicht habe. Es gibt der bequemen Gelegenheiten genug, seinen Tadel anzubringen, wenn man Sycophanten-Ohren hat. Kurz, du brauchst nichts, als recht keck, frech und unverschämt zu seyn, und jeden Augenblick einen Schwur auf der Zunge zu haben, um deine Lügen zu bekräftigen. [1351] Gehässiger Neid gegen Jedermann, Lästerung und eine Art von Verläumdung, die leicht Glauben findet – alles Dieß wird dich in Kurzem zu einem gefeierten und allenthalben angestaunten Manne machen. Dieß ist’s, was du nach außen und im öffentlichen Leben zu beobachten hast.

23. Im Privatleben magst du Alles treiben, was dir gefällt, spielen, saufen, huren, ehebrechen, oder dich dessen wenigstens gegen jedermänniglich rühmen, auch wenn du es nicht thust, und Liebesbriefchen vorweisen, die von Weibern an dich geschrieben seyn sollen. Denn es muß dir daran liegen, für einen liebenswürdigen Mann zu gelten, um den sich alle schönen Frauen Mühe geben. Der gemein Haufe wird Dieß auf die Rechnung deiner Rednerkunst schreiben, deren Ruhm sogar schon in die Gemächer der Weiber gedrungen sey. Und – um auch Dieß nicht zu vergessen – schäme dich gar nicht, wenn etwa sogar Männer deine Liebhaber seyn sollten, gesetzt auch, daß du bereits mit einem Barte versehen, oder gar ein Kahlkopf wärest. Halte dir vielmehr immer einige Gesellschafter für diesen Zweck; und fänden sich keine, so hast du ja deine Bedienten. Die Sache hat ihren großen Nutzen für die Rhetorik: man gewinnt nämlich dadurch an Frechheit und Unverschämtheit. Du siehst ja, wie ungleich maulfertiger die Weiber sind als die Männer, und wie sie weit besser mit dem Schimpfen und Lästern umgehen können. Denselben Vorzug kannst auch du dir aneignen, wenn du Weiberdienste thun willst. Zu dem Ende lasse dich am ganzen Leibe, oder doch wenigstens am bewußten Orte mit Pech abhaaren. Dein Mund muß zu allen Zwecken bereitwillig[4] [1352] offen stehen. Deine Zunge soll sich nicht blos zu Solöcismen und Barbarismen, zu Unsinn, Meineid, Lästerung, Verläumdung und Lügen, sondern auch des Nachts zu gewissen andern Diensten brauchen lassen, zumal wenn du für so viele Liebschaften nicht Mannes genug bist. Kurz deine Zunge soll mit Allem umzugehen wissen, und sich vor nichts grauen lassen.

24. Wenn du nun dieses Alles wohl erlernt haben wirst – und du kannst es, denn schweres ist ja nichts daran – so verspreche ich dir zuversichtlich, daß du in ganz kurzer Zeit ein vortrefflicher, mir in allen Stücken ähnlicher, Redner werden sollst. Was hierauf für Vortheile von der Rhetorik dir zufließen werden, brauche ich gar nicht erst zu sagen. Siehe einmal mich an. Mein Vater war ein ganz gemeiner, nicht einmal freibürtiger Mann, der ehemals hinter Xoïs und Thmuïs[5] in Diensten gestanden hatte; meine Mutter eine Flickschneiderin, die daneben ein gewisses anderes Gewerbe trieb. Ich galt in meiner Jugend eben nicht für einen häßlichen Jungen; und so lebte ich anfänglich, nur um das tägliche Brod zu haben, mit einem armseligen Knauser von Liebhaber zusammen.[6] Nachher kam ich zu einer alten Frau zu wohnen, die mich weit besser fütterte, weil [1353] ich that, als wäre ich verliebt in die siebzigjährige Alte, die nur noch vier Zähne, mit Golddraht befestigt, im Munde hatte. Weil ich ein armer Schlucker war, ließ ich mir den harten Dienst gefallen; aber nur der Hunger konnte mir jene kalten Grabesküsse versüßen. Schon hatte sie mich zu ihrem Universalerben ernannt, als ein vertrackter Kerl von Bedienten ihr hinterbrachte, ich hätte Gift eingekauft. Nun wurde ich zwar kopfüber aus dem Hause geworfen, allein es ging mir deswegen um nichts schlimmer.

25. Denn nun lernte ich den leichten Weg kennen, von dem ich dir sagte, schlug ihn ein, und war schnell auf der Höhe, da es mir, ohne Ruhm zu melden,[7] an den genannten Erfordernissen, an Keckheit, Ignoranz und Schamlosigkeit, durchaus nicht gebrach. Das Erste war, daß ich meinen Namen Pothínus ablegte, und mich zu einem Namensverwandten von Jupiter’s und der Leda Söhnen machte.[8] Ich gelte nun für einen Redner, und treibe mich in den Gerichtshöfen um. Zwar sind meine Clienten meistens verkauft und verrathen, indem ich einen Prozeß um den andern verliere: dessenungeachtet grünt mein Palmkranz[9] lustig vor meiner Thüre, womit ich die armen Tröpfe wie mit Lockspeise anködere. Und was mir nicht wenig schmeichelt, ist, daß mich kein Mensch leiden kann; daß mir die Schlechtigkeit [1354] meines Charakters, und, noch mehr, meiner Reden, einen großen Namen gemacht, und daß man mit Fingern auf mich weißt als auf den Menschen, der in jeder Gattung von Schurkerei seines Gleichen nicht hat. Dieß ist der gute Rath, den ich dir gebe: es ist, bei der Vulgivaga! derselbe, den ich einst mir selbst gegeben, und durch dessen Befolgung ich es mir gar sehr zu Danke gemacht habe.“

26. Doch damit genug: so wird er ungefähr schließen, der Ehrenmann. Und wenn seine Worte dich überzeugt haben, so glaube nur, daß du wirklich schon dahin gelangt seyst, wohin du wünschtest. Nichts wird dich hindern, bei Ausübung seiner Vorschrift siegreich in den Gerichtshöfen zu herrschen, ein bei’m Volk hochangesehener und beliebter Redner zu seyn, und dich zu verbinden, nicht etwa mit jener alten Dame deines Gesetzgebers und Meisters, sondern mit der reizenden Jungfrau Rhetorik selbst, so daß du von dir noch weit schicklicher, als dort Plato[10] von Jupiter, wirst rühmen können, du fahrest auf geflügeltem Wagen hoch einher. Was mich betrifft, so bin ich etwas schüchtern und furchtsam: ich werde euch daher den Weg nicht vertreten, sondern, weil ich ja doch eure Eigenschaften nicht mitbringen kann, es aufgeben, um die Rhetorik mich zu bewerben – oder vielmehr, ich habe es schon aufgegeben. Und so laßt euch denn ohne Kampf als Sieger ausrufen: laßt euch bewundern; nur vergesset nicht, daß ihr nicht gewonnen habt, weil ihr am geschwindesten, sondern weil ihr auf dem bequemsten Wege und bergab gelaufen seyd.



  1. Anspielung auf den Vers des Menander:

    Es ist ein heilig Ding um einen guten Rath.

     Wieland.

  2. „Welche die Aegyptier Ellen nennen,“ andeutend die sechzehen Ellen des Nilmessers, welche die Ueberschwemmung erreichen mußte, um den höchsten Grad der Fruchtbarkeit hervorzubringen. S. Plinius Naturgesch. V, 9. XXXVI, 7.
  3. Κριτίαν, τὸν νησιώτην, aus einer der kleinen Inseln an der Attischen Küste. Ich folgte in dieser Stelle der Verbesserung von Thiersch, Epochen der bild. Kunst, II, Anm. S. 34 f. Vergl. Jul. Sillig Catal. artiff. S. 162 f. S. 222–225.
  4. ἑτόιμως nach Jacobs Vermuthung zu Achill. Tat. S. 965.
  5. Zwei niederägyptische Städte.
  6. Ich erlaube mir, die im Original jetzt folgende Stelle: ἐπεὶ δὲ τὴν ὁδόν – γεγένημαι, weiter unten nach ἠπόρησα τῶν ἀναγκαίων einzuschieben, wo sie mir weit besser in den Zusammenhang zu passen scheint.
  7. Die Griechische Formel ist: O liebe Adrastéa! der man sich bediente, um nicht die Nemesis durch Selbstlob zu reizen.
  8. Vielleicht, daß also der Rhetor, dem diese Satyre hauptsächlich galt, Dioscorides hieß.
  9. Die gewöhnliche Etikette vor den Häusern der Advokaten.
  10. S. doppelt Angekl. 33.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: die