Die Ruinen von Trajanopolis

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Textdaten
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Autor: Wilhelm David Koner
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Titel: Die Ruinen von Trajanopolis.
Untertitel:
aus: Zeitschrift der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin. Fünfter Band. S. 183–184
Herausgeber: Wilhelm David Koner
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1870
Verlag: Verlag von Dietrich Reimer
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Erscheinungsort: Berlin
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[183]
Die Ruinen von Trajanopolis.


Herr Albert Dumon, Mitglied der École français d’Athènes hat die Ruinen der Thracischen Trajanopolis, deren Lage bisher unbekannt, sich nur aus der Angabe der alten Itinerarien annähernd nachweisen ließ, entdeckt. Wie es in einem kurzen Referat in den „Annales des Voyages“ 1869. IV. 357 heißt, fand dieser Gelehrte 1½ Lieue von Dyme und unfern der Ruinen von Ainos in einer Sumpfniederung an der Mündung des Hebrus die weit zerstreuten Ruinen einer alten Stadt, welche um so unzweifelhafter auf den Namen Trajanopolis Anspruch machen darf, da ihre Lage mit den Angaben der Itinerarien übereinstimmt, und außerdem eine daselbst gefundene Inschrift den Namen der Stadt angiebt. Die öde sumpfige Gegend und das ungesunde Klima dieser Localität hatten bisher die Reisenden von der näheren Untersuchung der Mündung des Hebrus zurückgehalten, und ist wohl lediglich diesem Umstande es zuzuschreiben, wenn diese Ruinen früheren Forschern entgangen sind. Entdeckt wurden die Akropolis, die Stadtmauer, sowie zahlreiche Substructionen, Säulenfragmente, Piedestale und Inschriften; die Ruinen der Vorstädte bedecken einen Flächeninhalt von 2 □ Lieues und dehnen sich gegen den Hebrus und das Meer zu aus. Daß übrigens die Gegend im Alterthum nicht so ungesund wie gegenwärtig gewesen sein kann, dafür sprechen die Deich-, Canal- und Wasserleitungs-Anlagen, deren Ruinen auch bereits Paul Lucas gesehen, und welche auch gegenwärtig wieder die Aufmerksamkeit der französischen Reisenden auf sich gezogen haben. Die vom Kaiser [184] Trajan gegründete Stadt war jedenfalls in der früheren byzantinischen Zeit noch von ziemlicher Bedeutung; zerstört mag sie im 15. Jahrhundert durch die Türken worden sein.

– r.