Die Schedelsche Weltchronik (deutsch):126

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Schedelsche Weltchronik d 126.jpg
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CXXV verso:[Bearbeiten]

Das sechst alter
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Dorothea die glorwirdige iunckfraw in Cesarea der statt Capadocie wardt dieser zeit von cristo wegen ergriffen. an einem schnelgalgen aufgehebt. darnach mit feuesten hart geslagen vnd zu letst enthawbtet. in irem außgang belachet sie Theophilus sprechend. Ey du gespons christi libe schick rosen her von deins gesponsen paradis. also auß fuerbete. Dorothee erschine im ein kind tragende in eim koerlein drey oepffel vnd drey rosen Theophilo zebringen. der empfieng die pald in verwunderung dann es was ein kalte zeit in dem monat Februario vnnd er wardt bekert vnnd nach schwerer peynigung enthawbtet.

Eleuetherius der durchleuechtig ritter wardt in diser verfolgung mit vil vnzallichen menschen zu Nicomedia gemartert. auß den ettlich enthawbtet. ettlich verprennet vnd ettlich in das meer gestuertzt warden. als diser Eleuetherius in allen glidern seins leichnams gepeynigt vnd ye vnnd ye kreftiger wardt do wardt er zu letst als gold mit fewr beweret vnd mit der martrer kron begabet am andern tag des monats octobris.

Sergius vnd Bachus die edeln mann vnd fuername bey dem kaiser Maximiano warden in diser aufruor gein ime das sie cristen wern verclagt vnd darumb in den tempel Jouis gefuert. daselbst die agoetter anzebetten. do sie das nit thun wolten do warden sie irer ritterlichen klaider entploesset vnd Bachus mit rohem geadere pluetfluessig geslagen vnd bis zu zerreißung seins bauchs vnd lebern gedenet. vnd nach seim absterben sein leichnam durch die foegel vor den wilden thiern bewaret bis der begraben wardt Aber do Sergius sich auch nit abwencken wolt lassen do warden ime genagelt schuoh angezogen in den muost er vor eim wagen vil meyl lawffen. Zu letst ward er im cristenlichen glawben bestendig wesende enthawbtet.

Die vier gekroenten. nemlich Seuerinus. Seuerianus Carpopherus vnd Victorinus wolten auff gepott Diocleciani dem abgot Asclepio nit opffern darumb warden sie mit pleyzaynen tod geslagen vnd ire leichnam den hunden an die gassen fuergeworffen. die sannt Sebastian mit dem babst Melchiade bey nacht begruobe.

Fides die heilig iunckfraw wardt in der statt Ageno von dem richter Diciano mit liebkoserey vnd auch mit bedroung angemuotet den goettern der hayden zeopffern. do sie sich es wideret wardt sie auff ein erin rost außgedenet vnd mit darunter gestrewten kolen gepeynigt vnd so senft muetig in der marter gefunden dz sie damit vil lewt zu cristo bekeret. Do sanctus Caprasius (der sich auß forchten verborgen het) die marter diser iunckfrawen sahe. do bate er got sie zu einer vberwinderin zemachen. do sahe er ein schneeweiße tawben von himel steygen vnd diser iunckfrawen ein lichte kron von gold vnd edelm gestayn auff ir hawbt setzen vnd das fewer außleschen. darumb opfferet er sich einen cristen vnd wardt mitsambt Primo vnd Feliciano vnd diser iunckfrawen enthawbtet.

Euphemia die edel iunckfraw wardt bey der statt Calcedona mit andern. lxx. ergriffen. vnd darumb dz sie den abgott Mars nit eren wolt mit allen geschlechten der pein geeingstigt vnd ymmerdar bestendigclich erfunden bis in den todt.

Felix der bischoff in Apulia ist mit Adaucto Januario Fortunato vnd Septuno diser zeit als sie lang im kercker geheilligt warden durch gantz Affricam vnd Siciliam mit vil engstigung gefueert vnnd zu letst enthawbt worden.

Felix ein andrer vnd Fortunatus gebruedere sind in diser verfolgung zu Aquileia an eim schnelgalgen auffgehenckt worden. die peiniger hielten prennend stayn disen zwayen martrer an ir seyten. die warden auß goetlicher kraft außgeloescht. darnach warden sie mit siedendem oele begoßen. Sie bliben aber vnuerletzt. Zu letst warden sie enthawbtet amm. xi. tag Junij.


CXXVI recto:[Bearbeiten]

Blat CXXVI
der werlt
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Margaretha die schoenst iunckfraw auß Antiiochia von haidnischen eltern geporn. einer nererin vberantwurt hat sich willigclich laßen tawffen. als sie nach absterben irer muter bey irer nererin der schaff warttet vnd. xv. iar alt vnd fast wol gestalt wz do wardt Olibrius in begirde zu ir entzuendet. aber do er erkennet das sie ein cristin wer leget er sie in den kercker vnd do sie sich die abgoetter anzebetten wider setzet wardt sie aufgehenckt mit ruoten iemerlich geslagen vnd ir flaisch mit eyßnin krewln zerrißen vnd wider in den kerker geworffen. alda erschine ir der tewfel in gestalt eins drackens als wolt er sie verschlicken aber sie machet ein zaichen des creuetz vnd er verschwunde. darnach hieße sie der richter enthawbten am. xij. tag Julij vnd sie bate fuer allermenigclich. auch fuer die verfolger vnd fuer die geperenden frawen. die sich ir in der geperung befelhen.

Maximilianus auß der statt Ceyla von edeln vnd andachtigen eltern geporn ein hoherfarner vnd tugentreicher man wardt nach absterben sancti Quirini des Laureacensischen bischofs von allermenigclichem zu eim bischoff daselbst erwelet vnd zu der zeit Lari vnd Numeriani der zwayer kaiser. darumb das er die abgoetter nit eren wolt in den tempel martis gefueret vnd von den hoflewten gemartert. zu Ceyla außerhalb der mawr im iar christi. ijc. lxxxix. am. xij. tag octobris. dem der hertzog zu Bayrn gein Passaw gebracht hat da dann sein gedechtnus gehabt wird

Blasius (der dann in aller heiligkeit vnd senftmueetigkeyt plueet) wardt von den cristen in Sebaste der statt Capodicie zu bischof erwelet. Diser Blasius gienge zu empfliehung der grawsamen verfolgung in ein hoele eins bergs da hin komen die wilden thier. die hailet er. so brachten ime die raben speys. do das der richter hoeret hieß er ine fuer sich bringen. Blasius thet vnderwegen zaichen. er wardt in einen kerker gelegt vnnd von verschmehung wegen der abgoetter an ein holtz aufgehenckt an seine leichnam mit eyßnin krewln gerissen. sieben cristen frawen huoben sein pluot auf. die warden enthawbt. deßgleichen auch Blasius mit zwayen klainen suenen. derselben weiber.

Juliana die durchleuechtig iunckfraw von Como der statt Gallie hat diser zeit daselbst vil vnd mancherlay grawsamer marter vnd peynigung erlidden. vnd darnach offenlich mit dem teuefel gefochten. vnd ine ritterlich vberwunden. vnnd nachfolgend abermals vil marter geduldet vnd zu letst wardt sie enthawbtet. amm. xvi. tag februarij.

Primus vnd Felicianus die roemer vnd gaistlich mann haben in diser verfolgung nach vil ertichter paynigung darumb das sie den abgoettern nit opffern wolten durch enthawbtung die kron der martrer erlangt am. ix. tag Junij.

Pamphilus ein kriechischer briester vnd ein verwandter Eusebij cesariensis ein treffenlicher lerer der heiligen schrift ist diser zeit bey der statt Lesarea des lands Palestine gemartert worden am ersten tag des monats Junij.

Quintinus ein Gallischer ritter hat von Maximiano dem kayser am letsten tag des monats octobris die marter erlidden vnnd sein leichnam ist darnach vber. lv. iar vnzerstoert gefunden worden auß englischer offenbarung.

Ruffus der hhoberuembt roemisch ritter wardt von dem kaiser Diocleciano mitsambt allem seinen hawßgesind mit vil plagen beruert vnnd zu eim cristenlichen ritter gemacht. vnd wiewol vnzallich cristenlich lewt ertoedt worden sind. so sind doch die beruembsten vnd namhaftigsten bedacht vnnd hie bestuempt worden.