Die Ursache des Einschlagens vom Blitze:§ 27

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Die Ursache des Einschlagens vom Blitze ab S. 112
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§. 27.

Man erlaube mir schließlich noch einige allgemeine Anmerkungen beyzufügen, welche dem Zwecke unserer Gesellschaft, der Beförderung gemeinnütziger Untersuchungen, gemäß scheinen. Wir sehen, daß die Eigenschaft der Metalle den Blitz anzulocken und durchzulassen aus klaren Erfahrungen sich zeiget. Wenn man aber weiß, wodurch der Blitz angelocket wird, so weiß man auch, wodurch man ihn von andern Theilen seines Gebäudes ableiten und Schaden verhüten kann. Dennoch sind einige tausend Jahre verflossen, ehe diese wichtige Entdeckung gemacht worden. Wir sind sie auch nicht dem blossen Zufalle schuldig; sondern Herr Franklin hat sie durch Nachdenken bey electrischen Versuchen erfunden *). Sollten wir dann nicht auch hieraus die Lehre ziehen, daß keine Bemerkung von Wahrheiten, und von natürlichen Eräugnungen oder Kräften geringe zu schätzen sey, wenn sich gleich nicht alsbald ein sinnlicher Nutzen davon spüren lässet **)[1].

*) Es ist nämlich zu merken, daß er die ganze Anstalt der Ableitung des Blitzes bloß nach Aehnlichkeit der electrischen Versuche schon entworfen hatte, ehe er selbst seine vorgeschlagenen Erfahrungen zu Bemerkung der Electricität an den Wolken ins Werk gesetzet, oder auf die Spuren eines Wetterschlages geachtet hatte.

**) Diese Anmerkung macht auch Herr Mylius|[113]in den Physic. Belust. in der Vorrede zum ersten Band, und im 17ten Stück p. 437.

Anmerkungen (Wikisource)[Bearbeiten]

  1. korrigiert, im Druck *?) als Fußnotenmarkierung