Die Ursache des Einschlagens vom Blitze:Seite 6

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Die Ursache des Einschlagens vom Blitze
<<<Vorherige Seite
Seite 5
Nächste Seite>>>
Seite 7
Reimarus ursache des einschlagens vom blitze Seite 006.jpg
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.


sammenstossen, und einen Wetterhahn tragen. Auf dieses Thürmchen fiel der Blitz. Der Wetterhahn und die Stangen selbst schienen unbeschädigt: allein die einen Fuß dicke Mauer des Thürmchens, darauf sie befestigt waren, ward gegen Norden, bis an das Bley des Hauptthurmes, in einer Breite von 4 Fuß, welche beynahe den dritten Theil des Umfanges ausmachet, ganz zerschmettert. Der Strahl ging auch noch bey der Kirche herunter; und man fand, daß sowohl an der westlichen, als ander Ostseite, eben da, wo die bleyernen Rinnen, welche vom Kirchdache herunterkommen, sich bey einem Fenster, darinn aufrecht eiserne Stangen sind, endigten, die Kirchemauer beschädiget, und unterwärts bey den Stangen gespalten worden. An der östlichen Seite war inwendig an der Mauer bey dieser Stelle eine eiserne Klammer eingeschlagen, darauf ein grosser Gemählderahmen ruhete. Um dieses Eisen zeigte sich auch die Würkung des Blitzes, indem sowohl die Vergipsung daselbst von der Mauer heruntergeworfen, als auch besagter Rahmen da, wo er auf der Klammer ruhete, zerschmettert war.

§. 4.

Wir können hierbey vorläufig anmerken: 1) daß der Blitz nach dem Metalle gefahren sey: 2) so weit er eine Strecke von Metall gefunden, keinen Schaden ausgeübet: 3) da aber, wo das Metall aufhörte, oder wo einzelne Stücke Metall in andern Körpern gestecket,