Die junge Peggy

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Textdaten
<<< >>>
Autor: Robert Burns
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Die junge Peggy
Untertitel:
aus: Lieder und Balladen,
S. 118 - 119
Herausgeber:
Auflage: 1
Entstehungsdatum: 1785
Erscheinungsdatum: 1860
Verlag: A. Hofmann und Comp.
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Berlin
Übersetzer: Adolf Wilhelm Ernst von Winterfeld
Originaltitel: Young Peggy Blooms
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Google und commons
Kurzbeschreibung:
Zur Melodie von Loch Eroch-side
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
[[index:|Indexseite]]


[118]

 Die junge Peggy.


Jung’ Peggy ist die schönste Maid,
     Schön wie die Morgensonne,
Die der Natur ihr Purpurkleid
     Umhängt in Lust und Wonne.

5
Ihr Aug’ ist heller als der Strahl,

     Der durch den Regen schimmert,
Der auf dem Bächlein, in dem Thal,
     Im Blüthenthaue flimmert.

Ihr Mund, wie Beeren, frisch vom Strauch,

10
     Muß jede Lipp’ versüßen,

Er blendet des Beschauers Aug’,
     Verlocket süß zum Küssen;
Ihr Lächeln, wie der Abend mild,
     Wenn Vöglein lieblich singen,

15
Wenn kleine Lämmer, froh und wild,

     Auf feuchtem Rasen springen.

[119] Und wär’ das Schicksal Peggy’s Feind,
     Zum Freund macht es ihr Lächeln;
Wie Frühling fort den Winter scheint,

20
     Mit sanftem Liebesfächeln.

Die Mißgunst selbst hat keine Macht,
     Stumpf werden ihre Spitzen;
Wie auch der Neid im Stillen wacht,
     Kann nicht sein Gift verspritzen.

25
Ihr Mächte: Glauben, Liebe, Ehr’!

     Beschützt sie und bewahrt sie!
Und, wenn sie liebt, macht Ihr’s nicht schwer,
     Mit ihrem Liebling paart sie. –
Facht an die eheliche Flamm’,

30
     Doch, wollt’ sie auch behüten –

Und schenkt dem Eltern-Doppelstamm,
     Recht viele Kinder-Blüthen! –