Die slavischen Orts- und Flurnamen der Oberlausitz: Sprey

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Textdaten
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Autor: Paul Kühnel
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Titel: Sprey
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aus: Die slavischen Orts- und Flurnamen der Oberlausitz, in: Neues Lausitzisches Magazin 67, S. 79–80
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1891
Verlag: Selbstverlag der OLGdW
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Erscheinungsort: Görlitz
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Quelle: Google-USA*
Kurzbeschreibung:
Siehe Sprey
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[79] Sprey (Kr. Rothbg.), os. Spr(j)owje, 1597 das Dorf Sprey mit seiner Zugehör, 1753, 1759 Spree, 1768 Spreu, – die os. Form (Sprewje) Sprowje ist Plur. oder Collect. auf -ije zu Spr(j)owja, Špr(j)ewja etc. „Spree“ [Bedeutung unbekannt], also „Spreeort“, s. Einl. II. 2. f.

Flurnamen: a. aus Čas. Mać. S. Bd. 38 und 40: Kytanka (wohl zu altsl. kyta Zweig, tschech. Bündel, Busch A.), Nowinki (zu os. nowina Brachland, Demin. nowikna, Plur. „die Treiben“), Dely (wohl = os. doły, die Thäler, Einsenkungen), Zahoncy (zu os. zohon, Demin. „die kleinen Gewende, Fluren, Parzellen“), Stara rěka (os. = der alte Fluß), Nadławki (os. = die Stücke über dem Stege, ławka), Hrjebje (os. = die Gräben, Furchen), Podźowki (vgl. den os. Flurnamen „Saschuak,“ vielleicht (?) zu žuwak Haufen, Klumpen; s. oben Muskauer Forstkarte, zu Trebendorf, darnach „hinter den Haufen, Klumpen“), Kut (os. = Winkel), Cyganska hora (os. = der Ziegeunerberg), Časnik (entweder Fam.-N., oder časnik, os. = „die Uhr“, zu altsl. časŭ, os. čas Zeit; der Grund zu dieser Benennung des Flurstücks ist unbekannt); Počasnik (nach b. wohl richter Podčasnik, längs oder unterhalb „der Uhr“ [resp. Fam.-N. Časnik]), Močidła (os. = die bruchigen sumpfigen Stellen), Wotoki (os. = die Stellen am Balz, Auerhahnbalz), Piskornja (zu os. piskor Schlammpeiziger, Gründling, „die Gründlingsstellen“), Hanina ława (os. = „Johanna’s Bank“), Zbytiki (os. = die Reste, der Überschuß, Plur.), Banowač (wohl zu os. bahnowy *bahnowaty sumpfig), Paleńk (os. *paleńk, gewöhnlich jetzt im Plur. paleńki Brandstätte, Brandstelle), Cyple (wohl slavisirt = „die Zipfel“), Pastyŕska (os. Adj. „das Hirten[land]“), Kupy (os. die Flußinseln, Erhöhungen), Tužki (zu os. tuha, Hitze, Schwüle, Demin. tužka, Plur. „die hitzigen, dumpfen, faulen Stellen“).

b. aus dem Kataster-Flurbuche: in Piskona (s unter a. piskornja), in Pasterka (s. a. pastyŕska), in Tschasnik, Graben in Pot Tschasnick (s. a. časnik, po(d)časnik), in Malaluschki (os. [80] małe lužki die kleinen Lachen), die Bullenwiese, in Wattocka, Abzugsgraben in Pot Wattocka (hinter dem wotoki s. diese unter a.), die Richterdotation, in Heinkoitze (diese interessante Benennung hängt entweder mit os. hajńkot „das Hin- und Hergerenne, Gestöbere“ zusammen, oder ist gebildet aus os. Adj. hajny, a, e wald-, hain-, und khójca Kiefer, etwa Plur. „die Hainkiefern“; man vgl. außerdem etwa noch os. hajnkownja „Jägerhaus“, hajukowski, hajnkoscy Adj. „des Jägers“ etc.) in Tickeinsk (wohl zu os. tyka Stackholz, Fachwerk, tykanc, tykančk [jetzige Bedeutung: gefüllter Kuchen!], tykowana khěža Haus von Fachwerk), in Pot Palink, in Sa Palink (unter, hinter der Brandstelle, s. a. paleńk), in Bannowatsch (s. a. banowač), die Schuldotation, das wächterdienstland, in Moschiba (s. a. močidła), im Dorfe, am Schöpsflusse, der schwarze Schöps (s. Tzschelln, Flurn.).