Die slavischen Orts- und Flurnamen der Oberlausitz: Tzschelln

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Autor: Paul Kühnel
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Titel: Tschellen, Tschelln, Tzschelln, Zschellen
Untertitel:
aus: Die slavischen Orts- und Flurnamen der Oberlausitz, in: Neues Lausitzisches Magazin 67, S. 79
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1891
Verlag: Selbstverlag der OLGdW
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Erscheinungsort: Görlitz
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Quelle: Google-USA*
Kurzbeschreibung:
Siehe Tzschelln
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Tschellen, Tschelln, Tzschelln, Zschellen (Kr. Rothbg.), os. Třelno, Třělno, auch Ćelno, 1091 Schilani, 1597 das Dorff Tscholn (!) mit ainer Muhlen vnnd freyen Kretschem, Fischereyen in der Sprey vnnd Schmerlein Fluß, 1753 Tschellen, 1759 Tzscheln – wohl zu altsl. strêla Pfeil, os. třěla, tŕeła Pfeil, A. vgl. den ON. os. Třělany [Strehla], welcher der ältesten urkundlichen Form [Schilani] am nächsten kommen würde, d. h. „die Pfeilschützen“, s. Einl. II. 2. i.; oder nach der os. Form [třělno] Adj. zu třěla also = Schießort, Pfeilort, s. Einl. II. 1. d. Die os. Form Ćělno ist wohl blos andere lautliche Darstellung des gleichlautenden třělno, paßt aber gut zur ersten urkundlichen Form.

Flurnamen: an der Spree (os. Sprewja, Šprewja, Sprowja, Šprowja, Bedeutung?), im Dorfe, im Muskauer Forst, Bach, der Schöps (os. Šepc, zu altsl. šĭp-, šipŭtŭ, tschech. šept Geflüster, os. šeptać zischeln, flüstern, Šepc also = Flüsterbach, Zischelbach), an der Bärwalder Grenze.

Anmerkungen (Wikisource)[Bearbeiten]

  • Der Name „Schilani“ beruht auf einem Lesefehler, der erst die fälschliche Gleichsetzung mit Tzschelln ermöglichte.
  • Die Hydronyme Spree und Schöps wurden in vergangenen Jahrhunderten zum Teil synonym verwendet.