Die umgehenden Feldmesser

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Textdaten
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Autor: Unbekannt
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Titel: Die umgebenden Feldmesser
Untertitel:
aus: Badisches Sagen-Buch II, S. 337
Herausgeber: August Schnezler
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1846
Verlag: Creuzbauer und Kasper
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Erscheinungsort: Karlsruhe
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Quelle: Commons und Google
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Die umgehenden Feldmesser.

Im Albthale geht in den heiligen Nächten ein Geisterzug von Marxzell bis zur Wattmühle hin und zurück. Vier Männer, deren Jeder ein Licht trägt, führen in ihrer Mitte einen nakten Mann, aus dessen Leib, von Kopf bis zu den Füßen Feuer hervorglüht; ein Sechster schreitet in kleiner Entfernung neben her; er tragt ein blaues Licht und kann erlößt werden. Die fünf Anderen sind unter sich in heftigem Streit begriffen und schlagen wild auf einander los, besonders auf den Mann, der in der Mitte geht. Sie waren bei ihren Lebzeiten betrügerische Feldmesser und der Nakte ihr Anstifter, weßhalb die Andern ihm nun Vorwürfe machen und Rache an ihm nehmen.

(Auf der Gemarkung von Weingarten im Bruchrain gehen ebenfalls nächtliche Feldmesser um. Sie erscheinen mit ihren Stangen gleich nach der Abendglocke, messen die Felder und setzen Grenzsteine die ganze Nacht hindurch und verschwinden erst in der Frühe, wenn der englische Gruß geläutet wird).

(Siehe Mone’s „Anzeiger etc.“ 1836.)