Ein deutsches Lied

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Titel: Ein deutsches Lied
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 40, S. 429
Herausgeber: Ferdinand Stolle
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1853
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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 Ein deutsches Lied.

Singen, das ist freie Kunst,
Frei mußt Du das Herz dir halten –
Nicht in Rauch und Stubendunst
Wird dein Lied sich klar gestalten.

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Zieh’ hinaus und wand’re früh,

Schlürfe Waldluft, Sonnenfunken,
Und des Lenzes Poesie
Rauscht in deinem Herzen trunken.

Zieh’ hinaus in stiller Nacht,

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Würzig wird es dich umwehen,

Und in deinem Busen sacht
Wird der Dichtung Reich erstehen.

Singen, das ist edle Kunst –
Die erlernt sich nicht in Schulen,

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Und um Erdengut und Gunst

Soll der Sänger nimmer buhlen.

Willst du singen, mußt du weit
Gottes Welt am Stab durchwallen,
Und dein Lieben und dein Leid

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Laß im Liede frei erschallen.


Heilig ist die Mission,
Die dem Sänger zugetheilet, –
Und sein Lied trägt großen Lohn,
Wenn Ein krankes Herz es heilet.