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Eine Dampfmaschine in Miniatur

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
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Autor: Unbekannt
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Titel: Eine Dampfmaschine in Miniatur
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 14, S. 224
Herausgeber: Ernst Keil
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1870
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
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Bearbeitungsstand
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[224] Eine Dampfmaschine in Miniatur. Ein erfinderischer Mechaniker Nordamerikas, Trafton mit Namen, ist, wie uns von daher berichtet wird, soeben mit der Construction einer wahrhaft wunderbaren Dampfmaschine beschäftigt. Es wird eine Maschine in winziger Miniaturausgabe werden; das ganze Metall, aus welchem sie besteht, liefert ein halber Dollar in Silber, und wenn das Werk vollendet ist, wird es in einem Glaskasten von dreiviertel Zoll im Durchmesser Platz haben. Der Cylinder hält blos ein sechszehntel Zoll im Durchmesser, und im gleichen Verhältniß stehen alle anderen liliputanischen Dimensionen des Baus. Der Dampfkessel ist groß genug, um genau acht Tropfen Wasser zu umfassen, und die Hälfte dieses Quantums wird die Maschine mehrere Minuten lang in Gang setzen. Indeß sind schon früher in England noch viel kleinere Maschinen hergestellt worden. Ein geschickter Modellbauer in London hat mehrere der ungeheuren Maschinen, wie sie die großen Kriegsdampfer brauchen, in so kleinem Maßstabe nachgebildet, daß sie auf einem Kupfer-Fünfpfennigstücke stehen können; dabei sind alle Verhältnisse der Originale auf das Genaueste wiedergegeben, und das Ganze ist in allen seinen Theilen so correct und vollendet, daß das allerliebste Spielzeug wirklich arbeitete! Derselbe Künstler, ein Uhrmacher seines Zeichens, baute ein mit nöthigen Erfordernissen ausgestattetes Miniaturdampsschiff, welches durch die erwähnte kleine Maschine allen Ernstes in einem Wasserglase in Bewegung gesetzt wurde. Leider starb der merkwürdige Künstler sehr früh; sonst würde die Welt sicher mehr von ihm gehört haben.