Einfache kalte Gerichte für den Theetisch

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Autor: Hr.
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Titel: Einfache kalte Gerichte für den Theetisch
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 7, S. 228_a
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1899
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger G. m. b. H. in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[228_a] Einfache kalte Gerichte für den Theetisch. Die folgenden Vorschriften geben meist treffliche Restverwendungen von Fleisch- und Fischüberbleibseln, welche rasch und einfach herzustellen und dabei sehr wohlschmeckend sind, so daß man sie selbst Gästen, welche das Abendbrot mit uns teilen, darbieten kann.

Weiße Kalbsbratenspeise. Kalbsbratenreste sowie hartgekochte geschälte Eier werden in Scheiben geschnitten und eingemachte Essiggurken würflig zerteilt. Man richtet Braten und Eierscheiben schichtweise in Kranzform an, bestreut jede Schicht mit Gurkenwürfeln und Perlzwiebeln. Man verquirlt dicke saure Sahne mit etwas Essig, Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker, gießt sie über das Gericht und bestreut die Oberfläche entweder mit gehacktem Schnittlauch oder Kresse.

Käse in Aspik. Ein Rest seinen Käses, am besten Roquefort oder Chester, wird durch ein Sieb gestrichen, mit der gleichen Menge weich gerührter Butter vermengt und mit wenig Paprika gewürzt. Die Käsemasse wird ½ dick auf ein Blech gestrichen und dann zu runden Törtchen von der Größe eines Zweimarkstückes ausgestochen. Vorher hat man rasch aus guter Bouillon aus Liebigs Fleischextrakt, Citronensaft, Wein, etwas Kräuteressenz, Salz und weißer Gelatine eine klare Sulz hergestellt, die man so weit abkühlen läßt, daß sie anfängt zu erstarren. Dann zieht man die Käsestücke durch die Sulz, gießt eine dünne Schicht der Sulz in eine kleine glatte Form, legt den Käse ein und füllt die andere Sulz darüber. Man stellt die Schüssel kühl, stürzt den Käse beim Anrichten, garniert ihn mit Radieschenröschen und giebt mit Butter bestrichene Pumpernickelscheiben dazu.

Häckselbrötchen. Reste von Wildbraten und gekochtem Schinken zu gleichen Teilen wiegt man sehr fein. Man schneidet dann gleichmäßige Brotscheiben, röstet sie, bestreicht sie gut mit Butter und streicht dann von der gehackten Masse dick auf. In die Mitte legt man ein halbes gekochtes hartes Ei, bestreut dies mit Salz, Pfeffer und wenig gewiegter Petersilie, bedeckt es mit dicker Rémouladensauce und richtet die Brötchen zierlich an.

Hr.