Eisenbahnwärter-Romantik

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Textdaten
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Autor: Ernst Keil
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Titel: Eisenbahnwärter-Romantik
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 9, S. 102
Herausgeber: Ferdinand Stolle
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1854
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
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[102] Eisenbahnwärter-Romantik. In Frankreich wurde vor etwa fünf Jahren ein Bahnwärter so krank, daß er für immer unfähig blieb, sein Amt wieder anzutreten. In den ersten Tagen seiner Krankheit versah seine Frau, verkleidet, den Posten, der nicht verloren gehen sollte. Da der Mann krank blieb, fuhr sie auch fort, in der Kleidung desselben alle Pflichten des Bahnwärters zu erfüllen und zwar fünf Jahre lang, bis man unlängst entdeckte, weß Geschlechts sie sei und daß sie nur aus Liebe zu dem Manne und den Kindern so ausdauernd und männlich gehandelt habe. Ihre nächsten Nachbarn in der Bahnbeaufsichtigung waren in das Geheimniß eingeweiht worden. Sie wurde zur Strafe abgesetzt und von der Bahndirection und Privatpersonen so reichlich beschenkt, daß sie zeitlebens genug hat.
E. K.