Er muß heraus!

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Textdaten
<<< >>>
Autor: Bn.
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Er muß heraus!
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 2, S. 36
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1895
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Leipzig
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite


[24/25]
Die Gartenlaube (1895) b 024.jpg

Er muß heraus!
Nach dem Gemälde von F. Simm.

[36] Er muß heraus! (Zu dem Bilde S. 24 und 25.) Das schreckliche Wort ist gesprochen: der Zahn muß heraus! … Tödliches Entsetzen packt die junge Frau, angstvolles Mitleid den neuvermählten Gatten, der alles darum gäbe, seinem „Engel“ diesen Schmerz zu ersparen. Die Mama nimmt die Sache weniger tragisch, aber sie kennt ihr verwöhntes Töchterchen und sucht Besänftigungsmittel anzuwenden, während die hübsche Schwester etwas demonstrativ die Ohren verstopft, denn sie weiß gleichfalls, was jetzt losgehen wird, wenn der alte Medikus die verborgen gehaltene Zange wirklich ansetzt! Nach dem bereits umgeworfenen Sessel, der zerschmetterten Tasse und dem zur Verteidigung seiner Herrin angriffbereiten Bello zu schließen, kann die Scene sehr dramatisch werden. Ihr erstes Opfer wird wohl der neugierige kleine Bediente sein, der seine Gläser so ahnungslos in den Mittelpunkt der Gefahr hineinhält – er fliegt ohne Zweifel schon im nächsten Augenblick mit ihnen an die Wand! Aber endlich wird der alte Medikus triumphierend den Missethäter emporhalten und die junge Märtyrerin schluchzend in die Arme ihres zärtlichen Trösters sinken!

Ein ergötzliches Bild aus der empfindsamen Urgroßväterzeit und mit der vollkommenen Treue dargestellt, welche den Gemälden F. Simms einen so eigenartigen Reiz und ihren großen künstlerischen Wert verleiht.

Bn.