Esprit d’Ylangylang

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Textdaten
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Autor: unbekannt
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Titel: Esprit d’Ylangylang
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 38, S. 608
Herausgeber: Ernst Keil
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1867
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Originaltitel:
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Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung: ein neues Parfüm
Blätter und Blüthen
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Bild
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[608] Esprit d’Ylangylang. Göttin Mode hat kürzlich die eleganten Damen der Pariser und Londoner Ganz- und Halbwelt mit einem neuen Parfüm beschenkt, welches alle bisher bekannten Duftmischungen an pikanter Feinheit durchaus übertreffen soll. Es besteht in einem Gemisch verschiedener Extraits, angehaucht mit dem ätherischen Oele aus den Blüthen des aus Manila einheimischen Traubenbaumes. Um diese Blüthen zu erlangen, wird bis jetzt von den Eingebornen jeder Traubenbaum umgehauen – und das neu aufgetauchte, in der That köstliche, hyacinthenähnlich riechende Parfüm geht daher seinem schnellen Wiederverschwinden entgegen. Da indessen das wasserhelle Oel, sowie die bittergewürzhafte Rinde und der sehr bittere Samen in Ostindien auch als Arzneimittel gegen Fieber etc. gebraucht wurden, so wäre eine vorsorgliche Erhaltung des in seiner Heimath Ylangylang genannten Traubenbaumes doch doppelt wünschenswerth. Die schönen weißen Blüthen liefern nur eine geringe Ausbeute des ätherischen Oels, welches erst vor etwa zwei Jahren zuerst in Paris in die Apotheke gelangte, und da die Nachfrage nach dem modernen Esprit schon eine sehr bedeutende ist, so hat das Kilo (zwei Pfund) des Oels bereits eine Preishöhe von eintausendsechshundert Franken erreicht.