Für Auswanderer (Die Gartenlaube 1853)

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Textdaten
<<< >>>
Autor:
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Für Auswanderer (Die Gartenlaube 1853)
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 39, S. 428
Herausgeber: Ferdinand Stolle
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1853
Verlag: Verlag von Ernst Keil
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Leipzig
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite


[428] Für Auswanderer.. Wenn in’s Werk gesetzt wird, was uns ein gewisser Brown in seiner Schrift als ausführbar schildert, so werden Auswanderer nach Amerika in nächster Zeit binnen 48 Stunden von Hamburg nach New-York fahren. Nach Brown’s Behauptung läßt sich nämlich ein Schiff bauen, das binnen der angegebenen Zeit Amerika erreichen kann. Er gründet seine Behauptung im Wesentlichen auf folgenden Lehrsatz: „Um eine viel größere als die bisher erreichte Geschwindigkeit zu gewinnen, kommt es darauf an, die Schiffe so zu bauen, daß sie nicht in Folge des Eintauchens, sondern in Folge der Bewegung über dem Wasser erhalten werden, das heißt flach, nach vorn zu ein wenig aufsteigend. Wenn ein solches Fahrzeug mit großer Geschwindigkeit fortgerissen wird, so wird es fast ganz über die Oberfläche des Wassers emporsteigen, nach demselben Princip, nach dem ein flacher Stein, unter einem spitzen Winkel auf das Wasser geworfen, ein sogenanntes Butterbrot, abprallt. Einen gewissen Widerstand wird die Bewegung natürlich finden, nach dem Hintertheile des Schiffes zu; aber man kann leicht verhüten, daß er mit der Beschleunigung der Bewegung zunimmt, wie bei der jetzt üblichen Bauart, indem man den Neigungswinkel des Schiffbodens spitzer macht. Angenommen z. B. ein Schiff von 100 Tonnen mit 30 Meilen Geschwindigkeit in der Stunde und mit einer Schiefe des Bodens von 1 Fuß auf 100 erleide einen Widerstand von 1 Tonne, so würde es bei 60 Meilen Geschwindigkeit auch nur eine Tonne Widerstand erleiden, wenn der Boden in dem Verhältnis von 1 zu 400 geneigt ist. Ein gewöhnliches Dampfschiff erleidet bei doppelter Geschwindigkeit den vierfachen Widerstand, und es giebt kein Mittel, diesen Widerstand zu überwinden, als eine entsprechende Vermehrung der Maschinenkraft, also auch des Kohlenvorraths. Ein flaches Schiff wird sich um so höher aus dem Wasser erheben, je schneller es bewegt wird. Die nothwendige Vergrößerung der Maschinen ist also gar kein Hinderniß. Ein so construirtes Schiff würde auf dem Wasser fliegen wie der Vogel in der Luft.“