Federn, als Ableiter des Blitzstrahls

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Textdaten
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Autor: H. K.
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Titel: Federn, als Ableiter des Blitzstrahls
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 30, S. 480
Herausgeber: Ferdinand Stolle
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1861
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[480] Federn, als Ableiter des Blitzstrahls. In dem zu Potschappel bei Dresden gelegenen Postgebäude schlug vor Kurzem der Blitz ein. Die Anwesenden wurden betäubt, da der Blitz durch fast alle Zimmer des Hauses fuhr, wie noch jetzt an den Verletzungen des Mauerwerks deutlich zu sehen. Auffallend ist jedoch die Bemerkung, die man dabei gemacht hat, daß da, wo sich zufällig Federn befanden, der Blitz sich regelmäßig theilte und sich nach links und rechts verzweigte. So bemerkte man, daß über einem Schwalben- oder Sperlingsnest, das am Sims des Hauses war, sich der Blitzstrahl sichtlich in angedeuteter Weise getheilt hatte. Ebenso und noch auffallender war es zu sehen, daß in einem Zimmer, wo ein Bündel Federn (zum Pfeifenreinigen) an der Wand hing, der Blitzstrahl in gleicher Weise sich theilte, und das ziemlich hart darunter hängende Gebund Federn durchaus nicht verletzt war, während die Spuren des Blitzstrahls sich sehr markant an der Wand zeigen. Es ist eine alte bekannte Volksmeinung, daß Vogelnester an einem Hause Segen bringen und daß das Hinwegreißen derselben Unglück bringen soll. Es entsteht nun die Frage (nach dem eben Erzählten), ob sich diese Volksmeinung nur auf ein Vorurtheil gründet, oder vielmehr auf eine Erfahrung, die dem Gebiete der Naturwissenschaft angehört. H. K.