Fränkisches Volkslied

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Textdaten
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Autor: Christian Hohnbaum
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Titel: Fränkisches Volkslied
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube
Herausgeber: Ernst Keil
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1873
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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Fränkisches Volkslied.


Ich hab’ a Schätzla in der Näh’,
Dös ka ke Mensch wie ich versteh,
Es braucht’s ah weiter Kener.
Als unser Ener.

5
Ich hab’ noch nix mit ihr geredt,

Und doch will ich wos Andersch wett,
Dös ganz scharmanta Täubla
Wird noch mei Weibla.

In ihrn Gesichtla steht a Schri(e)ft,

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Die hat die Sach’ schon lang verbrieft.

Zum Siegel gitt mei Schätzla
Mir wohl a Schmätzla.

Ja, wenn se mich von farn derblickt,
Potz Blitz, wie thut se so geschickt!

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Da kriegt se den bewußten

Gemachten Husten.

Und wenn se näher bei mer steht,
Wie’s Mieder auf und nieder geht!
Wie spieln do ihre Händla

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Am Schürzenbändla!


Aus’n Augna guckt was Freundlichs ’raus,
Sicht wie a Stückla Himmel aus;
Doch wird’s ah manchsmal trüber –
Ich schnappt’ sonst über.

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Wenn ich m’r nur des Herz könnt’ gfaß,

So spräch’ ich: Gretla, weste was?
Dort wohnt der Pfarre König –
Mir senn ja eenig.

Der alte Hohnbaum in Rodach.