Frühlingsspatziergang

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Textdaten
Autor: Siegfried Schmidt
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Titel: Frühlingsspatziergang
Untertitel:
aus: Friedrich Schiller:
Musen-Almanach für das Jahr 1798, S. 155–156
Herausgeber: Friedrich Schiller
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1798
Verlag: J. G. Cotta
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Erscheinungsort: Tübingen
Übersetzer:
Originaltitel:
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Originalherkunft:
Quelle: HAAB Weimar, Kopie auf Commons
Kurzbeschreibung:
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[155]
Frühlingsspatziergang.

Drängt nicht alle so mächtig auf einmal, gewaltige Götter,
     Aus der verjüngten Natur, auf das verjüngte Gemüth!
Wohl bewohnen der Göttlichen viele die silbernen Hüttchen
     Blühender Bäume; sie sind’s, zittert durch’s Silber das Grün;

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Und Philomelens Gesang ist Klage der zärtlichen Göttin;

     Lerchen begeistert der Gott; hebet der Meise die Brust.
Schwebet nur immer Sylphiden, mich zieht noch ein Andrer nach euch hin;
     Und aus des Cyanus Kron winkt mir ein anderer Gott.

[156]

Faßte den Menschen so frohes Erzittern im Leben des Frühlings,

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     Wär’ es nicht höhere Macht, was in dem Frühling ihm lebt?

Aber sie drängen zu mächtig die starken, gewaltigen Götter;
     Wirken sie alle zumal aus der verjüngten Natur.
Gäb’ es dem Menschen auch sonst Apollon, daß er der Lyra
     Saiten rühr’, und Gesang; stumm doch erbebt’ er alsdann.

SIEGFR. SCHMIDT.