Friedrich Hebbel-Stiftung in Kiel

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Titel: Friedrich Hebbel-Stiftung in Kiel
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 17, S. 516 d
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
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Erscheinungsdatum: 1898
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger G. m. b. H. in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[516 d] Friedrich Hebbel-Stiftung in Kiel. Vor einigen Jahren hat die hochbetagte Witwe des Dichters Friedrich Hebbel, der 1863 in Wien verstarb, den Grundstock zu einer Stiftung gelegt, deren Ertrag unbemittelten Künstlern, in erster Linie jungen Dichtern aus Schleswig-Holstein, der Heimat Hebbels, zu gute kommen soll. Hebbel, der als Sohn unbemittelter Bauersleute in tiefster Armut zu Wesselburen in Dithmarschen aufwuchs und als Schreiber beim Kirchspielvogt ein karges Brot fand, hatte, als sein Genius die Schwingen zu regen begann, es nur einer günstigen Fügung des Schicksals zu danken, daß sein Talent im Kampfe mit Not und Sorgen der Nation nicht verloren ging. Es ist aus seiner Biographie bekannt, wie nur die Teilnahme, welche einige seiner Gedichte in einem Kreise von Hamburger Kunstfreunden weckten, ihm die Mittel bot, nachträglich noch zu studieren und jene hohe Bildung zu erwerben, welche seine Dramen durchleuchtet. Erst spät, nach seiner Verheiratung mit der Wiener Schauspielerin Christine Enghaus, fand er die Muße zu einem sorglosen Schaffen. Die Hebbel-Stiftung hat den Zweck, aufstrebenden Talenten, die in ähnlicher Weise zu kämpfen haben, diesen Kampf zu erleichtern und die Wege zu günstigen Daseinsbedingungen zu ebnen. Sie hat ihren Sitz in Kiel und ihre Statuten bestimmen, daß die Verwendung der Zinsen erst dann beginnen darf, wenn das Kapital eine Höhe von 30000 Mark erreicht hat.

Der Vorstand der Stiftung hat jetzt einen Aufruf erlassen in der Hoffnung, daß es recht bald gelingen werde, durch freiwillige Beiträge das Kapital auf die genannte Höhe zu bringen. Erster Vorsitzender ist Klaus Groth. Wir unterstützen den Aufruf aufs wärmste. Die Kieler Bank, bei welcher das Vermögen der Stiftung ruht, ist ermächtigt, die erbetenen Beiträge entgegenzunehmen.