Friedrichroda (Die Gartenlaube 1876/27)

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Titel: Friedrichroda
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aus: Die Gartenlaube, Heft 27, S. 460
Herausgeber: Ernst Keil
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Erscheinungsdatum: 1876
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[460] Friedrichroda. Das thüringische Fürstenthum Gotha hat in dem ihm gehörigen Theile des nordwestlichen thüringer Waldes an landschaftlicher Schönheit Kleinode von wahrhaft unschätzbarem Werthe aufzuweisen. Eines derselben ist der vor dreißig Jahren kaum genannte, jetzt vielbekannte Curort Friedrichroda. Man darf ihn eine reichgeschmückte Pforte der Natur nennen, durch welche der Mensch in das Haus seiner milden leben- und gesundheitspendenden Mutter einkehrt, um sich an ihre Brust zu werfen und sich ihrer einfachen und doch so reichen Gaben zu erfreuen. Kein Wunder, daß ein solcher Ort auch in der Literatur seinen Vertreter findet. Der Volks- und Jugendschriftsteller Richard Roth hat ein Büchlein herausgegeben: „Friedrichroda und seine nächste und weitere Umgebung. Wegweiser und Gedenkbuch für Curgäste und Freunde des thüringer Waldes. Ohrdruf, bei Aug. Stadermann jun.“ Herr Stadermann hat keine Kosten und Mühe gescheut, dem Büchlein ein entsprechendes Gewand zu verleihen, und der Verfasser hat mit großer Wärme, man möchte fast sagen Begeisterung gearbeitet. Die Freunde Friedrichrodas werden sich an der Lectüre erquicken und die dortigen Curgäste sich seiner als eines genauen und wohlwollenden Wegweisers bedienen, mit dem sie sich gleich vertraut und heimisch fühlen werden. Roth hat seine Miniaturschöpfung der Friedrichrodaer Natur abgelauscht; sie nimmt sich aus wie eine Photographie des lieben Bergstädtchens und seiner Umgebung, und der Verleger hat eine sehr genaue und saubere Karte beigegeben, so daß Jeder, der einmal die Friedrichrodaer Bergluft genossen hat, sich mit seinen durch das Büchlein aufgefrischten Erinnerungen im Geiste wieder dorthin versetzen kann. Interessant ist noch besonders, daß der alte thüringische Dichter Ludwig Storch das Schriftchen mit einem Gedicht eingeleitet hat, das auf den Ursprung des Ortes und seines Namens ein neues – ob nur poetisches, oder auch geschichtliches, jedenfalls originelles – Licht wirft.