Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken/Unterschwaningen

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[V, 647] Unterschwaningen, evangelisch-lutherisches Pfarrdorf mit einem fürstlichen Lustschlosse, der Sitz eines ehemaligen Verwalteramtes, das zum Oberamte Wassertrüdingen gehörte.

Die Erbauer des daselbst befindlichen schönen alten Schlosses war der ehemalige Besitzer, Johann Philipp Fuchs von Bimbach. Das neue baute die Markgräfin Christiane Charlotte, eine Prinzessin von Wirtemberg-Stuttgart, Gemahlin des Markgrafen Wilhelm Friedrichs, der es nach der Geburt eines Erbprinzen 1712 lebenslänglich überlassen [648] wurde. Noch zwey markgräfliche Witwen residirten hierauf daselbst, bis zum erfolgten Ableben der letztern Markgräfin, einer Prinzessin von Sachsen-Koburg-Saalfeld.

Die ältesten bekannten Besitzer des Orts waren die längst verloschenen von Schwainingen. Auf diese folgte 1429 Konrad von Holzingen, 1497 aber Hanns von Gundolsheim, welcher dieses bisher als Eigenthum besessene Gut dem Brandenburgischen Hause zu Lehn auftrug. 1517 kam es durch Kauf an Ernst von Rechenberg; da Ernst von Rechenberg 1583 starb, kam es als ein eröffnetes Lehn an Ansbach. 1603 wurde es Johann Philipp von Fuchs in der Eigenschaft eines Rittermannlehns käuflich überlassen; nach dessen 1626 in dem Treffen bey Lutter erfolgten Tode war es Ansbach zum zweytenmal heimgefallen.