Geschichte von Kloster Heilsbronn/Jobstgereuth

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32. Jobstgereuth,

Kirchdorf, Filial von Linden, kam, wie oben I, 50 und 53 berichtet wurde, i. J. 1164 an das Kloster. Es hieß damals Breminrute, erhielt aber, als man daselbst die dem heiligen Jobst geweihte Kapelle erbaute, den Namen Jobstgereuth. Die Lokalkirchenstiftung blieb fortwährend dem Kloster lehenbar. „1404 verkaufte Junker Heinrich Haußlade, zu Altenbauer gesessen, an das Gottshaus zum Gereutlein, darin St. Jobst Hauptherr ist, das Egerholz zwischen Andorf und Veldtbrecht, 40 Morgen, um 40 Gulden.“ Daß das Objekt lauter freies Eigen sei, bezeugten durch Anhängung ihrer Siegel zwei Bürgen: Vogt [331] Heinz Truchseß zu Hoheneck und Herr (Pfarrer) Teuerlein zu Ipsheim. In dem Verkaufbriefe wurde bestimmt: „Sollte das Eigenthum angefochten werden, so haben die Gottshausmeister zum Gereutlein das Recht, einen der Bürgen in die Laistung zu manen, und dieser soll unverzüglich einfahren und laisten mit einem Pferd zu Windsheim in einem offenen Wirthshaus und soll aus der Laistung nicht kommen, bis die Gottshausmeister völlig ausgericht sind.“ Die Verhandlung pflog der heilsbronnische Probst zu Neuhof. 1554 verkauften die Gottshauspfleger Braun zu Schußbach und Erhard zu Jobstgereuth mit Genehmigung ihres Lehensherrn, des 33. Abts Schörner, das ebengenannte Egerholz für 65 Gulden an die Gemeinde Oberfeldbrecht. Der Verkaufbrief schließt mit den Worten: „In Mangel eigenen Siegels haben wir obgedachten unsern gnädigen Herrn (Abt) von Hailsbrunn gebeten, dero Abteisiegel an diesen Brief zu hängen.“ Das Gottshaus hatte um diese Zeit jährlich nur etwa 20 fl. Einnahmen an Zinsen und Gülten und eben so viele Ausgaben; daher bat die Gemeinde i. J. 1550 das Klosteramt und den Markgrafen, den schadhaften Kirchthurm repariren zu lassen. Das Kloster besaß in Jobstgereuth 15 Anwesen, von welchen 12 am Ende des 30jährigen Krieges „abgestorben, eingefallen, öde waren.“