Glücklich wie ein König!

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Textdaten
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Autor: unbekannt
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Titel: Glücklich wie ein König!
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 46, S. 560
Herausgeber: Ferdinand Stolle
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1854
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[560] Glücklich wie ein König! Mag diese Redensart in andern Ländern mit Recht ihre Anwendung finden, so wird man dies doch in Beziehung auf Frankreich nicht behaupten können, wenn man – ganz abgesehen von den Gräueln, die in den frühesten Zeiten des Reiches den Thron befleckten – sich in das Gedächtniß zurückruft, wie viele, ja beinahe die meisten Könige der neueren Dynastien starben: Karl VI. wahnsinnig; – Karl VII. ließ sich verhungern, aus Furcht, von seinem Sohne vergiftet zu werden; – Ludwig XI. starb in seinem freiwilligen Gefängnisse zu Plessis-les Tours, umgeben von seinen Opfern, gemartert von Reue und Gewissensbissen; – Karl VIII. wurde in seinem zwanzigsten Jahre vergiftet; – Franz I. starb an den Folgen seiner Ausschweifungen; – Heinrich II. an einem, in einem Turniere empfangenen Lanzenstoße; – Franz I. wurde durch seine Mutter vergiftet; – Karl IX. ebenfalls, und starb unter gräßlichen Qualen und blutiger Reue über die Pariser Bluthochzeit; – Heinrich III. wurde durch einen Dominikaner und Heinrich IV. durch einen Jesuiten ermordet; – Ludwig XIV. wurde unter dem dumpfen, vorwurfsvollen Schweigen – Ludwig XV. unter den lauten Verwünschungen des Volkes begraben; – Ludwig XVI. endete auf dem Blutgerüste; – Ludwig XVII. unbekannt, vielleicht im Elend; – Ludwig XVIII. starb nach einer Verbannung von zwanzig Jahren und einer zweiten von hundert Tagen; – Napoleon I., Karl X. und Ludwig Philipp starben in der Verbannung!!!