Grenadierlied bei Landshut am 23. Juni 1760

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Textdaten
Autor: Friedrich de la Motte Fouqué
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Titel: Grenadierlied bei Landshut am 23. Jun. 1760
Untertitel:
aus: Deutscher Dichterwald. Von Justinus Kerner, Friedrich Baron de La Motte Fouqué, Ludwig Uhland und Andern.
S. 82–84
Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1813
Verlag: J. F. Heerbrandt’sche Buchhandlung
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Erscheinungsort: Tübingen
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Quelle: Google und Scans auf Commons
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[82]

Grenadierlied bei Landshut am 23. Juni 1760[1].
Nach der Weise des Dessauer Marsches.

Mit Gott!
Mit Gott!
Wir stehn im heißen Feuer.
Wieder sind gefallen der Kameraden drei.

5
Fahrt wohl!

Fahrt wohl!
Verkauftet Euch doch theuer,
Fiel’s gegenüber doch oft von Eurem Blei.
Frisch geht das Fechten, wir brave Preußen hier,

10
Dort brave Feinde, aus Ungarn Grenadier.


Schlagt an!
Gebt Feu’r!
Wie kommt’s in weißen Streifen,
Kommt von den Bergen ein neuer Feindeszug!

15
Steht fest!

Schließt an!
Ei! wolltet Ihr uns greifen?
Kugeln noch giebt’s hier, und Pulver auch genug.
Rasch durch die Reihen rollt fort der Donnerschlag,

20
Heiß ist der Monat, am heiß’sten dieser Tag.


Landshut!
Landshut!

[83]

Wir woll’n dein werth verbleiben,
Hüten das Land hier mit unserm Preußenblut.

25
An! An!

Feu’r! Feu’r!
Sie soll’n von uns noch schreiben,
Soll’n von uns noch singen, zu wecken alten Muth,
Singen von uns Braven und unserm General,

30
Der trägt wohl fremden Namen, doch deutschen Muth zumal.


Rechts um!
Rechts um!
Da trabt es durch die Gründe,
Woll’n uns gar umzingeln Dragoner und Husar.

35
Marsch fort!

Halt Tritt!
Laß sprühn die Feuerschlünde,
Trifft’s einen tüchtig, ist er der Sorgen baar.
Blas’t nur ihr Pfeifer, und Trommel wirble drein,

40
Laßt uns im Tanze noch frisch und lustig seyn.


Halt Front!
Halt Front!
Da stäubt’s, Trompeten blasen.
Fest nun, ihr Brüder, vor Oestreichs Reiterei!

45
Schießt rechts!

Schießt links!
Ei du mein kühl’ger Rasen,
Giebst uns ein Bette, das Wachen ist vorbei.
Liegt schon und blutet der alte tapfre Held;

50
Hoch lebe Friedrich! So Preußen, aus der Welt!


 de la Motte Fouqué.

  1. Dieses Lied besingt den Tag, an welchem der Großvater des
    Dichters, nach einem rühmlichen Widerstande, vor Laudons
    Uebermacht und Heldengeist erlag, und verwundet, unter seinem
    Pferde liegend, gefangen ward. A. d. H.