aus Wikisource, der freien Quellensammlung
| Textdaten
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| Autor: |
Friedrich von Matthisson
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| Illustrator: |
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| Titel: |
Hexenfund
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| Untertitel: |
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| aus: |
Friedrich Schiller: Musen-Almanach für das Jahr 1799, S. 32 – 33
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| Herausgeber: |
Friedrich Schiller
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| Auflage: |
1. Auflage
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| Entstehungsdatum: |
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| Erscheinungsdatum: |
1799
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| Verlag: |
J. G. Cotta
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| Drucker: |
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| Erscheinungsort: |
Tübingen
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| Übersetzer: |
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| Originaltitel: |
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| Originalsubtitel: |
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| Originalherkunft: |
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| Quelle: |
HAAB Weimar, Kopie auf Commons
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| Kurzbeschreibung: |
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| Eintrag in der GND: {{{GND}}}
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| Bild
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| Bearbeitungsstand
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| fertig
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[32]
Hexenfund.
Endlich, alte Wundergerte,
Ueber ein Jahrtausend
Nur in Gräbern hausend,
Hobst du dich ans Licht hervor:
5
Furchtbar krachte das gesperrte
Geisterthor.
Wahrlich, als wir Hexenjünger,
Dich auf Alraunbeeten
Ahndungsvoll erspähten,
10
Waltete mit unsrer Schaar
Salomos erhabner Finger
Unsichtbar.
In des Erdballs Mittelpunkte,
In des Mondes Grüften,
15
In der Sterne Klüften,
Herrscht allmächtig auf und ab
Der in Drachenblut getunkte
Zauberstab.
[33]
Ziehn wir, nach der hohen Weise
20
Aechter Spukvollstrecker,
Nun um Todtenäcker,
Bey des Abgrunds Melodey,
Der geheimnißschwangern Kreise
Dreimal drei.
25
Treu dem Saz der Meistergilde,
Laßt, aus Memfis Tiefen,
Dunkle Hieroglyfen
Eng’ uns um die Zirkel reihn,
Und zum Weihaltare bilde
30
Sich Gebein.
Wann die Leichensteine beben,
An des Kirchhofs Eiben
Sich die Blätter sträuben,
Und aus morscher Särge Nacht
35
Sieben Flämmchen bläulich schweben.
Ist’s vollbracht.
MATTHISSON.