Hinter der Düne

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Textdaten
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Autor: E. v. Wald-Zedtwitz
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Titel: Hinter der Düne
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 27, S. 844–847
Herausgeber: Adolf Kröner
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Erscheinungsdatum: 1890
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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Hinter der Düne.

Eine Weihnachtsgeschichte von E. v. Wald-Zedtwitz. Mit Abbildungen von Carl Marr.


„Weihnachtszeit, heil’ge Zeit,
Der Englein und der Kinder Freud’ –“


Kathi ten Eißen sang mit schriller, halblauter Stimme das alte Norderneyer Weihnachtslied und rührte dabei mit entblößtem muskulösen Arme den zähen Teig zu den Rosinenbrötchen.

„Der Englein und der Kinder Freud’“ – weiter kam sie nicht; es wiederholte sich dann immer ein kurzes abgebrochenes, heiseres Lachen, das Henri ten Eißen, ihrem Eheherrn, durch Mark und Bein ging.

Der kräftige, in blaues grobes Tuch gekleidete Fischer saß mit weit vorgestreckten Füßen auf dem dreibeinigen hölzernen Schemel, stützte den Ellbogen auf den rothgestrichenen Tisch und ließ den blonden Krauskopf schwer in der arbeitsschwieligen Rechten ruhen, während er mit der Linken den röthlichen, zweitheiligen Kinnbart strich.

Sein wettergebräuntes hübsches Gesicht belebten zwei große hellblaue Augen, welche einst sonnenhell ins Leben geblickt hatten. Aber das war nun vorbei, längst vorbei, jetzt folgten sie trübe den Hantierungen seines Weibes, deren Gesang er nicht länger mit anzuhören vermochte.

„Ach Du grundgütiger Gott! Und daran bin nur ich schuld!“ Damit erhob er sich, reckte seine sehnigen Glieder, stülpte den schwarzen, abgetragenen Filzhut auf und schritt zur Thür.

Draußen pfiff vom Meere her der heulende Nordost scharf über die baumlosen Dünen, wühlte die Wasser bis zum Grund auf, so daß sie sich zu Wellengebirgen thürmten, und fegte den feinen Sand über das Dach von Henri ten Eißens Hütte.

„Wenn er sie doch ganz verwehte!“ stöhnte der Fischer und gab seine breite Brust den rasenden Winden preis. Die schwarze schaumgekrönte Nordsee tobte wie ein wüthendes Raubthier, aber in ten Eißens Busen tobte der Sturm noch mehr. Es war ja schon lange her, seit es da drinnen zum letzten Male freudig geklopft hatte; aber heute, gerade heute am Weihnachtstage, da fiel ihm sein Kummer mit aller Schwere aufs Herz, daß er glaubte, ersticken zu müssen.

„Weihnachtszeit, heil’ge Zeit,
Der Englein und – – –“

brummte Henri jetzt mit seiner tiefen Baßstimme, aber das „der Kinder Freud’“ wollte ihm nicht über die Lippen. Da lag er im Sande, unter Strandhafer und Dünengras fast versteckt, der Sturmwind heulte über ihn hinweg und der eisenfeste Mann schluchzte laut in beide Hände.

„Herr Gott, vergieb mir! Ich wollte es ja gut machen – er sollte ein braver Mensch werden – da braucht’s Strenge – und nun kam es so – o mein Gott!“

[845] Uttd vor Henris Seele stieg jener furchtbare Tag auf, als Iann, fem einziger; bereits zum kräftigen Jungen herangewachsener Sohn, aus und davon ging. Er war ein wilder, unbändiger Bursche gewesen und der Vater hatte Mühe genug gehabt, ihn in Zucht zu halten; oft hatte das Tauende seine schmerzhafte Sprache zu dem keinen Thuuichtgut geredet. Ie strenger indessen Henri gegen den Knaben gewesen war, desto mehr hatte ihn die Mutter ver- wöhnt.

Die Gartenlaube (1890) b 845 1.jpg

Aber einmal war's doch auch ihr zu toll gewesen, und sie sah wohl ein, daß er Strafe haben mußte, brachte es aber nichts fertig, ihn selbst zu züchtigen. So hatte sie ihm gedroht: "Warte nur, ich sag's dem Vater!"

Das mochte aus Ianu einen ge,- waftigen Eindruck gemacht haben, denn wenn sich die allzeit nachsichtige und gütige Mutter sogar bewogen fühlte, ihn bei dem Vater, dessen Strenge sie für ihn sürchtete, zu verklagen , so konnte er sich auf gehörige Strafe gefaßt machen. Die Furcht davor trieb ihn in die weite Welt, und die Eltern blieben mit ihrem Kummer allem zurück.

Doch ten Eißelt unterbrach die trti. ben Erinnerungen, die an feinem in,- neren Auge vorüberzogen; er durfte Kathi , heute gerade nicht allein lassen, uud so schritt er denn schwersällig zu der rothen Ziegelhüke zurück, welche sich, von einem kleinen Gärtchen um-

geben, dicht hinter den Dünen erhob. - Einst hatten in diesem Gärtchen während des Sommers rothe Nelken, dustende Nosen uud schwarzgetüpfelte Feuerlilien geblüht. Die Fremden waren stehen geblieben und hatten sich der Blumenpracht gefreut. Aber uicht dieser allein galt ihr Verweilen, es galt noch mehr dem blondlockigen Knaben, der zwischen den Beetetl spielte" "Wie heißt Du, mein Söhn-

chen?"

"Ei, so sag's doch! Wer wird so blöde sein!" hatte Kathi dem Kleinen zugeraunt.

"Iann ten Eißen."

"So ist's recht! Nun gieß ein schön' Patschchen," ermuthigte die muntere Fischersfran ihreu Liebling weiter, der sich endlich' auch bewegen ließ, sein satld- feuchtes Händchen den Gästen entgegenzustrecken; selten zog er es ohne eine kleine Gabe zurück.

Und auch später hatte sich jeder über den strammen heranwachsen- den Jungen gefreut, der da schou so flott seine Netze strickte oder das kleine G.rrtchen in Ordnung

hielt. - -

Das war nun vorbei: die Nelken verdorrt, die Nosen ver,- wildert, die feurigen Lilien vom Straudhafer überwuchert - - und der blondlockige Iann ten Eißen spurlos verschwunden!

Die Gartenlaube (1890) b 845 2.jpg

Henri össnete mit Mühe die Thür, die der Stnrm mit Gewalt in die Fugen drückte. Kathi kauerte mehr, als daß sie saß, in der Nähe des Ofens und sah geistesabwesend in die züngelnden Flamuten. Das that sie oft ; der hastigett, aufgeregten Arbeit folgte eine Abgespauntheit, welche ihren Mann noch be,- sorgter machte. Dann hörte und sah sie nichts, mochte Henri sie .ansprechen oder durch freuudliche Liebkosungen zu ermuntern suchen.

^uch jetzt streicheke er ihr Haar und Wangen. Wunderbar, wie seine riesigen. groben Hände zart mit der Aermsten umzugehen 18g0

...

wußten. Grenzenlose ..Liebe, Mitleid und kefer Seelenschmerz lagen in jeder seiner Bewegungen.

Plötzlich fuhr die Frau empor, als wenn sie uns langem Schlummer jäh erwacht wäre^ stürzte an den Tisch und ft.trmte aus dem Teige die Weihnachtsbrötchen.

."Für Dich - für mich - und die beiden für unfern Iann,^ sagte sie mit einem zärtlichen Lächeln, welches so schlecht zu dem starren Ausdruck ihrer Augen paßte. - Was lag nur darin? Wie ein Schleier breitete es sich über die dünken Papillen, die stets so sprchtbar ernst in das Leere schauten.

"Bist Du mir böse, Henri? Unser Iann kommt heutet Schlage ihn nicht mehr! - Nicht wahr? - der böse,. liebe Junge-sd lange auszubleiben!-

Ach du lieber Gokf"

Kathi nahm noch eine Hand voll Nosiuen , wusch sie vorsorglich im fvi. scheu Wasser. drückte sie^still lächelnd in die Wecken und legte aus die sür Iann bestimmten zierlich die Buch

staben "I. t. E."

Ten Eißen brach fast das Herz bei dem halb irrsinnigen Treiben sei- nes Weibes. Er hosste nicht mehr aus des Sohnes Wiederkehr. Iann war umgekommen, ^gestorben und ver- dorbeu, sonst hätte er in der langen Zeit doch irgend ein Lebenszeichen von ! sich gegeben! Kathi griss nuu zu ihrem schwarzen, wollenen Mantel, hüllte sich fest darin ein, schlang ein Tuch um den Kops, nahm einen starken Tragkorb auf den Nücken und bald darauf watete sie, der Unbilden des Wetters nicht achtend, durch den tiefen Sand dem belebteren Theile des Dorfes zu.

Hier waren die Straßen mit rothen Ziegelsteinen gepflastert, nnd nun schritt sie tapfer aus, so daß sie bald den Marksplatz erreichte.

Ein grüner Wald war hier auf der sandigeu, baumlosen Insel über Nacht erstanden. Die Finken- werder Schisse und der Dampfer, welcher vonNorden kommt, hatten Tannenbäume in Hülle und Fülle herübergebracht. ^

"Ach wie schön! Wie schön!"

rtef Kathi ten Eißen. "He,Tschade Severins, gieb mir einen recht, recht schönen - mein Iann muß den größten haben, den aller,- größten! Du weißt doch, daß er heute kommt?"

Der alte Fischer sah das junge Weib schmerzlich an und gab ihr eine ^prächtige, schlankgewachsene Tanne.

"Danke, dattke - wird der sich freuen!" Danlit ging sie weiter, kauste hier blaues Zeug zu einem Anzuge, dort Aepfel, ......ttt' ...^ Nüsse, Lichter und echten kriesi-.

. ^ .i scheu Knüppekuchen.

"Nun ist's genug, " sagte sie. packte alles in ihren Tragkorb, nahm ihn auf den Nücken, umfaßte den Ehristbauln mit ihren beiden kräfligen Händen und kämpfte sich wieder durch Sand, Nordost und Schneehuschen zu der Hütte hinter der Düne zurück.

"Die arme Kathi! Die hat's zu sehr gepackt. Was war das für ein schmnckes Weibchen! Und eine tüchtige Hausfrau!"

"Gerade daß sie dem Jungen mit. dem Alten gedroht hat, ist ihr ins Gehint gesahren."

"Und ten Eißen ist der Alte auch nicht mehr, an dem nagt der Wurm, daß er so streng mit ihm war."

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"Gvlt mag einen in Gttaben vor sp etl,^^ Das waren so die Neben, welche die biederen In-. sulaner hinter der armen Kathi hersandten; und mrs.tr u^ eine ^.^te.r wischte sich die Thränen aus den Aui^ nm dann desto speudjger für ihre blande Kinderschar den Weih.- nacht.^sch zu bereiten. -

Die Sanne war bereits blulroth ins Meer getüncht, ihr goldig purpurner Nachglanz flammte am n^^en Himmel. schwamm auf den wagenden Fluthen und blitzte in den blanken Fensterscheiben don ten Eißens Hüke.

Kathi schürte das Feuer au^dem ossenen Herder setzte Fische an, breitete über den Tisch ein schneeweißes miauen. ordnrte die Gaben, bog die Wachslichtchen um .die Zweige des Weihnachtsbaumes und betrachtete wohlgefällig ihr Werk. - Da klopfte es. "Kamm herern !^

Der Backerlehrs^ trat ein. brachte in einem Schließ- korbe die gebackenen Nos^enbrötchen und legte sie neben die Ehrs'^rschenke.

"Da, nimm, Weihnachtszeit - heilige Zeit sagte Kathi und reichte ihm van den Aepseln und "Nüssen.

"Danke l fröhliche Weihnachten ! " entgegnete der Knabe gewohnheitsmäßig und eilte wieber dem Dorfe zu.

"Fröhliche Weihnachten!" stöhnte Henri, seinen Schmerz kaum noch beherrschend. Es dunkelte ein' wenig. "Wo er nur bleibt?" flüsterte Kathi. Henri wandte das Gesicht ab und schwieg. Er wußte, daß reden hier umsonst sei.

"Er wird schon kommen!" meinte die Frau und nahnt wieder den Mantel von dem Nagel. "So bleibe doch! bat ten Eißen. "Bleiben? Bleiben?" Kathi sah ihtt so erstaunt an, als habe sie diese Worte nicht recht verstandell. Dabei legte sie den Man^l um, wickelte das Tuch tu ieder um den Kopf und winke ihrem Manne geheiutnißvoll mit dem Fittger. ^ Der Fischer schüttelte verzweifelt mit

dem Kopfe, entschloß sich aber doch, seinem Weibe zu folgen, welches hasti-. gen Schrittes iti dem tiefen weichen Sand zur Düne ging und deren Katntlt

erklomm.

Da stand die Fran wieder, wie scholl so manches Mal, ltnd schaute hin- aus iti das weite, brausende Meer, um ihren geliebten Iann zu er- warten. Und Henri harrte auch dieses Mal geduldig neben ihr aus.

Schäumend zischten die Wellen gegett die Dunen nnd lecktest hinauf fast bis zu dett Füßen der beiden, tosend brachen sich die Wasser und die Brattdung heulte mit dem Sturme um die Wette.

^ Kathi hielt stand; in gespenstisch flatterndem Gewande, vom blassen Mondschein umflossen, so stand sie da und sachte mit ihrem Auge jede Wellentiese zu er-, gründen, ob da nicht vielleicht ein Boot em,- ^ porsteige, welches ihr ^ ^ Alles bringe. ^ "Horch - ----- Herl.

ri!" rief sie plötzlich.

"Was willst Du, Kathi? Das ist der Sturm!" [847] als um

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ußte, lahm

.^Mutter - Multen rust da jemand

"Nein, ^teui ich höre es deutlich!"

"Kathi, die Möven! Komm, Frau!" "Achl Die Möven l - - Nun kommt

er noch nicht. der böse, der liebe Iunge!"

Ten Eißen ulllsaßte seine Frau fest, aber liebevoll und wollte sie zur Hütte zurückführen, denn sie war schwach geworden wie ein Kind und vermochte sich jetzt kaum noch auf den Füßen zu hal- ten. - Er kannte das schon. -Da blieb sie wie- der stehen. Wilde Ver- zweistung kam über sie. Sie breitete die Arme ans: "Iann! Iann!" klang es schaurig in die skirtuische Nacht hinaus. "Dort! -

Dort! -Mann!--- Manul - - Er ist da! Er ist da!"

"Kathi -!"

"Sieh das Boot!

Dort - es taucht auf -

Iann! Iallll! - - Jetzt

ist^s verschwunden - - nein - nein - Mensch Mann - Henri - siehst Du nicht? - Da kommt mein Kind - - mein Kind!"

Dem Fischer grauste, ihm war's, als sträubten sich ihm die Haare, aber er folgte unwillkürlich mit den Augen der Handbewegung seines Weibes.

"Bei Gott dem Allmäch-

tigen, wirkich ein Boot! - Ohne Mast - eilt Mann steht aufrecht darill - es treibt umher! - Bleibe,

Kathi, -- bleibe! - Ich

werde Hilse herbeischaffen ! Gieb ihm ein Zeichen! Winke mit dem Tuche!

Dahin stürzte Henri, nln eiligst sein B dorthin Kathi, damit sie die Laterne hole.

Henri ten Eißen, Emken Ktüill und zwei andere Fischer stießen schon vom Lande, und Kathi schwenkte das Feller. zeichen, als gälte es, dadurch die Welt vor dem Untergange zu retten.

"Iann! Iann! - - Weihllachts- zeit, heil'ge Zeit - - Iannf. Iann ! - ^ Ich bin da - - der Engel llnd der ' ^ Kinder Freud' -ich diu da ! -Komm ! -

Komm! -" ^

Und vom schwankenden Nachen her erfolgte Antwort. Der Fetzen eines Segels wurde geschwenkt und Kathi glaubte die Stimme ihres Knaben zu hören, die sich sür sie mit dem wüthenden Nordost zu einer jubelnden Weihnachtshylllne vereinte.

Von der Haseuseite her kämpste sich Henris Boot zu dem anderen heran. Jetzt tanzte es hoch auf den Wellen ----- null verschwand es, jetzt faßten es die Wafler, daß das Steuer fast seiue Kraft verlor. -

Kathi sah es, sie begriff die Gefahr und faltete die Hände zum brünstigen Gebet. Null flog eilt Tau hittüber zu bellt eintasteten Fahrzeug, jetzt ein zwei-


Hole die Laterne!" oot kar zll machen,


tes - jetzt mandte tetr Eißen sein Boot unb schleppte das a,^ rettete glücklich in den sicheren Hafen.

Da stand schon Kathi.

"Iann. Iann!"

Ein fast zum Mann ger^ter ^^i.^i.ug sprang ansLaub, lag zu den Füßen des Weibes und umfaßte schlu^zend ihre Kniee. ^

^ch bin's, Mutter - ich bin's - - Vater, Mutter,

vergebt mir!"

Henri ten ^ßen stand sprachlos. Das Mutter- herz hatte sich alfo doch nicht betrogen! - - ^ ^dauerte eint.. ge^ raunle Weile, bis der Ue^ers^watig der Grsuhle ein richti- gesiegelt u.u.^nt- ^ " warten ge^l^te. Vom Ar^e^t.^t.ut.- ter umschlttugen, er- zählte Iann, wie ihn das Heimweh llnüberwilldlich er- griffen habe, als er mit seillem englischen ^. Schiffe so nahe ge- . wesen. .Da sei er entflohen mit Ge- sahr seines Lebens und seit drei fangelt, langen Tagen treibe er lllttt schon auf der See.

Aber es war,. als ob Kathi das alles nicht hörte.

"Ich tv^.es.

daß Du heute noch kommst, ich wußte es ganz gewiß.!" wit.derl^vl^ sie nur . immerfort.

Sie schien. zur

Hütte. Ianll hätte den Sand seiner Heimath küssen mögen! .... Da schaute das Dach schon hinter der Dune hervor und Kathi flog mehr, als daß sie ging, dem bescheidenen Heime zu.

"Wartet wartet noch ein wenig!

Erst

Sie war schau hinter der Thüre verschwunden , der bereitstehende , Ehrist- baulll stammte auf im Lichterscheiu ttttd ^ erleuchtete den niederen Nauln wie mit ^^.^ einem überirdischen Glanze.

Die Gartenlaube (1890) b 847 2.jpg

* * *

Im nächsten Jahre blühten wieder die Nelken,. .die Nasen und die Fetter, liliett in dem keinen Gärtchen vor Henri ten Eißetts Hütte. Heller Soll- ttenschein lag darüber und falld feillelt Abglanz in Kathis und Henris s^h- lichen, zufriedenen Gesichtern.

Alle Dunkelheit war ihnen von Geist und Gemüth genommen, denn Jann war ja da, er war ein guter, rechtschaffener Sohn und tüchtiger Seemann geworden, welcher seilten Eltern in Liebe, Gehorsam und Arbeit getreulich zur Seite stand.