Ich möchte weinen, doch ich kann es nicht

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« Du sah’st mich oft im Kampf mit jenen Schlingeln Buch der Lieder (1827) Salomon Heine »
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Textdaten
Autor: Heinrich Heine
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Titel: Ich möchte weinen, doch ich kann es nicht
Untertitel:
aus: Buch der Lieder, Junge Leiden, Sonette, S. 103
Herausgeber:
Auflage: 1
Entstehungsdatum: 1817–1821
Erscheinungsdatum: 1827
Verlag: Hoffmann und Campe
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Erscheinungsort: Hamburg
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans der Ausgabe 1827 auf den Commons
Kurzbeschreibung:
Dies ist das neunte von neun Gedichten, für das die Widmung „Fresko-Sonette an Christian S.“ gilt.
Dies ist das letzte Gedicht im Zyklus „Sonette“ und in „Junge Leiden“. Es folgt „Lyrisches Intermezzo“.
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[103]

IX.

Ich möchte weinen, doch ich kann es nicht;
     Ich möcht’ mich rüstig in die Höhe heben,
     Doch kann ich’s nicht; am Boden muß ich kleben,
     Umkrächzt, umzischt von ekelm Wurmgezücht.

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Ich möchte gern mein heitres Lebenslicht,

     Mein schönes Lieb, allüberall umschweben,
     In ihrem selig süßen Hauche leben, –
     Doch kann ich’s nicht, mein krankes Herze bricht.
Aus dem gebrochnen Herzen fühl’ ich fließen

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     Mein heißes Blut, ich fühle mich ermatten,

     Und vor den Augen wird’s mir trüb und trüber.
Und heimlich schauernd sehn’ ich mich hinüber
     Nach jenem Nebelreich, wo stille Schatten
     Mit weichen Armen liebend mich umschließen.