Kennst du das Land, wo die Citronen blühn

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Textdaten
Autor: Johann Wolfgang von Goethe
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Titel: Kennst du das Land, wo die Citronen blühn
Untertitel:
aus: Wilhelm Meisters theatralische Sendung, S. 207
Herausgeber: Harry Maync
Auflage:
Entstehungsdatum: 1777–1785
Erscheinungsdatum: 1911
Verlag: Cotta
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Erscheinungsort: Stuttgart und Berlin
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Google-USA* = Commons
Kurzbeschreibung: Version des Gedichtes aus der von Barbara Schulthess und ihrer Tochter gefertigten Abschrift des Urmeisters, welche 1910 gefunden wurde und 1911 im Erstdruck erschien
Siehe auch Kennst du das Land? wo die Citronen blühn
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[207]
Kennst du das Land, wo die Citronen blühn,

Im grünen Laub die Gold-Orangen glühn,
Ein sanfter Wind vom blauen Himmel weht,
Die Myrthe still und froh der Lorbeer steht,

5
Kennst du es wohl?

     Dahin! Dahin
Möcht’ ich mit dir, o mein Gebieter, ziehn!

Kennst du das Haus, auf Säulen ruht sein Dach,
Es glänzt der Saal, es schimmert das Gemach,

10
Und Marmor-Bilder stehn und sehn mich an:

Was hat man dir, du armes Kind, gethan?
Kennst du es wohl?
     Dahin! Dahin
Möcht’ ich mit dir, o mein Gebieter, ziehn!

15
Kennst du den Berg und seinen Wolkensteg?

Das Maulthier sucht im Nebel seinen Weg,
In Höhlen wohnt der Drachen alte Brut,
Es stürzt der Fels und über ihn die Fluth:
Kennst du ihn wohl?

20
     Dahin! Dahin

Geht unser Weg; Gebieter, laß uns ziehn!