Land und Leute/Nr. 43. Kufstein und seine Umgebung

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Autor: Ludwig Steub
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Titel: Kufstein und seine Umgebung
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 41, S. 668–761
Herausgeber: Ernst Ziel
Auflage:
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Erscheinungsdatum: 1880
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung: Reisebericht aus der Artikelserie Land und Leute, Nr. 43
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Die Gartenlaube (1880) b 669.jpg

Skizzen aus der Gegend von Kufstein.
Nach der Natur gezeichnet von W. Grögler in München.

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Nr. 43. Kufstein und seine Umgebung.

Kufstein ist eine frühere Landesfeste und zugleich ein feines, nahrhaftes Städtchen in der Grafschaft Tirol. Die Feste liegt auf einem freistehenden Felsen, den im Sommer viele grüne Büsche umflattern, und besteht aus einem mächtigen runden Thurme und einem langen Hause, in welchem etliche hundert Mann Besatzung lagern. In den Schießscharten schlummern einige Geschütze. Von dieser Festung giebt nun unser Bild (5) einen ganz guten Begriff, aber von dem Städtchen, das ihr zu Füßen liegt, läßt es nichts bemerken. Letzteres ist indessen für den germanischen Wanderer viel wichtiger, da es ihm freundliche Aufnahme und treffliche Verpflegung bietet, was jene selbstverständlich nicht gewähren kann. Das Städtchen erscheint zwar an Umfang nicht bedeutend, aber in seinem Aussehen so stattlich und vornehm, daß ihm das Land Tirol in diesem Stücke wohl kein zweites an die Seite stellen könnte, wenn man, wie sich von selbst versteht, die beiden Hauptstädte Innsbruck und Trient wegdenkt.

Wie uns die Landkarten und der Augenschein belehren, liegt dasselbe an dem mächtigen Innstrome, welcher stolz vorbeirauscht. Auf dessen linkem Ufer breiten sich die weitläufigen Gebäude des Bahnhofs aus, und ist hier immer viel Leben und Verkehr. Mehr [670] als die Hälfte aller Nordländer, die sehnsuchtsvoll nach Italien pilgern, spricht da zu; durch den deutschen Grundbaß klingt schon manch süßes italienisches Wort, namentlich im Sommer, wo sich hier immer viele welsche Arbeiter aufhalten, und somit läßt sich der Bahnhof zu Kufstein als ein Vorhof Hesperiens betrachten.

Eine lange Brücke führt über den Strom und in die Stadt. Letztere besteht allerdings nur aus einer Straße, welche aber sehr breit und von hohen erkerreichen Gebäuden eingerahmt ist. Sie zieht einen gelinden Abhang hinan, was dem malerischen Reize des Bildes keinen Eintrag thut. Ein hoher eherner Brunnen schmückt sie. Während andere Landstädte an der Brennerbahn einer traurigen Verödung entgegengehen, hat das freundliche Kufstein durch dieses neue Verkehrsmittel unbedingt gewonnen. So wächst denn sein Wohlstand von Jahr zu Jahr, und in seinem Aeußeren zeigt sich allenthalben ein erfolgreiches Streben nach Reinlichkeit und Glanz. Auch an guten Gasthöfen fehlt es nicht. Der Auracherbräu hat einen wohlbegründeten Ruf im ganzen Lande und darüber hinaus. Zu ihm gehört auch ein schattiger Garten am Ufer des Innstroms. Dort sitzen an schönen Sommerabenden die Wanderer und die Sommerfrischler.

Kufstein, Stadt und Festung, haben auch eine Geschichte, aber da wir jetzt selber so viele Geschichten erleben müssen, so haben wir wenig Zeit und Lust, uns in alte Jahrhunderte zu versenken, und sind um so dankbarer, je kürzer die betreffende Historie, wenn sie uns nicht ganz geschenkt werden kann, gefaßt wird. Also nur wenige Worte!

Die Kirche von Kufstein wird schon im achten Jahrhundert erwähnt. Damals gehörte das Unterinnthal bis zum Zillerbache noch zum Herzogthume Baiern und blieb bei diesem bis zum landshutischen Erbfolgekriege, welchen Kaiser Max der Erste austrug; er sprach sich dafür 1504 die Gerichte Rattenberg, Kitzbühel und Kufstein zu. In jenen Tagen belagerte der Kaiser auch die Festung Kufstein.

Als der Kurfürst Max Emanuel von Baiern 1703 in's Land Tirol einfiel, nahm er zuerst unser Kufstein vor, das sich auch schnell ergab, nur daß dabei die ganze Stadt in Flammen aufging. Anno Neune lag eine baierische Besatzung in der Festung, und der Platz wurde lange von den tirolischen Helden belagert, aber nicht eingenommen. Jetzt ist die Festung als solche aufgelassen und dient eigentlich nur noch als Caserne.

Kufstein liegt in herrlicher Gegend – am Inn, wie bereits gesagt. Dieser läuft hier noch zwischen hohen Bergen, welche aber in wenigen Stunden abbrechen und sich in's baierische Hügelland verlieren. Zur Rechten erhebt sich das wilde, menschenfeindliche Kaisergebirge, zur Linken der ragende Pendling, zu dessen Füßen die Thiersee liegt, ein kleines, hellgrünes, liebliches Thal, in dem ein dunkelblauer See sich ausspannt. Wer nicht nach Arkadien gehen will, der soll hier ein sprechendes Bild jenes berühmten, von so vielen Dichtern besungenen Landes finden können. Zwischen der Thiersee und dem Innstrom erhebt sich der lange, doch nicht sehr hohe Thierberg, welcher Wald und Wiesen, schmucke Bauernhöfe, zierliche Villen und eine alte verlassene Burg trägt. Unter dieser, in großer Klemme zwischen der Bergseite und dem Strome, wo nur für Straße und Eisenbahn Raum ist, findet sich die nicht mehr ganz unbekannte Clause, ein Wirthshäuslein mit blumenreichem Garten, der eine treffliche Ansicht des Kaisergebirges und der Festung Kufstein bietet. Hier wird im Sommer mancher Becher rhätischen Weins getrunken, und zwar betheiligen sich daran nicht blos die Landeskinder, sondern noch ungleich mehr die baierischen Nachbarn. Da nämlich das Wirthshäuslein dicht an der Grenze des Königreichs Baiern liegt, also auf tirolischem Boden das erste und wegen seines guten Kellers sehr beliebt ist, so fahren jene Nachbarn an Sonn- und Feiertagen oft in großen Gefolgschaften heran, bleiben beim Glase, bis der Mond aufgeht, und wenden sich dann in heiterster Laune wieder der Heimkehr zu.

Auf dem andern Ufer des Stromes möchten wir namentlich die unferne Kienbergklamm einer näheren Betrachtung empfehlen. Dort rauscht ein frischer Alpenbach aus waldiger Schlucht, an deren Eingange sich eine neue Curanstalt erhebt, ein elegantes Wohnhaus und ein feiner Speisesaal, daneben auch eine zierliche Trinkhalle oder Veranda auf hohen Pfeilern mit erfreulichem Blicke in die Nähe und Ferne.

An den schattigen Halden der Kienbergleite schlängeln sich bequeme, von verlässigen Geländern begleitete Pfade in die Höhe; hier zeigt sich ein schmaler Steg, dort eine schwindelnde Brücke. Oben ladet ein offenes, leichtbedachtes Sommerhäuschen zum Besuche ein, den es auch mit prachtvoller Aussicht in das grüne Innthal, auf den ragenden Pendling und in die Stubeierferner dankbar vergilt.

Sagen wir auch einige Worte über die Bildchen, welche das Festungsstück umkränzen! Sie sind nicht besonders idealisirt und mögen daher der Wirklichkeit ziemlich nahe stehen. Das erste oben links (1) zeigt uns einen Arbeiter, der sich mit einer Botin unterhält und ihr ein Gläschen Schnaps abkauft. Er ist sicher Einer von Denen, welche in den seit etwa dreißig Jahren in diesen Thälern ausgebeuteten Cementbrüchen arbeiten.

Der Cement ist ursprünglich Mergelkalk, der in großen Oefen ausgebrannt und dann unter jenem Namen (jährlich circa zwei Millionen Centner) als hochgeschätztes Baumaterial in die weite Welt versandt wird. Er geht zu Schiffe nicht allein nach Wien und Pest, sondern auch bis an's goldene Horn zu Stambul. Die Oefen, in denen er gebrannt wird, geben übriges einen dicken Rauch von sich, der einen höllischen Gestank verbreitet und so manchen Wanderer, der sich nach reiner Luft und feinen Blumendüften sehnt, aus diesen stillen Thälern völlig hinausräuchert. Zu diesen verhaßten Cementöfen nimmt der mit Mergelkalk beladene „Rädelkarren“ unseres Bildes (4) seinen Weg.

Neben den prosaische Mergelkalk stellt unser Maler die vielbesungenen Sennerinnen (2, 8 und 9). Die Nachrichten, welche über diese Alpenhirtinnen umlaufen, sind sehr schwer unter einen Hut zu bringen. Man hört mitunter, sie seien ganz eingegangen und die Almen würden jetzt allenthalben mit „Schweizern“, das heißt mit käsekundigen Männern besetzt, die aber nur selten noch aus der Schweiz kommen, sondern meistentheils im Inlande aufgewachsen und geschult worden sind.

Nach andern Angaben sollen die Sennerinnen zwar noch vorhanden, aber garstige Trampeln sein, welche leinene Hosen tragen und die Touristen mehr verblüffen, als bezaubern, eine Anschauung, welche durch unsere Bildchen nur unterstützt wird. – Wieder nach anderen Quellen sind es aber liebliche Huldinnen, deren blaue Augen mit ihrem minniglichen Blicke allein schon den jungen Wanderer auf der freien Höhe für alle seine Anstrengungen entschädigen können. Wenn die Wahrheit in der Mitte liegt, so wäre nach allem diesem etwa anzunehmen, daß es wirklich noch Sennerinnen und darunter auch solche gebe, denen man Jugend und Schönheit keineswegs absprechen dürfte. Milch, Butter und Käse erfordern nämlich in ihrer Behandlung große Reinlichkeit, und diese will man am ersten von jugendlichen Mädchen erwarten. Die Melkerei ist beschwerlich und verlangt junge Arme; mehr Anstrengung noch als diese bringt aber die Hut und die Bewachung des Viehes mit sich, welches oft bei Hochgewittern durch Blitz und Donner weit versprengt und dann nur durch beschwerliche Hetze über Stock und Stein wieder zusammenbracht werden kann. Aus allen diesen Gründen schickt man im baierischen Gebirge und im tirolischen Unterinnthal noch immer die jungen, kräftigen Mädchen, ob sie schön oder garstig sind, auf die Alm. Dort wird dann allerdings auf Citherklang und Liedersang oft mehr Werth gelegt, als auf die Predigten des Vicars, der tief unten im Dorfe über die leichten Sitten der Almerinnen zetert.

Im übrigen Tirol dagegen hat man die Mädchen schon längst von den Almen heruntergezogen, um dafür die ledigen Burschen, mitunter schon ganz angejahrte, hinaufzuschicken. Damit ist denn auch sofort ein principieller Gegensatz eingetreten. Während die Almerinnen nämlich stolz sind auf ihre Reinlichkeit, findet man bei den Sennen oft genug das Gegentheil.

Damit auch das Touristenvolk auf unserem Bilde nicht fehle, führt uns der Zeichner zwei Touristinnen, freilich der ältlichen Gattung (3) vor, welche zu Pferde auf die hohe Salve pilgern. Möge ihnen schönes Wetter beschieden sein, damit sie die schöne Aussicht genießen können, und gebe Gott, daß sie sonst nichts zu genießen brauchen; denn das braune Hüttlein dort oben vermag kaum die bescheidensten Ansprüche zu befriedigen.

Einen Rattenfänger lernen wir auch kennen (6), so einen, der Maulwürfe und Feldmäuse in seinen Wirkungskreis zieht und von jedem Schwänzchen, das er seinen Auftraggebern abliefert, eine Belohnung von zwei Kreuzern erhält.

Außer zwei Gewitterscenen (10 und 11), die sich selbst erklären, führt uns unser Bild noch ein Marterl (von Martyrium [671] so genannt) (7) vor. „Ein Marterl?“ höre ich den Leser fragen, „was ist ein Marterl?“ Nun, ein auf Holz gemaltes Angedenken an einen Unglücksfall, der einem Menschenkinde das Leben gekostet. Die alte Frau auf unserem Bilde erklärt dem neugierigen Touristen die traurige Begebenheit.

Neben solchen Bildern stehen gewöhnlich etliche kunstlose Verse, deren Verfasser aber immer im Dunkeln bleiben. Die städtischen Aesthetiker ergötzen sich oft lächelnd an ihrer Naivetät, und es wäre gerade nicht schwer, von solchen Versen mehrere classische Beispiele zusammenzustellen; im Augenblick aber fällt mir kein anderes ein, als dieses:

„Hier ward vom Blitz erschlagen
Ein Ochs, ein Bua, eine Kuh.
Herr, gieb ihnen die ewige Ruh!“

Nunmehr noch einen Sprung in’s Kaisergebirge! Dieses also bildet auf einem Raum von vier Quadratmeilen eine steinerne Runde, welche von einem rüstigen Wanderer in zwei Tagen kaum umgangen werden kann. Es ist ein Knäuel von schauerlichen Zacken, die zwar nicht zu den höchsten, aber zu den wildesten und zerrissensten des Landes gehören. Zwischen diesen findet sich kein Dörflein und kein Weiler, aber doch die und jene grüne Alm und braune Sennhütte. Die höchsten Gipfel sind früher wohl manchmal von Gemsenjägern oder Wildschützen, systematisch aber zum ersten Mal von Professor Thurwieser aus Salzburg in den vierziger Jahren erstiegen worden. Später, im Jahre 1869, folgte ihm Karl Hofmann aus München, ein vielversprechender junger Mann, der bei Bazeilles als baierischer Lieutenant sein Leben lassen mußte. Dieser scheute keine Beschwerde, um des Gebirges unbetretene Irrsale alle auszuforschen. Er erkletterte den Treffauer Kaiser und die Haltspitze nebst anderen nachbarlichen Ungethümen und legte dann seine Beschreibung in der Zeitschrift des deutschen Alpenvereins nieder. Es erhellt daraus, daß die Besteigung dieser Höhen sehr gefährlich und nur ganz schwindelfreien Waghälsen anheimzustellen ist.

Im Kaisergebirge gehen auch verschiedene Sagen um, aber sie handeln nicht von seligen Fräulein, sind überhaupt nicht anmuthig, sondern durchaus unheimlich wie diese Riffe selbst. Noch geistert da die Huberbäuerin aus dem Baierlande, die wegen ihres Geizes hierher verbannt worden ist und verwegenen Wildschützen, um sie zu schrecken, mitunter polternde Steine nachsendet. Es ist noch nicht so lange her, daß in der Elmau eine Hexe spukte, welche, da alles häusliche Gebet nicht fruchtete, endlich von einem frommen Klosterbruder in diese Schluchten verwiesen wurde, aus denen sie bisher nicht zurückgekehrt. Als einst drei unfriedliche Bauern von Lauterbach während der heiligen Messe über die Grenzen ihrer Felder stritten, erfaßte sie plötzlich ein Windstoß und entrückte sie auf die Haltspitze, welche daher auch die Geisterspitze heißt. Wenn die Berge von schauerlichen Donnerschlägen widerhallen, sagt man noch jetzt: die Lauterbacher schelten.

Wer aber ohne große Beschwerde und ohne alle Lebensgefahr dem wilden Kaiser seine Ehre erweisen und die Schauer dieser Bergwelt aus einiger Nähe betrachten will, dem ist die gütige Natur dadurch entgegengekommen, daß sie das schmale Kaiserthal eingesprengt hat. Wer in dieses hinaufsteigen will, der geht zuerst von der Stadt Kufstein in die Sparchen, die er in einer halben Stunde erreicht. Dort findet er einige Mühlen und eine finstere Klamm, aus der ein starker Bach herauskommt, um über malerische Mühlwehren hinunterzustürzen. Ist der Wanderer über die Brücke gegangen, so hat er einen steilen Felsensteg hinanzuklimmen, bis sich ihm jenes Thal aufthut; eine unabsehbar lange, jäh abfallende Wiese, deren unterer Saum sich in der dunklen, von mächtigen Fichten beschatteten Bachrinne verliert, während der obere an schroffen Kämmen endet. Mitten durch diese Wiese zieht sich ein schmaler Fußpfad, der den Wanderer an fünf wohlhabenden Bauernhöfen vorbeiführt, bis er die Antonius-Capelle und nach dieser den sechsten und letzten der Kaiserbauern erreicht. Dort mag er sich zur Ruhe niederlassen und den Anblick genießen, den ihm Püttner’s Bild, das diese Nummer der „Gartenlaube“ (S. 677) schmückt, eröffnet.

Aber wer sind diese wilden „Schrofen“ und wie heißen sie?

Der nächste also, die kahle Wand zur Rechten, ist das Sonneck; ihm folgt gegen die Mitte zu die Haltspitze, dieselbe, die auch als Geisterspitze bekannt ist. Karl Hofmann stellt ihre Höhe auf 7520 Pariser Fuß und giebt sie für den erhabensten Gipfel des Kaisergebirges aus.

Von diesem Kamme durch eine tiefe Schlucht getrennt, zeigt sich die Gamskarlspitze. Ihr zur Linken ragt aus dem abwärts streichenden Grate eine kleine pyramidale, bisher noch nicht erstiegene Felsenzacke empor, welche die Todtenkirche genannt wird, weil sich da jede Nacht die im Kaisergebirge hausenden Geister versammeln. Nebenan liegt des Teufels Wurzgärtlein; da soll einst ein mächtiger Zauberer den Teufel gezwungen haben, ein Gärtlein mit seltsamen, köstlichen, herrlich duftenden Wurzeln und Kräutern anzulegen. Leider ist es später wieder eingegangen.

Wenn sich nun der wohlmeinende Wanderer beim letzten Kaiserbauern (aus eigenen Vorräthen) angenehm erquickt und die wilde Schau zur Genüge genossen, mag er wieder zur Sparchen zurückkehren, von dort durch schöne Auen nach dem gastlichen Kufstein wandeln, sich in dem Schatten des Auracher Gartens zur Rast setzen, die großen Eindrücke des Tages noch einmal an sich vorübergehen lassen und dabei des Zeichners und des Schilderers, die ihn im Geiste dahin begleitet haben, freundlich gedenken.

L. Steub.