Loskauf (Erk, Variante 1)

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Textdaten
<<< >>>
Autor:
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Loskauf
Untertitel:
aus: Deutscher Liederhort,
S. 136–138
Herausgeber: Ludwig Erk
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1856
Verlag: Th. Chr. Fr. Enslin
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Berlin
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Google und Wikimedia Commons
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
Deutscher Liederhort (Erk) 136.jpg
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite
[136]
40. Loskauf.


Mäßig. Mündlich, aus der Gegend von Halle a. d. Saale.
Noten
[137]
1.
„Ach Schiffmann, du fein guter Mann,

laß doch das Schiff zu Lande gahn,
ach Schiffmann!
Ich hab ein Vater, der hat mich lieb
und löset wol wieder mich
aus diesem schönen Schiff Schiff Schiff,
aus diesem schönen Schiff.“
     Der Vater der gegangen kam,
die Tochter sah ihn traurig an:
„Ach Vater!
gieb deinen rothen Rock für mich
und löse wol wieder mich
aus diesem schönen Schiff Schiff Schiff,
aus diesem schönen Schiff!“
     ‚‚‚Eh ich mein rothen Rock entbehr,
so wollt ich doch nun nimmermehr!
Ach Schiffmann, |: laß sSchiffchen sinken! :|
die schöne Bauerstochter soll ertrinken.‘‘‘

2.
„Ach Schiffmann, du fein guter Mann,

laß doch das Schiff zu Lande gahn,
ach Schiffmann!
Ich hab eine Mutter, die hat mich lieb
und löset wol wieder mich
aus diesem schonen Schiff Schiff Schiff,
aus diesem schönen Schiff.“
     Die Mutter die gegangen kam,
die Tochter sah sie traurig an:
„Ach Mutter!
gieb du dein braunes Kleid für mich
und löse wol wieder mich
aus diesem schönen Schiff Schiff Schiff,
aus diesem schönen Schiff!“
     ‚‚‚Eh ich mein braunes Kleid entbehr,
so wollt ich doch nun nimmermehr!
Ach Schiffmann, laß sSchiffchen sinken!
die schöne Bauerstochter soll ertrinken.‘‘‘

3.
„Ach Schiffmann, du fein guter Mann,

laß doch das Schiff zu Lande gahn,
ach Schiffmann!
Ich hab ein Bruder, der hat mich lieb
und löset wol wieder mich
aus diesem schönen Schiff Schiff Schiff,
aus diesem schönen Schiff.“
     Der Bruder der gegangen kam,
die Schwester sah ihn traurig an:
„Ach Bruder!
gieb deinen runden Hut für mich
und löse wol wieder mich
aus diesem schönen Schiff Schiff Schiff,
aus diesem schönen Schiff!“
     ‚‚‚Eh ich mein runden Hut entbehr,
so wollt ich doch nun nimmermehr!
Ach Schiffmann, laß sSchiffchen sinken!
die schöne Bauerstochter soll ertrinken.‘‘‘

4.
„Ach Schiffmann, du fein guter Mann,

laß doch das Schiff zu Lande gahn,
ach Schiffmann!
Ich hab eine Schwester, die hat mich lieb
und löset wol wieder mich
aus diesem schönen Schiff Schiff Schiff,
aus diesem schönen Schiff.“
     Die Schwester die gegangen kam,
die Schwester sah sie traurig an:
„Ach Schwester!
gieb deine schönen Schuh für mich
und löse wol wieder mich
aus diesem schönen Schiff Schiff Schiff,
aus diesem schönen Schiff!“
     ‚‚‚Eh ich meine schönen Schuh entbehr,
so wollt ich doch nun nimmermehr!
Ach Schiffmann, laß sSchiffchen sinken!
die schöne Bauerstochter soll ertrinken.‘‘‘

[138]
5.
„Ach Schiffmann, du fein guter Mann,

laß doch das Schiff zu Lande gahn,
ach Schiffmann!“
Ich hab ein Liebsten, der hat mich lieb
und löset wol wieder mich
aus diesem schönen Schiff Schiff Schiff,
aus diesem schönen Schiff.“
     Der Liebste der gegangen kam,
die Liebste sah ihn traurig an:
„Ach Liebster!
gieb deinen goldnen Ring für mich
und löse wol wieder mich
aus diesem schönen Schiff Schiff Schiff,
aus diesem schönen Schiff!“
     ‚‚‚Eh ich mein Liebste sollt entbehrn,
so wollt ich doch nun nimmermehr!
Ach Schiffmann, laß sSchiffchen sinken!
der goldne Ring der soll ertrinken.‘‘‘

1, 2. Laß doch das Schiff am Rande stahn. – 1, 11. gieb deine goldne Uhr für mich. – 2, 11. gieb deine schöne Schürz für mich. – 4, 11. gieb deinen grünen Kranz für mich. – 5, 11. gieb du dein blankes Schwert für mich.