MKL1888:Aarhus

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Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Aarhus“ in Meyers Konversations-Lexikon
Band 1 (1885), Seite 1011
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Aarhus. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 1, Seite 10–11. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Aarhus (Version vom 14.04.2021)

[10] Aarhus (spr. ohr-), dän. Amt im östlichen Teil der Halbinsel Jütland, 2479 qkm (45 QM.) groß mit (1880) 140,886 Einw. Im J. 1867 wurden die Ämter A. und Skanderborg vereinigt, aber die beiden [11] Teile des Amtes A. tragen gemeinhin noch die alten Namen. Die gleichnamige Hauptstadt, an einer Bucht des Kattegat gelegen, ist Sitz eines evangelischen Bischofs, hat eine schöne gotische Domkirche aus dem 13. Jahrh., ein Gymnasium und ein Museum. A., das 1870 nur 15,025 Einw. zählte, hat (1880) 24,831 Einw. und ist die zweitgrößte Stadt Dänemarks. Sie liegt an der Eisenbahnlinie Frederikshavn-Vamdrup und ist außerdem Ausgangspunkt der Ostjütländischen Eisenbahn. Der Hafen ist in den letzten Jahrzehnten vertieft, die Handelsflotte zählte 1881: 52 Schiffe von 4161 Ton. Im J. 1882 belief sich der Umsatz in der ausländischen Schiffahrt auf 133,165 T., in der inländischen auf 43,586 T. Die Einfuhr besteht in Wein, Petroleum, Salz, Zucker, Tabak, Manufaktur- und Kolonialwaren, die Ausfuhr in Getreide, Vieh, Speck, Häuten, Butter, Eiern und Austern. Die Stadt hat eine recht lebhafte Industrie. Sie ist eine der ältesten Städte Dänemarks, das dortige Bistum wurde schon um 951 von Kaiser Otto I. errichtet.