MKL1888:Pitman

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Meyers Konversations-Lexikon
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Wikipedia-Artikel: Isaac Pitman
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Seite mit dem Stichwort „Pitman“ in Meyers Konversations-Lexikon

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94, 95

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Empfohlene Zitierweise
Pitman. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1888–1889, Bd. 13, S. 94. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=MKL1888:Pitman&oldid=2250051 (Version vom 09.10.2014)

Pitman, Isaak, engl. Stenograph, geb. 4. Jan. 1813 zu Trowbridge (Wiltshire), war zuerst Handlungsdiener, bildete sich durch eifrige Lektüre der englischen Klassiker weiter und wurde dadurch auf das Mißverhältnis zwischen englischer Orthographie und Aussprache aufmerksam. Nachdem er einige Jahre Volksschullehrer gewesen, trat er 1837 mit dem von ihm erfundenen, auf reiner Lautschrift beruhenden stenographischen System hervor, das er „Stenographic sound-hand“, später „Phonetic short-hand“ benannte. 1839 siedelte er nach Bath über, um sich hier ausschließlich der Vervollkommnung seiner „Phonography“ zu widmen. Unter diesem umfassenden Namen begriff er nämlich neben jenem stenographischen System auch ein gleichzeitig von ihm ausgebildetes rein phonetisches Schreibsystem für gewöhnliche Schrift („Phonetic long-hand“), für dessen Ausbildung er zu Bath eine eigne Druckerei, das noch heute von P. selbst geleitete „Phonographic Institute“, errichtete. Seine short-hand hat es zu einer ungeheuern Verbreitung gebracht und alle andern englischen [95] Stenographiesysteme so ziemlich verdrängt; auch auf Französisch, Spanisch und Deutsch (von Drießlein, 2. Aufl., Leipz. 1884) wurde sein System übertragen. Vgl. Robinson, I. Pitman’s phonography (im „Panstenographikon“, Bd. 1, Dresd. 1869–74); Pitman, Manual of phonography (Lond. u. Bath); Derselbe, A history of short-hand (das.); „The list of the Phonetic Society for 1883“ (das.).