MKL1888:Vocel

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Meyers Konversations-Lexikon
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Wikipedia-Artikel: Jan Erazim Vocel
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Originalseite(n)
240

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Empfohlene Zitierweise
Vocel. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1888–1889, Bd. 16, S. 240. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=MKL1888:Vocel&oldid=- (Version vom 29.03.2015)

Vocel (spr. wotzel), Johann Erazim, tschech. Dichter und Archäolog, geb. 24. Aug. 1803 zu Kuttenberg, starb 17. Sept. 1871 als Professor der tschechischen Sprache, Litteratur und Archäologie an der Universität Prag. In seiner ersten schriftstellerischen Periode schrieb V. lyrische und epische Gedichte: „Die Premysliden“ (1834), „Schwert und Kelch“ (183) und „Das Labyrinth des Ruhms“ (1846), kultivierte auch die historische Novelle („Der letzte Orebit“), beides mit besonderer Förderung der patriotischen Idee, und wandte sich dann Studien der heimatlichen Archäologie zu, deren Ergebnisse er in seinem Hauptwerk: „Die Vorzeit des Landes Böhmen“ (Prag 1866 bis 1868, 2 Bde.), niederlegte. V. schrieb auch eine Abhandlung über „Das alte tschechische Erbrecht“.