Mein Jeverland!

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Textdaten
Autor: Burchard Heinrich Cammann[WS 1] / August Müller
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Titel: Mein Vaterland!
Untertitel: Wo an dem Nordseestrand
aus: Zwischen Ems und Weser: Land und Leute in Oldenburg und Ostfriesland, S. 354
Herausgeber: Franz Poppe
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1888
Verlag: Schulzesche Hof-Buchhandlung
Drucker:
Erscheinungsort:
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Poppe: Google-USA* Riemann: Google-USA*
Kurzbeschreibung:
Mit letzter Strophe in: Friedrich Wilhelm Riemann: Die Getreuen in Jever, Schulzesche Hof-Buchhandlung und Hof-Buchdruckerei, Oldenburg und Leipzig 1896, S. 49-50
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 Mein Vaterland!

 („Jeverländisches Nationallied“, Melodie: Mein Oesterreich)

Wo an dem Nordseestrand
Der hohe Leuchtturm steht
Und wo am Südostrand
Die preuß’sche Flagge weht,
Dort, wo die Möven ziehn,
Im Forst der Rehbock steht,
Und in der Krinolin'
Die Magd zum Melken geht:
Das ist mein Jeverland,
Das ist mein Heimatland,
Das ist mein Vaterland,
Mein Jeverland!

Dort, wo aus dürrem Sand
Die Heid’ sich weit erstreckt,
Und wo das ganze Land
Oft grauer Nebel deckt;
Dort, wo in Süd und West
Das Moor entsetzlich raucht,
Wo man zum Schützenfest
Acht volle Tage braucht:
Das ist u. s. w.

Und wo am Meeresstrand
Die Woge hoch ausspritzt,
Wo man das fette Land
Durch hohe Deiche schützt,
Dort, wo aus voller Kehl’
Der Frosch erbaulich quakt,
Wo man aus wenig Mehl
Sehr große Veenbünks backt: [WS 2]
Das ist u. s. w.

Dort, wo im Glockenton
Man die Maria ruft,
Obgleich sie lange schon
Sanft ruht in ihrer Gruft;
Und wo beim Püttbierschmaus [WS 3]
Man frohe Lieder singt,
Die Nacht in Saus und Braus
Trotz Polizei verbringt:
Das ist u. s. w.

Dort, wo des Schlosses Turm
Hoch in die Lüfte ragt,
Und wo beim Nordweststurm
Die Flut am Deiche nagt;
Wo sich am Gerstenbrei
Labt Mann und Weib und Kind,
Und wo die Schweine frei
Noch von Trichinen sind:
Das ist u. s. w.

Wo man aus schwerem Klei
Die schönsten Früchte zieht,
Und wo im schönen Mai
Der Raps so herrlich blüht.
Dort, wo in Stadt und Land
Die Sängerfahne weht,
Und wo der Bauernstand
Im Fett spazieren geht:
Das ist mein Jeverland,
Das ist mein Heimatland,
Das ist mein Vaterland,
Mein Jeverland!




Dort, wo zum Wiegenfest [WS 4]
Fürst Bismark hochgeehrt,
An Kiebitzei das Best’
Getreulich wird beschert,
Und wo zum Umtrunk dann
Man fröhlich sich gesellt,
Und preiset Mann für Mann
Den Kanzler, unsern Held:
Das ist mein Jeverland,
Das ist mein Heimatland,
Das ist mein Vaterland,
Mein Jeverland!

Anmerkungen (Wikisource)

  1. 1816-1873, Gerichtsaktuar in Jever, Landtagsabgeordneter, Mitbegründer der Getreuen, Dichter des Jeverlandliedes gnd/116337055X
  2. Veenbünks, in der anderen Version Beenbunks genannt: Weißbrote
  3. Fest der Brunnengenossenschaften in der Stadt Jever. (Pütten-Brunnen)
  4. Die Strophe ist von einem August Müller und scheint erst im Buch von 1896 auf.