Mein Leben (Sigismund)

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Textdaten
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Autor: Florenz Friedrich Sigismund
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Titel: Mein Leben
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 4, S. 58
Herausgeber: Ernst Keil
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1872
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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Mein Leben.


Das Bächlein meiner Tage
Fließt rein und silberhell,
Nie murmelt’s eine Klage,
Froh rinnt’s von seinem Quell.

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Sanft rieselt’s hin durch Auen,

Küßt manchen Blumenrain,
Die gold’nen Sternlein schauen
Mit stiller Lust hinein.

Oft tönt’s wie süße Lieder,

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Der Wand’rer weilt und lauscht,

Streckt froh an ihm sich nieder,
Vom holden Klang berauscht.

Und stürmt ein Wetter drüber
Und trübt den hellen Schein,

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Rasch fließt der Schlamm vorüber,

Der Grund bleibt ewig rein.

Ob Klippen es umschließen,
Ob es durch Dornen dringt,
Klar wird es immer fließen,

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Bis es der Sturm verschlingt.
Flor. Sigismund.[1]

  1. Der Dichter ist der einundachtzigjährige Vater unsers Berthold Sigismund, dieses so früh uns entrissenen „Sohn Thüringens“, dem die „Gartenlaube“ von 1865 ein Denkmal in Bild und Wort gesetzt hat. Der alte Herr lebt seit 1828 in Blankenburg an der Pforte des Schwarzathals.
    D. Red.