Meine Blumen

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Textdaten
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Autor: Friedrich Schiller
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Titel: Meine Blumen
Untertitel:
aus: Anthologie auf das Jahr 1782, S. 132 – 133
Herausgeber: Friedrich Schiller
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1782
Verlag: J. B. Metzler
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Erscheinungsort: Stuttgart
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Quelle: Scans auf Commons
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[132]
Meine Blumen.


Schöne Frühlingskinder lächelt,
     Jauchzet Veilchen auf der Au!
Süser Balsamathem fächelt
     Aus des Kelches Himmelblau.

5
Schön das Kleid mit Licht gestiket,

Schön hat Flora euch geschmüket
     Mit des Busens Perlenthau!
Holde Frühlingskinder weinet!
Seelen hat sie euch verneinet,

10
     Trauert Blümchen auf der Au!


Nachtigall und Lerche flöten
     Minnelieder über euch,
Und in euren Balsambeeten
     Gattet sich das Fliegenreich.

[133]
15
Schuf nicht für die süsen Triebe

Euren Kelch zum Thron der Liebe
     So wollüstig die Natur.
Sanfte Frühlingskinder weinet,
Liebe hat sie euch verneinet,

20
     Trauert Blümchen auf der Flur!


Aber wenn, vom Dom umzingelt,
     Meine Laura euch zerknikt,
Und in einen Kranz geringelt,
     Thränend ihrem Dichter schikt –

25
Leben, Sprache, Seelen, Herzen

Flügelboten süser Schmerzen!
     Goß euch diß Berühren ein.
Von Dionen angefächelt,
Schöne Frühlingskinder lächelt,

30
     Jauchzet Blumen in dem Hayn!


Y.