Melancholie (Klabund)

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Textdaten
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Autor: Klabund
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Titel: Melancholie
Untertitel:
aus: Die Harfenjule
S. 18–19
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1927
Verlag: Die Schmiede
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Erscheinungsort: Berlin
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Quelle: Scans auf Commons
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[18]

Melancholie.

Schau, den Finger in der Nase, oder an der Stirn, zeitigt manche fette Phrase das geölte Hirn.

Warum liebt der die Erotik? Jener die Zigarrn? Der die Aeropilotik? Der den Kaiserschmarrn?

[19] Warum geht’s uns meistens dreckig? Weshalb schreib ich dies Gedicht? Warum ist das Zebra fleckig Und Mariechen nicht?

Dennoch ahnt man irgendwie Gottes Qualverwandschaft, trifft man unerwartet sie draußen in der Landschaft.


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Melancholie.


Schau, den Finger in der Nase,
oder an der Stirn,
zeitigt manche fette Phrase
das geölte Hirn.

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Warum liebt der die Erotik?

Jener die Zigarrn?
Der die Aeropilotik?
Der den Kaiserschmarrn?

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Warum geht’s uns meistens dreckig?
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Weshalb schreib ich dies Gedicht?

Warum ist das Zebra fleckig
Und Mariechen nicht?

Dennoch ahnt man irgendwie
Gottes Qualverwandschaft,

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trifft man unerwartet sie

draußen in der Landschaft.