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Textdaten
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Autor: Joachim Ringelnatz
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Titel: Menu
Untertitel:
aus: Reisebriefe eines Artisten, S. 34
Herausgeber:
Auflage: 5.–9. Tausend
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1928 (EA 1927)
Verlag: Ernst Rowohlt
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Erscheinungsort: Berlin
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Quelle: Scans auf Commons
Kurzbeschreibung:
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Ich fuhr im Auto heim, von Freunden fort,
Morgens, da alles still und dunkel war.
Ein Toter lag quer überm Trottoir;
Wir sahen’s beide, der Chauffeur und ich,

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Fuhren vorbei und sprachen nicht ein Wort.


Wer liebte nicht
Der Sonne warmes Licht!
Wem grauste nicht seit frühster Kindheit
Vor Finsternis, vor Schwarz, vor Blindheit!

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Und doch, mich deucht:

Am tiefsten packt uns stets die Stelle,
Wo Schimmer ahnen läßt, doch keine Helle
Die Wunder scheucht.

Mach deinen Weg, wie dir’s das Dein befiehlt,

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Mit Rechnen oder Hoffen.

Doch: Besser recht gezielt
Als gut getroffen.

Und als Kompott:
Es glaubt auch jedes Tier an Gott.