Nordamerikanische Artilleriepferde

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Titel: Nordamerikanische Artilleriepferde
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 4, S. 74
Herausgeber: Ernst Keil
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Erscheinungsdatum: 1878
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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Die Gartenlaube (1878) b 071.jpg

Winterpromenade nordamerikanischer Artilleriepferde.
Nach der Natur aufgenommen von Vogt in New-York.

[074] Nordamerikanische Artilleriepferde. (Mit Abbildung Seite 71) Parade- und Excercirplatz und Manöverterrain bilden für die Soldaten die drei Stufen des Waffenlebens, hinter welchen es keine andere Stufe mehr giebt, als den Krieg. Nur wer selbst Soldat war, nicht aber der wenn auch noch so verwandtschaftlich interessirte Zuschauer, weiß, was jede der drei Stufen für ihn zu bedeuten hat, und er wird bei keiner derselben in späteren Jahren selbst Zuschauer sein, ohne das alte Soldatenblut in sich aufsteigen zu fühlen. Von allen Waffengattungen imponirt am meisten die der Artillerie, je höher unsere drei Stufen steigen. Bei der großen Parade mögen die Infanteriewaffen die Blicke auf sich ziehen und mag der Prachtanblick der blinkenden Reitergeschwader Alt und Jung begeistern, während die langgedehnten Artillerieaufzüge vielleicht sogar langweilen. Schon auf dem Excercirplatz ändert sich das Bild. Wenn aber das Manöver das volle Kriegsbild aufrollt, dann macht nur noch der Kürassier dem Kanonier den Eindruck des Furchtbaren streitig, aber nicht lange. Denn donnert auch der Boden, wenn ein Regiment der geharnischten Reiter daherstürmt, so verschwindet dies Alles doch vor dem Anprall der wie die Windsbraut daher tobenden Batterien, die kein Hinderniß des Terrains kennen, soweit ein Pferdepaar noch Boden fassen kann, und die, Erz, Pferd und Mensch, wie zusammengegossen ihr festgelegtes Ziel verfolgen. Da staunen wir die Menschenstärke an; da stehen wir erschrocken vor dem, was ein Mann leisten und ertragen kann. Deshalb wenden wir unwillkürlich unsere Aufmerksamkeit auch Allem zu, was zu dieser erprobtesten Siegeswaffe gehört, und ebendeshalb erregte auch das an sich so einfache Bild eines Artilleriepferdezugs gleich bei der ersten Aufstellung desselben in New-York allgemeines Wohlgefallen. Der Winter ist keine Excercirzeit für die Artillerie, aber die für die Waffe eingeschulten Pferde müssen erhalten werden. Und so zeigt denn unsere Illustration den winterlichen Spazierritt von Artilleriepferden einer Vereinigten-Staaten-Garnison, wie ihn der treffliche Pinsel Vogt’s in New-York in einem großen Bilde darstellt, das sich die Gunst der Pferde-, wie der Kunstkenner ebenso gewonnen hat, wie die der Männer des ehernen Kriegsfaches.