Poetisches Kochbuch

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Titel: Poetisches Kochbuch
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 21, S. 544
Herausgeber: Ferdinand Stolle
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1861
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[544]

Poetisches Kochbuch
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(Ein Flamrin. Kalt, mit Vanillesauce.)


Wenn in des Sommerabends linder Kühle
Dein müder Fuß im Kreis der Lieben ruht,
O wie erquickt dann nach des Tagen Schwüle
Ein herzerquickend Labsal Geist und Muth!

5
So laß der Töchter Kochkunst sich entfalten,

Der süßen Speise Vorschrift ist bereit;
Schon seh’ ich sie am Heerde freudig walten
Mit quirlend-rührender Geschäftigkeit.

Und wenn nun abgethan des Tages Mühen,

10
Wenn bei der trauten Lampe Dämmerschein

Des Gärtchens Blumen duftend Euch umblühen.
Dann mag sie oft Euch süße Labung sein


Recept.


Laß eine Kanne Milch am Feuer wallen
Und thu’ – im Sieden – nach und nach hinein:
Sechs Loth gesiebten Zuckers, 6 Loth Mandeln,
Citrone auch, die sei gewiegt recht fein.

5
Dann nimm 6 Loth der allerbesten Stärke,

In kalter Milch vorher gut aufgelöst,
Die rühr’ in’s Kochende mit flinken Händen,
Und rühre, rühre, bis es Blasen stößt!
Rühr’ auch 6 Dotter noch dazu, im Sieden:

10
Nimm’s aus dem Ofen; rühre, eh’s verkühlt,

Den Schnee hinein und schütt’ es, um’s zu stürzen,
In eine Form mit kalter Milch gespült.