Poker

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Textdaten
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Autor: Klabund
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Titel: Sonette des Spielers: Poker
Untertitel:
aus: Die Harfenjule
S. 40
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1927
Verlag: Die Schmiede
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Erscheinungsort: Berlin
Übersetzer:
Originaltitel:
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Originalherkunft:
Quelle: Scans auf Commons
Kurzbeschreibung:
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Poker (Damenvierling).

Wem je die Muse sich vervierfacht bot, der wandelt trunken über diese Auen. Was dünken ihn die Haus- und Straßenfrauen, und was Narzissenwind im Abendrot.

Er schlägt drei Könige bedeutsam tot. Selbst eine volle Hand darf er beschauen. Er schüttet in den Abgrund jenen lauen Kübel voll Jammertum und Menschennot.

Melpomene, du mit der Maske Pik, Thalia, Sterngelächter hell im Herzen, du Klio, trefflich, mit dem Zeichen Sieg –

Oft stand ich sumpfversunken tief in Schmerzen, da winkte, daß die Seele mondwärts stieg, Kalliope mit goldnen Hochzeitskerzen.


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Poker (Damenvierling).


Wem je die Muse sich vervierfacht bot,
der wandelt trunken über diese Auen.
Was dünken ihn die Haus- und Straßenfrauen,
und was Narzissenwind im Abendrot.

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Er schlägt drei Könige bedeutsam tot.

Selbst eine volle Hand darf er beschauen.
Er schüttet in den Abgrund jenen lauen
Kübel voll Jammertum und Menschennot.

Melpomene, du mit der Maske Pik,

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Thalia, Sterngelächter hell im Herzen,

du Klio, trefflich, mit dem Zeichen Sieg –

Oft stand ich sumpfversunken tief in Schmerzen,
da winkte, daß die Seele mondwärts stieg,
Kalliope mit goldnen Hochzeitskerzen.