Punschlied

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Textdaten
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Autor: Johann Karl Wilhelm Geisheim
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Titel: Punschlied
Untertitel:
aus: Gedichte, Zweites Bändchen,
S. 191–192
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Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1839
Verlag: Josef Max und Komp.
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Erscheinungsort: Breslau
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Quelle: Commons, Google
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Punschlied.


Punsch, Freunde, Punsch soll heut uns wärmen!
Auf, schafft herbei, was dazu fehlt!
Nicht Sturm und Wetter soll uns härmen,
Noch was uns sonst im Leben quält.

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Viel Schönes wünschen wir beim Punsch;

Nur, Freunde, keinen finstern Flunsch!

Denn, fehlt auch Vieles unserm Wunsche,
Ja, drückt uns auch der Schuh der Zeit,
Vor Allem wünschen wir zum Punsche

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Das Wasser der Gelassenheit.

Denn über’m Wasser schwebt der Geist,
Der heitre Schöpfung uns verheißt.

Das Wasser setzt sich in Bewegung,
Die Prosa wird zur Poesie;

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Es wogt in wunderbarer Regung

Das Wellenmeer der Phantasie,
Und schlingt in glücklichem Verein
Süßsaures Leben in sich ein.

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O wüßtet immer ihr dem Leben,
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Das klagend ihr so oft verdammt,

Der Mischung Zauberkraft zu geben,
Die mächtig euch der Punsch entflammt:
Das Leben ist an Lust verwaist,
Trennt von dem Wasser sich der Geist.

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Doch auch der Geist wird bald verwaisen,

Wenn ihm des Zuckers Süß gebricht,
So wie die Weisheit mancher Weisen
Nur wirket wie ein blendend Licht,
In dessen kaltem Wiederschein

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Ihr könnt nicht froh, nicht glücklich sein.


Mögt ihr Unendliches auch wissen,
Ihr oft so überweise Herrn;
Laßt ihr die Milde mich vermissen,
Ich bleibe von euch gerne fern,

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Und bilde bei dem Punsch mir ein,

Doch weiser noch als ihr zu sein.