RE:Βασανίτου λίθου ὄρος

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band III,1 (1897), Sp. 39
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Βασανίτου λίθου ὄρος,[1] Gebirge im Gebiete der Arabaigyptioi, zwischen Nil und Rotem Meer, Ptol. IV 5, 27. Auf die überlieferte Ortsbestimmung, nach der es südlich von Berenike Nr. 5 gelegen hätte, ist wie so oft, nichts zu geben, da sie bei den vorher genannten Gebirgen, deren Lage uns bekannt ist, sicher falsch ist. Da aber die Benennung eines Gebirges nach einem bestimmten Gestein nur Sinn hat, wenn dieses dort gebrochen wurde, so kann das Β. λ. ὄ. nur das seit den ältesten Zeiten und auch unter römischer Herrschaft ausgebeutete Hammamâtgebirge an der Karawanenstrasse von Keneh nach Koseir sein, das ägyptisch ‚Gebirge des bḫn = Steines‘ hiess. Der hier gebrochene Stein von grosser Härte und schwarzer, oft auch brauner oder dunkelgrüner Farbe, wird von den Archaeologen gewöhnlich Basalt genannt, ist aber nach Fraas (Aus dem Orient I 36, Stuttg. 1867) eine Art Melaphyrdiorit; der Name dieses Steins bḫn, der also dem viel umstrittenen βασανίτης (CIG 5127. Hesych. Plin. n. h. XXXVI 11. 147. 157; vgl. Keferstein Beiträge zur Geschichte und Kenntnis des Basalts) entsprechen muss, war vermutlich das Grundwort für das hebräische bāchǎn ‚prüfen‘ (spec. Metalle) und das griechische βάσανος, das nach allgemeiner Ansicht ein Fremdwort ist; vgl. Buttmann Mus. d. Altertumswiss. II 53ff. Curtius Griech. Etymol.6 439 und den Artikel Basalt.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. WS: transkribiert Basanitu lithu oros