RE:Abolla 2

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band I,1 (1893), Sp. 105–106
Pauly-Wissowa I,1, 0105.jpg
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2) Ein Mantel, wie paenula, lacerna, laena, von Varro bei Non. 538, 16 als Kriegskleid der Toga entgegengesetzt, Tracht der stoischen und kynischen Philosophen (Iuv. 3, 115. 4, 76. Mart. IV 53), auf welche Horat. ep. I 17, 25 mit duplici panno anspielt, wie auch Diog. Laert. VI 22 die Tracht der Kyniker als τρίβων διπλοῦς bezeichnet und Servius den duplex amictus Verg. Aen. V 421 erklärt abolla quae duplex est sicut chlamys. Doch gab es auch elegante abollae: Mart. VIII 48 a. Tyria, Suet. Cal. 35 purpurea [106] a.; solche mögen in dem Zolltarif von Zarai CIL VIII 4508[1] unter a. cenatoria verstanden sein. Über die Form der A. ist näheres nicht bekannt. Die Identification mit ἀναβολή (Keller Lat. Volksetymol. 95) oder gar mit ἂβολος (Litteratur bei Saalfeld Tensaurus) ist zweifelhaft.

[Mau.]

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Corpus Inscriptionum Latinarum VIII, 4508