RE:Adiabenicus

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band I,1 (1893), Sp. 360
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Adiabenicus, ein Beiname, den zuerst L. Septimius Severus nach Unterwerfung der Adiabener im J. 195 n. Chr. annahm (Münzen bei Eckhel VII 172f., Inschriften s. besonders die Indices des CIL; Hist. Aug. Sev. 9, 10. Eutrop. VIII 18. Vict. Caes. 20, 17. Sex. Ruf. 21, 2). Seinem Sohne Antoninus (Caracalla) wird er nur vereinzelt (um 213/214) beigelegt, vielleicht aus Irrtum (auf meist unsicheren Inschriften: CIL VII 1004. 1186. VIII 1855. 1857. X 5802. II 1037. CIG I 1619; nicht auf Münzen). Dem Aurelianus wird er nur von seinem Biographen zugeschrieben (Hist. Aug. Aurel. 30, 5). Adiabenicus maximus nennen sich, wahrscheinlich aus Anlass des Krieges vom J. 297, in dem Edict de pretiis rerum vom J. 301 (CIL III p. 824) gemeinschaftlich die Augusti Diocletian (vgl. auch CIL X 3343) und Maximian (bei diesem ist der Name zu ergänzen; vgl. auch Dipl. 58 CIL III p. 900 = X 1113) und die Caesares Constantius Chlorus und Galerius Maximianus. Der letzte, der den Beinamen führte, war Constantius II. (Adiaben. max. im J. 354, CIL III 3705), der wahrscheinlich im J. 338 einen Krieg in Mesopotamien geführt hatte (vgl. Mommsen z. d. Inschr.).