RE:Agesias 1

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band I,1 (1893), Sp. 795
Pauly-Wissowa I,1, 0795.jpg
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Agesias (Ἀγησίας). 1) Sohn des Sostratos, aus einem in Syrakus eingebürgerten Zweige der Iamiden, welcher das diesem Geschlechte zustehende Priestertum am Altare des grossen Zeus in Olympia auch in der Fremde festgehalten hatte. Es war die Gewohnheit der Iamiden, Orakel sprechend umherzuwandern, vornehmlich bei den Spartanern und übrigen Doriern, sowie bei den Arkadern. So war einer der Vorfahren des A., vermutlich von Stymphalos, nach Korinth gekommen und hatte den Archias begleitet, als er Syrakus zu gründen auszog. A. teilte die Neigung der Iamiden zu gymnischen Kämpfen und trug einen Sieg mit Maultieren in Olympia davon. Diesen Sieg, den Boeckh Ol. 78 ansetzt, feiert Pindar in der sechsten olympischen Ode. Aus dieser Ode und den zugehörigen Scholien ist A. bekannt. Er scheint mit Hieron befreundet gewesen zu sein und ihm militärische Dienste geleistet zu haben. Nach Hierons Tode wurde A., dem es nicht an Feinden fehlte, ermordet.