RE:Akakios 3

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band I,1 (1893), Sp. 11401141
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3) Rhetor und epischer Dichter (Liban. epist. 127), Verfasser des pseudolukianischen Ὠκύπους (Liban. epist. 1380). Er stammte aus Caesarea in Palaestina (Eunap. vit. soph. 100), studierte in Athen (Liban. epist. 1135. 1511), wo er Freundschaft mit Aristainetos schloss (Liban. epist. 25. 1135), und lehrte zuerst in Phönicien, dann in Antiocheia (Lib. ep. 666. 726). Hier trat Libanios, der gleichwohl seine ausserordentliche Begabung in der Rede περὶ εὐφυΐας öffentlich anerkannte (Eunap. a. O., vgl. Lib. ep. 407), als sein Nebenbuhler auf (ep. 277. 292. 301. 634), was ihn wahrscheinlich veranlasste, nach seiner Vaterstadt überzusiedeln, wo ihm grosse Versprechungen gemacht wurden (Lib. or. II 220; epist. 666). Endlich gab er die Lehrthätigkeit ganz auf und wurde Advocat (Lib. ep. 647). Seine Söhne Titianus (Lib. ep. 25. 42. 57. 121. 127. 148. 190. 319. 341. 348. 374. 376. 400. 598. 607. 627. 631. 647. 692. 1119. 1290. 1368. 1384. 1554; lat. III 99) und Marcus (Lib. ep. 376. 1211. 1310) und seinen Schwiegersohn Kalykios (Lib. ep. 25. 374. 376), den Sohn des Hierokles (Lib. ep. 349. 382. 383. 485), liess er von Libanios unterrichten. Obgleich er Heide war (Lib. ep. 319. 598. 607. 1071), berief ihn Kaiser Constantius, veranlasst durch seinen rhetorischen Ruhm (Lib. ep. 1211. 1219) und die Fürsprache des Titianus, nach dem er seinen Sohn benannt hatte, im J. 359 nach Constantinopel, um ihm ein Amt zu übertragen (Lib. ep. 127). Er wurde erst Praeses Phrygiae, dann Consularis Galatiae (Lib. ep. 301. 311. 565. 572. 1081. 1485), wo ihn 362 oder 363 (Lib. ep. 701) Maximus ablöste (Lib. ep. 689), endlich Vorsteher der kaiserlichen Gestüte in Kappadokien (Lib. ep. 1081. 1211. 1310). Der Historiker Eutropius war sein Neffe [1141] und Schüler (Lib. ep. 666. 667. 1202. Seeck Symmachus p. CXXXII). An ihn gerichtet Lib. ep. 25. 42. 57. 58. 121. 127. 148. 190. 277. 292. 301. 319. 341. 348. 374. 376. 400. 537. 565. 571. 572. 598. 607. 631. 644. 647. 664. 666. 726. 1052. 1071. 1106. 1119. 1133. 1183. 1200. 1211 (anonym). 1290. 1310. 1366. 1368. 1380. 1383. 1433. 1446. 1503. 1511. 1554; lat. II 22. III 249. 288; erwähnt ep. 262. 532. 536. 612. 667. 691. 692. 1051. 1254. 1384; lat. III 378. Suid. s. Ἀκάκιος, Λιβάνιος. Vielleicht ein anderer Lib. ep. 563. 1552. Sievers Libanius 275.